Den Spielplan kennen wir ja schon von den WM 86 bis 94, der war damals schon unbeliebt. Aber für 24 gibt es ja kaum einen annehmbareren Modus, wenn man Vierergruppen haben will , es sei denn man ließe die Dritten noch eine Extrarunde um die vier Plätze spielen. Was mich am meisten daran stört ist, daß man erst ganz am Ende sieht, wie die KO-Paarungen aussehen. Für "Vorausrechner" und "Was wäre wenn"-Fetischisten wie mich ist das zu umständlich, weil man nicht im Kopf behalten kann, in welchem Fall welcher Gruppensieger gegen welchen Dritten spielt.
Wieso, ist doch alles ganz einfach. Die 2. Tabelle dann bitte bis morgen auswendig lernen. 
Aber im Ernst, ich fand das System bei der WM damals schon komplett zum Kotzen. Die Aufstockung auf 32 mag vielleicht genauso machtpolitisch motiviert gewesen sein, wie jetzt in Europa auf 24. Aber es war die einzige sinnvolle Expansion in den letzten Jahrzehnten. Mit 32 ist man wieder im Zweierpotenzsystem, man weiß genau, daß von vier zwei weiterkommen, ohne in die Nachbargruppe schielen zu müssen. Zudem bringt die Welt auf jeden Fall schonmal 32 entweder sportlich starke oder zumindest interessante Mannschaften zustande. Europa sollte sich hüten, die Evolution genauso zu durchlaufen. Dennoch befürchte ich, daß es genauso kommen wird. Irgendwann wird mal wieder ein UEFA-Präsident mit den Stimmen derer gewählt werden, die sonst keine Chance auf eine Quali hätten.
Nene, 16 waren in der Tat optimal. Auch qualitativ gab es fast nur Spitzenspiele Schade daß es vorbei ist.
Das Prinzip mit den Gruppendritten hat aber noch einen anderen Aspekt, nämlich den der Wettbewerbsverzerrung. Gruppenintern kann es seit Gijon ja keine Schiebungen mehr geben, da die letzten Spiele seither gleichzeitig ausgetragen werden. Aber die Mannschaften in Gruppe E und vor allem F, die als letztes dran sind, wissen bis dahin sehr wohl, wie die Endstände in den bereits abgeschlossenen Gruppen aussieht. Nicht ganz fair, wenn man auf ein bestimmtes Resultat hinspielen kann. 