Beiträge von Brummsel

    Einmal mehr "much ado about nothing". Bis jetzt. Es ist noch nichts klar, der Prozess ist noch ganz am Anfang und man darf mit Spannung die kommenden Zeugenaussagen erwarten. Jetzt schon eine Wertung abzugeben halte ich für deutlich verfrüht, egal in welcher Hinsicht. Dass weder Herr Schwenker noch Herr Serdarusic irgendeinen Umstand, der gegen sie sprechen würde, zugeben, halte ich für normal (in dieser Phase des Prozesses). Vielleicht müssen sie irgendwann einknicken, wenn die Last der Beweise (nicht nur Indizien) erdrückend scheint. Aber zum jetzigen Zeitpunkt zu sagen "Ja, ich wars", wäre komplett falsch.

    Man wird schon zumindest bis Weihnachten abwarten müssen (laut der Aussage von Schwenkers Anwalt) oder halt bis alle 32 anberaumten Verhandlungstage beendet wurden, bis es ein Ergebnis gibt. Und dann müsste man vielleicht noch weitere Instanzen abwarten. Bis dahin fließt noch eine Menge Wasser die Schwentine hinunter.

    Vielleicht wars ja ganz gut, dass zwei HBL- bzw. DHB-Funktionäre und nicht "nur" Vereinsfunktionäre diesen Maulkorberlass herausgefordert haben. Auf diese Weise gabs gleich die Nagelprobe. Mal schauen, wie lange diese Regelung jetzt noch beachtet wird oder ob es Freiwillige gibt, die gleich die von Lothar angesprochene Grenze auszuloten versuchen.

    Da bin ich mal gespannt, ob sich für Buxtehude der Gang nach Hamburg auszahlt. Gerade heute das erste Heimspiel gegen Valcea, das in der Sporthalle Hamburg stattfinden wird, dürfte da ein Maßstab sein, wenn das Buxtehuder Spiel der einzige Programmpunkt ist. Die anderen beiden Spiele finden ja als "Double-Event" im Verbund mit Spielen des HSV Hamburg statt (einmal in der Sporthalle Hamburg, nach dem Spiel des HSV gegen Skopje, einmal als "Vorspiel" in der O2-World vor dem Spiel gegen Balingen).

    Ich hoffe, dass der finanzielle "Mehrwert", den man sich scheinbar davon verspricht, nicht durch einen fehlenden Heimvorteil, der in Buxtehude sicherlich gegeben wäre, eliminiert wird.


    Ach, und die Investmentgruppe ist die Anschutz-Group, die auch die O2-World in Berlin betreibt. Dazu noch The O2 in London und das Staples Center in Los Angeles (das neulich erst aus Dank Justin Bieber ermöglicht hat, mit seiner Freundin "Titanic" zu schauen, nachdem Bieber drei Abende in Folge das Staples Center bis zum Bersten gefüllt hatte).

    Obama befindet sich bereits im Wahlkampf und hat dort in Silicon Valley auf einer Fund-Raising-Party gesprochen. Da muss man einige Abstriche machen denke ich. Nichtsdestotrotz ists schon amüsant, dass "die Amis" - scheren wir sie mal alle über einen Kamm - nach dem Fiasko mit Lehman-Brothers und den daraus folgenden weiteren Finanz-Fehlschlägen der Ansicht sind, sie müssten der EU mitteilen, wie sie sich jetzt zu verhalten habe. Das zeigt einmal mahr die international existierende Planlosigkeit aller Politiker. Wenn sich da nicht in naher Zukunft etwas ändert, müssen wir wohl konstatieren, dass der Terror von Al Qaida & Co. den Westen (bleiben wir bei den Verallgemeinerungen) nicht zu Fall gebracht hat und es auch auf längere Sicht hin nicht schaffen wird. Dafür sorgt der Westen schon selbst, indem die Finanzmärkte durch ihre Maßlosigkeit sich selber und in der Folge dessen das gesamte Wirtschaftssystem zu Fall zu bringen drohen.

    Wer Ziele formuliert, ohne sich Gedanken zu machen, wie man es bezahlen könnte, wird schnell unter die 2% wieder sinken. Das hat die FDP bewiesen.


    Nunja, die Linke formuliert seit ihrer Existenz (und zuvor die PDS) nicht oder kaum zu finanzierende Ziele. Und ist dennoch in vielen Landtagen vertreten, auch im Westen. Und das hat mit der Glaubwürdigkeit mehr zu tun als damit, ob man Ziele formuliert, die dann letztlich nicht zu erfüllen sind. Und da sehe ich bei der FDP den entscheidenden Aspekt, der ihr zum Verhängnis wird bzw. werden könnte. Während die Linke wenigstens glaubwürdig ihr Credo vertritt (Umverteilung von oben nach unten u.a.). Und die Piraten bislang ihre Punkte glaubwürdig vertreten.

    Da war keine Wertung von mir dabei. Ich würde aber natürlich den Einzug ins Parlament vorziehen.


    In Deiner Aussage hatte ich auch keine Wertung gesehen, sondern wollte einfach wissen, ob Du es so siehst wie ich, dass nämlich eine Mitarbeit im Parlament mit der Chance, etwas tatsächlich ändern zu können, einer neuen APO vorzuziehen ist.

    Gerade in diesen Zeiten bräuchte es eine Partei mit scharfer finanzpolitischer Kontur.


    Das ist doch genau das Problem der FDP. Selbst wenn ihre finanzpolitische Linie klar erkennbar wäre, so würde es ihr niemand mehr abnehmen, weil sie so immens an Glaubwürdigkeit eingebüßt hat, dass jeder denkt, die FDP könnte am nächsten Tag wieder das Gegenteil sagen von dem was sie heute gesagt hat. Dieser Opprtunismus der FDP scheint zementiert zu sein momentan. Es gibt einen einzigen Punkt, in dem die FDP aus meiner Sicht noch Glaubwürdigkeit besitzt: Beim "Nein" zur Vorratsdatenspeicherung, während hier CDU und SPD mehr oder weniger problemlos allen Modellen zustimmen würden, Hauptsache nach außen, zum Wahlvolk, kann man "Handlungskompetenz" beweisen. Diese letzte Bastion der FDP ist derzeit der einzige Grund, warum sie noch gebraucht wird, momentan. Sobald sie da einbricht, gehen die Lichter tatsächlich aus.

    Und mit der Piratenpartei ist schon eine politische Kraft am Horizont aufgetaucht, die genau in diese Kerbe schlägt. Und das mit deutlich höherer Glaubwürdigkeit, insgesamt, als die FDP.

    Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und dem Debakel der FDP wird das Thema "Ende der Koalition" noch stärker im Vordergrund stehen. Die SPD hat - in Person von Sigmar Gabriel - Frau Merkel und der CDU bereits ihre Unterstützung hinsichtlich des Europa-Kurses signalisiert, damit die Euro-Politik auch ohne die FDP durchgeführt werden könne. Wobei ich die gehässigen Kommentare gegenüber der FDP ziemlich deplatziert fand.
    Mal schauen, ob auch die schleswig-holsteinische FDP derart desaströs abschneidet bzw. aus dem Kieler Landtag fliegt. Immerhin gehört Kubicki zu denen, die man in der FDP noch am ehesten als "Querkopf" bezeichnen kann, vermutlich die einzige Möglichkeit, um aus dem Sog um die Missstimmung gegen die Bundes-FDP herauszukommen.

    Gestern lief einmal mehr einer der Höhepunkte aus der Tatort-Reihe: Das Münsteraner Duo Thiel / Boerne durfte im Tatort "Zwischen den Ohren" ran und hat ein Feuerwerk an Pointen, Spitzen und humoristischen Einlagen abgefeuert. Absolut genial. Dass die Handlung bei diesen beiden Protagonisten hin und wieder ins Hintertreffen gerät, ist dabei eher zweitrangig. Auch wenn das Thema Intersexualität für die Betroffenen sicherlich nicht zweitrangig ist.
    Der Höhepunkt des gestrigen Tatort: Die Selbstdarstellung des Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne vor dem Spiegel, als er seine Reaktionen für die Preisverleihung probte. Zum Niederknien. Ganz große Unterhaltung.

    Darf man eigentlich nur die Leistungen der Schiris innerhalb von 48 Stunden nach dem Spiel nicht kritisieren oder auch die Leistungen - wenn man das so nennen will - von Stemberg und Co.? Vielleicht sollte die HBL da noch nachbessern.

    Gratulation an den THW zum ersten Titel dieser Saison. ;)

    Verdient hätten - nimmt man die Schlussviertelstunde - kein Team den Sieg, was da verstolpert und vertändelt wurde, das war schon ziemlich bemerkenswert. Fazit... gewollt haben beide Teams, irgendwie, aber die letzte Entschlossenheit fehlte dann doch. Man wird genauer wissen, wo die Teams stehen, wenn die ersten fünf Spiele gespielt sind. Dann waren beide Teams - so die HBL denn keine gravierenden Terminänderungen vorsieht - in Mannheim zu Gast, der THW hatte Flensburg und Göppingen empfangen, der HSV war noch in Berlin. "Muster ohne Wert" kann man für dieses Spiel vielleicht resümieren.

    Und ich falle langsam vom Glauben ab, war doch das "Leibchen des Grauens" wieder einmal da... gut, Lackovic hat im Leibchen keinen ernsthaften Fehler gemacht, den Fehlpass hat Hens gespielt (dem eine Auszeit gut getan hätte), aber irgendwie werd ich mit dem Leibchen immer meine Probleme haben. :/:

    Das Schlimme ist, dass dieses Buch gekauft werden wird. Und sich Nielsen dann am Ende bestätigt sehen dürfte. Unabhängig vom Echo in der Medienlandschaft. Spannend dürfte auch sein, was er zu der Bestechungsaffäre im Buch vefasst. Gibt es weitere pikante Details von irgendwelchen Geheimtreffen mit Noka? War er vielleicht auch mal Gast auf der Finca von Rudolph auf Mallorca und hat dort Gentleman Jack zugesprochen?

    Der Tatort aus Luzern fiel für mich in die Rubrik "Amerikanisierung des Tatort": Sex, Schießerei, blutige Leichen... fehlte nur noch, dass das CSI auftaucht. Achne, das ist ja partiell aufgetaucht. Also irgendwie.

    Die Figur des Reto Flückinger fand ich recht gelungen, ansonsten hatten die anderen handelnden Personen nicht wirklich eine Persönlichkeit, die prägend gewesen wäre. Die Story hat einen auch nicht vom Hocker gehauen. Was für mich fast komplett fehlte, waren Pointen oer zumindest humorvolle Bemerkungen der einzelnen Personen. Irgendwie war das zu wenig für mein Gefühl.
    Gut fand ich dann die Aufnahmen von Luzern und vom Vierwaldstätter See. Aber nur deswegen einen Tatort zu sehen, geht dann doch vielleicht etwas weit.

    ...wie bei Aquaplaning Geschwindigkeitsrekorde zu brechen.


    Irgendwann ist auch gut mit dem Mimi Kraus-Bashing. Realistischerweise wird man annehmen dürfen, dass a) nicht durchgehend auf der Straße Aquaplaning geherrscht haben wird, sondern nur an einigen, wenigen Stellen (man nennt sie "Pfützen") und dass Mimi Kraus mit einer für nasse Straßenverhältnisse angemessenen Geschwindigkeit gefahren sein dürfte (ja, bei nasser Straße kann mehr als Schritt-Geschwindigkeit angemessen sein - nur als Beispiel, auf vielen Autobahnen gilt "80 bei Nässe"). Es kann halt passieren, dass Autos in Pfützen nicht in der Spur bleiben, wenn die Geschwindigkeit nicht auf die Pfütze, sondern auf die nasse Fahrbahn abgestimmt ist.

    Was das allerdings mit den Trainingsmethoden von Gislason zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Und dass viele Teams immer mal wieder unter Verletzungssorgen leiden, ist auch keine großartige Neuigkeit. Diesen Umstand auf "verletzungsintensives" Training oder riskante Fahrweise (egal ob auf ner unebenen Strecke oder in Pfützen) zurückzuführen, ist denke ich recht weit hergeholt. Es gibt nun einmal allgemeine Verkehrsrisiken, zu denen gehören Mountaibike-Unfälle ebenso wie Autounfälle. Und dass man sich im Training eine Verletzung zuziehen kann, ist auch schon mal vorgekommen.

    Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände von Carl Moerck mit stets steigendem Vergnügen - trotz der teilweise widerwärtigen verbrechen - gelesen habe, bin ich jetzt beim dritten Band, "Erlösung". Einmal mehr schafft es Jussi Adler Olsen meisterhaft, die Stimmungen einzufangen, den Spannungsbogen immer weiter wachsen zu lassen und protraitiert weiter liebevoll die Protagonisten, den knurrigen Kommissar Carl Moerck, dessen Assistenten Assad und die "Sekretärin" Rose, die völlig neue Facetten bekommt. Absolut faszinierendes Leseerlebnis. :)