Vor gut zwei Jahren gab es diesen "modernen" Handball im Grunde ja auch noch kaum. Dänemark und Magdeburg spielen mehr oder weniger nach dieser Definition und was verbindet die beiden? Extremer Erfolg und die genau richtigen Spielertypen. Aber erstens existiert weltweit das Personal doch gar nicht, um das großflächig zu spielen und zweitens sind ja noch in der Phase wo sich gegnerische Mannschaften darauf einstellen. Das dieses System dann aus dem Flaschenhals oben raus kommt, muss man doch erst noch abwarten.
Das bestimmte Spielertypen antiquiert seien, habe ich schon vor 10 Jahren gelesen ob es nun heute bestimmte Kieler sind oder akut im Wechselthread Kühn.....konnte man schon vor 10 Jahren über Kaufmann oder Vujin lesen. Solche Spielertypen sind trotzdem immer wieder erfolgreich in den richtigen Systemen.
Wir haben das ja immer mal wieder gehabt mit JG in letzter Zeit, wo eine bestimmte Argumentationslinie war, dass die anscheinend so guten Spieler wie Pytlik oder Smits einen ganz bestimmten Spielmacher bräuchten. Erstens stimmte das in meinen Augen nie (ausführlichst im Flensburger Thread ausgebreitet) und wenn es stimmen würde, wäre es ein gutes Beispiel für das was ich eingangs beschrieben habe...es existiert mittelfristig gar nicht genug Personal um diesen "modernen" Spielstil auch nur für 5 europäische Top-Clubs zu spielen, geschweige denn als allgemeiner Standard für modernen Handball. Anderes Beispiel wäre Island, wo viele Magdeburger drin waren, die aber in anderer Konstellation absurd underperformed haben bei der EM.