ZitatOriginal von Hereticus
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Es ist nicht die Aufgabe des Bürgers, das Parteiensystem gefälligst so zu akzeptieren wie es ist (das wäre DDR, China, Myanmar), sondern es ist die Aufgabe der Parteien, den Bürger von sich zu überzeugen. Wenn das nicht gelingt und mehr als 30% der Wähler befinden, daß keine der angetretenen Parteien ihre Interessen vertritt, ist das eine Aussage, über die unsere Politik schnellstens mal nachdenken sollte. Der gesamte Bundestag vertritt nur noch 65,59% der Wahlberechtigten, also noch nicht mal zwei Drittel. Das ist schon hart an der Legitimationsgrenze.
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Also das konnte ich einfach so nicht einfach stehen lassen! Der Hauptunterschied zu den genannten Ländern ist nicht das dargestellte (Ist mir klar, dass du die Hauptunterschiede des Wahlsystems darstellen wolltest!)!
Der Hauptunterschied ist, dass man sich engagieren kann und Einfluss nehmen kann! Natürlich müssen die Parteien mit Angeboten die Bürger von sich überzeugen, für mich das Hauptproblem momentan ist aber, dass zuviele Bürger auf den Tribünen sitzen und sich beschweren, wie es hätte laufen sollen und auf die Parteien warten, dass Sie einen mit Angeboten überzeugen! Das ist für mich eine beängstigende Entwicklung, nicht die fehlende Wahlbeteiligung, ist zwar ärgerlich, aber akzeptabel und Folge der dargestellten Problematik!
Das Problem ist, dass es zuwenige Menschen gibt, die sich politisch engagieren und den Kopf mit herhalten und unglaublich viele Stunden mit Parteiarbeit/Ratsarbeit oder ähnliches herumschlagen! Nein, die meisten sitzen auf der Tribüne und lästern über die schlimmen Politiker, die nur Geld für sich einsacken bzw. die fehlenden Alternativen bemängeln!