Das sah auch HSV-Trainer Martin Schwalb so: "Unter dem Strich war der THW einfach besser und ist verdient Deutscher Meister", sagte er bereits kurz nach Spielende. "Wir haben einfache Tore zugelassen. Das war der Schlüssel für die Niederlage. Wir können trotzdem stolz auf unsere Saison sein. Nächstes Jahr werden wir wieder eingreifen."
Ob dann noch Schwalb den einstigen Retortenklub aus der Hansestadt verantwortlich aufs Feld führen darf, erscheint allerdings zweifelhaft. Zwar errang der ehemalige Weltklasse-Linkshänder mit seinem Team in dieser Saison den Pokal, aber in der Champions League scheiterte er im Viertelfinale, auf dem Weg zur erhofften ersten deutschen Meisterschaft auf der Zielgeraden. Zu wenig, angesichts eines Etats von neun Millionen Euro und Rekordtransferinvestitionen vor dieser Spielzeit.