Durch das Abstandsvergehen (und blocken) verhindert der Abwehrspieler die Ausführung ..... -> Rot + Bericht
Beiträge von Uwe aus LD
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Mein Partner und ich handhaben es derzeit bei den Ansetzungen zu Trainingsspielen so, dass wir vor dem Spiel den MVs die "Anweisung" von Hans Thomas mitteilen und gleichzeitig mitteilen, dass wir nach dieser Anweisung derzeit pfeifen werden.
Meist geschieht das im Gespräch, dass die meisten MVs vor einem Trainingsspiel suchen und sich bei uns nach den Änderungen erkundigen.
Für alle, denen es noch nicht persönlich mitgeteilt wurde, hier der Link auf der Seite des Pfälzer Handballverbandes
Gruß Uwe
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Also mir drängr sich die Frage auf, wie sich diese Regelauslegung
ZitatDas bedeutet also im Klartext : wenn der Torwart bei einem gegnerischen Gegenstoß seinen Torraum verlässt und es zu einem Zusammenstoß mit dem Gegner kommt, ist der Torwart IMMER der verantwortliche "Übeltäter", egal ob er sich nach vorne bewegt oder still steht, und somit mit D zu bestrafen. Stürmerfoul ist in diesem besonderen Fall gem. Regel 8.5 Kommentar NICHT möglich.
mit dem Wortlaut des Kommentars
ZitatEr ist zu disqualifizieren falls er:
a) in Ballbesitz gelangt, aber in der Bewegung einen Zusammenprall mit dem Gegenspieler verursacht;
b) den Ball nicht erreichen oder kontrollieren kann, aber einen Zusammenprall mit dem Gegenspieler verursacht.verträgt.
Im Kommentar werden offensichtlich zwei Situationen unterschiedlich bewertet:
a) spricht von "Ballbesitz gelangen" und "in der Bewegung einen Zusammenprall .... verursacht"
dagegen fehlt bei
b ("den Ball nicht erreicht ...") der Zusatz "in der Bewegung ..."
Nach dem Kommentar müssten beide Situationen was die Bewegung angeht unterschiedlich behandelt werden.
Diese Unterscheidung finde ich in der oben zitierten Regelauslegung nicht wieder.
Die logische Begründung scheint zwar zutreffend, aber findet sich in der Unterscheidung im Kommentar nicht wieder.Zumal die Regelung des Kommentars es für uns Schiedsrichter nicht leichter macht.
Von daher würde ich persönlich die Anweisung von Hans Thomas bevorzugen ...Gruß Uwe
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Immer noch nein!
Solange der Spieler prellt und z.B. beim FW noch im 9-Meter-Raum steht oder beim Einwurf außerhalb des Spielfeldes (kein Fuß auf der Linie) kann es keinen Freiwurf dagegen geben.
Also auch die ausführende Mannschaft muss die richtige Ausgangsstellung für den jeweiligen Wurf haben. -
Da hat Samsoin992 völlig recht.
Die regeltechnische Begründung wäre:
Liegt ein Fehler bei der Wurfausführung (z.B. Ausführung im Laufen oder Springen, falsche Stellung der Mitspieler .....) beiden Fällen (angepfiffen oder nicht angepfiffen) ist nach 15:7 der Vorteilsgedanke nach 13:2 zu beachten und bei sofortigem Ballverlust das Spiel laufen zu lassen, also keine Korrektur und Wiederholung mit Anpfiff.
15:8 verweist ausdrücklich auch auf 15:7 Abs. 3, sodass das selbe gilt. -
Zitat
Original von Samson992
Sorry ich seh da keinen Fehler, alles wie bisher. Und FW OHNE Anpfiff sind klar in Regel 15:7 geregelt ! Auch bei der falschen Ausführung. Kommt bei einer falschen Ausführung der Ball zum Gegner --> weiterspielen (selbst Schuld)
Falsch:
Die in 15:8 aufgezählten Fehler sollen auch bei einem nicht angepfiffenen FW sofort zu einem FW gegen die ausführende Mannschaft und nicht zu der Folge des 15:7 (Korrektur und Wiederholung mit Anpfiff) führen. (Wie bisher)Das ist aber nach 15:7 nicht möglich und nach 15:8 in der derzeitigen deutschen Fassung (im englischen Text ist es richtig) auch nicht, da 15:8 nur für den angepfiffenen Wurf gilt.
Daher war in einer nachgereichten Korrektur zu den Regeln 2005 die Streichung bekannt gegeben worden, jetzt ist sie aber wieder in den Text gerutscht.
Uwe -
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kommt drauf an:
Wenn alle Spieler die korrekte "Aufstellung" haben und der Ausführende prellt den Ball, gibt es sofort Freiwurf dagegen. (Mit dem Prellen gilt der FW als ausgeführt und der Spieler berührt den Ball wieder bevor ein anderer Spieler oder Pfosten oder Latte den Ball berührt haben -> Fehler nach Ausführung des FWs -> FW gegen den Ausführenden)So soll es sein, nur ist (wahrscheinlich) fälschlicherweise ein alter Fehler aus 2005 wieder in 15:8 (2010) in die deutsche Übersetzung aufgenommen worden.
Gruß Uwe
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Habe gerade einen Abdruck des Einlegeblatts von 2005 bekommen, dort heißt es:
ZitatKorrektur von Übersetzungsfehlern im Deutschen Regeltext:
15:8
Grundsätzlich ist jede Regelwidrigkeit direkt nach der Wurfausführung zu ahnden. Gemeint sind Regelwidrigkeiten nach 15:2 Absatz 2, z. B der Werfer berührt den Ball ein zweites Mal, bevor dieser einen anderen Spieler oder das Tor berührt hat, er prellt ihn oder legt ihn auf den Boden und nimmt ihn wieder auf (13:1a, siehe jedoch 15:7 Absatz 3).Der Fehler hat sich wohl - warum auch immer fortgesetzt.
Danke an den Übersender, ich hatte halt nicht mehr.
Gruß Uwe
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Also ich gehe mal davon aus, dass da bei der IHF ein Übersetzungs- und/oder Übertragungsfehler vorliegt, und das weiter gepfiffen werden soll wie bisher auch.
Auf unserem Saisonvorbereitungslehrgang habe ich nichts gegenteiliges gehört und im Fragekatalog ist insoweit auch alles geblieben wie bisher.
Was ja auch dem maßgeblichen englischen Text entsprechen würde.
Wer erinnert sich nicht an das Einlegeblatt mit vielen vielen Änderungen zum letzten Regelheft (2005)?

Also warten wir mal ruhig ab und pfeifen wie bisher weiter.
Gruß Uwe
PS:
@Rheinland-SR: Gut das wenigstens einer das Regelheft aufmerksam liest!!!
Mir ist und wäre das wahrscheinlich lange nicht aufgefallen. -
Bei den Regeln 2005 gibt es offenbar beide Varianten im deutschen Text.
Der mit dem ich bisher immer gearbeitet hatte, haben "angepfifenen Wurfs" nicht drin.
Auf der Seite der IHF Regeln Deutsch IHF2005 sind die Worte im Deutschen Text enthalten, im englischen Text fehlen sie genauso wie in der Ausgabe 2010.
Gruß UwePS:
ZitatArtikel 26
(1) Offizielle Sprachen der IHF sind Englisch, Französisch und Deutsch. Bei Abweichungen ist der englische Text maßgebend. Der Schriftverkehr zwischen der IHF und den Mitgliedern erfolgt in diesen Sprachen.
Fettung von mir -
Zitat
15:8
In principle, any violation immediately following, but related to, the execution is to be penalized. This refers to a violation of 15:2, 2n paragraph, i.e., the thrower touches the ball a second time before i has touched another player or the goal. It can take the form of a dribble, or grabbing the ball again after it is in the air or has been pu down on the floor. This is sanctioned with a free-throw (13:1a) for the opponents. As in the case of 15:7 3rd paragraph, the advantage provision applies.Im Englischen Text kommt nichts von "restart signal" vor, sodass ich davon ausgehe, dass das möglicherweise nur versehentlich in die deutsche Übersetzung gekommen ist......
Hier sollten sich mal Verantwortliche des DHB äußern ....... was verbindlich ist.....
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Die kenne ich .....
Danach hätte sich in 15:8 nichts geändert, da die Regel 15 in keinem attachment vorkommt.Ich suche den offizellen Regeltext der IHF in der IHF-Hauptsprache Englisch.
Die haben es wohl - obwohl seit dem 1.7. geltend - noch nicht auf die entsprechende IHF-Seite geschafft.
Gruß UwePS Sorry, versteckt sind sie da......
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Ich denke, wie oben schon gesagt, dass es hier um etwas nicht gewolltes handelt.
Da aber aus meiner Sicht 15:8 die speziellere Vorschrift ist, geht sie der Regelung nach 15:7 vor. Das würde bedeuten, dass wir zukünftig 15:8 anwenden müssten.Ich habe leider bisher vergeblich den neuen "Englischen Text der neuen Regel" gesucht, ob die Änderung auch dort drin ist. Die IHF hat noch immer die 2005er Regeln auf ihrer Seite veröffentlicht.
Vielleicht ist es ja auch nur versehentlich in der Fassung, die wir haben drin. (ich habe die vom Bay, Handballverband runter geladen)
Hans Tomas ist derzeit wohl nicht erreichbar (Urlaubszeit), sonst hätte ich ihn mal angemailt.
@ all
Hat jemand eine Link zum (verbindlichen) englischen Regeltext 2010?
Gruß Uwe -
Zitat
1. Ist es hierfür völlig egal, wie es steht?
JaZitat2. Muss nun eine klare Torgelegenheit vorliegen, oder nicht? Das ist sehr schwammig formuliert mit "Chance genommen wird, eine klare Torgelegenheit zu erreichen".
Nein, es reicht aus, wenn dem Gegner die Möglichkeit genommen wird, eine klare Torgelegenheit zu erreichen (siehe dein eigenes Zitat).
(z.B verhindern des Passes durch "umreißen von hinten" an der eigenen 9-Meter-Linie zur Verhinderung eines langen Passes und schnellen Angriffes)Zitat3. Ist es korrekt, dass das Ganze nur für gesundheitsgefährdende Aktionen und Tätlichkeiten gilt (8:5 und 8:6).
Ja.
Es gelten alle Fälle von 8:5 und 8:6 (auch Kommentar beachten). D.h. wenn du feststellst, dass ein Fall von 8:5 oder 8:6 vorliegt unddie letzte Spielminute läuft und "die Chance genommen wird, in eine Torwurfsituation zu kommen oder eine klare Torgelegenheit zu erreichen", dann ist Rot mit Bericht zu geben.
(Info an ZN und beide MVs (16:8 letzter Absatz), und (bei uns im Pfälzer Handballverband) Passeinzug, da automatische Sperre von 14 Tagen)Das "normale Foul" ist nicht gemeint!
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Mir scheint, da liegst du richtig mit deiner Einschätzung.
War mir bisher nicht aufgefallen und war auf dem letzten Saisonvorbereitungslehrgang auch kein Thema.
Spannende Entdeckung.....
15:8 ist auf Grund seines Verweises auf 15:2 auch recht eindeutig.Ob das so gewollt war?
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Zitat
Original von Jorino
Naja, ich finde die "kleine" Änderung bei der Passivregelung auch nicht ganz ohne. Das wird gerade im unteren Bereich Schwierigkeiten hervorrufen.
Aus meiner Sicht ist es die Zusammenfassung dessen, was bisher - zumindest bei uns - gelehrt wurde!ZitatOriginal von Jorino
Problematisch finde ich auch, dass die "rote Karte mit Bericht" beiden MVs direkt mitgeteilt werden MUSS. Das wird im unteren Bereich nicht gerade für Deeskalation sorgen.
Bisher musste ich den Ausschluss und die direkte rote Karte (nicht 3x2 Min.) auch begründen und die MVs mussten den Bogen unterschreiben - also aus meiner Sicht auch keine große Veränderung bzw. kein Grund für mehr oder weniger Konflikte.
Gruß Uwe -
Grundsätzlich hat "krusie" recht - die Erläuterung spricht aber von "Reflex" und nicht von "Affekt"; "Festmachen" und "gemeinsames Hinfallen" <-> Fußtritt gegen Brust
- da tendiere ich eher dazu den Reflex nicht zu sehen.
Erläuterung 6Zitat....
d) Revanche nehmen nach einem erlittenen Foul (im Reflex zurückschlagen)Gruß Uwe
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Ich hätte das Tor wohl auch gegeben, muss aber SteamboatWillie recht geben, dass es eine 50/50 Entscheidung ist.
Aus meiner Sicht wird Kreisläufer in den Kreis gedrängt, stoppt ab - noch ohne Blick zum Spiel - erst als er steht dreht er sich, sieht seine Chance und verlässt dann auf kürzestem Weg den Kreis. (das aber erst nach der Zeitlupe, die wir im Spiel ja nicht haben)
Es hängt aus keiner Sicht an der Bewertung der 2-3 Schritte im Kreis, macht er sie um von der Abwehr weg zu kommen (Vorteil verschaffen) oder ist es ein im Bewegungsablauf "normales" abstoppen/auslaufen.
Gruß Uwe -
nee, dass muss ich wirklich nicht ......
wo fehlt in meinem Zitat was?