Beiträge von Juraschick

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    Original von Mauerblümchen
    Ja, da hat sich die Trainerentlassung von Dojcak und die Installierung des Erfolgsduos Löbich/Trunk, die schon im letzten Jahr Ketsch um eine gute Position gebracht haben, richtig gelohnt.


    Die Art und Weise wie Dojcak öffentlich Spielerinnen kristisiert hat, war m.E. nicht in Ordnung (habe dies auch geschrieben), aber ihn deshalb zu entlassen - und dies in der entscheidenden Phase der Saison - ein Riesenfehler. :nein:

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    Hat gereicht für zu brav (spielerisch) und etwas einfallslos spielende Mädels aus Walldorf.


    Na ja, gestern hat´s den brav (spielerisch) und etwas einfallslos spielende Mädels aus Walldorf wohl zu einem Kantersieg gereicht. Übrigens bei einem Gegner, der zuvor gegen Vogelstang und in St. Leon jeweils lediglich mit zwei Toren verloren hatte. ;)

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    Original von Maddrax

    dass gegen Nellingen nichts zu holen war, war doch vorauszusehen.
    Letzte Chance wäre letzte Woche gewesen, wenn man in Allensbach hätte punkten können.


    Großartig, was du alles weisst. Ich habe schon von der Relegation gesprochen, da hast du noch vom direkten Klassenerhalt gefaselt. ;)
    PS: Und dass Ketsch in der Hinrunde in Bensheim gewinnt, war auch vorauszusehen. Klar doch. ;)

    Und in Ketsch gehen die Lichter aus. :( Wird wohl nix mit der Relegation gegen Stemmer. :wall:

    "Jetzt kann nur noch ein Wunder helfen"
    Nach der deftigen 24:42-Niederlage gegen den TV Nellingen belegen die Ketscher Bären erstmals in dieser Saison einen Abstiegsplatz

    Das war deutlich: Im ersten von drei "Endspielen" wurde Frauenhandball-Zweitligist TSG Ketsch am Samstagabend so richtig abgewatscht: Die Bären unterlagen auf eigenem Parkett dem Tabellenzweiten TV Nellingen mit 24:42 (6:19) und stehen jetzt erstmals in dieser Saison auf einem direkten Abstiegsplatz.

    Noch bevor Rolf König, unter der Woche als neuer Trainer für die letzten drei Saisonspiele verpflichtet worden, seine Schützlinge in den Abstiegskampf gegen den Favoriten aus Ostfildern schicken konnte, waren die Roten vom Altrhein schon um einen Platz abgerutscht. Der SC Riesa hatte nämlich überraschend in Metzingen gewonnen und - wegen der Niederlage von Allensbach in Zwickau - sogar den neunten Platz eingenommen.

    Schon nach wenigen Minuten zeichnete sich in der Neurotthalle ab, dass die "Hornets" an diesem Abend den Gastgeberinnen in allen Belangen überlegen waren. Christine Gall eröffnete den Torreigen für die Gäste, Sandra Faustka und Agne Zukauskaite brachten Nellingen bis zur 20. Minute auf einen Zehn-Tore-Vorsprung. Für die Bären fiel bis zu diesem Zeitpunkt durch Alina Seither erst der vierte Treffer überhaupt. Nellingen agierte druckvoller, war schneller im Rückzugsverhalten und marschierte scheinbar problemlos durch die Defensivreihe der Bären. Zwei-Minuten-Strafen für Julia Behnke und Alina Seither brachten Ketsch in doppelte Unterzahl, der TVN warf bis zur Pause einen komfortablen 19:6-Vorsprung heraus.

    Anfang der zweiten Halbzeit nahmen Theresa Köhler und Julia Löbich Nellingens Zukauskaite und Habiger in direkte Deckung, doch es nützte nichts - die "Hornets" lagen bald mit 15 Toren in Front. Ketsch geriet erneut in doppelte Unterzahl, Alina Seither wurde zudem noch disqualifiziert.

    Die Gastgeberinnen kämpften weiter, erhöhten das Tempo und probierten alles, um nicht vollends unterzugehen. Coach König hatte zeitweise die Youngster Köhler, Michels und Behnke auf dem Parkett, und die junge Katrin Rüttinger hütete in dieser Phase zuverlässig das Bären-Gehäuse. Nellingen scheiterte ein ums andere Mal an Rüttinger, um wenig später mit mehreren Tempogegenstößen das Ergebnis doch in ungeahnte Höhen zu treiben.

    Theresa Köhler, die zwei Siebenmeter vergeben hatte, erzielte den letzten Bären-Treffer. Anke Schalk war sechsmal erfolgreich, Sandra Kleinjung und Sina Michels trafen je viermal. "In der ersten Halbzeit waren wir chancenlos, vor allem wegen der viel besseren Rückraum-Achse von Nellingen", bescheinigte König seinem Team, erst im zweiten Durchgang den richtigen Einsatzwillen gezeigt zu haben.

    Gäste-Coach Stefan Haigis hatte anfangs noch die Befürchtung, seine Mannschaft sei nach dem letzten Erfolg gegen Tabellenführer Bensheim-Auerbach nicht motiviert genug: "Wir haben hier aber exzellenten Handball gespielt."

    "Das war eine Demonstration", stimmte König seinem Trainerkollegen zu. Nellingen habe jeden Fehler der Bären konsequent bestraft. Seiner Truppe habe zunächst die nötige Aggressivität und Durchschlagskraft gefehlt, zu oft sei das Tempo rausgenommen worden. In der zweiten Spielhälfte habe die Mannschaft dann "einfach dagegen gehalten: Toll, wie vor allem die jungen Spielerinnen den Hebel umgelegt haben."

    Mit der deftigen Niederlage gegen Nellingen dürfte die TSG Ketsch alle Träume vom Klassenerhalt begraben haben. Es ist nur schwer vorstellbar, dass in zwei Wochen beim Fünften HSG Bad Wildungen gepunktet oder in vier Wochen zuhause gegen den Titelfavoriten Bensheim-Auerbach wie im Hinspiel gewonnen werden kann.

    "Jetzt muss schon ein Wunder passieren", bewahrte König für die Fans aber dennoch ein klein wenig Optimismus, den für die Relegation berechtigenden zehnten Rang noch zu erreichen.

    TSG Ketsch: Ghosh, Rüttinger - Seither (2), Köhler (4), Barth, Löbich (4/2), Schalk (6/2), Trunk, Herrmann, Rolland, Kaden, Kleinjung (4), Michels (4), Behnke, Vreden.

    Schwetzinger Zeitung - Volker Widdrat -
    15. März 2010

    Ekstraklasa: Letzter Spieltag am 13./14.03.2010
    Lubin – Kielce 29:36
    Plock - Azoty-Pulawy 34:25
    Olsztyn – Zabrze 30:23
    Trybunalski - Wroclaw 36:33
    Glogow – Kwidzyn 24:23
    Wagrowiec – Gdansk abgebr. (Wertung: 0:10)

    Tabelle
    1. Kielce 22 22 0 0 767:529 44:0
    2. Plock S.A. 22 15 1 6 679:594 31:13
    3. Kwidzyn 22 14 1 7 611:623 29:15
    4. Azoty-Pulawy 22 11 2 9 605:627 24:20
    5. Lubin 22 11 2 9 652:623 24:20
    6. Olsztyn 22 10 3 9 627:607 23:21
    7. Wagrowiec 22 8 3 11 589:616 19:25
    8. Trybunalski 22 7 3 12 591:666 17:27
    9. Wroclaw 22 8 0 14 603:650 16:28
    10. Glogow 22 6 2 14 569:628 14:30
    11. Gdansk 22 7 0 15 565:615 14:30
    12. Zabrze 22 4 1 17 546:626 9:35
    Die acht Bestplatzierten bestreiten ab 20./21.03.2010 die Meister-Play-Offs:

    Pokal, Halbfinale, Rückspiele am 17.03.2010
    Wisla Plock - Vive Kielce (Hinspiel: 23:29)
    Traveland Olsztyn - Zaglebie Lubin (Hinspiel: 27:37)

    Meister-Play-Offs, Viertelfinale (Best of 3) ab 20./21.03.2010
    Kielce - Trybunalski
    Plock - Wagrowiec
    Kwidzyn - Olsztyn
    Azoty-Pulawy - Lubin

    Edit

    Vielleicht liegt es aber auch daran, dass am 10./11. April auch andere Handballspiele stattfinden. So finden in der 1. BL F sowie in den 2. Ligen M/F ein kompletter Spieltag statt. Ich bspw. würde mir - wenn die Löwen nicht beim Final 4 dabei wären - Ketsch gegen Bensheim-Auerbach anschauen. Ist man, wenn man nicht zu dieser überteuerten Event-Veranstaltung fährt und stattdessen unterklassige Vereine mit seinem Eintrittsgeld unterstützt, kein Anhänger des Handballsports?