21. Spieltag TV Hochdorf - TSG Groß Bieberau

  • TV Hochdorf verdient sich zwölften Saisonsieg


    Das war so nicht erwartet. Mit 24:22 (13:11) gewann der TV Hochdorf recht souverän gegen die TSG Groß-Bieberau. Es ist sein achter und neunter Punkt im Kalenderjahr in der Dritten Liga Süd.


    Tim Doppler im Tor: acht Paraden vor und acht Paraden nach der Pause; Rechtsaußen Steffen Dietz: fünf Tore in der ersten Hälfte, darunter das 4:3, 5:3 und 6:3, bei einer Quote von über 70 Prozent. Das waren zwei „Matchwinner”. Doppler verunsicherte die Schützen der Gäste phasenweise so stark, dass sie am Tor vorbei zielten. Der dritte „Matchwinner” zeigte keine Nerven. Benjamin Hundt, nach seinem 1. Staatsexamen auf Tour in Brasilien und in den USA, schien nie weggewesen zu sein. Bei seinem Comeback warf der angehende Lehrer das 3:2, 14:11, 17:14 und 20:15 (49.), er bediente Kreisspieler Marco Sliwa für das 2:2 und 18:14, leistete sich kaum einen Fehler.


    Fehlerfrei war das Spiel der Hochdorfer ganz und gar nicht. Trainer Michael Pfeil sah viele überhastete Aktionen in der zweiten Welle, deshalb hatte der TVH wenig von seiner 6:3-Führung. Andreas Mauer war so ein Fehlerteufel. Andererseits war auf ihn meistens Verlass bei den Strafwürfen, nachdem Christoph Morio einmal gescheitert war. Mauer verwandelte zum 16:13, 21:18 (53.) und 24:21, einmal scheiterte er gegen Felix Beck. Morio gelang in diesem Spiel wenig. Mehr Schatten als Licht kam auch von Matthias Polifka, der, von einer Grippe geschwächt, manchmal den Linksaußen für Morio gab und so das 19:15 erzielte. Kai Zimmermann zündete wenig (noch drei Fehlversuche nach seinem zweiten Tor zum 15:13), Jonas Kupijaj verdiente sich eine gute Note nur in der Abwehr. Mit der starken Abwehrleistung und Hundt, der konditionell durchhielt, verdiente sich der TVH seinen zwölften Saisonsieg. „Jetzt haben wir eine Alternative mehr, die uns noch ein bisschen unberechenbarer macht”, sagte Pfeil. Hundts vorrangiger Part war es diesmal, den fehlenden Tim Beutler zu ersetzen. Das machte er gut. (thc)


    Rheinpfalz, 27.02.2012