EHF European League Herren 2021/2022

  • Wenn man sieht, wie die EHF das F4 in Köln aufzieht und welche Anforderungen sie hat, dann könnte es da in HH schon ein paar Herausforderungen geben. In HH gibt es keine (gehobenen) Hotels in (unmittelbarer) Nähe. Was in der Arena auch suboptimal sein dürfte ist der ganze VIP- und Eventbereich hinter den Kulissen. Der Bedarf für VIPs, Presse, Offizielle ist sehr hoch und umfangreich.

    Ich glaube, der Bedarf bei einem EL F4 ist nicht höher als bei einer EM.

    Einmal editiert, zuletzt von Madel83 (16. April 2022 um 16:33)

  • Was den Standort Hamburg angeht, so war es ja schon lange kein Geheimnis, dass die HBL in einigen Punkten nicht mehr zufrieden war. Laut Bomann hätte die Halle mehr in Musikevents statt in Sportevents investiert. Es scheint da ja auch einige Gespräche bzw. vermutlich auch Androhungen eines Weggangs gegeben zu haben. Hier kann man die Aussagen noch mal nachlesen:

    https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-2-135710.html

    Allerdings kann die Halle ja nicht so schlecht sein, wenn der DHB quasi gleichzeitig Hamburg als Spielort für die EM 2024 festlegt.

    Was Köln als Standort angeht, so könnte dies zumindest im kommenden Jahr schwierig werden, da man wegen der Belegung am Vortag erst am Spieltag selbst mit dem Aufbau beginnen kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Madel83 (16. April 2022 um 16:30)

  • Was den Standort Hamburg angeht, so war es ja schon lange kein Geheimnis, dass die HBL in einigen Punkten nicht mehr zufrieden war. Laut Bomann hätte die Halle mehr in Musikevents statt in Sportevents investiert. Es scheint da ja auch einige Gespräche bzw. vermutlich auch Androhungen eines Weggangs gegeben zu haben. Hier kann man die Aussagen noch mal nachlesen:

    https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-2-135710.html

    Allerdings kann die Halle ja nicht so schlecht sein, wenn der DHB quasi gleichzeitig Hamburg als Spielort für die EM 2024 festlegt.

    Was Köln als Standort angeht, so könnte dies zumindest im kommenden Jahr schwierig werden, da man wegen der Belegung am Vortag erst am Spieltag selbst mit dem Aufbau beginnen kann.

    Köln ist denke ich zu groß fürs EL F4. Hamburg habe ich ja selbst ins Spiel gebracht.

    Außerdem käme noch Hannover oder auch Mannheim in Frage (da wäre das Problem mit neutralem Spielort aber akuter).

    München ginge eventuell auch. Wäre aus dem Ausland gut erreichbar. Wie groß ist eigentlich die Halle dort?

    Wegen der Zuschauer wäre aber sicher ein Standort in D favorisiert.

  • "allerdings kann die halle ja nicht so schlecht sein"

    geb ich dir absolut recht.

    man wird da das gefühl nicht los, dass hh schlechgeredet wurde. denn wenn bohmann sagt, man habe mit anderen arenen auch gesprochen und es bleiben nur hh und köln übrig, muss ja auch hh gut sein, denn so schlecht können die anderen die aus dem rennen gefallen sind, ja nun auch nicht sein...mannheim-berlin-münchen etc.

    köln mag besser sein- aber letztlich gehts überall dabei nur um knete, nur man mag es nicht so offen sagen.

    ein ehf el- f4 mit bis zu 20.000 zuschauern wäre für mich dabei in hamburg genauso wie in köln nicht vorstellbar-

    egal welche teams dabei sind.

    wenn es nicht ums geld ging, würden die spielorte doch vorher bekanntgegeben.

    beim fussball hats auch jahre gedauert, bis man dies so gemacht hat.

  • Für die Entwicklung des europäischen Handballs würde ich es gut finden die vier Final4s (Champions-League und European League der Männer und Frauen) in vier unterschiedliche Länder zu vergeben. Für die European League der Frauen wäre Dänemark eine gute, dauerhafte Lösung und bei den Herren würde ich mir Paris wünschen. Die Franzosen waren in den letzten Jahren in diesem Wettbewerb meist vorne mit dabei, Paris ist ein relativ neutraler Standort, der aus ganz Europa sehr gut erreichbar ist. Das Palais Omnisport beispielsweise sollte einem Final4 der European League genügen und die Stadt beweist mit zahlreichen Sportgroßveranstaltungen, dass sie auch auf diesem Gebiet gut aufgestellt ist. Das Zuschauerpotential in Frankreich und Paris als Millionenmetropole sollte vorhanden sein.

  • das wäre sicher eine gute idee-

    vlt. sogar ein wechsel alle 2 jahre zwischen 2 standorten jeweils im norden/ mitteleuropa udn gleichfalls

    ost/ südeuropa.

    paris lassen sich sicher auch die eintrittspreise umsetzen- osteuropa wirds da schon schwer.

  • Das wäre m.E. nicht clever, das Turnier in eine Stadt zu geben, die jedes Jahr in der Champions League vorne mit dabei ist.

    Beim Fußball macht man das EL-Finale ja auch nicht in Madrid, Manchester, Paris oder München.

    So eine Veranstaltung sollte in der Stadt auch eine gewisse Wertschätzung haben.

  • Man wird sicher in Europa eine ganze Reihe von Städten finden, die über große Hallen, ausreichende Hotelkapazitäten und entsprechende Anbindungen an verschiedene Verkehrsträger verfügen. Der Knackpunkt aus meiner Sicht, ist die zu erwartende Zuschauerresonanz insgesamt, d.h. besonders "neutrale Zuschauer", die nicht zu einem der Fanlager der Teilnehmer gehören. Die Erlöse aus dem Ticketverkauf sind ganz sicher ein relevanter Teil des Budgets, neben Erlösen aus dem Sponsoring.

  • das seh ich genauso-

    bei nur 10.000 zuschauern mit relevanten ausgaben und übernachtungen etc. gehe ich davon aus, dass die austragungsstadt dadurch schon ein budget von ca. 1,5 mill an dem wochenende hat, bei nur 50% dort

    übernachtender.

    bei 20.000 zuschauern dann eher bei 3 mill.

    aber :

    es müssen die zuschauer auch grundsätzlich kommen-

    und genau darum wrids dem verband gehen : anteil vom kuchen zu bekommen .....garantiesummen

    noch dazu zb. der veranstaltungsort (halle) teilweise auf die eigenen sponsoren verzichten muss und ich zb. bei der el

    einen mehrseitigen katalog gesehen habe, der selbst bei einem schnöden normalen el- spiel zu erfüllen ist.

    das kann udn will sicher nicht jeder - verständlicherweise.

  • Feste Spielorte zu installieren wird nur funktionieren, wenn man es wie in der CL oder auch im DHB Pokal macht: Die Organisation, hier EHF, tritt selbst als Veranstalter auf. Volle Pflichten für die Durchführung, aber auch volle Einnahmen. Das Modell, einen Verein oder eine Arena als Veranstalter auftreten zu lassen, ist m.E. doch eher unüblich.

  • na ja- der veranstalter ist ja zweigleisig, einmal der verband in der administrative- dann die halle als austragungsort.

    willst du also so ein turnier haben, verlangt der verband von dir gewisse vorleistungen, diese müssen nichtmal geldlich sein, sondern können sich -wie bei uns zuletzt ja auch- sogar auf eine andere werbefläche beziehen.

    also einfach umbauarbeiten, keine möglichkeit andere events bis 2 tage vorher etc.

    diese kosten musst du aber dann auch reinholen- mieten-catering etc.

    kommen also zu einer veranstaltung nur 5000 anstatt avisierte 15.000 zuschauer, trägt ja der hallenbetreiber

    automatisch ein teil des risiko mit.

    da grad nach corona jede halle ums überleben kämpft, können die sich eben nicht erlauben, bis 2-3 monate vor dem f4 turnier das datum zu blocken- bekommen sie es nicht, wirds mit ersatz dann schwer.

  • Nein, Veranstalter sind nicht zweigleisig. Es gibt Veranstalter und Betreiber. Die Hallen sind Betreiber und verdienen ihr Geld in erster Linie mit der Vermietung. Der Veranstalter mietet die Halle und kann dann im Wesentlichen frei darüber entscheiden, was er damit macht. (Gewisse Dinge ausgeklammert, wie bspw. Catering, Security etc. Da kauft man die jeweiligen Partner der Halle mit ein und kann nicht frei entscheiden. Ebenso kann er nicht die gesetzlichen Vorgaben aus der VStättVo übergehen, weil hier auch der Betreiber in der Haftung ist und eine entsprechende Abnahme machen lässt.) Der Veranstalter ist aber für die komplette Ausstattung, Vermarktung, Ticketing selber verantwortlich, nimmt aber im Gegenzug auch alle Einnahmen aus Ticketing und Merch ein. Der Betreiber erhält davon nichts, sein Lohn ist die Hallenmiete + NK. Bei den bisherigen Final Fours kann man sich das eher wie ein ‚Einmal Franchise‘ vorstellen. Die Vereine oder Hallen ‚erkaufen’ sich gegen Gebühr die Veranstaltung und müssen dann selber zusehen, wie sie diese vermarkten (immer unter Berücksichtigung der Vorgaben der EHF). Veranstalter und damit haftbar ist der Verein oder die Halle (wobei mir kein Fall bekannt ist, wo die Halle selbst Veranstalter war.) Die EHF ist fein raus, da das finanzielle Risiko letztlich der Verein trägt. Genau deswegen wäre es wichtig, wenn so ein Turnier auch von der EHF Veranstaltet wird. Wiedererkennung/Marke schaffen sind hier die Stichworte. Die Vereine im Handball sind doch meist gar nicht personell so aufgestellt, um mal eben noch nebenbei so etwas aufzubauen.

  • Feste Spielorte zu installieren wird nur funktionieren, wenn man es wie in der CL oder auch im DHB Pokal macht: Die Organisation, hier EHF, tritt selbst als Veranstalter auf. Volle Pflichten für die Durchführung, aber auch volle Einnahmen. Das Modell, einen Verein oder eine Arena als Veranstalter auftreten zu lassen, ist m.E. doch eher unüblich.

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    Genau deswegen wäre es wichtig, wenn so ein Turnier auch von der EHF Veranstaltet wird. Wiedererkennung/Marke schaffen sind hier die Stichworte.

    ...

    In die o. g. Richtung wird es wohl zukünftig gehen. Die Antwort vom EHF-Chef Wiederer würde ich so interpretieren, wenn er davon spricht, daß es ein Ziel ist "... letztendlich auch für die EHF Finals einen neutralen Ort und ein funktionierendes Geschäftsmodell zu definieren". Mit Köln und Budapest hat die EHF doch schon reichlich einschlägige Erfahrungen sammeln können.

  • madel

    du hast es nur etwas anders ausgedrückt, gemeint haben wir ähnliches.

    mieten ist eben nicht gleich mieten, wenn es von der zuschauerzahl abhängig ist und den zusatzaufgaben die erledigt werden müssen-sprich, was diese kosten.

    wenn ich die halle miete für den preis x und rechne mit 10.000 zuschauern, es kommen aber nur 5000 zuschauer,

    dann ist das loch beim catering schon da. i,a.r. wird bei den hallen die abgabe des caterers an den hallenbetreiber nach zuschaueranzahl abgerechnet, hat der hallenbetreiber also dadurch weniger einnahme, müsste er dem veranstalter eine höhere miete berechnen....

    es wird eh schwierig genug, da einen vernünftigen nachhaltigen ort zu finden, grad halle und nach-corona ist zb. in deutschland ja nciht ganz so einfach.

  • Das ist kompletter Blödsinn. Warst du jemals in Veranstaltungs- oder Gastrobranche tätig? Du mietest/pachtest dir eine Ladenfläche zu einem Festpreis. Das ist in den Hallen genau das gleiche wie in einem Restaurant. Das unternehmerische Risiko der Waren- und Personaleinsatzplanung obliegt dem Caterer und der kann entsprechend der verkauften Tickets planen. Im Gegenzug verbleiben die Einnahmen beim Caterer

  • da das bei uns ja öfter mal stattfindet :

    ja- aber der caterer gibt als "miete" einen abgemachten preis an den hallenbetreiber pro verkauftem ticket/ zuschauer.

    wenn dann deutlich weniger kommen, ist diese abgabe niedriger für den hallenbetreiber und somit hat er dies unternehmerische risiko als griff ins klo.

    wenn dann garantiesummen an den veranstalter abgegeben werden sollen- wirds halt schwierig mit dem gewinn.

    aber vlt. kennst du da andere modelle, die angewandt werden.

    dann sollte es aber doch kein problem sein etwas zu finden, wenn allein der veranstalter ins risiko gehen würde.

    das ist allerdings bisher oftmals der knackpunkt zb. bei den el f4.

  • Das gängige Modell habe ich doch oben erläutert.

  • Es ist letztendlich auch zweitrangig.

    Eine Lanxess Arena, die zu einem Drittel oder so voll wird, kann ja niemand wollen.

    Ich war in der Halle oft beim Eishockey, als weniger als 10.000 da waren - und das war echt ziemlich trostlos.

    Das wäre für dieses Event die falsche Stadt und die falsche Halle.