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Deutsche Handballer im Olympia-Finale
Athen (dpa) - Nach einer brillanten Abwehrleistung und einem furiosen Endspurt greifen die deutschen Handballer in Athen nach Gold. Der Europameister ließ sich auf dem Weg zum zweiten Triumph nach 1980 in Moskau auch von Olympiasieger Russland nicht aufhalten und stürmte nach einem 21:15 (9:10)-Erfolg ins Endspiel gegen Weltmeister Kroatien.
»Die Kroaten interessieren uns weniger, wir müssen unser Spiel spielen. Wir kämpfen um Gold - und wir wollen Gold gewinnen«, sagte Bundestrainer Heiner Brand.
Die WM-Final-Revanche steigt im Helliniko Olympic Complex; Silber hat die DHB-Auswahl wie bei den Spielen 1984 in Los Angeles sicher. Vor 11 000 Zuschauern war der Magdeburger Stefan Kretzschmar mit fünf Treffern der erfolgreichste Werfer. Schon anderthalb Minuten vor Ende der Partie schickte ein strahlender Kreisläufer Christian Schwarzer (3 Tore) erste Küsschen ins Publikum.
»Wir haben die weltbeste Deckung. Wenn wir das 60 Minuten durchhalten, gewinnen wir jedes Spiel. Das ist Wahnsinn«, jubelte der Lemgoer Rechtsaußen Florian Kehrmann, der vier Treffer zum Sieg beisteuerte. Er tönte im Hinblick auf das Finale: »Wir schlagen sowieso jeden!« Auch Jan-Olaf Immel (Wallau-Massenheim) hob die Deckungsleistung hervor: »Wir haben hinten bombastisch gestanden. Gegen Kroatien werden wir noch einmal alle Kräfte mobilisieren.«
Nach der Schlusssirene brachen alle Dämme: Kretzschmar und Co. tanzten losgelöst auf dem Parkett herum und freuten sich über den ersten Medaillengewinn seit 20 Jahren. Der Bundestrainer dagegen blieb ganz ruhig, beobachtete seine jubelnden Spieler und genoss den Moment mit einem bewegten Lächeln. »Wir waren in der Abwehr sensationell. Die Russen sind auch nicht irgendwer, die kann man nicht so einfach wegputzen«, kommentierte Brand.
Endspiel-Gegner Kroatien hatte sich im anderen Halbfinale mit 33:31 gegen Ungarn durchgesetzt. Schwarzer baut auch im womöglich letzten Länderspiel seiner Karriere auf die tolle Unterstützung der deutschen Fans: »Das ist der absolute Wahnsinn. Man glaubt gar nicht, dass wir in Griechenland sind, sondern in Deutschland.«
Nach dem Kräfte zehrenden Viertelfinal-Krimi gegen Spanien fanden die Deutschen nur langsam ins Spiel. Und der 42 Jahre alte russische Torwart Andrej Lawrow stahl seinem Gegenüber Henning Fritz mit Paraden zunächst die Show und hatte maßgeblichen Anteil an der ersten Drei-Tore-Führung des Olympiasiegers in der 18. Minute (8:5).
Brand musste wegen einer zweiten Zeitstrafe von Volker Zerbe frühzeitig die Abwehr umstellen. Für Zerbe kam Jan-Olaf Immel in den Mittelblock und im Tor steigerte sich der Viertelfinal-Held Fritz. Nur die mangelnde Wurfausbeute verhinderte eine deutsche Führung. Diese gelang dem gut aufgelegten Magdeburger Kretzschmar erst in der 42. Minute mit zwei Treffern hintereinander zum 13:12. Trotzdem haderte auch der beste deutsche Schütze mit seiner Wurfausbeute: »Bei einem Lawrow im Tor hat man natürlich Respekt. Er ist vielleicht der weltbeste Torhüter und nicht so eine Birne.«
Mit seinem ersten Tor im Turnier traf Immel mit dem 15:13 (46.) zur ersten deutschen Zwei-Tore-Führung. Danach ging bei den Deutschen die Post ab, der Kieler Christian Zeitz sorgte mit einem Doppelschlag für das vorentscheidende 18:14 (53.). Der Rest war Schaulaufen.
Wie schon im Viertelfinale gegen Spanien haben die Deutschen auch mit den Kroaten, die 1996 in Atlanta Gold gewannen, noch eine Rechnung offen. Bei der WM 2003 in Portugal unterlagen sie im Endspiel mit 31:34.
Olympia*Presseschau
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Hier noch einen Bericht von sport1.de: http://www.sport1.de/coremedia/gene…2708_20mel.html
Olaf, warum hast Du meinen Beitrag editiert! Für mich verweisen beide Links auf ein und den selben Bericht!

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@ diddi...
hm...als ich das editiert habe, war Dein Link nicht als Link eingefügt. Und zwecks Usability habe ich das dann als Link dargestellt.
Da aber nun Dein Link als Link erscheint, bin ich etwas irritiert,man wird eben nicht jünger. Das muss die Aufregung der letzten Tage sein...
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Zitat
Original von Olaf
.... Das muss die Aufregung der letzten Tage sein...
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