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vlt. wirds klarer, wenn man sich vorstellt, dass mannschaft a auf aussen einen tempogegenstoss läuft- dies direkt an der
bank von mannschaft b vorbei. mannschaft b hat noch einen spieler, der eingewechselt werden kann. der aussen läuft und sieht geradeaus
an der linie entlang den tempogegenstoss. 2m bevor er vor der bank von mannschaft b ankommt, tritt der spieler der eingewechselt
werden kann aufs spielfeld. selbst der angreifende spieler kann dann obwohl er nach vorne sieht, nicht mehr reagieren und es kommt
unweigerlich zum "zusammenstoss"
roter gehts nicht....
aber es gibt sicher wieder jemanden der der meinung ist, dass der angreifer die handbremse zu spät gezogen hat....
Ja, ich.
"Andere Sportarten" wie Fußball sind überhaupt nicht hinsichtlich der Aus-/Einwechslungen mit Handball vergleichbar. Unser Sport lebt davon, dass permanent und ohne Spielunterbrechung gewechselt werden kann. Entsprechend gehört es dazu, dass man die gegnerische Bank im Blick hat.
Beim Fußball wird dazu das Spiel unterbrochen bzw. der Wiedereintritt nach Verletzungen muss so ablaufen, dass der Spieler keinen Vorteil daraus ziehen kann. Das hat nichts mit der Sicherheit der Spieler zu tun, sondern zielt nur darauf ab, dass die Mannschaft keinen Vorteil aus der Aktion ziehen kann.
Wer beim Handball an der Bank vorbeiläuft, muss damit rechnen, dass da auch mal ein Spieler über den Wechselbereich das Spielfeld betritt. Steht dieser Spieler rechtzeitig und der Gegenstoß laufende knallt drauf, ist es Stürmerfoul. Egal, welches Tempo der Angreifer drauf hatte. Denn wo bitteschön ist der Unterschied zu einem "normalen" Stürmerfoul? Da ist das Versperren des Weges doch auch die Intention, oder?
Stürmerfouls bei vollem Gegenstoßtempo sieht man in jedem Bundesligaspiel. Wenn wir jetzt also diskutieren wollen, ob ein "In den Weg stellen" durch einen von der Bank kommenden Spieler anders zu bewerten ist, als durch einen Spieler der schon auf dem Feld war, müsste man definieren, wie lange ein Spieler schon auf dem Feld sein muss, damit es Stürmerfoul und nicht Rot gibt. Wenn man da mal intensiv drüber nachdenkt, sollte zu erkennen sein, dass das nicht zielführend sein kann.
Ich bleibe dabei: Wer einen Gegenstoß läuft, muss die Augen offen haben. Das hat 70 Jahre lang funktioniert. Das mit dem Rot für den Torhüter ist schon ein Schritt in die falsche Richtung gewesen, die Quasi-Narrenfreiheit der Außenspieler (als Abwehrspieler sollte man ja tunlichst fern bleiben, wenn der Außen sich in Bewegung setzt) ist der nächste Schritt zum berührungslosen Sport. Wer das will, soll Schach spielen.