Gummersbach spielt künftig in der Lanxess-Arena

  • Quelle: http://www.oberberg-aktuell.de

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen einzigen oberbergischen Bürgermeister gibt, der bereit ist, auch nur einen Cent für ein Gummersbacher Prestigeprojekt zu geben. Der oberbergische Kreis hat in den letzten Jahren keinen ernsthaften Versuch gemacht, die Ausgaben zu reduzieren. Statt dessen wurde Jahr für Jahr die Kreisumlage angehoben. Für die Gemeinde in der ich lebe kann ich freundlich mitteilen, das die Kreisumlage inzwischen nicht mehr von den Steuereinnahmen der Gemeinde finanziert werden kann. Das Verhalten von Landrat, Kreisverwaltung und Mehrheitsfraktion im Kreistag grenzt nach meiner Einschätzung inzwischen an Piraterie. Und diese Meinung dürfte von vielen verantwortlichen Personen in den Räten der oberbergischen Gemeinden geteilt werden.
    Mal ganz davon abgesehen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die Kommunalaufsicht den Gemeinden mit Nothaushalt die Erlaubnis gibt großzügig für den VfL zu spenden.... :pillepalle:

    Nebenher: mit einem niedrigen sechsstelligen Betrag könnte in Marienheide das Schwimmbad erhalten werden..., dass auf Druck der Kommunalaufsicht abgerissen werden soll......

    Dieser Artikel.... je mehr ich drüber nachdenke, komm ich zum Ergebnis, dass bei den Verantwortlichen in Gummersbach nicht das Geld fehlt.
    :wall: :wall: :wall:

    .... und im übrigen bin ich der Meinung, dass alle Gymnasien abgeschafft gehören !

    Nicht der Abgrund trennt, sondern der Niveauunterschied. (Lec)

    2 Mal editiert, zuletzt von tausendfeuer (11. November 2008 um 21:42)

  • Die Stadt Gummersbach kann natürlich jederzeit aus ihrem Budget eine Bezuschussung beschliessen. (Wenn die Gemeindeaufsicht zustimmt).

    Ob das wirtschaftlich vernünftig und verantwortbar ist würde ich bezweifeln. Wenn der VfL eine Halle will, sollte er das selbst stemmen.

    .... und im übrigen bin ich der Meinung, dass alle Gymnasien abgeschafft gehören !

    Nicht der Abgrund trennt, sondern der Niveauunterschied. (Lec)

  • Wie wäre es damit, das ganze bleiben zu lassen. Weder Vereine noch Kommunen sollten Geld zumm Fenster rauswerfen, das sie a) nicht haben und b) kene Rendite abwirft. Schließlich ist Handball nicht der Nabel der Welt, da gibt es ganz andere Probleme. Und eine Halle, die nur alle zwei Wochen für ein Gummersbacher Handballspiel benötigt wird ist im Prinzip eine Investionsruine.
    da ist das Mannheimer Modell - man mag von den Kröstis halten, was man will - wesentlich solider und durchdachter - und auf Gewinnm nicht auf eine schwarze Null ausgerichtet. Wenn es schief geht, ist ein privater Unternehmer der Dumme und nicht eine Gemeinde, die ewig dann für die Folgekosten aufkommt.

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Nur muss man erst mal so einen privaten Unternehmer finden. Und ich glaube nicht, dass der Anreiz für einen Geldgeber so groß ist, in GU eine Halle hinzustellen, die Gewinn abwerfen muss. Da ist die Konkurrenz im nahen Umfeld dann doch zu groß.

  • Gibt es Hallen die Gewinn abwerfen?

    Man sollte eine solche Halle nicht als "Gummersbacher Prestigeobjekt" betrachten, sondern als eine Oberbergische Multifunktionshalle. Natürlich sollte diese schwerpunktmäßig privat finanziert sein. Keinesfalls sollte man über die Kreisumlage finanzieren, da würden Gemeinden die mit Gummersbach (ja eigentlich mit dem Oberbergischen) nix zu tun haben und gut wirtschaften (Bsp. Hückeswagen) bestraft!
    Und fordern sollte der GM-Bürgermeister schon mal gar nichts!!

  • Wöller: Oberbergische Multifnktionshalle schön und gut, aber welche Funktionalität lässt sich denn neben den Handballspielen des VfL noch so alles abhalten und generiert eine entsprechend hohe Zuschauerzahl? Die großen Stars wollen ihre Konzerte eben in Köln, Dortmund oder eben auch Düsseldorf geben. Stehen ja im näheren Umkreis schon genügend Arenen herum (Oberhausen, Essen,...). Bei kleineren Showlichtern bekommst du dann jedoch ein Problem, wenn du eine Halle dieser Größenordnung entsprechend voll machen willst. Gewinn wird so eine Halle in meinen Augen nur sehr schwer erwirtschaften können. Die Halle ist ein Problem der Stadt Gummersbach, sowie des VfL. Für den Kreis insgesamt bringt eine derartige Halle nicht genügend Mehrwert, für das Land NRW noch weniger und für Bund oder EU erst recht nicht.

    Original von rro.ch
    Beliebte Sportarten aber auch Randsportarten wie Handball kommen beim Publikum an.

  • Gummersbach ist zwar nicht ganz so gross wie Hamburg und die Umgebung ist auch nicht ganz so bewohnt wie in Mannheim, dafür stehen aber im Umkreis von Luftlinie 60 km jede Menge gößerer Veranstalltungshallen. Beste Voraussetzungen.

    .... und im übrigen bin ich der Meinung, dass alle Gymnasien abgeschafft gehören !

    Nicht der Abgrund trennt, sondern der Niveauunterschied. (Lec)

  • Genau das was meteokobes ausformuliert hat, wollte ich mit meinem vorigen Beitrag sagen. Für eine Halle der öffentlichen Hand wäre es ein Verlustgeschäft, welches nicht an die Öffentlichkeit verkauft werden könnte und für einen privaten Investor würde sie sich genauso wenig rentieren. Also bleibt nur eine vereinseigene Halle, was aber auch utopisch ist. Oder es springt auf einmal ein reicher Gönner aus der Kiste, der ein paar Millionen zuviel hat und sie dem Verein schenkt. Aber in den Bereich der Fantasy wollen wir ja auch nicht abdriften...

  • Zitat

    Original von meteokoebes
    Wöller: Oberbergische Multifnktionshalle schön und gut, aber welche Funktionalität lässt sich denn neben den Handballspielen des VfL noch so alles abhalten und generiert eine entsprechend hohe Zuschauerzahl? Die großen Stars wollen ihre Konzerte eben in Köln, Dortmund oder eben auch Düsseldorf geben. Stehen ja im näheren Umkreis schon genügend Arenen herum (Oberhausen, Essen,...). Bei kleineren Showlichtern bekommst du dann jedoch ein Problem, wenn du eine Halle dieser Größenordnung entsprechend voll machen willst. Gewinn wird so eine Halle in meinen Augen nur sehr schwer erwirtschaften können. Die Halle ist ein Problem der Stadt Gummersbach, sowie des VfL. Für den Kreis insgesamt bringt eine derartige Halle nicht genügend Mehrwert, für das Land NRW noch weniger und für Bund oder EU erst recht nicht.

    Also es gibt im Oberbergischen auch mal größere Veranstaltungen, bei der du die Halle voll bekommst...aber es kommt auch auf die Auslastung an...geht die FH rein, so gilt die Halle als belegt. sicher kann man das meiste Geld nur über gut besuchte Veranstaltungen machen. Wer denkt, dass ein Lindenberg, Groenemeyer oder vergleichbar in Gummersbach Stationmacht, liegt falsch...jedoch sogenannte Lokale-Stars machen schon öfters im Oberbergischen station. Messen finden auch statt...
    Die Halle ist sehr wohl eine Sache des Kreises (egal ob Gewinn oder Verlust). Dieser wird bei entsprechenden Zusagen auch Geld zuschießen...schließlich geht es hier um eine KREIS-Sporthalle/Mehrzweckhalle. Jedoch müssen, damit der Kreis mitfördern kann, ALLE Bürgermeister des Kreises zustimmen. Fraglich sollte dies nicht sein in meinen Augen...

    Über einen Gewinn braucht man bei so einem Prestigeobjekt nicht zu reden Dieser könnte nur über Mieten bei dem neuen EKZ erwirtschaftet werden. Schön wäre es, wenn eine schwarze 0 dabei herauskommt...wäre in meinen Augen bei 76000 Besuchern im Jahr der Fall...

    Viele Grüße
    :hi:

    Einmal editiert, zuletzt von Snuffmaster (12. November 2008 um 22:07)

  • Im Prinzip bin ich da sehr nah bei Dir. Obwohl ich jetzt nicht weiß, wie Du auf genau 76.000 Zuschauer kommst.

    Grundsätzlich müßte dann aber auch das Kirchturmspitzendenken aufhören und sich die einzelnen Komunen nicht bei jeder Kulturellen Veranstaltung Konkurenz machen (weil ja jeder seinen EIGENEN Kulturkreis hat) sondern als Veranstalter solche "Räumlichkeiten" nutzen können. Das sollte zumindest bei den örtlich näher am GM Stadtzentrum liegenden Gemeinden (Wiehl, Bergneustadt, Marienheide, etc. ) möglich sein.

    Hinzu kommen auch Hallenbelegungen für Trainingszeiten. Auch da müßten sich die Gemeinden ein wenig öffnen. Hallenzeiten für z.B. Wiehler Vereine in einer angrenzenden Stadt sind zur Zweit schlichtweg nicht zu realisieren. Die Handballvereine der Stadt Wiehl zum Beispiel haben riesige Probleme für alle Mannschaften genügend Trainingszeiten zu bekommen. Da gibts eben glücklicherweise viele Jugendmannschaften und jede zusätzliche Halle in der Umgebung würde dort entzerrend wirken. Auch wenn die Fahrwege etwas länger wären. Das sieht in z.B.: Bergneustadt, denke ich, nicht anders aus.

  • Für Training brauchst du aber keine Halle mit 5000 Zuschauerplätzen. So argumentiert auch der Rhein-Neckar-Kreis und erbaut Hallen OHNE jegliche Sitz- oder Stehplätze.

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Zitat

    Original von pko
    Für Training brauchst du aber keine Halle mit 5000 Zuschauerplätzen. So argumentiert auch der Rhein-Neckar-Kreis und erbaut Hallen OHNE jegliche Sitz- oder Stehplätze.


    In der Metropolregion hat man bestimmt genug Geld, entsprechende neue Hallen mit Tribünen zusätzlich zu bauen, sollte Not am Mann sein... ansonsten würde ich so etwas kurzsichtig finden... denn spielen müssen diese trainierenden Mannschaften ja auch irgendwo...

    MfG Felix0711

    "Deshalb unterstütze ich mit vollstem Enthusiasmus ein Projekt, das abendländischen Humanismus mit moderner Technik verbindet – den Bau eines unterirdischen Doms!"
    Harald Schmidt

  • Zitat

    Für Training brauchst du aber keine Halle mit 5000 Zuschauerplätzen. So argumentiert auch der Rhein-Neckar-Kreis und erbaut Hallen OHNE jegliche Sitz- oder Stehplätze.

    Schon klar!! Aber wenn man Argumente "pro" aufführen will und die anderen Gemeinden mit ins Boot holen muß, sollte man das nicht ganz außer acht lassen.

    Auch im Oberbergischen gibt es solche Hallen. Die reichen aber leider nicht!! Wenn man die Kosten solcher notwendigen, zusätzlichen Hallen (die gebauten haben ja durchaus Ihre Berechtigung, z.B. für den Schulbetrieb) in den einzelnen Gemeinden nimmt, könnte man das ja durchaus als Beitrag betrachten.
    Jetzt kommen natürlich wieder einige um die Ecke, mit dem Totschlagargument alle Gemeinden wären Pleite... Okay, dann stellen wir aber bitte auch andere Kosten im Bereich Kultur auf den Prüfstand. Da würden einige staunen, denke ich.
    Zusätzlich könnten wir Vereine natürlich auch sagen: "okay wir haben keine Hallenkapazitäten mehr und können keine Kinder mehr aufnehmen. Geht wo anders hin." Mal schauen, wo die Kinder dann Dinge wie Sozialverhalten, etc. lernen. Vom Gesundheitsaspekt mal ganz abgesehen.
    Ich denke unbestritten ist, daß solche kulturellen Ausgaben notwendig sind und sich daran alle beteiligen sollten. Diese (kulturellen Dinge) dann zu bündeln und neben dem Interesse der Handball-Bundesliga-Interessierten (das sind ja evtl. gar nicht so wenige) auch noch für andere, Nützliches daraus zu machen, sollte die Aufageb eines Landrates sein, der alle in ein Boot holen will.
    Hier im Oberbergischen kocht leider jeder sein eigenes Süppchen und dabei muß man (das ist leider auch war) die Stadt Gummersbach in der Vergangenheit mit an erster Stelle nennen. Auch ein Grund für evtl. fehlende Bereitschaft......

    Einmal editiert, zuletzt von Wöller (13. November 2008 um 13:11)

  • Zitat

    Auf 76000 komme ich bei 19 ausverkauften Veranstaltungen á 4000 Personen. Dies sollte in etwa eine realistische Zahl in allen Richtungen sein.

    ?(

    Wenn ich jetzt einfach mal von Durchschnittlich 25 Euro pro Besucher ausgehe (schon hoch wie ich finde!!)......

    Ich glaube nicht, daß man mit 1.9 Mio Euro Einnahmen (vor Steuer) im Jahr, eine "schwarze Null" schreiben kann..... ;)

  • Zitat

    Original von Snuffmaster
    Auf 76000 komme ich bei 19 ausverkauften Veranstaltungen á 4000 Personen. Dies sollte in etwa eine realistische Zahl in allen Richtungen sein.

    Realistisch dürfte eine Halle mit 4500-5500 Plätzen sein, die bei normalen Bundesligaspielen so mit 2500-3500 Zuschauern gefüllt sein wird, mehr wäre unter derzeitigen Voraussetzungen unrealistisch, weniger dürfen es aber auch keinesfalls sein,
    Ich glaube nicht, dass nur wegen einer neuen Halle, auf einmal 1500-2000 Leute mehr nach Gummersbach kommen werden. Und die, die in Köln sind, kommen nicht automatisch auch nach GM.

    2 Mal editiert, zuletzt von Marc (13. November 2008 um 18:13)