HSV bleibt in der Color Line Arena

  • Das HH Abendblatt schreibt heute:

    Wichtiges Thema am Rande: Die (trotz des Fußball-Länderspiels) enttäuschende Zuschauer-Resonanz wird für die kommende Saison Konsequenzen haben. Der HSV überlegt, die Hälfte seiner Heimspiele in der Sporthalle Alsterdorf auszutragen. Damit könnte eine Million Euro eingespart werden.

    -> Das ist totaler Quatsch - der HSV bleibt definitiv in der CLA! Diese Überlegung stammte noch aus der vorherigen Saison, ist aber längst vom Tisch.

    sLOVEnija

  • ...falls es den HSV dann noch gibt. Wenn der Zuschauerschnitt bei nur 2.000 - 3.000 bleibt, dann werden sich bei der teuren Mannschaft sicherlich bald finanzielle Schwierigkeiten einstellen. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass die Sponsoren bei einer leeren Arena auch in Zukunft so viel Geld ausschütten werden.

    Der Traditionsverein in Hessen. HSG Wetzlar - unabsteigbar!

  • die haben ja gar keinen so potenten Sponsoren in der Hinterhand, der einfach mal sagt, ich schieße ein paar hunderttausend nach, das könnte nur Harkimo, aber wer weiß, der ist ja mehr Geschäftsmann, vielleicht findet er ja auch was anderes mit dem er die Halle füllen kann ...

    hab ja an anderer Stelle schon was dazu geschrieben, von wegen schnelles Wachstum oder wäre langsam doch besser gewesen, dann hätte man zumindest die Kosten geringer halten und das UMfeld in Ruhe ausbauen können, viel weniger Fans wären dann auch net gekommen ... aber gut, was solls ... anbei mal eine Passage aus einem dpa-Artikel zu dem Thema...

    Alarm bei HSV-Handballern: Zuschauer fehlen
    Von Markus Tischler, dpa =

    In Hamburg läuten schon nach dem dritten
    Spieltag in der Handball-Bundesliga die Alarmglocken. Nach dem 29:32
    des HSV gegen den SC Magdeburg in der noch nicht einmal zur Hälfte
    gefüllten Color-Line-Arena stellte Geschäftsführer Olaf Knüppel
    enttäuscht fest: «Wir sind nicht zufrieden mit den Zuschauerzahlen,
    obwohl wir besser dastehen als zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres.» Das hoch gehandelte Team aus Hamburg kalkuliert in dieser Saison mit einem Zuschauerschnitt von 7200 pro Heimspiel. In den bisherigen zwei in der supermodernen Halle gespielten Begegnungen gegen Magdeburg und Wallau-Massenheim lag der Durchschnitt gerade einmal bei 4200 Zuschauern.

    «Im Oktober und November wird es etwas besser, wobei wir mit dem
    Spielplan nicht ganz so glücklich sind, denn viele Topteams kommen
    erst in der Rückrunde nach Hamburg», sagte Knüppel. Ein Umzug in eine kleinere Halle steht allerdings nicht zur Debatte: «Gegen weniger
    attraktive Gegner wieder in die Alsterdorfer Sporthalle
    zurückzukehren, halte ich für einen Rückschritt. Als wir im
    vergangenen Jahr im Pokal gegen den THW Kiel in Alsterdorf gespielt
    haben, kamen 2000 Leute. Ein paar Monate später konnten wir gar nicht alle Anfragen befriedigen, als wir das Bundesligaspiel gegen den THW in der Color Line Arena ausgerichtet haben», so Knüppel.

    Die Handballer haben einen schweren Stand in Hamburg. Während die ebenfalls in der Color-Line-Arena dem Puck hinterherjagenden
    Eishockeyspieler der Freezers gefeiert werden, fehlt dem HSV die
    lautstarke Unterstützung des Publikums. Die Handballer versäumten
    ggen den ehemaligen Champions-League-Gewinner Magdeburg allerdings einmal mehr die Chance zur Eigenwerbung. Knüppel: «Wir hatten uns relativ viel vorgenommen, uns dann aber im Angriff viele technische Fehler geleistet, die der SC konsequent ausgenutzt hat.» Magdeburgs Coach Alfred Gislason dagegen war rundum zufrieden: «Wir sind auf dem richtigen Weg.»

  • Ich bin von dem ganzen was da in Hamburg abläuft auch nicht überzeugt. Man nicht einfach mal eben ne schöne und hochmoderne Halle bauen dann mit dem Verein dort hinziehen und erwarten das man die Zuschauer nur so anlockt.

    #Zusammen1Ziel

  • de freezers schaffen das...

    Im Vergleich zu Serdarusic muss man sich Elefanten als vergessliche, etwas schusselige Tiere vorstellen. (Süddeutsche Zeitung v. 10.2.09)

  • Zitat

    Original von Olaf
    de freezers schaffen das...

    Na beim Eiskhockey ist das ja auch ne ganz andere Sache. Eishockey ist eine Sportart die in großen Städten wie Köln, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, usw. ankommt.

    #Zusammen1Ziel

  • Zitat

    Original von Svenska
    Na beim Eiskhockey ist das ja auch ne ganz andere Sache. Eishockey ist eine Sportart die in großen Städten wie Köln, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, usw. ankommt.

    Na und?
    Magdeburg, Kiel, Köln (und Essen) sind Dörfer?

  • unfug, svenska, hjandball kommt genauso gut in den Großstädten an. Er ist dort nur leider bisher nicht zuhause.

    Und die freezers sind ja nun der ultimative retortenklub mit seiner versetzung aus münchen. dass hamburg ne größere eishockeytradition hätte als handball bezweifle ich auch.

    nein, es liegt am umfeld, wa anderes kann es doch nicht sein. Wieso schafft der VfL Gumemrsbach den Umzug in die Kölnarena mit einem immer wieder guten Rahmenprogramm und der HSV als Stammgast versäumt es, sämtliche Marketinginstrumente auszunutzen? Vielleicht sollten die Hamburger auch mal ein wenig Geld in eine Agentur stecken, wie der VfL es mit stadionwelt gemacht hat.

    Große Namen locken einmalig, man muss aber eine Beziehung zum Publikum aufbauen. Und der HSV mit dem Stigma der Retorte hat es ja ohnehin schwer genug, Anerkennung zu finden. Ich bin zwar kein Freund von Caesar Hanning, aber die Aufgabe, die die HSV-Verantwortlichen da vor sich haben, ist schon riesig und respekteinflößend.

    Hoffe nur in unser aller Sinne, dass sie es packen.

    Im Vergleich zu Serdarusic muss man sich Elefanten als vergessliche, etwas schusselige Tiere vorstellen. (Süddeutsche Zeitung v. 10.2.09)

  • Zitat

    Original von Summer85

    Na und?
    Magdeburg, Kiel, Köln (und Essen) sind Dörfer?

    Svenska hat Recht!
    MD und Kiel sind schon eher Provinzstädte. Und in Köln gibt es ja nur ein paar Spitzenspiele beim Handball, während die Kölner Haie dort bei jedem Spieltag die Halle (fast) füllen. Bliebe noch Essen - Summer, mal ehrlich: Kommt Handball da wirklich so richtig gut an?
    Irgendwie scheint die tolle Idee, den Handball in die Metropolen bringen zu müssen, nicht so ganz aufzugehen.

    Aber was mir wirklich ein Rätsel ist: Warum funktioniert das beim Eishockey (in HH) - aber beim Handball nicht???

    Der Traditionsverein in Hessen. HSG Wetzlar - unabsteigbar!

  • Ich meine sogar, daß der HSV Hamburg mit der Tradition des VfL Bad Schwartau durchaus mindestens das gleiche Resultat erzielen müße wie die Freezers, die nun wirklich in Hamburg aus dem Boden gestampft wurden. Da scheint das Marketing besser funktioniert zu haben, warum auch immer. Es kann natürlich sein, daß der Markt tatsächlich nur für einen der beiden Clubs reicht, das vermag ich nicht abzuschätzen.

  • Zitat

    Original von Summer85

    Na und?
    Magdeburg, Kiel, (und Essen) sind Dörfer?

    Im Gegensatz zu Köln ist Kiel wirklich eine Provinzstadt.

    Olaf
    Man muss aber auch sehen das der HSV Hamburg sehr viel Konkurrenz in der eigenen Stadt hat. Da gibt es den Hamburger SV der seine Zuschauer zieht allein schon wegen der Tradition dann der FC St. Pauli auch wegen der Tradition (zwar nicht sooooo viele Zuschauer wie der HSV, aber immerhin). Dann bleiben in Hamburg noch die Freezers als Konkurrenz zu den Handballern.

    #Zusammen1Ziel

  • ja, eben, da kann man sich nicht einfach drauf verlassen, dass man eine tolle Halle und ne tolle Mannschaft hat. In Köln ist die Konkurrenz ja noch schlimmer mit Basketball, Fußball und Eishockey, und auch die Telekom Baskets oder Bayer Leverkusen sind nah dran. Auch ein guter Grund, warum der VfL nur für einige Spiele in die Kölnarena geht.

    Man hat in Hamburg viel Zeit versäumt, fürchte ich. Es gibt ja sogar 2 Fanklubs, die man nun auch mit einbezieht. Ich halte es nach wie vor für einen Fehler, teuer die Marke HSV gekauft zu haben. Mit einer eigenständigen "Marke" wäre man sicher erfolgreicher. So versuchte man einfach, das Image der Fußballer zu übernehmen. Wasn Quatsch!

    Im Vergleich zu Serdarusic muss man sich Elefanten als vergessliche, etwas schusselige Tiere vorstellen. (Süddeutsche Zeitung v. 10.2.09)

  • Zitat

    Original von Olaf
    ja, eben, da kann man sich nicht einfach drauf verlassen, dass man eine tolle Halle und ne tolle Mannschaft hat. In Köln ist die Konkurrenz ja noch schlimmer mit Basketball, Fußball und Eishockey, und auch die Telekom Baskets oder Bayer Leverkusen sind nah dran. Auch ein guter Grund, warum der VfL nur für einige Spiele in die Kölnarena geht.

    Man hat in Hamburg viel Zeit versäumt, fürchte ich. Es gibt ja sogar 2 Fanklubs, die man nun auch mit einbezieht. Ich halte es nach wie vor für einen Fehler, teuer die Marke HSV gekauft zu haben. Mit einer eigenständigen "Marke" wäre man sicher erfolgreicher. So versuchte man einfach, das Image der Fußballer zu übernehmen. Wasn Quatsch!

    Da gebe ich dir vollkommen RECHT!!! Der VfL Gummersbach weiß schon warum man nicht ganz nach Köln gegangen ist. ;) Außerdem wäre es für solch einen Verein wie den VfL Gummersbach (trotz großer Tradition) auch fatal wenn man ganz nach Köln gehen würde. Dann würden die Spiele in der Kölnarena nichts besonderes mehr sein so wie es jetzt der Fall ist.

    #Zusammen1Ziel

  • Zitat

    Original von Olaf
    Handball kommt genauso gut in den Großstädten an.

    Das bezweifle ich noch ein wenig. Das einzige Positiv-Beispiel ist wirklich bisher Köln, aber auch dort gab es eben nur ein paar (mit sehr großem Aufwand beworbene!) Spitzenspiele. Damit ist noch lange nicht bewiesen, dass dort Handball auch langfristig "ankommt", also eine große, stabile und treue Fangemeinde finden kann.

    Zitat

    Original von Olaf
    Er ist dort nur leider bisher nicht zuhause.

    Wieso "leider"?
    Provokant gefragt: Sind Dir die "kleinen Vereine" ein Dorn im Auge?

    Der Traditionsverein in Hessen. HSG Wetzlar - unabsteigbar!

    Einmal editiert, zuletzt von Müllers Omar (11. September 2003 um 15:45)

  • Möchte mich mal kurz äussern .

    1. Eishockey/Handball
    Die Freezers haben mit 2 Mio Miese die letzte Saison abgeschlossen. Warum eigentlich. War doch mit 6000 Zuschauernkalkuliert und hatten im Schnitt 9600. Komisch oder ?
    nicht ganz. Sponsor "HEW" hat regelmässig 6000 Karten bekommen, also gingen in den VVK nicht 12000 sondern 6000 Tickets. Die Karten wurden knapp gemacht um Interesse zu wecken.
    1. Freezers-Heimspiel wieder HEW. 11700 Zuschauer. 2. Freezers-Heimspiel ohne HEW = 5800. Nächstes Spiel ohne HEW am Freitag 4000 Karten im VVK abgesetzt. Noch Fragen ?
    Eishockey hat das gleiche Problem in HH.

    2. Retorte hin oder her
    in HH war die Halle der Star, jetzt steht Handball mehr und mehr im Mittelpunkt. Die Zuschauer, die nur mal die Halle ansehen wollen, bleiben aus. Das wurde m.M.nach unterschätzt. Der Handball-Stamm schätze ich auf 2500 Zuschauern, davon ca. 600 Dauerkarten. Werden wir genau sehen am 20.09. gegen die Kröstis. Das wird neuer Minusrekord werden.

    3. Knackpunkt Eintrittspreise
    Die CoLinA kostet pro Heimspiel 50.000 Euro Miete, deswegen hohe Eintrittspreise. 13,-- Euro - 36,50 Euro (+3,-- Euro Topspielzuschlag) sind zu viel. (Freezers 19,-- Euro - 44,50 Euro).
    Setzt das mal ins Verhältnis. Das ist soviel wie ein Konzertbesuch. Und wer besucht schon 17 Konzerte im Jahr ?

    Einen Konkurs wird es nicht geben, davon bin ich überzeugt, aber man wird wohl oder übel die Ziele revidieren und wieder abspecken.

    p.S: Thema Gummersbach und Köln. Sämtliche Spiele werden von der Sparkasse promotet, oder ? Kann mir vorstellen, dass das genauso läuft mit den Karten, wie mit den Freezers. Belehrt mich wenn ich falsch liege. Ich glaube die einzigen "Echten" sind die Kieler. Schaut Euch Flensburg an : Gegen Gummersbach im Spitzenspiel auch nur 4800 Zuschauer. Es geht nicht nur dem HSV schlecht mit Zuschauern.

    @Silversurfer von Seite 1
    Du liegst falsch. Seit über 4 Jahren schiesst "Galaxis" unmengen an Kohle nach, oder glaubst Du Schwartau wäre nach 4 Jahren Konkursgerede noch am Leben gewesen, wenn kein potenter Sponsor dagewesen wäre. Und das wird auch so bleiben, da bin ich mir sicher

    Champions-League Sieger 2013

    2 Mal editiert, zuletzt von HSV Sascha (11. September 2003 um 15:57)

  • Zitat

    Original von Müllers Omar

    Wieso "leider"?
    Provokant gefragt: Sind Dir die "kleinen Vereine" ein Dorn im Auge?

    Das hat damit doch nix zu tun. Im Fußball gibt es auch einen einigermaßen ausgeglichenen Mix aus Großstadt und Kleinstadt. Gladbach, Cottbus, leverkusen, Wolfsburg etc sind vergleichbar mit Göppingen, Wetzlar oder Eisenach. Im Handball fehlen bisher aber die Großstädte komolett, denn auch Kiel und Magdeburg sind nur kleine Nester mit allerdings großen Hallen.

    Wenn Städte wie Hamburg oder Berlin endlich auch im Handball wieder an die alte Tradition anknüpfen können, wäre das für unseren Sport nur gut. Damit kickt man aber nicht automatisch die Handballdörfer über die Wupper. Das Kleinstädte wie Stralsund oder Nordhorn erstklassig sind, tut der Liga genauso gut, wie es die Abwesenheit von berlin schadet.

    Im Vergleich zu Serdarusic muss man sich Elefanten als vergessliche, etwas schusselige Tiere vorstellen. (Süddeutsche Zeitung v. 10.2.09)

  • Zitat

    Original von HSV Sascha
    Thema Gummersbach und Köln. Sämtliche Spiele werden von der Sparkasse promotet, oder ? Kann mir vorstellen, dass das genauso läuft mit den Karten, wie mit den Freezers. Belehrt mich wenn ich falsch liege.

    Meines Wissens kriegen Sparkassenkunden die Karten ein wenig günstiger. Zudem werden etwa 1000 Karten für Jugendmannschaften kostenlos vergeben. Bei 19.000 Plätzen ist das recht wenig.

    Ansonsten stimme ich Deinem Posting uneingeschränkt zu. Das die Freezers nur mit Hilfe der HEW die Halle füllen, wußte ich nicht, hatte schon die efürchtung, die Eishockey-Cracks wären in HH fest etabliert ;)

    Im Vergleich zu Serdarusic muss man sich Elefanten als vergessliche, etwas schusselige Tiere vorstellen. (Süddeutsche Zeitung v. 10.2.09)

  • Zitat

    Original von Olaf

    Das hat damit doch nix zu tun. Im Fußball gibt es auch einen einigermaßen ausgeglichenen Mix aus Großstadt und Kleinstadt. Gladbach, Cottbus, leverkusen, Wolfsburg etc sind vergleichbar mit Göppingen, Wetzlar oder Eisenach. Im Handball fehlen bisher aber die Großstädte komolett, denn auch Kiel und Magdeburg sind nur kleine Nester mit allerdings großen Hallen.

    Wenn Städte wie Hamburg oder Berlin endlich auch im Handball wieder an die alte Tradition anknüpfen können, wäre das für unseren Sport nur gut. Damit kickt man aber nicht automatisch die Handballdörfer über die Wupper. Das Kleinstädte wie Stralsund oder Nordhorn erstklassig sind, tut der Liga genauso gut, wie es die Abwesenheit von berlin schadet.

    Hmm, dann müsste die Liga wohl auf 22 Vereine aufgestockt werden, damit noch "alles reinpasst" ;)
    Aber statt dessen fordern einige sogar die Reduzierung auf 16. Irgendwo geht das nicht ganz auf...

    Der Traditionsverein in Hessen. HSG Wetzlar - unabsteigbar!

  • Na wenn das mit der HEW beim Eishockey so ist, dann sieht sie Lage ja ganz anders aus.
    Aber 50.000 € Hallenmiete pro Heimspiel der Handballer halte ich doch für sehr viel.

    #Zusammen1Ziel