Beiträge von highnote

    @ Paul Jonas
    Der Hinweis mit den Schul- bzw. Studienabschlüssen sollte nur zeigen, dass es viele Menschen gibt, die ihren Traumjob nicht machen dürfen. Wenn dann behauptet wird (nicht von Dir), dass die NADA den Sportler hindert seinen Traumberuf zu ergreifen, dann ist das Unsinn. Er muss sich halt den Regeln unterordnen, auch wenn sie andere Bereiche betreffen und neuer sind als in anderen Berufen, genauso wie eben andere Menschen sich auch allen möglichen Regeln unterwerfen müssen.
    Ich sehe ja ein dass die Meldepflicht die Sportler einschränkt, aber das Zugeständnis wäre es mir und ist es offensichtlich auch vielen anderen Sportlern wert, den Sport auszuüben. Selbst solchen, die deutlich weniger verdienen als Mimi Kraus. Es ist ja durchaus auch ein Privileg, mit Sport sein Geld zu verdienen.
    Im übrigen fällt mir auch keine bessere Lösung ein, denn Dopingkontrollen sind für sich ja schon ein Eingriff in die Privatsphäre. Du siehst ja selber, dass die Regeln ja nicht böswillig gegen die Sportler aufgestellt wurden.
    Die Regeln sind womöglich zu hart, aber ungerecht werden sie nur dann, wenn die Betroffenen ungleich behandelt werden. Meines Wissens gibt es keine vergleichbare Regel in anderen Berufen, weshalb die Ungerechtigkeit nur unter den Sportlern auftreten könnte. Da wären dann die Profis gegenüber den Amateuren benachteiligt, weil es für sie um die Existenz geht. Allerdings ist der Anreiz für Amateure deutlich geringer, da es ja nicht um ihre Existenz geht. Daher ist es richtig, wenn Profis bzw. Hochleistungssportler genauer kontrolliert werden. Man muss die Kontrollen ja auch leisten können. Also legt man das Augenmerk auf diejenigen, die den größten Vorteil hätten. Und jede Dopingprobe, die wiederholt werden muss, weil der zu prüfende nicht angetroffen wurde, kostet Geld, dass der Dopingkontrolle anderswo fehlt. In sofern ist es nachvollziehbar, dass die Kontrolleure wissen müssen, wo sie hinmüssen. Solange der Kampf gegen Doping als besonders wichtig angesehen wird, solange ist Doping für die Profisportler ein K.O.-Kriterium, genauso wie das Standesrecht der Ärzte, Anwälte und anderer Berufe entsprechende Kriterien definiert, die einen Ausschluss rechtfertigen. Da Doping nach vorherrschender Expertenmeinung, über die ich mir als Laie kein Urteil erlaube, am besten durch unangekündigte Kontrollen festgestellt werden kann, müssen die Sportler eben damit leben. Und das die besten , sprich Nationalspieler, besonders im Fokus stehen und daher ihren Aufenthaltsort selber melden müssen, ist womöglich ungerecht, aber auf Grund der Vorbildfunktion und des besonderen Anreizes nachzuhelfen um noch besser zu sein bzw. der großen Belastung standzuhalten nachvollziehbar. Wie ich schon schrieb liegt doch der Kampf gegen Doping besonders im Interesse der Sportler, die damit ihren Lebensunterhalt damit verdienen und dafür einen fairen Wettbewerb brauchen.
    P.S. zu Deiner Antwort auf Juunas Post
    Es ging doch nicht drum, dass ein negativer Dopingtest alleine die Qualifikation zum Profisportler darstellt. Weißt Du auch selber. Aber er ist, wie ich oben schrieb, ein K.O. Kriterium.
    Natürlich ist eine verpasste Dopingkontrolle nicht automatisch mit Doping gleichzusetzen. Aber wenn die Kontrolleure einfach auf Verdacht und immer wieder umsonst losfahren, ist es doch Zeit- und Geldverschwendung. Daher soll ja der Aufenthaltsort gemeldet werden. Wenn die Sportler sich absichtlich oder unabsichtlich den Kontrollen entziehen können ohne dafür gerade stehen zu müssen, wird die Effektivität der Kontrollen erheblich eingeschränkt. Das ist sicher nicht sinnvoll. Und es gibt ja vor der Strafe 2 Warnschüsse. Und über das Strafmaß kann man ja gerne diskutieren. Aber ohne Strafandrohung funktionieren solche Dinge leider nicht.

    Kann man ja nachlesen. Ich halte euren Standpunkt nach wie vor für sehr fragwürdig und den Vergleich für unpassend. Agree to disagree.


    Dass Regeln zu befolgen sind, hältst Du für fragwürdig? Oder hältst Du die Regeln für fragwürdig? Und was ist an dem Vergleich, dass man auch in anderen Bereichen Regeln einhalten muss, unpassend? Das es andere Regeln sind? Oder dass die Regel der NADA "ungerecht" sind?
    Die "Ungerechtigkeit" er NADA-Regeln ist doch nicht zur Schikane der Sportler erdacht worden, sondern aus der von Fachleuten erklärten Notwendigkeit unangemeldete Kontrollen durchzuführen.

    @ highnote

    Also Fakt ist, dass es bereits einige Beschwerden von Sportlern gegen diese drangsalierenden Knebelverträge der NADA gab und gibt. Fakt ist auch, dass diese harten und teils gegen jede Form von Freiheit verstoßenden Regeln der NADA nur in Deutschland in dieser harten Form existieren bzw. auch tatsächlich befolgt werden. Ebenfalls Fakt ist, dass dadurch in Deutschland auch nur ein absoluter Bruchteil der Sportler des Dopings überführt werden, die tatsächlich dopen, da die Prüfverfahren der Jäger (in diesem Fall die NADA) fast immer den Methoden der Doper hinterherhinken. Fakt ist auch, dass das System der NADA Menschenrechte aushebelt - auch wenn ein Sportler die Vereinbarungen mit der NADA unterschreibt bzw. sich diesen unterwirft, heißt das nicht, dass damit alles ok ist.

    Welche Menschenrechte (Mehrzahl) siehst Du denn ausgehebelt? Klar ist es nicht schön, wenn man immer daran denken muss, Bescheid zu geben. Aber er kann hingehen, wann und wohin er will.


    Klar ist: Wenn jemand dopt und ihm das nachgewiesen werden kann, dann hat dieser Sportler gesperrt zu werden. Wie ich schon erwähnte, von mir aus auch für den Rest seiner Karriere, je nach schwere des Dopingvergehens. Aber wenn es nur darum geht, dass ein Sportler bei unangekündigten Tests nicht anzutreffen war, dann sind Strafen die über ein Maß von einem Monat gehen schlicht vollkommen übertrieben. Zumal ich der Meinung bin, dass wenn es ein solches System gibt, es das bitte für alle gleichermaßen geben sollte/müsste. Denn wie es ja schon im GG steht: Wir sind alle gleich. Warum also ein Sportler der im erweiterten Nationalkader steht anders behandelt wird, als einer, der dies nicht tut, erschließt sich mir nciht wirklich. Ist ein Sportler der dopt weniger relevant, nur weil er nicht für die Nationalmannschaft aufläuft?

    Das Grundgesetz heranzuziehen, finde ich schon etwas gewagt. Denn dann müssten die Kontrolleure auch Dich und mich kontrollieren. Sinnvollerweise werden nur Sportler kontrolliert, da sie sich im direkten Wettkampf mit anderen Sportlern einen Vorteil verschaffen können. Je höher das Niveau ist, d.h. je mehr es sich finanziell und damit auf die Existenz auswirkt, desto interessanter wird eine Leistungssteigerung und damit der Anreiz zu dopen. In sofern ist eine Abstufung der Kontrollen durchaus nachvollziehbar. Und Nationalspieler stehen deutlich mehr in der Öffentlichkeit und deren Verfehlungen haben deshalb deutlich andere Auswirkungen (z.B. Image des Sports.


    Betrug ist es bei beiden Sportlern. Sowohl dem, der für die Nationalmannschaft spielt (oder im erweiterten Umfeld derer ist) und bei dem anderen. Alleine das ist schon an sich eine Ungerechtigkeit. Der Schaden, welcher dem Verein und auch Mimi Kraus dadurch entsteht, weil kontrollsüchtige NADA Typen absichtlich (und das behaupte ich jetzt einfach mal), sich einen Termin aussuchen, obwohl sie garantiert wussten, dass FA Göppingen am Abend davor in Hamburg gespielt hat, bei dem Mimi Kraus nicht anzutreffen ist, ist schlicht Irrsinn.

    Der NADA solch eine Willkür zu unterstellen ist frech. Wie schon ein andere User angemerkt hat, wäre der Rest der Göppinger Mannschaft durchaus zu Hause anzutreffen gewesen.


    Das kann man anders sehen, ist auch ok, aber ich persönlich halte dieses System als äußerst ungerecht, drangsalierend und sinnlos. Zu leiden hat am Ende der Verein und der Sportler, der offensichtlich nicht gedopt hat, sondern schlicht nicht zu hause war. Das ist meiner Meinung nach nicht Sinn und Zweck von Dopingkontrollen.

    Inwieweit das System ungerecht ist, kann man ja gerne diskutieren. So lange es so geregelt ist, muss man sich daran halten. Oder würdest Du in einem Staat, wo es verboten ist, als Frau oben ohne am Strand liegen, weil es in Deutschland erlaubt ist. Und ob Mimi Kraus nicht gedopt hat, konnte ja eben nicht festgestellt werden. Aber wenn Du so sicher bist, ...

    Im übrigen gibt es einige andere Dinge, die deutlich ungerechter sind, als für einen gewissen Zeitraum (Nationalmannschaftskarriere) seinen Aufenthaltsort nicht öffentlich mitzuteilen. Wenn dass schon das äußerste der Ungerechtigkeit ist ...

    Starke erste Flensburger HZ, in der sie gefühlt viel besser als die 2-Tore-Führung waren. Nach der Pause dann aber auch eine eindrucksvolle Auferstehung der Kieler. Flensburg wirkte immer einfallsloser.

    PS: Filip Jicha gehörte mal zu meinen absoluten Lieblingsspielern. Leider entwickelt er sich mehr und mehr zu einem unsportlichen und damit auch unsympathischen Handballer. Das ständige Fordern oder Schinden von 2-min-Strafen oder das völlig übertriebene Losreißen, wenn er festgemacht wird, hat ein Spieler seines Formats doch gar nicht nötig.


    Mir ging es gestern so mit Glandorf, der die 2 Minutenstrafe gegen Wiencek bejubelte, als hätte er gerade den Siegtreffer geworfen. Ist auch nicht wirklich sportlich.

    Mal davon abgesehen, dass man sich schlicht daran zu halten hat, wenn man die entsprechenden Vereinbarungen unterschrieben hat und sich dem System unterwirft, finde ich persönlich das Meldesystem menschenrechtswidrig. Es kann meiner Meinung nach nicht sein, dass man Sportlern die Karriere verbaut, nur weil sie z.B. diese NADA Vereinbarung nicht unterzeichnen.


    Wie viele können ihren Traumjob nicht ergreifen, weil sie keinen ausreichenden Schulabschluss haben oder nicht den gewünschten Ausbildungs- oder Studienplatz bekommen haben.
    Abgesehen davon gibt es in vielen Berufen Regeln den man sich unterwerfen muss. Einem Arzt kann bei Fehlverhalten z.B. die Approbation entzogen werden. Wenn ich mich Regeln nicht unterwerfe, darf ich eben nicht mitspielen. Dann muss ich eben was anderes machen.


    Die Macht der NADA dahingehend ist immens. Die Rechte der Sportler stark begrenzt. Wenn sie dafür entsprechend entlohnt würden, wie Fußballer oder andere Sportmillionäre, ok. Aber Handball in der zweiten Liga oder auch bei manch einem kleinen Aufsteiger, oder Leichtathleten, die nicht zu den Topverdienern gehören, sehen sich dabei in ihrer Existenz bedroht. Sicher kann man nun sagen, es gelingt doch so vielen anderen, sich richtig zu melden.


    Was die Entlohnung damit zu tun hat, erschließt sich mir nicht. In vielen Berufen kann die Existenz aufgrund von Fehlern (bewusst oder unbewusst, gefährdet sein. Da ja offensichtlich viele Sportler das hinbekommen, ist Mimi Kraus selber verantwortlich dafür, ob er durch mehrfaches "nicht anzutreffen sein" seine Existenz gefährdet. Die NADA entscheidet das ja nicht willkürlich sondern nach allgemein bekannten Regeln.


    Aber darum geht es nur sekundär. Es gab auch im Eishockey schon berühmte Verstöße gegen die Meldebedingungen der NADA. Und garantiert auch bei anderen Sportlern, die nur schlicht in keinen so im Fokus der Medien stehen.

    Mimi Kraus ist sicherlich bekannt als einer, der es mit Regeln nicht immer so genau nimmt. Aber wieso zum Beispiel muss ein Sportler immer und zu jeder Zeit der NADA zur Verfügung stehen. Wieso werden die Sportler nicht nach festgelegten Trainingseinheiten getestet, nach Spielen und dann maximal einmal im Quartal stichprobenartig? Das würde genauso funktionieren und würde die grundlegendsten Menschenrechte im Bereich der Privatssphäre wahren.

    Die Regeln sind so beschlossen worden, weil Fachleute das so für richtig erachten. Und letztlich ist das sogar im Sinne der Sportler, die ja nicht gegen gedopt Gegner verlieren wollen.


    Sollte es nun stimmen, dass der zweite Strike nicht korrekt war, dann macht es das ganze System noch unglaubwürdiger. Und ich finde auch eine Strafe, die über einen Monat hinaus geht, sollten alle Strikes korrekt sein, überaus untragbar und unverhältnismäßig. Wer des Dopings überführt ist, der kann von mir aus bis zum Ende seiner Karriere gesperrt werden. Aber bei solchen - sorry - Lapalien sind Sperren, die über einen Monat hinaus gehen schlicht unfair (und diese Sperre hätte Mimi ja inzwischen abgesessen)!

    Die Regeln sind so beschlossen worden, damit das System der Abschreckung auch funktioniert. Dazu ist in diesem Thread aber schon einiges geschrieben worden.

    Vielleicht ist es aber auch einfach "nur" so, dass sich der THW letztes Jahr den Titel, eben auch mit viel Glück erarbeitet hat? Natürlich sind ein paar klasse Spieler zum Kader hinzugekommen, aber auf Positionen, die letztes Jahr sowieso nicht die Schwachstelle gewesen sind. Weinhold ist sicherlich nicht besser als Zeitz! Speziell in der Abweht (Steals sei hier das Stichwort) war Zeitz, ganz besonders in diesen engen Partien, auch mal der "Winner" oder jedenfalls einer, der Spiele mit kippen konnte. Duvnjak ist klasse, aber seit 18 Monaten ein Schatten seiner Weltklasse Saison. Ist er derzeit wirklich besser als Pálmarsson? Eben! Ähnliches gilt für Canellas! Verloren haben wir aber einen Weltklasse LA & damit eine Spieloption. Klein ist gut, aber mehr auch nicht & schon gar kein Typ der Mannschaft aus der Krise führt. Er ist eben der Poldi des THW! Wichtig für den Teamgeist, aber sportlich austauschbar! Die Torhüterposition war auch letztes Jahr oftmals ein Manko. Sjöstrand war manchmal richtig gut, aber zu oft zu schwach & über Palle braucht man nicht ernsthaft reden!
    Bezeichnend, vielleicht auch mal als Verweis für die zu Null Schwallerer wie Kretsche, war für mich, dass der dt. Meister im CL Finale gegen die SG quasi chancenlos gewesen ist!
    Insofern bleibt Kiel ganz sicherlich der Favorit, aber es wird keine zu 3, zu 4 o.ä. Meisterschaft werden!
    Cañellas!


    Das Spiel war ein Ausrutscher und hat überhaupt nichts bzgl. der THW-Übermacht zu sagen. 70:2 Punkte sind das wahrscheinliche Ergebnis am Ende der Saison. Ach ja und 10 Punkte Vorsprung vor dem 2. der Tabelle. Und die Meisterschaft wird 5 Spieltage vor Saison entschieden sein, wie in den letzten 10 Jahren auch. Also Langeweile pur. Hab ich noch was vergessen?
    Ja, ich würde darauf keinen einzigen Euro setzen.

    Ach wie habe ich das die letzten Wochen vermißt :irony:
    dieses ständige (absolut nervige) understatement des THW und seiner Fans.


    Das Understatement der übrigen Fans nervt auch. Der THW wird mitnichten die nächsten 5 Spielzeiten zu-Null-Meister werden. Und auch die anderen Mannschaften haben sehr gute Spieler. Hier tun einige ja so, als ob der THW die einzigen 17 Spieler im Kader hat, die den Ball geradeaus werfen können. Wir sollten mal die übrigen Bundesligaspieler und -trainer fragen, ob sie dem THW die Meisterschale so übergeben und dann in der 18-er Liga den Titel "Best of the Rest" ausspielen wollen.
    Favorit ist der THW sicherlich, aber nicht unschlagbar.


    Ich schließe mich daabefuggeler und dem Teufel an. Bei 9 von 10 Meistertiteln nicht von einer absoluten Dominanz zu sprechen, grenzt ja schon fast an Ignoranz. Und ohne die Leistung des HSVH in ihrer Meistersaison schmälern zu wollen: 2011 hatte der THW doch arges Verletzungspech. Da fehlten mit Jicha , Kim Andersson, Ahlm gleich mehrere Leistungsträger. Und zwar gleichzeitig. Kann sein, dass ich noch welche vergessen habe. Dazu kamen übrigens noch 6 von 10 DHB-Pokalsiegen.

    Erschreckend ist damit doch eigentlich die Tendenz seit 2004. Und sie wird weiter anhalten. Das Duell letzte Saison war da eher eine seltene Ausnahme. Eigentlich bedeutet das: Wenn du deutscher Meister werden willst, musst du für den THW spielen. Also wenn das mal nicht ungesund für die Liga ist.....


    Ich übertreibe mal: Also wenn ich 9x die Meisterschaft mit 1 Punkt Vorsprung vor den selben 2 Mannschaften gewinne ist das absolut dominant? Ich finde zur Dominanz gehört auch zu betrachten, ob eine Mannschaft die Meisterschaft locker oder eben auch knapp gewinnt.
    Und die Meisterschaftsentscheidung über die Tordifferenz im Jahr 2014 ist eine seltene Ausnahme, weil der THW ja 2005 (2 Pkt. Vorsprung), 2007 (Tordifferenz), 2009 (1 Pkt. Vorsprung) und 2011 (Meister der HSV mit 7 Pkt. Vorsprung) überlegen Meister wurde. Gut, danach hatte der THW einmal eine außergewöhnliche Saison (2012 68:0) und hat 2013, wie 2011 der HSV, mit 7 Punkten die Meisterschaft gewonnen. Aber 2003 und 2004 war ja auch ausnahmsweise Kiel nicht Meister.
    Noch mal: ja der THW ist erfolgreich und meinetwegen auch dominant, aber die anderen Mannschaften sind nicht so weit weg. Nur nicht so konstant.
    Welchen Weg schlagt ihr denn vor, die Liga ausgeglichener zu gestalten? Wieder zum Amateurhandball überzugehen, damit nicht der hohe Etat zum Vorteil wird? Oder gleiche Etats für alle Vereine? Und wie steht der deutsche Handball dann im internationale Vergleich da? Vielleicht gibt es ja demnächst eine Europaliga, wo Deutschland dann durch den THW und Flensburg (immerhin CL-Sieger 2014) vertreten ist. Dann wird die Liga wieder spannend. Allerdings werden dann der THW / Flensburg über die Playoffs wieder Dauermeister, wie die Mannschaften der SEHA-Liga in ihren eigenen Ländern.

    musst du da nicht selbst schmunzeln oder meinst du das wirklich vollkommen ernst?
    "5 der 9 Meistertitel innerhalb der letzten 10 Jahre waren sogar knapp"
    Ironiemodus: also wenn das mal nicht nach einer megaspannenden Liga klingt...

    die Dominanz ist und bleibt (zu) krass, daran ändert sich kaum etwas, wenn man auch mal Meisterschaften nicht völlig überlegen oder gar mit 0 Minuspunkten holt

    der FC Bayern war im selben Zeitraum im Vergleich "nur" in 6 von 10 Fällen deutscher Meister
    aber für den Bayern Kader dürfte das selbe gelten wie für den THW Kader: die beiden folgenden Meisterschaften sind egal ob relativ knapp oder relativ eindeutig erneut Formsache
    wirklich interessant sind für beide Mannschaften in der Tat nur höhere Ziele, sprich Gewinn der Champions League

    es gibt mittlerweile genug FCB Fans, denen der Meisterschaftsgewinn ziemlich Wurscht ist (kenne einige davon persönlich), würde mich nicht wundern, wenn sich dieses Phänomen auch unter den THW Fans sich nach und nach immer weiter ausbreiten würde


    Spannende Liga wäre doch auch schon was. Muss ja nicht megaspannend sein. Und 5x innerhalb von 10 Jahren eine knappe Meisterschaftsentscheidung sind immerhin 50% und nicht "mal".
    Natürlich ist der THW dominant. Aber nicht so, dass die anderen Mannschaften total chancenlos wären, so wie es in einigen Posts hier klingt.
    Das haben der HSV Hamburg (souveräner Meister 2011, CL-Sieger 2013), Flensburg (CL-Sieger 2014) und die RNL (Vizemeister 2014 wg. 2 Toren) gezeigt. Solche Leistungen konstant zu bringen, ist halt ein entscheidender Unterschied zum THW. Aber so weit sind die anderen nicht weg. Und das wird prinzipiell auch Landins Wechsel nach Kiel nicht ändern.
    Auch wenn ich mich über die 68:0 Saison gefreut habe, weil es eine einmalige Leistung ist, ist mir Spannung bis zur letzten Spielminute, wie vergangene Saison auch lieber. Und wenn der THW, auch mehrmals, nicht Meister wird, geht die Welt auch nicht unter. Dass die Vereinsführung alles tut, damit das nicht so ist und sich immer mehr an der internationalen Spitze orientiert ist doch klar.
    Der THW kann aber auch nichts dafür, dass der HSV sich selber Probleme macht, so dass sie einen ähnlichen hohen Etat wie Kiel und einen mit Topleuten besetzten Kader nicht halten können. Wie hier irgendwo geschrieben wurde, macht die seit Jahrzehnten ausverkaufte Halle den finanziellen Unterschied. Das war in den 80-er Jahren schon so, als die damals 7.250 Zuschauer in der Ostseehalle natürlich mehr Geld eingebracht haben, als z.B. die 2.100 in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle. Da hat der THW einen Vorsprung, den die anderen Mannschaften nur langsam aufholen können.
    Im Fußball nimmt im übrigen Dortmund mit deutlich geringerem Etat in den letzten Jahren ziemlich regelmäßig den Kampf mit den Bayern auf, und ist nicht mal so erfolglos damit.

    Erkläre mir bitte was das sein soll. Ich höre den Begriff immer wieder aus der Propagandaecke, halte ihn aber aus meiner Sicht für einen antagonistischen Widerspruch.

    Ich verstehe nicht, warum sich beim Thema Kieler Dominanz immer auf die letzte Saison bezogen wird. Das Finale war spannend, aber auch da gilt, wie in der deutschen Sprache, Ausnahmen bestätigen die Regel. Wieviele verschiedene Meister gab es in den letzten 10 Jahren? Das wäre zumindest ein fundierter Ansatz für eine Langeweilediskussion.


    In einem anderen Thread hatte ich das mal rausgesucht. Demnach war es in 5 der letzten zehn Jahre knapp für den THW bzw. der THW ist nicht Meister geworden.

    Und was genau hat der HSV eV (Hamburger Sportverein) jetzt mit dem HSV Hamburg eV (Handball Sport-Verein Hamburg) zu tun???

    Abgesehen davon, dass der HSV Hamburg eV die Raute ebenfalls nutzt (und dies nur abgewandelt bzw. in Verbindung mit dem "Haken") und die Heimspielstätten dicht beieinander liegen gibt es da doch keine Gemeinsamkeiten.


    Eben doch. Beide sind Hamburger Sportvereine, wie zum Beispiel auch der FC Sankt Pauli ein Hamburger Sportverein ist, beide haben einen Gönner, der reichlich Millionen zahlt, was sie mehr oder minder abhängig macht. Ob sie ansonsten was miteinander zu tun haben, war gar nicht das Thema.
    Man muss nicht immer Böses zwischen den Zeilen vermuten.

    Ich glaube diese Gedankenspiele kannst Du Dir / wir uns sparen. Sollte es da ein Problem geben und sich dies in negativen Resultaten in den ersten 2-3 Spielen bemerkbar machen, dann wird da aber ganz schnell der Rudolphsche Geldbeutel nochmals geöffnet und für adäquate Verstärkung gesorgt...da bin ich mir persönlich ziemlich sicher!


    Nennen wir es Plan B, wenn die Suche nach Rückraumspielern keine adäquate Lösung bringt. Die ersten beiden Kandidaten haebn ja beim Trainer keine Euphorie hervorgerufen.

    LL = Lümmel Links?


    MM ist auch noch unterbesetzt. ;) Da müssen sie dem Rückraum schon viele Pausen gönnen, damit die drei das durchstehen.
    Mit einem 3-fach Wechsel zwischen Angriff (Pfahl-Mahe-Hens) und Abwehr (Flohr-Dominikovic-Janssen) hätte man die nötigen Pausen für Pfahl-Mahe und Hens und eine starke Defensive, die mit Ballgewinnen für die leichten Gegenstosstore sorgt.


    Diese Aussage zeigt leider, dass Andreas Rudolph es entweder nicht verstanden hat oer nicht verstehen will. Ohne ihn wäre dem HSV Hamburg ein Neuanfang möglich gewesen - zur Not nach Insolvenz in Liga 3 oder mit der zweiten Mannschaft in Liga 4. Nun hat er mit seinem Geld zwar den Fortbestand der Betriebsgesellschaft für ein halbes oder vielleicht auch ganzes Jahr ermöglicht, aber die strukturellen Probleme sind durch den Rücktritt des Geschäftsführers und mehrerer Aufsichtsratsmitgleider nur noch größer geworden.


    Die strukturellen Proleme sind nicht größer geworden, sie sind nur deutlich zu Tage getreten.


    Wenn bei jedem der 18 Bundesligisten ein Heimspiel 100.000 Euro Kosten verursachen würde, dann wären für die halbe Liga Heimspiele ständig Zuschussgeschäfte.


    Die Summe scheint mir auch hoch zu sein. Allerdings ist die Ostseehalle bestimmt nicht billig und der Aufwand 10.000 einzelne Karten an die entsprechenden Dauerkarteninhaber zu kriegen auch nicht zu unterschätzen. Und das ganze für die paar freien Karten, die noch verkauft werden können. Allerdings ist der Mehraufwand für das zusätzliche Auswärtsspiel ja auch noch da. Wie Kiel das gerechnet hat, weiß ich nicht. Zur Lizenzvergabe musste man ja von HSV als Gegner ausgehen. In sofern ist eines der aufwändigeren Auswärtsspiele dazugekommen.

    An einen 6-Millionen-Etat glaube ich nur in der Außendarstellung. Wenn Rudolph wieder das finanzielle Heft in der Hand hält, wird es sicher die eine oder andere Finanzspritze außerhalb des Etats geben, um weiter gesteckte Ziele erreichen zu können als nur im Mittelfeld mitspielen zu müssen.
    Der mit markigen Worten und vielen Vorschußlorbeeren bedachte neue Geschäftsführer Holger Liekefett hat die an ihn gestellten Ansprüche offensichtlich nicht erfüllen können. Wo sind die von ihm in Aussicht gestellten 20 Millionen neuen Sponsorengelder? Auch er konnte A. Rudolph nicht Paroli bieten. Wie viele andere hier im Forum gehe ich ebenfalls davon aus, daß sich beim HSV nicht wesentlich viel ändern wird. Obwohl der Kader noch 14 Spieler umfaßt, wird man noch den einen oder anderen Einkauf tätigen mit Abstrichen in der sportlichen Qualität und Zugeständnissen bei den Finanzen.


    Wieviel Zeit hatte Herr Liekefett, denn, die Anforderungen zu erfüllen. Im März eingestellt, seit Mai nur noch damit beschäftigt, die Insolvenz zu verhindern und einen komplett neuen Lizenzantrag einzureichen.