Beiträge von Uwe aus LD

    Ich pfeife nun schon ein paar Tage und alle meine bisherigen "Lehrwarte" und sonstigen "Anleiter" haben mir von Beginn an immer wieder beigebracht, dass es der größte Fehler ist, einen (möglichen) eigenen Fehler durch einen weiteren Fehler "wieder gut machen" zu wollen.

    Und das ist nach meiner Erfahrung auch richtig.

    Eine bewusste Fehlentscheidung (klarer Regelverstoß) - "weil Einsprüche zu X% erfolglos bleiben" - zu machen halte ich für äußerst bedenklich, nein, für absoluten Blödsinn und falsch.

    Für dden PfHV gilt:

    Zitat


    - Gewünscht: offensive 1:5-, 3:3 oder 3:2:1-Deckung
    - Mindestvorgabe: Es müssen permanent 2 Spieler vor der 9-Meter-Linie stehen, vorausgesetzt es stehen auch 2 Angreifer vor der 9-Meter-Linie (wäre z.B. nicht erfüllt bei 2 Kreisspielern + wenn die Außen innerhalb des 9-Meter-Raumes stehen + sich ein Rückraumspieler auflöst oder nach 1 gegen 1 Aktion innerhalb des 9-Meter-Raumes steht)
    - Gelangt die Abwehr während des Warnzeichens in Ballbesitz, erhält der Angriff einen Freiwurf >> defensiv deckende Abwehr kann NIE in Ballbesitz gelangen.

    Was zu bedenken wäre, ist das Verhalten des Kampfgerichts. Erst mal muss ausgerechnet werden zu Ende der 1. HZ, wieviel Sekunden die hinausgestellte Spielerin noch in der 2. HZ absitzen muss. ...


    Realitätsfern! Das wird beim Schreiben des Reiters oder beim Einstellen der Uhr einmal gemacht und ab dann ist allein die Mannschaft bzw. der Spieler und der MV verantwortlich, wann wer ergänzen darf - sonst keiner!
    Die Zeiten sind vorbei, als "der Tisch" das Ergänzen noch regeln und gestatten musste (und zwar lange!)


    ... Da sollte das Kampfgericht mit den Schiedsrichtern darüber sprechen. Zweitens sollte das Kampfgericht das Wiederanpfeifen verweigern, wenn sie sehen, dass die Spielerzahl nicht stimmt. Es gibt da so Hinweise, dass das KG mit den SR zusammenarbeiten sollte. Das ist hier nicht geschehen mit der Folge, dass eine Mannschaft ca. 1 Minute in doppelter Unterzahl spielen musste. ...


    Du schreibst zu recht "sollte" (Fettung im Zitat von mir). Wenn es bemerkt wird, kann (und wird) "der Tisch" und/oder der/die Schieri(s) den MV auf seinen Fehler aufmerksam machen - es bleibt aber der Fehler des MV, der Mannschaft, des Spielers!
    Nicht ein Fehler des "Tisches" oder der Schieris, sondern allein ein Fehler des MV hat dies verursacht.
    Wenn überhaupt ein Fehler des "Tisches" und/oder der Schieris vorlag, hat der nur dazu geführt, das der Fehler der Mannschaft/des MV nicht vor dem Anpfiff bemerkt wurde.

    ... Mit Verlaub, den Trick habe ich auch schon erlebt. Da ist jemand ganz saudumm ins Messer gelaufen. So ein Kampfgericht hat m.E. absolut unsportlich gehandelt und die/derjenige Verantwortliche sollte nie mehr am Kampfgericht sitzen. Tut mir leid, aber so ein Verhalten darf nicht sein.
    :mad: :mad: :mad:


    Mit Verlaub, diese Unterstellungen (Trick/ "ins Messer laufen lassen") von dir sind eine Unverschämtheit und m.E. "absolut unsportlich". "Tut mir Leid, aber so ein Verhalten darf nicht sein"

    (Fettungen von mir)

    8:10 d ist hier nicht mehr erwähnt, also gibt es bei 8:10 d auch keine automatische Sperre mehr.

    Oder es liegt ein "redaktionelles Versehen" des DHB vor ......

    Auszug aus den DfBs des Pfälzer Handballverbandes:

    Auf keinen Fall Passeinzug - allenfalls Eintrag in das Spielprotokoll.

    Du wirst in Regel 17 keinen Hinweis (und auch sonst im Regelwerk nicht) finden, dass der Schiedsrichter die Verantwortung für die Spielerzahl auf der Spielfläche hat.

    Insbesonder 17:3 sagt:

    Zitat

    ... Sie tragen dafür
    Sorge, dass die Zahl der Spieler und Offiziellen im Auswechsel-
    raum
    innerhalb der Grenzen liegt
    und stellen die Anwesenheit und
    Identität der beiden “Mannschaftsverantwortlichen” fest. Jegliche
    Unstimmigkeiten sind zu beseitigen (4:1-2 und 4:7-9). ...

    Fettung von mir.

    Das Wechseln und Ergänzen nach einer Zeitstrafe liegt allein in der Verantwortung der Mannschaften.

    Insofern hat der Kollege die nachfolgende Entscheidung richtig getroffen.

    Ich gehe davon aus, dass wenn dem Schieri oder dem "Tisch" die falsche Spielerzahl auf dem Spielfeld aufgefallen wäre, dieser vor dem Anpfiff korrigiert worden wäre.

    Zitat

    15:6
    Regelwidrigkeiten des Werfers oder seiner Mitspieler vor der
    Wurfausführung
    , z.B. falsche Aufstellung oder Berühren des Balles
    durch einen Mitspieler, sind zu korrigieren
    (siehe auch 13:7 Absatz 2).

    Fettung und Unterstreichung von mir

    Das Berühren des Balles durch einen Mitspieler vor Wurfausführung (Ball hat Hand noch nicht verlassen) ist zu korrigieren. Das ist typischerweise bei der Übergabe der Fall.

    Uwe aus LD: wobei Öffentlichkeit manchmal helfen kann, bestimmte Dinge aufzuklären. Dann aber mit offenem Visier (nicht anonym) und den entsprechenden Beweisen.


    Wenn es intern gescheitert ist und niemand im Verband meint was machen zu können/wollen/müssen ....
    Dann kann "öffentlich" ein Weg sein, aber dann, wie du richtig sagst, mit offenem Visier und "Karten auf den Tisch" und "Butter bei de Fische" d.h. Ross und Reiter nennen und konkret mit Beweisen.
    Ich habe immer noch Zweifel, ob dann ein Forum die "richtige" Öffentlichkeit ist.

    Ich würde mir oft ein reines geschlossenes Schiedsrichterforum, in dem ausschließlich amtliche Schieris "unter sich" sind, wünschen.

    Das sind harte Vorwürfe, die du da erhebst, schau dir mal §§ 13, 14, 14a der Rechtsordnung an.... Ich hoffe du hast gute und handfeste Beweise für deine Behauptungen.
    Ich bin der Meinung, solche Verdächtigungen sollten und müssen im Verband angesprochen werden und nicht in einem öffentlichen Forum.
    Ich werde mich sicher nicht zu - und mehr ist es, was du schreibst bisher nicht - Gerüchten äußern.

    ...... (da kann ich keine Disqualifikation aussprechen).....

    Beachte die Unterstreichungen (von mir)

    wenn Hans Thomas der Meinung gewesen wäre, dass 3x2 auch in einem Bericht zu erfassen sei, dann hätte er es in seinen Formulierunghilfen erwähnt.

    Der SR , der die Sätze eins zu eins abschreibt, sollte aufhören zu pfeifen.

    @steam,

    auch ich sehe das pragmatisch wenn eure Verantwortliche so wollen, dann mach es so. Hast am wenigsten Ärger.


    Dem kann ich nur zustimmen.......

    Bei uns heißt es im ersten Absatz der "Formulierungshilfe" von Hans Thomas:

    Zitat

    ... Aufgrund der automatisch eintretenden 2-Wochen-Sperre bei Disqualifikationen mit Bericht (8.6 / 8.10) ist eine detaillierte Sachverhaltsschilderung im SR-Bericht für evtl. weitere Konsequenzen durch die spielleitende Stelle zwingend erforderlich. Die nachfol -
    genden Musterformulierungen sollen dabei helfen. Der Spielerpass ist in beiden Regelfällen mit dem Spielprotokoll an den Staf-
    felleiter einzusenden, abweichende Anordnungen der LV sind natürlich zu beachten. Die Spielzeit einzutragen ist nicht notwendig,
    da sie von Z/S im Spielprotokoll zu vermerken ist. Es ist jedoch sinnvoll den Spielstand zum Zeitpunkt der Entscheidung zu ver-
    merken.
    Andere Disqualifikationen sind im Spielprotokoll nicht zu begründen. ....

    Fettungen von mir. Fettung im Zitat klappt nicht, daher Unterstreichung

    michel b.:
    Kannst du uns Unwissenden hier den Zusammenhang mit dem Thema hier und Sinn deines Beitrages erläutern?

    Weiter unten im Urteil heißt es dann aber ausdrücklich der Einsprüche

    Zitat

    ...
    Trotz der fehlenden Einstufung (durch die Schiedsrichter - meine Anmerkung) habe die spielleitende Stelle ein Vergehen nach § 17 Abs. 5 b) RO DHB fehlerhaft angenommen und damit unzulässiger Weise eine Einstufung vorgenommen, die nur von den Schiedsrichtern hätte vorgenommen werden können, aber gerade nicht vorgenommen wurde. .,.


    Zumindest geht der Einspruchsführer offenbar von einer Entscheidung der Spielleitenden Stelle nach § 17 V b (RO) aus.
    Hier könnte auch der Schreibfehlerteufel zugeschlagen haben

    Ah, ok.
    .......
    Halt: Ist das so? Hat wer nen Regelbezug?


    Ja, ist so. (siehe Fettung) Rechtsordnung

    Zitat

    7:2

    den Ball maximal 3 Sekunden zu halten, auch wenn dieser auf dem
    Boden liegt (13:1a);

    Zitat

    Freiwurf-Entscheidung
    13:1

    Grundsätzlich unterbrechen die Schiedsrichter das Spiel und lassen
    es durch einen Freiwurf für die andere Mannschaft wiederaufneh-
    men, wenn:

    a) die ballbesitzende Mannschaft eine Regelwidrigkeit begeht, die zum Verlust des Ballbesitzes führen muss(4:2-3, 4:5-6, 5:6-10, 6:5 Absatz 1, 6:7b, 7:2-4, 7:7-8, 7:10, 7:11-12, 8:2, 10:3, 11:4, 13:7, 14:4-7 und 15:7 Absatz 3 und 15:8).

    Das sollte reichen an Regelbezug .....

    ......
    Wenn der TW den Ball trotz Anpfiff nicht den Ball raus spielt, wie ist zu entscheiden?
    Hinweis: Solange der TW den Ball in der Hand hat, ist er nicht im Spiel.


    Nach Anpfiff 3 Sekunden Zeit für den Abwurf, erfolgt er nicht innerhalb 3 Sekunden - FW Gegner.
    Erfolgt er rechtzeitig - Vorwarnzeichen

    Zitat

    Anpfiff zur Spielfortsetzung
    15:5.......

    Nach dem Anpfiff eines Wurfes muss der Werfer den Ball innerhalb
    von drei Sekunden spielen.