Beiträge von löwe

    Also, dass du Rietz nun definitiv zu den Löwen wechseln soll, ist schon neu. Im Morgenweb, also Mannheimer Morgen, stand im Juni 2011 sogar das (habs mal gegoogelt):

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    Handball
    Ekdahl Du Rietz wird kein Löwe
    Mannheim. Der schwedische Nationalspieler Kim Ekdahl Du Rietz wird nicht zum Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen wechseln. "Ich kenne Kim und habe auch mit unserem ehemaligen Trainer Ola Lindgren oft über ihn gesprochen", sagte Löwen-Manager Thorsten Storm: "Er ist ein großes Talent und wird seinen Weg machen. Aber ich kann nicht bestätigen, dass dies bei uns sein wird." Skandinavische Medien hatten zuletzt berichtet, dass der Transfer kurz vor dem Abschluss steht. Der 21-Jährige spielte im Januar bei der WM im eigenen Land ein starkes Turnier und steht zurzeit noch beim schwedischen Klub LUGI HF unter Vertrag. mast

    http://www.nachrichten.de/sport/Mannheim…er-cid_6241940/

    zu Lund.
    Falls es wirklich stimmen sollte und du Rietz kommt zu den Löwen, was möglicherweise ja schon vor den finanziellen Problemen abgewickelt wurde, wäre Lund -- für den Fall, dass alle anderen bleiben -- der Streichkandidat. Er würde wohl auf die Tribüne müssen und vielleicht wurde ihm ja das auch bereits vor der EM-Pause mitgeteilt. Es würde so manchen seiner Auftritte erklären. Teilweise wirkte er ja völlig abwesend. Gummersbach ist schon irgendwie schwer vorstellbar, andererseits ist er für Topklubs sicher kein Thema mehr.

    Nielsen selbst hat doch keinerlei Interessen weiter bei den Löwen zu bleiben. Nicht als Sponsor und nicht als Aufsichtrast-Vorsitzender. Er wollte doch schon zum 30. 6. 2011 weg. Das hat aber nicht geklappt. Offizieller Grund: Es wurde kein Nachfolger gefunden, der Verantwortung übernehmen will. Inoffizieller Grund: Nielsen war nicht bereit, sich für den Betrag aus dem Vertrag herauszukaufen, den die anderen Gesellschafter gefordert haben. Für ihn geht es in erster Linie darum, den Preis zu drücken. ;)

    aus der Rhein-Neckar Zeitung von heute.

    Nielsen über die AG Kopenhagen, über die Löwen (verblüffende Aussagen), den THW Kiel und sein Buch.

    Das erste Mal ein Ziel nicht erreicht
    Mannheim. Jesper Nielsen, 42, hat sein Leben mittlerweile komplett
    dem Sport verschrieben: Nach dem Verkauf seiner Schmuck-Firma Pandora,
    bastelt er täglich am Erfolg der AG Kopenhagen, seinem dänischen
    Handball-Verein. An ihm hängt sein Herz. Doch auch der Bezug zu den
    Rhein-Neckar Löwen, wo er nach wie vor als Aufsichtsrats-Vorsitzender
    fungiert, ist gegeben. Am vergangenen Mittwoch war er mal wieder in
    Mannheim. Den Pokal-Knaller gegen den HSV Hamburg ließ sich der Däne
    nicht entgehen. Gleichzeitig nahm er sich auch Zeit für ein
    ausführliches RNZ-Interview.
    Jesper Nielsen, wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der AG Kopenhagen?
    Sehr
    zufrieden. Und das sicher nicht nur aus sportlichen Gründen, vor allem
    auch aus wirtschaftlicher Sicht. Zuvor gab es bei uns in Dänemark keinen
    Handball-Verein in dieser Größenordnung. Dementsprechend groß ist nun
    das Interesse der Sponsoren. Alle wollen dabei sein. Vor ein, zwei
    Jahren hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass wir hier innerhalb
    von so kurzer Zeit, so etwas Großes aufbauen können. Ganz Dänemark
    spricht über diesen Verein. Wir stehen mit den Fußball-Klubs FC
    Kopenhagen und Bröndby Kopenhagen auf einer Stufe - und das als
    Handball-Verein! In unsere Halle passen 6.000 Zuschauer und die kommen
    auch regelmäßig. Im Vorjahr lag unser Schnitt sogar bei 8.800
    Zuschauern, aber da spielten wir noch in einer größeren Halle.
    Wie sehen die Ziele bei der AG Kopenhagen aus?
    Momentan
    führen wir die Liga und unsere Gruppe in der Champions League an. Auch
    im nationalen Pokal-Wettbewerb haben wir es zum Final Four geschafft.
    Auf lange Sicht wäre es natürlich ein Traum irgendwann einmal die
    Champions League zu gewinnen. Aber das wird natürlich ganz, ganz schwer.
    Wichtig ist uns zudem, dass sich unser Kader hauptsächlich aus
    dänischen - und wenn das nicht klappt - aus skandinavischen Spielern
    zusammensetzt. Das ist unsere Philosophie und für die arbeite ich 24
    Stunden täglich. Und das seit sechs, sieben Monaten. Für mich war und
    ist das eine sehr lehrreiche Zeit.
    Die dänische Liga wird immer stärker...
    Ja,
    das stimmt. Es gibt ähnlich wie in Deutschland sechs, sieben gute
    Vereine. Und wir sind an der Spitze. Ich würde unsere Rolle mit der von
    Kiel in der Bundesliga vergleichen. Auch wir sind der Konkurrenz einen
    Schritt voraus.
    Trotzdem ist es nach wie vor schwer, echte Topspieler vom Format eines Karabatics nach Dänemark zu locken...
    Ich
    denke, dass wir mit Mikkel Hansen aktuell den stärksten Spieler der
    Welt im Kader haben. Und der ist wunschlos glücklich. Er hat erst
    kürzlich bis 2016 verlängert. Aber natürlich ist die Bundesliga noch ein
    anderes Kaliber. Dennoch glaube ich, dass wir auch in Deutschland ein
    Topklub wären.
    Mit Gudjon Valur Sigurdsson und Olafur Stefansson spielen zwei Ex-Löwen in Kopenhagen. Wie machen sie sich?
    Sigurdsson
    zeigt seine Weltklasse in jedem Spiel. Er ist ein Super-Typ. Stefansson
    haben wir hingegen zunächst ein wenig geschont. Die zwei Jahre in der
    Bundesliga haben ihn viel Kraft gekostet. Hervorheben will ich aber noch
    einen anderen Spieler: Mads Larsen. Er ist erst 20 Jahre alt und unser
    zweiter Mann hinter Mikkel Hansen auf Halblinks. Bald könnte er aber die
    Nummer eins sein und Mikkel auf die Mitte rücken. Das kann der nämlich
    auch.
    Der Vertrag von Robert
    Gunnarsson läuft bei den Löwen im Sommer aus. Wäre er nicht einer für
    die AG. Als Isländer passt er doch ins Konzept.

    Auf jeden
    Fall. Mit ihm werden wir auch sprechen. Da gibt es nur ein Problem, das
    mit der Steuer zusammenhängt. Ich denke aber, dass wir das in den Griff
    bekommen können. Ein weiterer Kandidat für uns ist Flensburgs Kreismann
    Michael Knudsen. Ein Däne, der auch an uns Interesse hat.
    Zurück zu Gunnarsson, überrascht es Sie, dass er sich bei den Löwen nicht durchsetzen konnte?
    Ehrlich
    gesagt schon. Ich kenne ihn schon lange. Er ist ein guter Spieler.
    Andererseits hat er mit Bjarte Myrhol eben auch einen vor sich, der zu
    den besten drei Kreisläufern der Welt gehört. Zudem hat Robert in der
    Abwehr seine Schwächen. Uns stört das aber nicht: Wir wechseln immer auf
    zwei Positionen, haben bärenstarke Abwehrleute.
    Löwen-Trainer
    Gudmundur Gudmundsson haben sie kürzlich im RNZ-Gespräch als besten
    Trainer der Welt bezeichnet. Wann kommt er nach Kopenhagen?

    (lacht)
    Sein Vertrag bei den Löwen läuft bis 2015. Und falls er danach weg
    will, ist er bei uns herzlich willkommen. Aber Gudmi hat viel vor bei
    den Löwen. Der kleine Mann hat dort große Ziele, die er erreichen
    möchte. Und wenn er sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hat...
    Gudmi ist ein knallharter Arbeiter.
    Wenn Sie die Uhr zurückdrehen könnten, würden Sie bei den Löwen nochmals alles genauso machen?
    Nein,
    das würde ich nicht. Ich habe in der Zwischenzeit sehr viel gelernt,
    mittlerweile weiß ich, wie das Handball-Geschäft läuft. Gerade die
    Region um Mannheim herum ist eigentlich prädestiniert dafür, einen
    großen Klub aufzubauen. Du hast die wohl schönste Arena in ganz Europa
    und ein riesiges Einzugsgebiet für Sponsoren. Wir müssten mittlerweile
    schon viel weiter sein. Insbesondere, wenn man das viele Geld sieht, das
    wir eingesetzt haben. Es fällt mir schwer es zuzugeben, aber es ist das
    erste Mal in meinem Leben, dass ich ein Ziel nicht erreicht habe. Aber
    jetzt weiß ich, woran es lag.
    Demnach bereuen Sie Ihren Einstieg bei den Löwen?

    Nein.
    Für mich und meine Firma Pandora war das eine Super-Werbung. Es hat
    Sinn gemacht. Nun ist der Sinn aber weg: Ich habe Pandora verkauft. Und
    natürlich habe ich darum gekämpft, dass Pandora auch ohne mich weiter zu
    den Löwen steht, doch die wollten nicht.
    Wie geht es mit den Löwen weiter?
    Meiner
    Meinung nach haben sie einen ganz starken Kader in diesem Jahr. Und der
    wird ja noch stärker. Niklas Landin und Alexander Petersson kommen, das
    ist sicher. Dann hat man auf der Torhüter-Position eines der besten
    Gespanne der Welt. Und mit Krzysztof Lijewski und Petersson auf
    Halbrechts kann man glaube ich auch ganz gut leben (lacht).
    Momentan ist noch unklar, ob der Vertrag von Oliver Roggisch verlängert wird. Wie sehen Sie das als Aufsichtsrats-Chef?
    Ihn
    müssen wir unbedingt halten. Oli ist eine absolute Identifikationsfigur
    für diesen Verein. Auch finanziell ist das Ganze machbar. Es ist
    wichtig die deutschen Spieler, Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki
    natürlich sowieso, zu halten. Denn genau mit ihnen begeisterst du die
    Zuschauer. Wir hätten von Anfang an viel mehr auf deutsche Spieler
    setzen müssen. Du gewinnst dann zwar nicht unbedingt die Titel, hast
    aber eine volle Halle.
    Themenwechsel: Am Sonntag tritt die AG Kopenhagen in der Champions League in Kiel an. Eine hohe Hürde...
    Ja,
    in der Bundesliga haben sie eine unglaubliche Serie hingelegt. Und wenn
    man mal so einen Lauf hat, gewinnt man eben auch die engen Spiele. So
    ist das im Sport. Trotzdem sind die Kieler nicht unschlagbar. Auch die
    Löwen hätten sie fast gepackt, hatten am Ende Pech.
    Was ist eigentlich aus Ihrem Buch, in dem es um die "Wahrheit" über Jesper Nielsen gehen sollte, geworden?
    Das
    ist fertig, wird aber nicht erscheinen (schmunzelt). Ich habe mich
    gegen eine Veröffentlichung entschieden. Wobei es ohnehin nur am Rande
    um die Löwen ging, auch der Kieler Prozess wurde darin nur am Rande
    thematisiert. Es ging hauptsächlich um Dänemark. Trotzdem war es nicht
    ganz umsonst. Fünf Exemplare wird es nämlich geben, die schenke ich
    meiner Familie zu Weihnachten. Ich nenne es das Black-Album. Demnächst
    werde ich jedoch wirklich ein Buch veröffentlichen, in dem es um mein
    Pandora-Abenteuer geht.

    http://www.rnz.de/HPS_RheinNecka…_erreicht_.html

    aus der Rhein-Neckar Zeitung von heute

    Jesper Nielsen weiß von nichts

    Dass Gudjon Valur Sigurdsson, der von den Rhein-Neckar Löwen zur AG Kopenhagen gewechselt ist, mit einem Wechsel zum THW Kiel liebäugeln soll, ist bekannt. Doch Ex-Löwen-Boss Jesper Nielsen, der nun in Kopenhagen ein Topteam aufbaut, sagt zur RNZ: „Ich weiß davon nichts. Wir sind mit ihm sehr zufrieden. Wir haben in Dänemark viele gute Linksaußen. Goggi ist aber unsere erste Wahl.“

    aus der heutigen Rhein-Neckar Zeitung

    unten habe ich noch was über Nielsen angehängt, steht im selben Artikel, passt nicht optimal hierein - wusste aber nicht wohin damit...

    ...Themenwechsel: Dass Gudjon Valur Sigurdsson bei derAG Kopenhagen nicht sonderlich glücklich ist, ist kein Geheimnis. Er träumt insgeheim längst wieder von der Rückkehr in die Handball-Bundesliga. Und wer weiß, vielleicht wird sein Traum ja schon bald Realität: Beim THW Kiel, beim Branchenführer. In dänischen Medien schwärmte Goggi bereits vom Rekordmeister.

    Dies deckt sich auch mit RNZ-Informationen, die besagen, dass Sigurdsson schon seit rund drei Wochen mit dem THW in Gesprächen steht. Und dabei geht es offenbar nicht nur um seine spielerischen Qualitäten. Demnach will man den mittlerweile 32-Jährigen zudem auch als Co-Trainer von Alfred Gislason aufbauen....

    ...Im Löwen-Hintergrund soll es derzeit übrigens kräftig brodeln. Auslöser ist Jesper Nielsen. Aus gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass der Däne seinen finanziellen Verpflichtungen bei den Löwen aktuell nicht mehr in vollem Umfang nachkommt. Oder im Klartext: den Löwen fehlt Geld, das momentan anderweitig reingeholt werden muss. Anwälte wurden bereits eingeschaltet. Storm dazu: „Zu finanziellen Interna werde ich mich nicht äußern. Wenn alle Partner ihre Vereinbarungen und langfristigen Verträge einhalten, gibt es bei den Rhein-Neckar Löwen keinerlei Probleme. Das ist alles seriös geplant und passt genau.“...


    http://www.rhein-neckar-loewen.de/saison/loewen-…fig/detail/2450

    aus der heutigen Rhein-Neckar Zeitung

    .... So schlimm die Sache mit Myrhol auch ist, für die Löwen ergeben sich
    daraus weitere Probleme. Denn nun müssen sie reagieren, sich nach einem
    Ersatz umschauen. Nach einem, der Robert Gunnarsson die nötige
    Entlastung bringt. Storm sagt: „Generell sind wir auf sportlicher Seite
    mit den Ausfällen von Ivan Cupic, Goran Stojanovic und auch Bjarte
    Myrhol sehr geschwächt. Wir können dasTeamund die Mannschaft da nicht im
    Regen stehen lassen.“ Aber auch: „Es wird keine Schnellschüsse geben.
    Außerdem müssen wir auch unser Budget, das keine großen
    Neuverpflichtungen zu lässt, im Auge behalten.“ ....

    http://www.rhein-neckar-loewen.de/saison/loewen-…fig/detail/2169

    aus der Rhein-Neckar-Zeitung von heute:

    Handball-Nationalspieler Steffen Weinhold bleibt beim TV Großwallstadt.
    Im Mai hatte der EHF-Cup-Finalist noch den Abgang verkündet.
    Nach RNZ-Informationen hatte Weinhold bereits einen Vorvertrag bei
    den Rhein-Neckar Löwen unterschrieben, quasi als Ersatz für Krzysztof
    Lijewski, der nach Kopenhagen wechseln sollte. Löwen-Manager
    Thorsten Storm wollte die Sache mit dem Vorvertrag gestern auf RNZ-Nachfrage
    nicht bestätigen. Nur so viel: „Wäre Lijewski nach Kopenhagen,
    wäre Steffen unsere Alternative gewesen.“

    aus der Rhein-Neckar Zeitung von heute


    ....

    Themenwechsel: Was ist eigentlich aus Ihren Wechselabsichten
    zu den Kadetten Schaffhausen geworden?

    Ich weiß, dass ich im Januar den Vertrag bei der TSG um ein
    Jahr bis 2012 verlängert habe. Aber dann kam das Angebot von den Kadetten.
    Jetzt lässt mich Friesenheim nicht mehr aus meinem Vertrag. Das ist schade: Ich
    möchte nämlich sehr gerne wechseln. Ich hätte dort die Chance schon mit 19
    Jahren in der Champions League zu spielen, was für mich und meine Entwicklung
    ideal wäre.

    >Ist das Thema also endgültig vom Tisch?

    Egal, wie es ausgeht, von den Kadetten habe ich einen
    unterschriftsreifen Vertrag vorliegen, den ich unterschreiben möchte. Ob ich
    früher gehen darf, müssen nun die Vereine regeln. Friesenheim scheint jedoch
    zu blocken, was es kompliziert macht.

    >Falls Sie bei der TSG bleiben, sollen sie möglicherweise mit einem Doppelspielrecht
    bei den Löwen ausgestattet werden. Können Sie dazu etwas sagen?

    Nein. Darüber wurden bislang keine Gespräche geführt. Aber
    natürlich würde mich das reizen. Das wäre eine tolle Option.

    Aus der Rhein-Neckar-Zeitung von heute

    Gerade die letzte Antwort ist wohl ein Paradebeispiel dafür, wie groß das Chaos im Löwen-Umfeld derzeit ist. Eigentlich ohne Wort...


    "Häufig mit Storm uneinig"

    08.06.2011 · Pressebericht

    Heidelberg. Jesper Nielsen war in den letzten Jahren einer der
    wichtigsten Männer bei den Handballern von den Rhein-Neckar Löwen. Als
    Hauptsponsor und Aufsichtsratsboss hielt er die Fäden in der Hand.
    Pünktlich mit dem Ende dieser Saison legt er nun allerdings sein
    Vorstandsamt nieder. Der Däne konzentriert sich fortan voll auf seinen
    zweiten Handball- Klub, die AG Kopenhagen, mit der er ebenfalls große
    Ziele hat. Über seinen Abschied bei den Löwen sprach er mit der
    Rhein-Neckar-Zeitung.

    > Jesper Nielsen, Ihre Zeit als Löwen-Aufsichtsratschef neigt sich dem Ende entgegen. Wie fällt Ihr Fazit aus?

    Es war eine spannende und tolle Zeit, in der ich viele schöne
    Erlebnisse mit interessanten Menschen hatte. Und genau solch Dinge
    erhoffe ich mir im Leben. So soll es aussehen.

    > Leider hat es zu keinem Titel gereicht. Wie sehr schmerzt das?

    Ja, das ist so. Bislang hat es nicht gereicht, aber ich bin mir
    sicher, dass die Zeit kommen wird, in der es klappt. Aber ich bin dann
    eben leider nicht mehr mit dabei.

    > Mit welchem Gefühl verlassen Sie die Löwen?

    Ich spüre da schon ein wenig Ärger, doch man darf das nicht falsch
    verstehen: Das ist vor allem deshalb so, weil ich glaube, dass da nach
    wie vor etwas ganz Großes auf dem Weg ist zu entstehen. Andererseits bin
    ich über andere Dinge auch enttäuscht. Manches hat sich vielleicht
    nicht so entwickelt, wie es hätte laufen sollen. Aber ich denke, dass
    wir diese Dinge lieber intern halten sollten.

    > Es gibt Menschen im Umfeld der Löwen, die froh sind, dass Sie
    Ihren Vorstandsposten niederlegen. Weil nun auch die ständige Unruhe ein
    Ende hat ...

    Mit mir hat darüber nie jemand gesprochen. Außerdem gab es die Unruhe
    doch auch schon vor meiner Zeit. Mehr brauche ich darüber wohl nicht zu
    sagen.

    > Ein weiterer Vorwurf: Die Löwen seien für sie nur eine Art Spielzeug gewesen ...

    So etwas können wirklich nur ganz kleine Menschen sagen. Ich war in
    meiner Zeit im Verein fast überall dabei. Ich habe beispielsweise kaum
    ein Spiel verpasst und das in ganz Europa. Auch habe ich ständig Leute
    um mich herum versammelt. Für mich war das eine ernsthafte Arbeit, die
    Ich immer so aufgenommen habe und auch dementsprechend angegangen bin.

    > Was werden Sie bei den Löwen besonders vermissen?

    Die Mannschaft natürlich, aber auch die Leute, die auf der
    Geschäftsstelle arbeiten. Das sind Menschen, die alle sehr, sehr hart
    arbeiten. Und genau deshalb werden die Löwen auch weiterhin Erfolg
    haben. Erfolg ist nie nur von einer Person abhängig.

    > So ganz werden Sie sich ja ohnehin nicht verabschieden. Es gibt doch einige Verträge, die bis 2015 laufen ...

    Als Sponsor bin ich nur noch bis 2012 dabei. Danach ist mein Bezug zu
    den Löwen leider sehr, sehr begrenzt. Was wegen meiner Position bei AG
    Kopenhagen nicht anders geht.

    > Wie ist mittlerweile Ihr Verhältnis zu Ihren anderen Kollegen im
    Löwen- Aufsichtsrat, zu Manager Thorsten Storm und zu Trainer Gudmundur
    Gudmundsson? Es soll nicht mehr das beste sein ...

    Prinzipiell würde ich es als gut bezeichnen. Und ich denke, dass die
    anderen dies ähnlich sehen. Mit Thorsten Storm war ich hingegen häufig
    uneinig. Wir haben verschiedene Strategien verfolgt. In sportlichen und
    wirtschaftlichen Bereichen. Doch ich respektiere ihn und seine Meinungen
    und sein großes Engagement. Und Gudmi? Gudmi ist mein Freund, so
    einfach ist das.

    > Ist Ihre Enttäuschung eigentlich groß, dass sich Karol Bielecki
    und Krzysztof Lijewski gegen Kopenhagen und für die Löwen entschieden
    haben?

    Zu diesem Thema geben wir im Moment keine Auskunft (schmunzelt).


    http://www.rhein-neckar-loewen.de/saison/loewen-…fig/detail/2060

    aus der Rhein-Neckar-Zeitung von heute

    Die Rhein-Neckar Löwen
    stehen nach Informationen der
    Rhein-Neckar Zeitung unmittelbar vor
    der Verpflichtung eines dritten Torhüters.
    Er soll pünktlich zum Trainingsauftakt
    am 18. Juli präsentiert werden.
    Die Badener reagieren damit auf die Verletzung
    von Goran Stojanovic, der nach
    seiner Bandscheiben-Operation nach wie
    vor nicht einsatzbereit ist. Kopfzerbrechen
    bereitet auch Börge Lund, der sich
    unter anderem auch wegen seiner noch
    nicht ausgestandenen Rückenverletzung
    bislang nicht zu dem zentralen Mann entwickelt
    hat, den man sich erhofft hatte.

    aus der Rhein-Neckar Zeitung von heute

    ...Auch der Kader für die neue Saison nimmt Formen an – allerdings weniger schöne: Auf Halbrechts deutet nämlich alles auf eine Dreifachbesetzung hin. Wie die RNZ aus sicherer Quelle erfahren hat, stehen mit Michael Müller, Krzysztof Lijewski und Steffen Weinhold (TV Großwallstadt) derzeit drei Linkshänder unter Vertrag. Weinhold? Ja, Weinhold! Da es bis vor kurzem als sicher galt, dass Lijewski nach Kopenhagen wechselt, haben die Löwen reagiert, bevor der Markt
    nichts mehr hergibt. Aktuell wird demnach versucht, einen von der Gehaltsliste zu bekommen. Bislang vergebens.

    aus der Rhein-Neckar-Zeitung von heute

    Heidelberg. Was so gut begann, endet im Frust, in der totalen Ernüchterung: Die TSG Friesenheim, die Überraschungsmannschaft der Hinrunde, schliddert in der Handball-Bundesliga dem Abstieg entgegen. Unaufhaltsam, im freien Fall. Seit Wochen geht nichts mehr. Eine Niederlage jagt die nächste. Überraschend ist die Talfahrt nicht. Ein Blick ins Eulen-Lazarett genügt, um zu erkennen, wo das Hauptproblem liegt: Im Verletzungspech. Seit Monaten fehlen wichtige Stützen, die man als Aufsteiger mit vergleichsweise bescheidenem Etat nicht kompensieren kann. Der Abstieg, mit dem sich mittlerweile – zwei Spieltage vor Rundenende – selbst die kühnsten Optimisten abgefunden haben dürften, ist die logische Folge.
    Was bleibt ist Frage: Wer bleibt im Abstiegsfall und wer geht? Schließlich tummeln sich im Kader der Vorderpfälzer einige Asse, die sicher keine Probleme hätten, einen neuen Klub im Oberhaus zu finden. Niklas Ruß, Alexander Becker oder Christian Dissinger sind drei dieser Kandidaten. Ruß kehrt möglicherweise bald zu den Rhein-Neckar Löwen zurück. Und auch in die Karriereplanung von Dissinger, 19, kommt Bewegung: Der Rückraum-Kunstschütze, dem auf der Königsposition eine große Zukunft in der deutschen Nationalmannschaft vorausgesagt wird, hat mehrere Alternativen. Beschäftigen tut er sich jedoch nur mit einer: den Kadetten Schaffhausen. „Erste unverbindliche Gespräche wurden bereits geführt. Sie waren sehr interessant und haben mich sehr geehrt“, verrät der Rechtshänder.
    Komplimente, über die man sich beim Schweizer Topklub freut und sie prompt zurückgibt: „Christian ist trotz seines Alters bereits ein kompletter Spieler, der sowohl in der Verteidigung als auch in der Offensive seine Qualitäten hat. Wir würden ihn sehr gerne unter Vertrag nehmen“, erklärt Peter Leutwyler, der bei den Kadetten als Manager fungiert.
    Bei den Eidgenossen soll Dissinger in die Fußstapfen von Mait Patrail treten. Der Este wird den Champions-League-Teilnehmer im Sommer in Richtung Bundesliga verlassen. Wohin eigentlich? Leutwyler: „Offiziell zu Lemgo.“ Und inoffiziell? „Zu Kiel, das eine Option auf Mait besitzt“, ergänzt der Macher der Kadetten und schmunzelt: „Da soll es aber noch diese Hängepartie zwischen Kiel und den Rhein-Neckar Löwen um Momir Ilic geben.“
    Wie auch immer: Leutwyler und Co. haben viel mit Dissinger vor. Patrail gilt diesbezüglich als Vorbild. „Uns schwebt eine Art Dreijahres-Projekt vor, von dem Christian profitieren soll. Er kann bei uns den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.“ Das letzte Wort hat jedoch Friesenheim. Dort besitzt der Jungstar einen Vertrag bis 2012. Verhandlungen zwischen den Klubs gab es bislang nicht. Aber das wird sich ändern. Leutwyler betont: „Wir werden auf Friesenheim zugehen. Denn wir denken, dass es für einen Spieler, der bald an die Nationalmannschaft herangeführt werden soll, nicht förderlich ist, in die Zweite Liga zu gehen.“
    Kompliziert wird es so oder so, das weiß auch Dissinger. Der Begehrte: „Ich wünsche mir, dass wir uns alle an einen Tisch setzen und alles besprechen. Momentan kann ich nur sagen, dass ich einen Vertrag in Friesenheim habe.“ Der Rückraum-Riese pustet tief durch, als er das sagt, wirkt fast ein wenig hin- und hergerissen. Aber unterbewusst scheint er sich schon entschieden zu haben. Für die Kadetten: „Die Aussicht international spielen zu können und das schon mit 19 Jahren, ist einfach sehr, sehr reizvoll.“

    aus der heutigen Rhein-Neckar-Zeitung


    Mannheim. (dh) Jesper Nielsen war gestern in der Mannheimer SAP
    Arena. Der Aufsichtsratsboss und Hauptsponsor der Rhein-Neckar Löwen
    wollte sich den Bundesliga-Knaller gegen den HSV Hamburg nicht entgehen
    lassen. Im Vorfeld traf sich die RNZ mit dem Dänen in seiner Loge, der
    Pandora Sky Box.

    > Jesper Nielsen, Sie werden Ihren Vorstandsposten bei den Löwen
    nach dieser Saison aufgeben. Was sind eigentlich die genauen Gründe?

    Na die neuen Gesetze, die die EHF herausbringen wird. Sie haben mir
    die Pistole auf die Brust gesetzt, weil ich in Kopenhagen und bei den
    Löwen in offizieller Funktion tätig bin. Sie haben gesagt: ‚Entweder ihr
    findet selbst eine Lösung, oder wir geben euch eine vor'. Ich war quasi
    dazu gezwungen.

    > Wie schwer fällt Ihnen der Abschied?

    Sehr schwer. Ich bin leider von meinem eigenen Erfolg getötet worden.
    Aber ich werde weiterhin das Beste für die Löwen geben. Es ist
    beispielsweise bereits klar, dass ich auch in der kommenden Saison für
    die Unterdeckung im Etat aufkommen werde. Ich müsste das nicht, mache es
    aber. Weil mir der Verein sehr am Herzen liegt. Doch das glaubt mir
    irgendwie nicht jeder, denn es gibt Leute, die versuchen mich schlecht
    zu machen. Aber die sehen nicht, dass ich innerhalb der letzten drei
    Jahre rund 10 Millionen Euro in diesen Verein investiert habe.

    > Gibt es hinter den Kulissen also Ärger?

    Nein, wir im Aufsichtsrat verstehen uns nach wie vor. Gerade auch mit
    Daniel Hopp habe ich ein gutes Verhältnis. Letztlich ist es jedoch wie
    in einer Beziehung, man merkt oft erst am Schluss wie eine Beziehung
    wirklich war. Mir ist einfach nur wichtig, dass ich diesen Klub nicht
    mit 15 Messern im Rücken verlasse.

    > Viele stört es eben, dass Sie vier Spieler mit nach Kopenhagen
    nehmen möchten…

    Ich muss das doch machen. Es geht einfach auch um die Anpassung des
    Etats, dass die Löwen eben noch die Verträge bezahlen können. Ich will
    kein sinkendes Schiff hinterlassen. Und um die Zukunft der Löwen braucht
    man sich wirklich keine Sorgen machen. Sie werden kein zweites Lemgo,
    sie werden ein Topteam bleiben.

    > Aber warum fällt die Entscheidung eigentlich gegen die Löwen und
    nicht gegen Kopenhagen?

    Man darf eines nie vergessen: mein erstes Projekt war immer
    Kopenhagen. Und jetzt ziehe ich dorthin auch wieder zurück. Die
    Mannschaft trainiert 600 Meter von meinem Haus entfernt. Der Bezug ist
    sehr groß.

    > Die Löwen können in den nächsten Wochen einiges gewinnen. Wie
    sehen Sie die Chancen, dass es endlich für den ersten Pokal reicht?

    Groß. Ich denke, dass wir sowohl beim Final Four in Köln als auch am
    Wochenende beim Endturnier in Hamburg jeden schlagen können. Und auf
    Hamburg freue ich mich ganz besonders. Es ist die geilste
    Handball-Veranstaltung der Welt. Vielleicht klappt es ja dort mit dem
    ersten Titel. Denn die Zeit läuft mir – zumindest als Vorstandsmitglied –
    davon.
    http://www.rhein-neckar-loewen.de/saison/loewen-…fig/detail/1969

    @ borah

    Du hast da schon Recht. Aber ich denke eben, dass Nielsen keinen Top-Spieler gerne ziehen lässt und schon gar nicht zum THW, der sicher nicht zu seinen Lieblingsklubs zählt. Vertragsende hin oder her. Ich finde das einfach seltsam. Ich hätte eben gedacht, dass Nielsen alles in Bewegung setzt um das zu verhindern. Im Notfall sogar, dass er die 250 Millionen, die er kürzlich für den Anteilsverkauf an Pandora bekommen haben soll, an Toft Hansen weiterleitet. :D
    Andererseits könnte der THW eine Ablöse für Ilic möglicherweise auch prompt weiterleiten, um einen Spieler aus Lemgo zu holen, der momentan noch gar nicht dort ist.

    @ arcosh

    Das mit dem Rentenvertrag war natürlich etwas übertrieben. Das hat Nielsen nur im Zusammenhang mit Mikkel Hansen verwendet.
    Im Zusammenhang mit Toft Hansen hätte ich es in Anführungszeichen setzen müssen.
    Aber ich bin mir sicher, dass er irgendetwas in folgende Richtung gesagt hat: "überragender Spieler, hätten ihn gerne behalten."
    Ich werde mal versuchen, ob ich das heute Abend nochmals über google finden kann. Was sicher nicht leicht wird, weil Nielsen sehr gerne kommuniziert...

    transferiere es mal hierein, da passt es besser.

    Vorstellen kann ich mir das mit Ilic nicht.
    Andererseits könnte ich mir
    aber auch vorstellen, dass Ilic mit seiner Rolle in kiel nicht hundertprozentig
    zufrieden ist. Und jetzt wo Narcisse zurückkehrt, könnte sich die
    Unzufriedenheit noch verstärken.
    Vielleicht hängen der "Ilic-Wechsel" und der Wechsel von Toft Hansen aus
    Kopenhagen nach Kiel ja aber auch irgendwie zusammen. Schließlich ist es erst ein paar
    Monate her, da wollte Nielsen diesem Mann einen Rentenvertrag in Kopenhagen geben. Und dann wechselt
    der ausgerechnet nach Kiel.
    Aber andererseits wenn da wirklich Schwenker und Bratic gemeinsam die Finger im Spiel haben, ist sicher nichts unmöglich. :cool:


    http://www.rhein-neckar-loewen.de/saison/loewen-…fig/detail/1911