Beiträge von rrbth

    Nein, das überzeugt mich nicht:
    Wird dem (stehenden) Gegner der Ball auf den Fuß geworfen, handelt es sich dabei weder um eine Gefährdung noch um eine Behinderung. Eine regelwidrige Störung kann ich auch nicht erkennen.

    Anders ist es, man würde darin eine Unsportlichkeit sehen.

      § 17 (1) Wird ein Spieler oder Mannschaftsoffizieller [...] ausgeschlossen bzw. disqualifiziert ...


    Sorry, ich hatte das ein paar mal gelesen, ohne es jedoch verstanden zu haben:

    Beide Strafen sind ja nach dem Spielende nicht mehr möglich, nur noch Eintrag auf den Spielprotokoll.

    Danke.

    Beim Durchsuchen des Regelfragenkatalogs ist mir grad auch das hier aufgefallen:

      254. A9 versucht, einen Hüftwurf mit dem Unterschenkel abzuwehren, der Ball geht aber ins Tor. Es war der 2.Versuch, einen Wurf mit dem Fuß abzuwehren. Richtige Entscheidung?
      a) Tor für B
      b) Freiwurf für B
      c) Progressive Strafe gegen A9

    Hm, wo steht denn das mit der Spielzeit? Es heißt doch „auf oder außerhalb der Spielfläche“.

    Im REGELFRAGEN-KATALOG ist bei Frage 170 Antwort c richtig (was denn sonst). Beinhaltet das aber nicht auch, daß der Spielerpaß nicht mehr herausgegeben wird?

      170. Nach dem Spiel schreit ein Spieler den Schiedsrichter an: ”Du hast uns den Sieg gestohlen,
      Du Idiot!” Richtige Entscheidung?
      a) Verwarnung
      b) Disqualifikation
      c) Schriftliche Meldung
      d) Verwarnung und schriftliche Meldung

    Das ist — glaube ich — die einzige Frage, die zu unserem Thema paßt.

    Zitat

    Original von Dickmann
    Ähm natürlich ziehe ich den Pass ein?!?!
    Ich hab sogar die direkte Anweisung meines Verbandes dazu.
    [...]
    Er durfte auch nicht pfeifen. Für die Dauer der Sperre als Spieler darf er auch keine andern Ämter ausführen.


    Genau so ist es auch bei uns:

      Disqualifikation eines Spielers oder Offiziellen wegen grob unsportlichen Verhaltens auf oder außerhalb der Spielfläche:
      Mit Beleidigung (Passeinzug nur bei Spielern):
      [...]In diesem Fall ist der Pass umgehend (noch am gleichen Tag) an die Spielleitende Stelle zu senden!

    Und Auszug aus der Rechtsordnung:

      § 17 Verfahren und einheitliches Strafmaß bei Vergehen von Spielern und Mannschaftsoffiziellen innerhalb der Wettkampfstätte
      (1) Wird ein Spieler oder Mannschaftsoffizieller wegen einer Tätlichkeit ausgeschlossen bzw. disqualifiziert oder wird er wegen einer groben Unsportlichkeit im Sinne von Abs. 5 Buchst. d) disqualifiziert, ist er vorläufig für zwei Wochen gesperrt, ohne dass es eines besonderen Ausspruchs durch die Spielleitende Stelle bedarf. Für die Berechnung des Fristablaufs wird der Tag des Vergehens mitgerechnet.

      § 22 Teilnahme am Spielbetrieb während einer Sperre oder einer Wartefrist
      (1) Wer gesperrt ist, darf am Spielbetrieb nicht teilnehmen.

    Zitat

    Original von Hodges
    Ganz einfach gesagt gibt es drei Arten von Fuß:
    - aktives Fuß --> progressive Bestrafung
    - reflexartiges Fuß --> FW
    - passives Fuß --> Spiel läuft weiter


    Hm, so kann man es auch sagen (und sich viel besser merken und weitergeben, z.B. an Eltern auf der Tribüne).

    Und daß „Fuß“ mit zu den verbreitesten Legenden beim Regel(-un-)wissen gehört, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Allerdings sind (viele?) Schiedsrichter (die, die hier mitlesen natürlich nicht) daran auch mit schuld:

    Häufig wird Fuß gepfiffen, sobald der Ball sich auch nur in diese Richtung bewegt ...

    Servus, das Thema wurde ja schon ein paar mal behandelt (am besten hier: Fuß oder nicht).

    Weil beim letzten Training das Thema aufkam, hab ich das mal zusammengefaßt. Vielleicht schaut ihr mal drüber, ob das so paßt oder ob was fehlt.

    Fuß ist nicht immer Fuß
    (und wird zu oft — den Regeln widersprechend —abgepfiffen)

    Es ist erlaubt:
    7:1 den Ball unter Benutzung von Händen (offen oder geschlossen), Armen, Kopf, Rumpf, Oberschenkel und Knien zu werfen, zu fangen, zu stoppen, zu stoßen oder zu schlagen.

    Man kann also z.B. mit dem Knie ein Tor erzielen. => Tor

    Es ist nicht erlaubt:
    7:8 den Ball mit Fuß oder Unterschenkel zu berühren,

      ... wenn der Ball von einem Mitspieler der eigenen Mannschaft oder von einem selber kommt. => Freiwurf

      ... um aktiv Würfe oder Pässe (in Torwart- oder Fußballermanier) zu blocken.
      Das ist eine Unsportlichkeit und muß entsprechend bestraft werden. => Freiwurf bzw. 7m + progressive Bestrafung

      Davon muß man unterscheiden: *)
      Ballberührung im Rahmen normaler Abwehrhandlungen und/oder reflexartiges Schließen der Beine, um "Tunnelung" zu vermeiden. => Freiwurf

      Der angeworfene Spieler hat sich nicht bewegt. => weiterspielen

      Der angeworfene Spieler hat sich "normal" weiterbewegt, ohne absichtliche (Fuß-) Bewegung zum Ball (z.B. Torwart wirft einen langen Ball und trifft einen zurücklaufenden Abwehrspieler am Fuß). => weiterspielen

    es sei denn, der Spieler wurde von einem Gegenspieler angeworfen. => weiterspielen

    *) Erläuterung zu den Handballregeln (unsportliches Verhalten)
    5:2 Progressive Bestrafung bereits beim ersten Vergehen:
    d) aktives Blocken von Würfen oder von Pässen durch das Benutzen von Füßen und Unterschenkeln
    (reflexartige Bewegungen, wie z.B. das Schließen der Beine oder das Blocken des Balles in der normalen Vorwärtsbewegung gegenüber einem Gegenspieler bleiben straffrei).

    Wenn also Spieler A dem Gegenspieler B den Ball an den Fuß (alles unterhalb des Knies) wirft, weil er z.B. keine Anspielstation findet, geht das Spiel weiter, es sei denn, der Schiedsrichter bewertet die Aktion von A als Unsportlichkeit. In diesem Fall wird auf Freiwurf für B entschieden, und A wird (spätestens im Wiederholungsfall) progressiv bestraft.

    Bei allen Entscheidungen muß natürlich die Vorteilsregel berücksichtigt werden.

    Ich präzisiere:

    Der Torwart erhält einen Kopftreffer und leitet sofort einen schnellen Gegenstoß ein. Die Brillengläser sind wegen des Kopftreffers voller Schwieß und Hautfett, evtl. ist noch Dreck bzw. Haftmittel vom Ball dabei. Das benötigt eine sorgfältige Reinigung, die keinesfalls während des laufenden Spiels erfolgen kann.

    Zitat

    Generell wird bei einem Kopftreffer eh kurz mit dem TW kommuniziert ob alles OK ist.

    Der Torwart ist in Ordnung, seine Brille nicht.

    Ein Recht auf TO gibt's ja wohl nicht, oder? Wenn aber doch, wann? Gleich nach dem Kopftreffer wird u.U. der schnelle Gegenstoß verhindert und die Mannschaft des TWs m.M.n. benachteiligt.

    Andererseits muß der TW aber auch damit rechnen, daß der schnelle Gegenstoß abgefangen wird und die gegnerische Mannschaft dann durch ein TO auch nicht um ihren Vorteil gebracht werden darf und der dann mit verschmierter Brille auf der Nase einen TG abwehren muß.

    Wenn das aber so ist, dann ist schon ziemlich viel auf dem Spielfeld passiert und ein direkter Zusammenhang zwischen Kopftreffer und TO nicht mehr vorhanden — oder etwa doch?

    Kann ich dann — nachdem der gegnerische TG (wie auch immer) beendet ist — als Betreuer TO fordern (kein Team-Time-out) und, das ist entscheidend, auch bekommen?

    Zitat

    Original von SchwarzeZunft
    Bei vermuteter Absicht des Übersehens ...

    Das war auch der Anlaß für meine Frage:

    Im Jugendbereich wird bei uns der Zeitnehmer vom Heim- und der Sekretär vom Gastverein gestellt, und da ist es doch durchaus wahrscheinlich, daß der Sekretär einen Wechselfehler des Heimvereins bemerkt, der ZN aber das Spiel nicht unterbricht.

    Wenn der Schiedsrichter das bemerkt, dann ist es gut, der handelt dann entsprechend. Aber was ist, wenn die SR den Wechselfehler nicht bemerkt haben? Welche Möglichkeiten hat der Sekretär?

    Zitat

    Original von Theoitetos
    Sollte wird meist benutzt um Einsprüche zu vermeiden.

    Leuchtet ein, wobei sich das beißt mit „generell“, was nicht anderes als „grundsätzlich“ bedeutet.
    In der Erläuterung 9 wird auch nur der Zeitnehmer erwähnt.

    Zitat

    Regelfrage 252 wurde ersatzlos gestrichen.

    Ja, das hab ich schon gelesen. Aber die Situation kann ja immer noch auftreten; und da hätte mich interessiert, wie da der Standard-Ablauf sein soll(te).

    Zitat

    Ansonsten haben Regelwidrigkeiten die gleichen Strafen bei einem TO zur Folge wie im laufenden Spiel

    Schon klar.

    Regel 18:1 ... die Kontrolle der Zahl der Spieler und Mannschaftsoffiziellen im Auswechselraum sowie das Aus und Eintreten von Auswechselspielern gelten als gemeinsame Verantwortungen.
    Generell sollte der Zeitnehmer (und falls anwesend ein Technischer Delegierter des zuständigen Verbandes) die notwendigen Spielunterbrechungen vornehmen.

    Was ist, wenn der Sekretär einen Wechselfehler bemerkt, der ZN aber nicht das Spiel unterbrechen will?

    Weshalb ist hier „sollte“ formuliert?

    Wie ist das bei Wechselfehlern während TO? Da ist das Spiel ja schon unterbrochen.

    Zur Regelfrage 252:
    Nach dem TTO müßte der der SR das Spiel anpfeifen und gleich wieder unterbrechen und den Spieler A8 hinausstellen.
    ODER
    Nach dem TTO (50 sec), nachdem der ZN signalisiert hat, daß das Spiel in 10 sec wiederaufgenommen werden soll, wird A8 hinausgestellt, dann wird angepfiffen.
    WOBEI
    der SR wie signalisiert, daß es noch nicht weitergeht?

    Zitat

    Nur falsche Spielerwechsel wurden bestraft, da auch TO zur Spielzeit gehören und Vergehen während eines TO somit genauso geahndet werden müssen wie während des Spieles.
    [...]
    Auch in besagter Frage verschafft sich der Spieler dadurch keinen Vorteil für sich und/oder seine Mannschaft, darum denke ich, wird das auch noch niemand so bestraft haben, nur in der Theorie mussten wir die AW für die Frage kennen.


    Hm, wenn der ZN (bzw. S) den falschen Wechsel anzeigt, muß der SR doch entsprechend reagieren. Da hat der doch keinen Interpretationsspielraum, oder?

    Bei der Gelegenheit hab ich grad noch zwei Fragen, die aber in einem eigenen Thread ...

    Beim BHV, Bezirk Schwaben hab ich was Interessantes gefunden. Das gehört zwar nicht ganz zum Thema, aber da wird geregelt, wie das Festspielen überhaupt praktikabel überprüft werden kann.

    Zitat

    Einschränkung des Spielrechts (Festspielen § 55 SpO / DHB)
    Das Festspielen wird auf schriftlichen Antrag (nicht auf dem Spielbericht) von der Spielleitenden Stelle gebührenpflichtig überprüft. Für das Erstellen eines Bescheides fallen die Verwaltungskostenpauschale von 15 EUR, für die Überprüfung des Festspielens in der BOL und BL 8,00 und in der BK 5,00 EUR und zusätzlich die Auslagen pro Spieler/in und genanntem Spiel an. Ein Verrechnungsscheck ist dem Antrag beizulegen. Bei aktiven Mannschaften gilt die Mannschaft mit der höheren Spielnummer als untere Mannschaft. Bei positiver Überprüfung des Festspielens werden die Überprüfungsgebühren mit dem Bescheid direkt dem fehlbaren Verein belastet. Der antragstellende Verein erhält die Überprüfungsgebühr erstattet.


    http://portal.bhv-online.de

    Und die Konsequenzen (BHV, Rechtsordnung, Stand: 07. März 2009):

    Danke für den Hinweis. Diese Aussage ...

    Zitat

    Die Qualifikationsspiele auf Bezirksebene und auf Verbandsebene zur Ermittlung der Mannschaften der Verbandsklasse bilden eine eigenständige, in sich abgeschlossene Spielrunde.

    ... kann man so verstehen, daß nach den Qualifikationsrunden alle festgespielten Spieler wieder frei sind. Bei den Spielrunden, für die sich in den Qualifikationsrunden quailfiziert wurde, „beginnt also §55 wieder von neuem“.

    Gut, das kann man so sehen, und anders ist es wohl auch kaum in der Praxis durchzuführen und zu kontrollieren, aber sportlich gerecht ist nicht, denn es bedeutet ja, daß u.U. völlig andere Mannschaften in der Qualifikation als in den entsprechenden Punktspielrunden spielen.

    Qualifikationsturniere bzw. Qualifikationsspiele im Jugendbereich sind eindeutig ...

    Zitat

    Zickenbändiger, 15.06.2009, 22:24 Uhr :

    a.) Spiele der neuen Saison (§ 9 II SpO)

    und

    b.) Meisterschaftsspiele im Sinne der Spielordnung (§ 42 I S. 2 SpO).

    Dies bedeutet, dass die Festspielregeln des § 55 SpO DHB uneingeschränkt auf die Qualifikationsspiele der Jugend

    ... anzuwenden sind.

    Ich sehe da keinen Ermessensspielraum, und wir haben wir uns auch daran gehalten. So wie ich jetzt vermute, kann man aber nicht davon ausgehen, daß immer und überall diese Regeln eingehalten werden.

    Vor allem vermute ich, daß häufig (?) „vergessen“ wird, daß sich ganze Mannschaften während der Qualifikationen festgespielt haben.

    So, nochmal eine grundsätzliche Anmerkung für den Jugendbereich:

    Der Festspielparagraph soll ja wohl Wettbewerbsverzerrungen verhindern helfen. Deshalb verstehe ich nicht, daß ohne solche Einschränkungen (es gibt andere, schon klar) der Wechsel zwischen Mannschaften verschiedener (Jugend-)Altersklassen erlaubt ist.

    Und:
    Was ist mit Spielern, die wenig Spielanteile in der ersten Mannschaft haben? Für solche Spieler wäre die zweite Mannschaft eine gute Gelegenheit, Spielpraxis zu sammeln: also vorrangig Mitglied der ersten Mannschaft, gelegentliches Spielen in der zweiten Mannschaft.

    So wie's jetzt ist, ist es anders herum: Aushelfen ist nur von unten nach oben (und das auch nur alle vier Wochen) möglich.

    Was ich sinnvoll fände:
    Ein oder zwei festgespielte Spieler sollten (einge Male) auch in der niedrigeren Mannschaft spielen dürfen (wobei ich Leistungsträger der ersten Mannschaft davon eigentlich ausnehmen möchte, was aber natürlich nicht über Paragraphen geregelt werden kann).