Beiträge von rrbth

    Gut, dann relativiert sich das Ausrasten des Trainers ein kleines bißchen. Als 30jähriger kann man schon mit solchen Angriffen umgehen. Was man allerdings auch als 30jähriger nicht kann: in seinem zweiten Spiel souverän zu pfeifen.

    Du hast das am Beispiel „Fuß“ schön beschrieben.

    Laß dich nicht verunsichern und bleib dabei. Die Routine (und damit die Sicherheit) kommt, das ist wie beim Autofahren ...

    Bist du auch jung?
    Du brauchst das nicht zu beantworten. Ich nehme mal an, daß du jung bist. Das macht den EIngriff des Trainers noch schlimmer.

    Möglicherweise war er sich bewußt, daß er dich mit dieser Drohung ganz gezielt unter Druck setzen kann. Ich weiß nicht, aber es gibt bestimmt einen Schiedsrichterbetreuer (grade für die Anfänger) bei euch, mit dem ihr euch ab und zu trefft. Besprich das ruhig mal mit ihm. Auch für deine (Anfänger-)Kollegen kann das nur hilfreich sein.

    Und hab keine Angst, auch deutliche Strafen auszusprechen. Du wirst (so sollte es zumindest sein) rückhaltlose Rückendeckung erhalten.

    Aber das können dir die Profis hier besser erzählen.

    Zitat

    Original von Handball30oder ist es jetzt zu spät da ich im Spielbericht nichts erwähnt habe?

    Na ich denke, nun ist es zu spät. Aber beim nächsten Mal ...

    Ich nehme an, daß du Anfänger bist. Da kann ich es gut verstehen, daß du nicht gleich einen Spielbericht schreiben wolltest. Grad als Anfänger ist man ja (noch) ein bißchen unsicher, umso schwerer wiegt die Unsportlichkeit des Trainers.

    Auch ich ärgere mich über Schiedsrichterentscheidungen, aber als Trainer habe ich mich zu berherrschen. Was dieser Trainer sich da geleistet hat, geht entschieden zu weit. Wenn ich als Vater eines Spielers dabei gewesen wäre, ich glaube, ich hätte dem Trainer hinterher deutlich gesagt, was ich von solchen Entgleisungen halte.

    Selbst wenn — aber das spielt in diesem Fall gar keine Rolle — deine Entscheidung fragwürdig war, das Verhalten des Trainers war eindeutig grob unsportlich. Irgendwo hab ich erst gelesen — die Profis hier werden wissen, wo — daß Spieler, die Zeitstrafen für ihre Gegner fordern, zu bestrafen sind. Sowas gilt erst recht für einen Trainer!

    Zitat

    dann geht er mit seiner Manschaft vom Feld,und zieht sie aus der Quali zurück

    Was ist denn von dieser Drohung zu halten? Meiner Meinung nach bewegt sich das knapp an einer groben Unsportlichkeit, die durchaus mit Disqualifikation geahndet werden könnte.

    Schon das hier

    Zitat

    da kam der Trainer der nicht bestraften Manschaft auf mich zu und meckerte laut das das 2 Minuten waren

    ist grenzwertig.

    Aber was ist, wenn der wirklich seine Mannschaft von Feld holt? Was passiert dann?

    Zitat

    Original von Theoitetos
    Du musst erst einmal den Einspruch aufm Protokoll ankündigen, danach hast du drei Tage Zeit ihn form- und fristgerecht einzureichen.

    Das ist klar, und das hab ich hier auch schon irgendwo gelesen. Die Frage war:

    Hab ich bei einem Tages-Turnier Zeit, bis (kurz) nach dem letzten Spiel, um den Einspruch auf dem Protokoll anzukündigen oder ist diese Möglichkeit vorbei, wenn der MV das Protokoll unterschrieben hat, normalerweise unmittelbar nach dem Spiel.

    Aber:
    Die Spielergebnisse müssen ja am Turnierende von allen MVs bestätigt und unterschrieben werden. Kann da noch ein Einspruch angekündigt werden?

    So, im Zusammenhang mit meiner Frage

    Zitat

    hab ich noch eine:

    Ich nehme an, ein Einspruch muß unverzüglich nach dem Spiel erfolgen.

    Wäre es aber nicht doch bei einem Turnier möglich, den Einspruch erst dann einzulegen, wenn sich herausstellt, daß das Spielergebnis nicht nur Einfluß auf die Plazierung, sondern auch Einfluß auf die (hier) Qualifikation bzw. Nicht-Qualifikation hat?

    Im geschilderten „Fehlsignal-Fall“ erreichten die beiden ersten Mannschaften die Qualifikation für eine höhere Spielklasse in der kommenden Saison.

    In dem Zusammenhang:
    Wie häufig sind denn solche Einsprüche, die auf dem Spielformular vermerkt werden?

    Und wißt ihr ungefähr, wie häufig solche Einsprüche dann aufrecht gehalten werden?

    Ich halte (nicht nur) die Antworten von Handball-SR durchaus für „vertrauenswürdig“, deshalb reite ich nicht so auf dem Thema rum.

    Ich bin ja Mannschaftsbetreuer und als solcher (mit-)verantwortlich für einen evtl. Einspruch. Zum Glück war er hier nicht nötig, aber wenn das Turnier etwas anders verlaufen wäre, hätte unsere Mannschaft (wegen eines klaren Regelverstoßes?) die Qualifikation nicht geschafft.

    Soweit ist es dann klar:
    Es hat sich also um einen Regelverstoß gehandelt.

    Wie der allerdings bewertet wird und welche Konsquenzen der für die Wertung des Spielergebnisses hat, ist eine andere Frage.

    Nein, das überzeugt mich so nicht. Beim Kommentar zu 2:9 geht es um ein „Signal des Zeitnehmers/Delegierten“, das von diesem ausgelöst wurde, weil es dazu einen Grund gab. „Hauptgründe für ein Eingreifen sind ein beantragtes TTO oder ein Wechselfehler“.

    Im geschilderten Fall ist es nicht so gewesen. Deshalb stimmt die Threadüberschrift auch nicht. Sie sollte besser lauten:

    Unmotivierter Signalton von der Zeitmeßanlage, die Zeit wird nicht automatisch angehalten

    Entscheidend finde ich folgende Aussage

    Zitat

    Handball-SR, 03.06.2009, 11:27 Uhr:
    Wichtig ist die Feststellung, dass es unerheblich ist warum das Signal ertönte. Wenn es erfolgte, ist das Spiel AUTOMATISCH unterbrochen. Die SR können das Signal nicht einfach überhören, nachdem der Z signalisiert hat, dass es ein Versehen ect. war.


    Damit komme ich nämlich zum entscheidenden Punkt:
    Hätten wir Einspruch erheben können, und (wichtiger) hätte dieser Einspruch Aussicht auf Erfolg gehabt (Spielendstand 17:17)?

    Zitat

    Regel 17:13
    Die schwarze Spielkleidung ist vorrangig für die Schiedsrichter vorgesehen.

    Das ist ja interessant. Inzwischen spielt ja schon fast jede Dorfmannschaft in schwarz.

    ps
    Mir ist schon klar, daß auch Frauen Spiele leiten.

    Zitat

    Original von Lasse
    Und ich als Keeper würde so argumentieren, dass ich den TG gehalten hätte, wenn ich nicht von dem Signal irritiert worden wäre. ;)

    Meiner Meinung nach muss das Spiel in so einer Situation unterbrochen werden, da man nie weiß, wer durch das Signal abgelenkt wird. Und es geht dabei ja nicht um einen Zwischenruf aus dem Publikum, sondern um das bekannte Signal, dass das Spiel unterbrochen wurde.

    Kommt darauf an, ob man zur angreifenden oder zur verteidigenden Mannschaft gehört ...

    Aus deiner Sicht hast du recht, aber wenn der Schiedsrichter das anders sieht? Schließlich gibt es auch irgendwo die Anweisung, das Spiel möglichst nicht zu unterbrechen.

    Ich bleibe auch deshalb so hartnäckig, weil ich beim nächsten Mal (als Vertreter der benachteilten Mannschaft) u.U. Einspruch einlegen würde.

    Zitat

    Original von Schirinator
    Habe zwei unterschiedliche Antworten die sich widersprechen

    Das sehe ich nicht so.

    Es ist zwar richtig, daß im geschilderten Fall das Spiel nicht vom Zeitnehmer unterbrochen wurde, wenn aber „die verfrühte Unterbrechung eine klare Torgelegenheit für die angreifende Mannschaft vereitelt hat, muss gemäß Regel 14:1b auf 7-m Wurf entschieden werden“.

    Und ich ergänze (wie ja Schirinator schon angemerkt hat) Regel 14:1c: „Bei "höherer Gewalt" wie Stromausfall ist diese Regel analog anzuwenden, wenn das Spiel im Moment einer klaren Torgelegenheit unterbrochen wird.“

    Die Erläuterung 9 greift zwar nicht, weil das Spiel nicht von Zeitnehmer unterbrochen wurde, aber die Passagen über die Spielfortsetzung (evtl. 7m) sind meiner Meinung nach sinnentsprechend auf den geschilderten Fall anzuwenden.

    Was aber (mir) immer noch nicht klar ist:

    Zitat

    Aus dem geschilderten Fall:
    ... der Schiedsrichter schaut kurz zum Zeitnehmer, der zuckt mit den Schultern, daraufhin läßt der SR weiterlaufen und gibt das Tor, das aus dem begonnenen Gegenstoß heraus erzielt wurde.

    War das wirklich ein klarer Regelverstoß?

    Der Schiedsrichter hat ja die Situation (falsches Signal von der Zeitanlage) erkannt und die Spielsituation dahingehend beurteilt, daß der Signalton keine Mannschaft (wesentlich?) benachteiligt hat. Zumindest würde ich so argumentieren, falls Einspruch erhoben würde.

    Zitat

    Original von Theoitetos
    Wurde angepfiffen?
    1. TO braucht es ja nicht zu geben, da ja vom Z unterbrochen wird. (schaun ob auch Spielzeit gestoppt)

    Ich hab mich mißverständlich ausgedrückt: Die Zeitanlage hat nur gehupt, die Zeit ist aber weitergelaufen, weshalb auch nicht angepfiffen zu werden brauchte.

    Deshalb meinte ich ja. ob der SR dann nicht hätte das TO-Zeichen geben und der Zeitnehmer die Uhr hätte anhalten müssen?

    Genau das, was Theoitetos da zitiert, habe ich gemeint.

    Weil Theoitetos aus Sachsen kommt: Unsere mD hat neulich gegen eine Leipziger Mannschaft gespielt, und die sind auffallend deutlich bei der Abwehr auf den Ball gegangen, sehr erfolgreich übrigens.

    Edit:
    Vielleicht sollte ich diesen Thread (noch) mal im <Training-Forum> starten ...

    Servus,
    folgendes ist passiert:

    Während des Aufbaus eines schnellen Gegenstoßes — Ball und Spieler noch in der Hälfte der angreifenden Mannschaft, aber schon unterwegs in Richtung gegnerisches Tor — hupt die Time-out- bzw. Spielende-Sirene etwa 2 bis 3 Sekunden lang, Edit: ohne daß die Zeit anhält. Die Spieler der verteidigenden Mannschaft sind sichtbar irritiert, der Schiedsrichter schaut kurz zum Zeitnehmer, der zuckt mit den Schultern, daraufhin läßt der SR weiterlaufen und gibt das Tor, das aus dem begonnenen Gegenstoß heraus erzielt wurde.[list=1]
    [*]Hätte es nicht Time-out geben müssen, um deutlich zu klären, warum gehupt wurde und um Benachteiligungen einer Mannschaft durch dieses Ereignis auszuschließen?
    [*]Dann Spielfortsetzung mit Freiwurf für die ballbesitzende, angreifende Mannschaft?
    [*]oder 7-m (siehe Punkt 1), weil eine klare Torchance behindert wurde (sowohl der Angreifer als auch — vor allem — der Torwart wurden irritiert)?
    [/list=1]Zur Erklärung:
    Das war bei einem Qualifikationsturnier, und den Zeitnehmer haben wir als erstgenannte Mannschaft gestellt. Bei dieser Zeitanlage passiert das angeblich öfter; wahrscheinlich stören manche Handys die Zeitanlage.

    Übrigens:
    Ich halte es nicht für sinnvoll, wenn bei solchen Turnieren fremde Mannschaften den Zeitnehmer stellen sollen, nur weil sie die erstgenannte Mannschaft im Spielplan sind. Bedienungsfehler sind damit vorprogrammiert.

    Jede Zeitnehmeranlage ist anders, und deshalb sollte der tatsächliche Heimverein auch dafür verantwortlich sein.

    redi