Geographie-Exkurs Ostwestfalen +/- Lippe

  • spielmacher79

    ich bin hier geboren-ich lebe hier-ich hab mein abi hier gemacht...
    du kannst mir glaube, ich war im staatsdienst tätig- ich durfte/ musste mich mit der geschichte lippes beschäftigen

    mehr als unseren 1. landesvater mit dem ganz eindeutigen statement für den nrw- gerichtshof geht nun wirklich nicht-
    lippe ist ein teil ostwestfalens, genauso wie ostwestfalen und lippe nach dem krieg verschmolzen wurden- ich möchte jeetzt nicht noch von punktationen etc. sprechen, hat alles ne rolle gespielt.detmold ist als als zentralpunkt für ostwestfalen festgelegt worden.
    alles nachzulesen.

    unser zusatz "lippe" hat damit nichts zu tun-ich hatte es sogar ausgeführt, warum er genommen wurde, um u.a. grad die region lippe
    aufzuwerten.
    wenn du bei euch siehst und nimmst einen möglichen zusatz "börde" , bedeutet ja auch nicht, dass ihr auf einmal nicht mehr in eurem
    eigenen land vertreten seid. genauso wie die zusätze von flüssen etc. dies sind dann begriffe, um den tatsächlichen ort
    näher zu bezeichnen, nicht mehr und nicht weniger.

    und ja-
    wenn ein user so zentral einer bewegung nachhängt die ja vom verfassungsschutz grad erst dementsprechend eingestuft wurde,
    weiterhin in etlichen politschen beiträgen (thread ist ja geschlossen) der dort im nrw- verfassungsbericht an führender stelle
    als beobachtungswürdig eingestuften gruppierung zumindest nahesteht- er hat ja sogar damals bestritten, dass es diese umtriebe
    im bereich minden / bad oeynhausen/ vlotho merkbar gibt. kann auch jeder im verfassungsbericht nachlesen :
    nirgends soviele "vorfälle" aus dem bereich wie in vlotho und umgebung.
    was soll man denn dazu sagen, wenn die doch den staat deutschland zumindest teilweise nicht anerkennen und teilweise ihr
    eigenes staatsgebiet für sich in anspruch nehmen ?
    gleichzeitig mehrfach bewiesen hat, dass er von verwaltungsvorgängen so gar keine ahnung hat- sorry, doch ganz viel in rumänien-
    und wir seine feierlich bekanntgegebene wiedereröffnung der kampahalle mit einem einsatz von glaub ich nur 16.000 euro , bis heute auch
    nur hokus pokus war.

    es kann jeder die landesverfassung nrw nachlesen, auch die dazu niedergelegten schriften von prof. arnold, der dort sehr sehr
    eindeutig stellung zu genommen hat.

    bis zum krieg waren lippe udn owl getrennt- danach sind sie verschmolzen worden, dies auf ausdrückliche und belegte entscheidung
    der damaligen landesregierung unter arnold in absprache mit den besatzungsmächten, dazu ist detmold als zentralort festgelegt worden
    und die bezeichnung lautet : ostwestfalen - lippe

  • Wobei man zur Verteidigung der ortsfremden sagen muss, dass es ja so ne richtige Bezeichnung nicht gibt, es sei denn man sagt Flensburger. Aber für jemandem der im Kreis Schleswig-Flensburg wohnt...da sagt man eigentlich nichts zu. Das scheint irgendwie echt eher wichtig zu sein je weiter es südlich geht.

    Leben da nicht eigentlich Süddänen? ;)

    Eine faszinierende Diskussion um historisch-geographische Regionalzugehörigkeiten. Und da soll sich einer wundern, wenn in Deutschland nicht an einem Strang gezogen wird, sondern regionale Befindlichkeiten regelmäßig einheitlichen Regelungen einen Riegel vorschieben.

    “A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP.” - Leonard Nimoy (1931-2015)

  • Jetzt hör doch mal auf, dich zu verrennen.
    Es heißt umgangssprachlich Ostwestfalen-Lippe, weil nach dem 2. Weltkrieg das (nichtpreußische unabhänige Land) Lippe mit dem (preußischen) Regierungsbezirk Minden (bezeichnet als Ostwestfalen) zum nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Detmold zusammengefasst wurde. Es heißt aber deshalb Ostwestfalen-Lippe, weil die Gebietskörperschaft eben aus den beiden Teilen Ostwestfalen (=nicht Lippe) und Lippe (=nicht Ostwestfalen) gehört. Sonst bräuchte man ja keinen Doppelnamen.
    Auch das nördliche Rheinland und Westfalen wurden zum Bundesland Nordrhein-Westfalen zusammengefasst. Aber trotzdem befindet man sich ja in Westfalen in Westfalen und NICHT im Rheinland, und im Rheinland im Rheinland und NICHT in Westfalen. In Mecklenburg befindet man sich in Mecklenburg und nicht in Pommern und in Villingen befindet man sich in Villingen und gerade nicht in Schwenningen (auch wenn die Stadt Villingen-Schwenningen heißt).
    Wenn man eine Region mit einem Doppelnamen hat, dann folgt daraus, dass man sich, wenn man sich in dem einen Teil befindet, gerade nicht in dem anderen Teil befindet. Das ist sprachliche Logik. Alles andere ist Rechthaberei, und die verstopft dieses Forum hier in erheblichem Maße. Deshalb werde ich mich mit dieser Ausnahme auch nicht weiter dazu äußern.

  • TCLIP: ich bin kein großer Fan von Filibustern und deine Aufzählung von "Fakten" und Erzählungen von Landesvätern ermüden mich eigentlich nur.

    Ich mag's lieber konkret:

    A. Lippe ist ein Teil von Ostwestfalen (sagst du)
    B. Ostwestfalen bildet heute etwa 80 Prozent der Fläche des Regierungsbezirks Detmold beziehungsweise der Region Ostwestfalen-Lippe, die neben Ostwestfalen auch das ehemalige Land Lippe umfasst (sagt wikipedia)

    So und jetzt du - eindeutige und kurze Antwort: wer hat Recht? Du oder Wikipedia?

    P.S: ich lese gerade folgende Zeile in deinem Filibuster: "bis zum krieg waren lippe udn owl getrennt"
    A: Bist du etwa der einzige hier im Forum, der glaubt das OWL für "OstWestfaLen" steht?
    B.: Falls du, wie alle anderen hier glaubst, dass das "L" in "OWL" für Lippe steht, warum hat "OWL" dann vor der Fusion mit Lippe schon diesen Namen gehabt?

    Einmal editiert, zuletzt von Selbär (9. März 2021 um 13:06)

  • süss-
    wer sich daran so beteiligt ohne auch nur einen ansatz davon zu haben.

    owl kannst du gern als ostwestfalen nehmen, war früher auch so, deswegen schreibt man jetzt korekterweise eigentlich ostwestfalen-lippe.
    wer schreibfaul ist, nimmt dann meinetwegen auch owl für alles.

    und wem der landesater nicht passt oder das eigene höchste gericht in nrw nicht hören lesen will, solls doch sein lassen.

    putzige beispiele....
    wer rheinländer ist, muss kein westfale sein -aber sollte nordrheinwestfale sein (gut , für die kk : es gibt auch rheinländer ausserhalb von nrw)
    wer lipper ist, muss kein westfale sein, wohnt aber in ostwestfalen-lippe
    wer ostwestfale ist, muss kein lipper sein, wohnt aber trotzdem in ostwestfalen- lippe.
    die beiden bereiche wurden rechtlich verschmolzen, abgesegnet durch das höchste gericht in nrw.

    wenn jetzt die schar der kk wieder n krümel findet- bitte.

    selbär : dein a + b zusammen entspricht dem, was ich geschrieben habe.
    schön dass du wikipedia zitieren kannst, schade, dass du es nicht verstehst.
    auch dir empfehle ich die von mir mehrfach angeführten schriftlichen fassungen vom prof. arnold mit den ergebnissen des landtages
    für die besatzungsmächte und das verfassungsgericht.

    komisch dass gar kein veto mehr kommt, weil einige doch erzählen wollen, dass der name "lippe" beim tbv ja bedeutet, dass sie lippe
    angehören, aber nicht owl.
    da hat evlt. dann doch jemand gemerkt, dass es ausser lippe 1000 andere beinamen gibt, die nichts mit dem land (zb. nrw) zu tun haben.

    köstlich wieviel fremde kenner von lippe hier rumfliegen - eigentlich dürften sich einige doch gar nicht hier äussern oder sollten dem bernd das
    brot doch zurückgeben, ist doch gar kein thread, wo sie wohnen.... :D

    zum schluss :
    erschreckend wie viele auf die aussagen eines im politischen thread deutlich richtung afd/reichsbürger aufgefallenen users
    auf den leim gehen.

    Einmal editiert, zuletzt von TCLIP (9. März 2021 um 14:34)

  • TCLIP

    deine Gestrigkeit zeigt sich darin, dass du dir nicht mal im Ansatz die Mühe gemacht hast, zu gendern oder gelten deine regionalen Befindlichkeiten etwa nur für den männlichen Teil der Bevölkerung der von dir als diskriminiert dargestellten Landstriche?

  • Ritchie schreibt:

    Das ist so nicht ganz richtig. Das heutige Ostwestfalen bestand aus verschiedenen Territorien, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten zum Kurfürstentum Brandenburg bzw. dann zum Königreich Preußen kamen. Erst in der nachnapoleonischen Zeit wurden diese dann mit dem Regierungsbezirk Minden verwaltungsmäßig zusammengefasst.


    Natürlich, kam das Gebiet von Ostwestfalen zu verschiedenen Zeitpunkten im 17. und 18. Jahrhundert zu Brandenburg bzw. später Preußen, dem Nachfolger vom Kurfürstentum...


  • Schön, dass du aus Bielefeld kommst. Bisher kannte ich da nur vernünftige Leute.

    Der Zusatz und Aufwertung von Lippe zeigt für mich klar, das Abgrenzen von Istwestfalen und Minden sowie dem TUS NL.

    Ja und vorher war man über viele hundert jahre getrennt, Lippe - Brandenburg, Lippe - Preußen etc.pp s. den fettmarkierten Text, das hast du vorher nicht so geschrieben.Und OWL ist die Abkürzung für Ostwestfalen-Lippe. Ohne Lippe würde ich das evtl. OWf abkürzen oder OW. Auf jeden Fall kein L. Da widersprichst du dir in dem Satz eigentlich sogar
    Und hier kannst du das auch nachlesen:
    "Der Regierungsbezirk Detmold hat geschichtlich zwei wesentliche Wurzeln:

    Der ostwestfälische Teil (fast 80 % des Bezirksgebietes) geht auf den früher zur preußischen Provinz Westfalen gehörenden Regierungsbezirk Minden zurück. Dieser ging 1946 mit der gesamten ehemaligen Provinz gemeinsam mit dem nördlichen Rheinland in dem neugegründeten Land Nordrhein-Westfalen auf.
    Das Gebiet, das heute ungefähr den Kreis Lippe umfasst, bildete bis 1947 das Land Lippe – wie Preußen ein eigener deutscher Bundesstaat – und bildet heute den dritten Landesteil von Nordrhein-Westfalen. Das Land war bis 1918 Fürstentum, anschließend Freistaat und hat daher eine andere historisch-politische Tradition als Ostwestfalen."

    Die Magdeburger Börde ist nur ein Teil von Saxony Anhalt und würde damit nur einen Teil der Region, für die Magdeburg steht abbilden.

    Übrigens wurde der Landesvater von den britischen Besatzungsmächten aufgeofordert, sich für eine Region (Niedersachsen oder NRW) zu entscheiden. Die Entscheidung gibst du dann wiederum richtig wieder. Aber freiwillig war das nicht. Das durfte ich sogar hinter dem eisernen Zaun bereits vor über 30 Jahren lernen.

    Als schickes Gegenbeispiel zu der Regionalität: Guck der mal die Historie der EDEKA und deren größter Regionalgesellschaft (sitzen ja seit 1920 in Minden) an. Die haben sich irgendwann für einen Verbund MiHa (Minden-Hannover) entschieden. Es geht also auch anders. Da sind EDEKA Rhein-Ruhr für NRW und Teile von NI und dann Edeka Miha für Teile von OWL und NI, SA, BB etc. genau ein Gegenbeispiel. Und das, weil man das historisch davor eintschieden hat. So kann es laufen. Ein Unternehmen interessieren Landesgrenzen nicht.


  • Ulli, das ist otaler Mumpitz was du schreibst. Natürlich bin ich als Rheinländer (ein Teilgebiet von NRW) auch Nordrheinwestfale. Genau wie ein Ostwestfale und eine Lipper gleichzeitig NRW'ler sind. Die Leute aus Westfalen sind natürlich auch NRW'ler. Trotzdem kann der Westfale nicht gleichzeitig ein Rheinländer sein, da die Gebiete verschieden sind. Als Magdeburger kannst du schließlich nicht auch Hallenser sein, bis aber trotzdem Sachsen-Anhalter.

    Alles andere was du schreibst ist kompletter Mumpitz. Genauso wie die Erklärung zu Arnold und dem Verwaltungsgrichtshof. Die Lipper Bürger wollten u. U. aus NRW wieder ausscheiden, hatten zumindest afugrund der Angliederung an NRW im Januar 47 das Recht dazu.. Hinzugefügt wurden sie auf Druck der Briten, die auch die entsprechende Verordnung beschlossen haben. Durch die Gründung der BRD (schreibe das jetzt mal so, weil es historisch passt) in 1949 wurden eh weitere Tatsachen geschaffen, die eine Abstimmung, die nach dem Zusammenlegen vorgesehen war, entbehrlich machten. Lerne mal deine eigene Geschichte. Durch die Gründung eines Staates mit entsprechenden Bundesländern und dem Förderalismus, die es allesamt 1947 noch nicht gab, wäre nur noch theoretisch eine Abspaltung von NRW möglich gewesen. Aber ein eigenes Bundesland wäre nicht mehr möglich gewesen, sondern nur eine evtl. Angliederung an Niedersachsen.

    Übrigens forderte der MP vom Land Hannover Hinrich Wilhelm Kopf in einer Denkschrift vom April 1946 den Einbezug des ehemaligen preußischen Bezirks Minden-Ravensberg (also der westfälischen Städte Bielefeld und Herford sowie der westfälischen Kreise Minden, Lübbecke, Bielefeld, Herford und Halle (Westf.)), des Kreises Tecklenburg sowie des Landes Lippe. Dazu kam es bekanntlich nicht. Die Schaumburg-Lipper landeten ja auf der anderen Seite. Kopf lag dabei der von Georg Schnath und Kurt Brüning (ein Magdeburjer) Entwurf der Entwicklung vom Land Niedersachsen aus den 20'er Jahren zugrunde. Dieser gefiel den Westfalen gar nicht. Man gewann daher das Rennen um die Gebiete Ostwestfalen und Lippe. Letztendlich hat man sich auch damals nur politisch entschieden. So wie heuer auch...