Beiträge von immerweiter

    "Dänische Delikatessen" kenne ich nicht. Aber der Titel und das, was ich über den Film gegoogelt habe, erinnert mich an einen anderen Lieblingsfim von mir. "Delicatessen" aus dem Jahr 1991. Das Debüt von Jena-Pierre Jeunet ("Amelie") und Marc Caro über eine skurrile Hausgemeinschaft in irgendeinem Endzeitszenario spielt ebenfalls mit dem Motiv des Kannibalismus und strotzt im Übrigen vor schrägen Charakteren, visuell wunderschönen Szenen und makabren, aber traumhaften Gags. Wenn ich nur daran denke, wie das quietschende Bett eines Liebespaars das gesamte Leben in dem hellhörigen Haus in seinen Rhythmus zwingt, bekomme ich schon wieder Lust, den Film zu sehen.

    Gar nicht einfach, eine persönliche Top-Liste aufzustellen, nachdem natürlich auch schon etliche Highlights genannt wurden. Also ganz spontan ein paar Favoriten:

    Herr der Ringe I-III von Peter Jackson: Ist vielleicht nur in der Gesamtschau Buchvorlage - filmische Umsetzung wirklich top, aber da schlicht genial.

    Die üblichen Verdächtigen von Bryan Singer: Ein netter Gangsterfilm mit einer der besten Schlusspointen aller Zeiten. Wie schreibt wikipedia: "... eines der bekanntesten Beispiele für die Anwendung des Stilmittels des unzuverlässigen Erzählens in einem Film". Da dürfte sich auch der Forumskollege Keyser Soze angesprochen fühlen.

    Jurassic Park und Avatar von Steven Spielberg: Zwei visuelle Quantensprünge des Kinos. Filmisch gibt es sicher besseres, aber das waren die zwei Filme, in denen ich mit offenem Mund im Kino saß und nicht glauben konnte, was man mit Tricktechnik bzw. 3D auf die Leinwand bringen kann.

    Tote tragen keine Karos von Carl Reiner: Liebevolle Hommage an den Film noir, bei der Originalausschnitte aus den 30er bis 60er Jahren mit Hollywoodgrößen von Burt Lancaster bis Humphrey Bogart kongenial in die Handlung montiert wurden. Unbedingt (!!!!) in OmU schauen (Dead Men Don´t Wear Plaid).

    Zum Schluss drei Filme, die mit meinem Hobby Kochen zu tun haben:

    Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber von Peter Greenaway: Eine surreale dramatische Komödie (wenn es so etwas gibt) mit einer ganz eigenen Ästhetik, streng durchkomponiert z.B. mit Farbwechseln in jedem der wenigen Räume, in denen der Film spielt.

    Eat Drink Man Woman von Ang Lee: Die langsame Loslösung der erwachsenen Töchter eines verwitweten Meisterkochs von ihrem Vater wird in opulenten Bildern mit der Küche Taiwans in Beziehung gesetzt. Wie der Titel sagt, erzählt der Film von den menschlichen Grundbedürfnissen.

    Tampopo von Juzo Itami: Eine japanische Komödie um die Suche nach der perfekten Nudelsuppe, gespickt mit absurden Einschüben, wunderbaren Gags und groteken Szenen, die alle mit Essen oder Sex oder beidem zu tun haben. Herrlich!

    Warum werden hier eigentlich die Tops und Flops einzelner User hier hinterfragt? Da hat doch jeder seine eigene Meinung und Beweggründe, dass nach seinem Empfinden zu sehen.

    Oh, hatte ich das Frageverbot in diesem Fred übersehen? ;)
    Nein, im Ernst, ich habe nicht vor, die jeweiligen Wertungen zu kommentieren. Mich hätte nur die Begründung interessiert, weil mir jetzt bei den Beiden keine ganz schwache Saison aufgefallen wäre. Allerdings sehe ich auch nur wenige BL-Spiele im Fernsehen, weil ich Dienstags, Mittwochs und am Wochenende meistens mit meinen Jugendmannschaften trainiere bzw. spiele. Zwischenzeitlich hat sich ja im Fall von Klein auch schon eine zweite Nennung ergeben.

    Ich will die Diskussion nicht unnötig am Kochen halten, aber zum einen ist die hier konstruierte Alternative "über Handball diskutieren" oder "Hochwasser bekämpfen" abstrus. Es ist das Schicksal aller Themenforen, dass die große Mehrheit der Menschheit die dort diskutierten Fragen für völlig belanglos hält, da hat JA! vollkommen recht.
    Zum andern finde ich die Tatsache, dass es hier sportlich nur noch um die goldene Ananas ging, kein Argument dafür, die ganze Diskussion für überflüssig zu erklären. Das ist ja hier sozusagen das einzig Erfreuliche, dass die sportlichen Konsequenzen gleich null sind. Das verstehe ich geradezu als Aufforderung, sich über bessere Regularien für den Fall der Fälle Gedanken zu machen - und sei es nur, dass am Ende das Eingeständnis dabei herauskommt, dass man angesichts höherer Gewalt manchmal keine befriedigende Lösung finden kann.

    Wenn ich die ganzen Beiträge lese und die Bildern von den ganzen Überflutungen anschaue und dann feststelle das hier über die Spielwertung - die keine mir bekannt Auswirkung hat - gestritten wird, dann geht die Diskussion in eine für mich schwer nachvollziehbare Richtung.

    Man kann aber auch umgekehrt argumentieren: Lieber jetzt streiten und ggf. etwas verbessern, wo die Spielwertung wirklich für den Orkus ist, als beim nächsten Mal, wenn es vielleicht um Meisterschaft, Abstieg oder Europacup geht.Und sei es am Ende nur, dass die HBL-Führung etwas mehr Fingerspitzengefühl walten lässt.

    In meinen Augen kommen in diesem Fall zwei Probleme sehr unglücklich zusammen: Die sportliche Zwangslage am Saisonende und die (wieder einmal) mangelhafte Kommunikationsleistung der HBL.
    Zuerst ist ganz klar, dass der übliche Weg bei Spielausfall bzw. -abbruch aufgrund höherer Gewalt eine Spielverlegung bzw. -wiederholung ist. Diese Lösung wird aber am Saisonende oft schwierig bis unmöglich - eine Erfahrung, die im Übrigen viele auch schon in unterklassigen Ligen gemacht haben, wenn eine Mannschaft z.B. wegen einer späten Grippewelle nicht antreten konnte.
    Da ist auch für die betroffenen Teams eventuell ein Abwägen von Aufwand und Nutzen zu treffen. Nagelt mich jetzt nicht fest, aber ich meine mich an Fälle in anderen Sportarten (Fußball?)zu erinnern, wo Mannschaften aus dem Urlaub zurückgeholt wurden, um z.B. Relegationsspiele zu bestreiten, die aus unterschiedlichen Gründen kurzfristig angesetzt wurden. Da es hier bei beiden Mannschaften um nichts mehr geht, wäre ein ersatzloses Streichen dieses Spiels mit geteilten Punkten sicher für alle Beteiligten, also auch für die anderen Mannschaften, vertretbar gewesen. In anderen Fällen müsste eine Entscheidung her - notfalls auf Kosten der Nationalmannschaftsvorbereitung oder des Urlaubs oder...
    Sollten die Statuten eine solche Entscheidung nicht her geben - es wird ja, ob korrekt oder nicht, hier der Eindruck erweckt, als könne die HBL gar keine andere Entscheidung treffen als das Spiel zum ursprünglich terminierten Zeitpunkt durchzuführen - dann muss diese Lücke geschlossen werden. Solange die Regeln eine andere Lösung nicht hergeben, kann die HBL tatsächlich nicht anders entscheiden - wie zynisch oder ignorant das auch erscheinen mag. Wohlgemerkt, wenn es keine regelkonforme Möglichkeit gibt.
    Auch mit einer entsprechenden Regelung, das dürfte klar sein, wird es in vergleichbaren Fällen keine Entscheidung geben, bei der niemand benachteiligt wird. Nicht komplette oder nicht ausreichend vorbereitete Mannschaften, zwei Teams, die alle anderen Ergebnisse kennen und wissen, wie sie spielen "müssen", Einnahmeausfälle oder Zusatzkosten, Unsicherheit bzgl. der Planung für die neue Saison etc. etc. Ganz gerecht wird es nie zugehen.
    Auf einem anderen Blatt steht die augenscheinlich wieder einmal mehr als mangelhafte Kommunikation der HBL-Geschäftsführung. Jeder zweitklassige PR-Berater hätte das besser hingekriegt. Darüber hinaus gibt es Fortbildungen, Experten, die man verpflichten kann, Leitfäden und Literatur en masse. Von Dingen wie gesundem Menschenverstand und Einfühlungsvermögen will ich gar nicht erst reden.
    Mir ist immer wieder ein Rätsel, wie eine Institution, deren Existenz maßgeblich vom Bild in der öffentlichen Wahrnehmung abhängt, so dilettantisch und mit so wenig Gespür für strategische Kommunikation agieren kann.

    Mich würde mal von Teddy (gerne auch von anderen Experten) interessieren, warum die Zahl der zugelassenen Journalisten so eine entscheidende ist. Ich habe irgendwo gelesen, dass der Vorsitzende Richter in diesem Verfahren berühmt dafür sei, "revisionsfeste" Urteile zu liefern, verbunden mit der Kritik, dass er in diesem Fall zu vorsichtig agiere, um auch ja keinen Revisionsgrund zu liefern.
    Mir erschließt sich nur nicht, weshalb ein Umzug in ein geeignetes anderes Gebäude oder auch nur eine Videoübertragung in einen Nebenraum einen Revisionsgrund darstellt. Die Qualität des Verfahrens bzw. die Garantie der Rechte aller Parteien sollte doch nicht davon abhängen, ob 10, 50 oder 500 Pressevertreter zuschauen. Oder bin ich da zu naiv?

    Auch wenn man als Außenstehender nicht drin steckt und auch wenn der DHB natürlich das Recht hat, nach mehr als 20 Jahren auch mal frisches Blut ranzulassen: Das Ganze riecht doch sehr und passt einfach in das verheerende Bild, das unser Spitzenverband abgibt. Ob da jetzt der oberbergische Sturschädel am Werk war oder andere Strippenzieher, spielt am Ende keine Rolle. Die Außendarstellung des DHB ist einfach peinlich.

    Trainer Fuhr hat seit 2 Jahren ein Verhältnis mit der 23 jährigen Außenspielerin Franziska Müller.
    Wie soll so etwas gut gehen.

    Frag doch mal bei Dago Leukefeld nach. Wenn ich mich richtig entsinne, hatte er eine Beziehung mit Maren Baumbach, als die beiden 2003 Deutscher Meister wurden. Kann also auch leistungsfördernd wirken ;)

    @ oko:
    Kleine Korrektur: Michael Biegler war Trainer, nicht Spieler. Die Gründe für seinen Rauswurf wurden nie kommuniziert (oder habe ich da etwas verpasst?). In jedem Fall hat es der TVG nicht geschafft, irgendwann einen sauberen Aufhebungsvertrag mit Abfindung hinzubekommen. Ob das an den Umständen der Entlassung oder schlicht an fehlenden Angeboten für Biegler lag, kann ich allerdings nicht beurteilen.

    @ David:
    Dein Begriff "strategische Kaderplanung" trifft das, was ich gemeint habe, besser. Allerdings ist das die notwendige Voraussetzung, um ein vernünftiges Scouting aufzubauen.
    BTT: Der VfL steht - wie du ja schon sagtest - sicher nicht allein, wenn ihm beides abgeht. Allerdings fehlen dafür oft die finanziellen Mittel und damit die mittelfristige Planungssicherheit.

    Und Kiel braucht es nicht, die holen eh nur die besten.

    Deinen Ausführungen zum Scouting stimme ich grundsätzlich zu, aber dieser Satz ist Quatsch. Wenn ich auf hohem finanziellem Niveau unterwegs bin und mir dementsprechend eine Topmannschaft zusammenstellen kann, dann ist Scouting im Sinne einer gründlichen Analyse über Stärken, Schwächen, Potenzial Charakter eines Spielers genauso wichtig wie für einen Abstiegskandidaten, der nach günstigen, aber ausbaufähigen Talenten sucht. Die meisten Spieler, die Kiel in den letzten Jahren geholt hat, kamen als relativ junge, aber bereits bekannte und anerkannt gute Spieler. Den Sprung zur Weltklasse haben sie oft beim THW gemacht. Und die meisten Spieler scheinen gerade charakterlich sehr gut ins Team gepasst zu haben. Wenn da Fehler gemacht werden, passiert eben das, was andere Vereine erleben mussten, als sie mit deutlich weniger Erfolg auch noch mit Geld um sich geworfen hatten. Also: Ohne die Strukturen dort zu kennen, scheint mir das Scouting beim THW außergewöhnlich gut zu sein, jedenfalls wenn man Scouting mit der Suche nach rundum passenden Spielern geleichsetzt und nicht auf das Entdecken gänzlich unbekannter Talente beschränkt.

    Ich denke, gerade Baur sollte durch sein bisheriges Karriereenkommen
    nicht darauf angewiesen sein, sein Gehalt als DHB-Trainer aufstocken zu
    müssen.

    Es gibt sicher Familien die von weniger Einkommen leben müssen als ein DHB-Juniorentrainer.

    Offen gestanden habe ich keine Ahnung, was genau ein DHB-Juniorentrainer verdient. Aber reich wird man mit dem Job wohl eher nicht, zumal das doch noch nie ein Vollzeitjob war, oder irre ich mich da? Baur jetzt als Raffzahn darzustellen, scheint mir deutlich überzogen und vermutlich auch auf einer Fehleinschätzung von Baurs "Karriereeinkommen" zu beruhen.

    Und es gibt sicher Familien, die von deutlich mehr Einkommen leben dürfen als ein DHB-Juniorentrainer ;)

    Ich verstehe das Lob für die Berliner Leistung nicht. Ja klar, sie haben ganz nett mitgespielt, aber mit dieser taktischen Grundausrichtung der Füchse waren Punkte von Anfang an quasi ausgeschlossen. Wann hat zuletzt eine Mannschaft gegen den THW gewonnen, die sich auf den Kieler Tempohandball eingelassen und über 30 THW-Tore zugelassen hat? Gegen die Zebras hilft nur eine destruktive Herangehensweise. Wer sich vom THW das Spiel aufzwingen lässt hat schon verloren.

    Das kann ich dir auch nicht beantworten, aber das Kommentatorenduo war sich einig, dass gegen Kiel nur eine Chance hat, wer das hohe Tempo mitgeht (und eine überragende TW-Leistung hat). Berlin habe das Spiel in dem Moment verloren, als sie anfingen, das Tempo zu verschleppen. Ich bin jetzt allerdings zu faul zum Suchen, wie das bei den Kieler Niederlagen in dieser Saison tatsächlich war. Zumindest die Ergebnisse gegen Melsungen und beim Unentschieden in Berlin sprechen aber nicht unbedingt für knalharten Tempohandball.

    Also, wir wollten Michael schon vor 2 Jahren nach Hamm holen, er hat aber sein Studium vorgezogen. Soll heissen, die 100 Tore in Liga 3 macht er quasi im Vorbeigehen. Er passt ideal zum Doc. Ein sehr inteligenter Spieler, körperlich gut dabei, ehrgeizig und willenstark. Ich denke er wird seine Chance bekommen und er wird sie nutzen... :hi:

    Kenne den Jungen nicht, aber deine Aussage deckt sich mit der hiesigen Presse. In der Stuttgarter Zeitung von heute wird er als Rohdiamant mit 1,98m Größe bezeichnet, der sich nun nach Beendigung seines Studiums voll auf Handball konzentrieren will. Klingt vielversprechend...

    NAch der gestrigen Leistung sehe ich Kroatien nicht als Favorit. Die kommen auf dem Zahnfleisch daher, haben kaum noch Alternativen im Rückraum, wenn Vuckovic ausfällt (wovon ich ausgehe) und ihr mit Abstand wichtigster Spieler scheint erkrankt (hat jedenfalls gestern jemand hier geschrieben. Einzig wenn Alilovic seine gestrige Leistung wiederholt, könnte das ein Faktor werden.

    nuvolo: Bin bei den meisten Punkten bei dir, nur im Tor hat Landin bisher eindeutig die Nase vorn. Da ist Sterbik nur potenziell gleichwertig, nach den bisherigen Leistungen aber nicht.