Melsungen - Gummersbach

  • 19.03.2007 - Wieder ein Endspiel

    Wenn der VfL seine Option auf einen Champions-League-Platz halten will, sind am Mittwochabend (20 Uhr) beim MT Melsungen zwei Punkte Pflicht. Dass der Tabellendreizehnte der Bundesliga in Rotenburg nicht nur ein Sparringspartner sein wird, macht der letzte Auftritt der Nordhessen in der Meirotels-Halle deutlich. Denkbar knapp mit 26:27 verlor Melsungen gegen den TBV Lemgo. "Beim 26:26 gab es einen Freiwurf für Lemgo statt für uns, dann machte Schwarzer alles klar", erinnerte sich MT-Sprecher Bernd Kaiser, "dazu haben wir in diesem Spiel fünf Siebenmeter verworfen, so dass die Niederlage sehr unglücklich war".

    Das Pflichtprogramm zum Klassenerhalt hat Melsungen nach der WM-Pause erledigt. Ein Auswärtssieg beim TuS N-Lübbecke und ein Heimsieg gegen die HSG Wetzlar befreiten von den größten Sorgen. "Wir haben mit dem neuen Trainer Robert Hedin einen Schritt nach vorn gemacht und Nervenstärke bewiesen", sagt Bernd Kaiser. Der Schwede leitet seit dem 1. Februar für Dr. Ratislav Trtrik die Übungseinheiten und konnte bislang sogar den Ausfall des besten Torschützen kompensieren. Obwohl Andrej Kurtchev seit Wochen wegen eines abgerissenen Muskels in der Schulter nicht mehr spielen kann, steht der Weißrusse in der internen Statistik noch immer an der Spitze. Auch am Mittwoch wird Kurtchev fehlen, wie im Übrigen auch der zweite Linkshänder, denn der Slowake Daniel Valo plagt sich mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel. Während sich der Club von dem Kroaten Goran Sprem trennte, rückten zuletzt zwei Spieler wieder in den Blickpunkt, die verletzt waren oder in der Hinrunde kaum Berücksichtigung fanden: Der Grieche Grigorios Sanikis im Rückraum und Karsten Wöhler auf Linksaußen. "Vor allem Wöhler ist in der Abwehr mit seinem Kampfgeist ein großer Gewinn, vorne ist er zudem ein sicherer Schütze", sagt Bernd Kaiser, der sich aber für Mittwoch keine großen Illusionen macht. "Wir wissen, dass der VfL ein anderes Kaliber ist als Lemgo und über eine so gute Besetzung verfügt, dass es gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel immer reicht."

    Alfred Gislason (VfL Gummersbach):
    Wir haben ja schon zweimal in dieser Saison gegen Melsungen gespielt. Beim ersten Mal in Rotenburg war es ungewöhnlich leicht zu gewinnen, allerdings haben wir an diesem Tag auch sehr gut gespielt. Zuhause hatten wir Schwierigkeiten. Da spielte Melsungen schon nicht mehr die spektakuläre offensive Abwehr. Die Umstellung auf ein 6-0-System wurde vom neuen Trainer Robert Hedin übernommen, der auch gerne ein 5-1-System spielen lässt. Wichtige Spieler sind inzwischen der lange verletzte Grigorios Sanikis und vor allem Karsten Wöhler, der die Abwehr stabilisiert.

    Die letzten Ergebnisse zeigen, dass wir uns auf alle Fälle steigern müssen. Gegen Kiel hatten wir vor allem ein psychologisches Problem, in der Abwehr waren an diesem Tag nicht alle bereit für diesen Gegner. Wir haben überdreht und nach zwanzig Minuten zu viel gewollt. Leider gab es im Mittelblock ungewohnte Lücken, und dann haben wir wie schon oft erwähnt sechzehn technische Fehler gemacht. Beim Sieg in Kiel waren es nur sechs. Das war der Unterschied. So etwas darf sich nicht wiederholen, sonst wird es auch gegen Melsungen sehr schwer zu gewinnen.

    Wir haben wieder ein Endspiel. Ein Sieg ist Pflicht, wenn wir uns am Ende für die Champions League qualifizieren wollen.

    Quelle: vfl-gummersbach.de

  • Ich denke, dass der VfL klar gewinnen wird. Aber gegen Kiel waren sie jetzt auch nicht sooooo schlecht, dass man mit ein paar Tagen da nicht wieder in die Spur finden sollte.

    Klarer Auswärtssieg.

  • Kiel abhaken und auf letztes Saisonziel konzentrieren: Quali zur Champions League

    (pl/20.3.2007-21:55) Gummersbach – Bevor es in die knapp dreiwöchige spielfreie Zeit geht, stehen die VfL-Handballer morgen bei MT Melsungen vor einer Pflichtaufgabe.

    Keine Frage, nach den jüngsten Rückschlägen in der Champions League (Aus gegen Valladolid) und Bundesliga (Niederlage im Meisterschaftsrennen gegen Kiel) ist bei den Gummersbacher Handballern eine gewisse Ernüchterung eingekehrt. Allerdings besteht dafür kaum Grund, denn ein entscheidendes Saisonziel ist für die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason noch in greifbarer und realistischer Nähe: die erneute Qualifikation zur Champions League.

    Dafür aber ist selbstredend morgen ein doppelter Punktgewinn beim aktuellen Liga-13. in Melsungen (Anwurf: 20 Uhr) für Gummersbach als Vierter absolut unabdingbar. Das sieht auch Trainer Alfred Gislason so: „Ein Sieg ist Pflicht, wenn wir uns am Ende für die Champions League qualifizieren wollen.“ Bereits zweimal trafen die beiden Kontrahenten diese Spielzeit aufeinander. Im DHB-Pokal nahm der VfL in Melsungen die Mannschaft des damaligen Trainers Dr. Rastislav Trtik mit 42:33 auseinander. Das Liga-Hinspiel in der Eugen-Haas-Halle gewannen die Gummersbacher ebenso sicher mit 38:30.

    Mittlerweile hält der frühere schwedische Nationalspieler Robert Hedin die Fäden in der Hand, er löste den erfolglosen Trtrik in der WM-Pause auf Trainerbank ab. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Andrej Kurtschew und Daniel Valo sowie dem Abgang von Goran Sprem zählen nun Rückraum-Shooter Grigorios Sanikis, der abwehrstarke Linksaußen Karsten Wöhler und Mittelmann Peter Hazl zu den Haupt-Akteuren. Auf Rechtsaußen gibt es übrigens ein Wiedersehen mit dem Ex-Gummersbacher Sead Kurtagic.

    Trotz des Underdogs als Gegner fordert der VfL-Coach eine deutliche Leistungssteigerung: „Unsere Abwehrleistung gegen Kiel war alles andere als berauschend, und die 16 technischen Fehler eine absolute Katastrophe. Mit solch einer Vorstellung wie vergangenen Freiatag in der Kölnarena haben wir es auch in Melsungen schwer. Ich bin aber guter Dinge, dass wir uns morgen ganz anders präsentieren werden.“

    Quelle: oberberg-aktuell.de

  • nach sehr nervösen Beginn vom VFL mittlerweile in der 27.Minute 16:14 für den VFL!

    LEse gerade im Ticker: Narcisse hat sich verletzt und wird gerade geröntgt! *Schock habe*

    Einmal editiert, zuletzt von Diddi (21. März 2007 um 20:40)

  • Naja, wird ja... 14:19 zur Halbzeit... :)

    "Im Training habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die Antialkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1. Da war's mir wurscht. Da hab i g'sagt: Sauft's weiter." (Max Merkel)

  • Daniel Narcisse hat einen Ellbogenschlag von Karsten Wöhler ans Jochbein bekommen. Momentan ist er auf dem Weg ins Krankenhaus unm geröngt zu werden.

    "Wat? Dä Papst tritt zurück? Und wat säht sing Frau dozu?"

    BIELSTEINER JECK
    ungläubig auf die Nachricht vom Rücktritt Benedikts XVI.
    (aus OVZ vom 12.02.2013)

  • 3:0 - 6:3 (Auszeit VFL) - 9:4 zum HZ Stand von 14:19

    Zrnic trifft keinen 7m, Narcisse ist schon auf dem Weg ins KH... Ne ne ne...

  • 21:28 - Am Ende kackt die Ente und das liest sich doch schon anständig... :klatschen:

    "Im Training habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die Antialkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1. Da war's mir wurscht. Da hab i g'sagt: Sauft's weiter." (Max Merkel)

  • 26:38 ENDSTAND

    Puuuhhhh - das war aber jetzt wirklich knapp :D

    Sigurdsson mit 12 Tore, Robert mit 8 - der Jung glänzt in den letzten Spielen echt..

    Zrnic wieder ein total Ausfall, dafür aber Benno und Spatz erfolgreich!

    Einmal editiert, zuletzt von Stenimaus (21. März 2007 um 21:28)

  • Schöner Sieg nach anfänglichen Schwierigkeiten! Alvanos seine Quote gefällt mir diesmal auch ganz gut.

  • Jau... Da kann ich ja beruhigt die Kiste ausmachen jetzt! So ist das brav... :D :D :D

    "Im Training habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die Antialkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1. Da war's mir wurscht. Da hab i g'sagt: Sauft's weiter." (Max Merkel)

  • Naja - ist zwar ein klarer Sieg geworden, aber umgehauen haben mich diese Gummersbacher absolut nicht - hätte Melsungen nicht so viel Leichtsinnsfehler gemacht, wäre es evtl. nochmal knapp geworden !!

    Dieses Spiel war jedenfalls kein Vergleich zum Spiel gegen Kiel - diese Kieler haben mich stark beeindruckt !!!!

    Nein, liebe Zuschauer, das ist keine Zeitlupe, der läuft wirklich so langsam.
    (Werner Hantsch)

    Einmal editiert, zuletzt von mikato (22. März 2007 um 01:13)

  • 21.03.2007 - MT Melsungen - VfL Gummersbach 26:38 (14:19)

    Der Schock stand allen Gummersbachern ins Gesicht geschrieben, als Daniel Narcisse eine halbe Stunde nach dem Spiel vor der Meirotel-Halle in Rotenburg mit blasser Miene und einer unübersehbaren Schwellung im Gesicht wieder zur Mannschaft stieß und von der niederschmetternden Diagnose im Krankenhaus berichtete, die die schlimmsten Befürchtungen bestätigte: Dreifacher Jochbeinbruch, mindestens sechs Wochen Pause und am Donnerstag eine Operation, bei der eine Platte zur Ünterstützung des Heilungsprozesses eingesetzt werden soll. Damit fehlt der Weltklasse-Spielmacher dem VfL auch in den schweren Spielen bei der SG Kronau-Östringen (18.4.) und gegen den TBV Lemgo in der Kölnarena (22.4). In der zehnten Minute hatte der Melsunger Karsten Wöhler bei einer Abwehraktion den Franzosen mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen. Daniel Narcisse wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und noch während des Spiels geröntgt.


    So wunderte es nicht, dass der VfL eine Viertelstunde benötigte, um vor 2100 Zuschauern ins Spiel zu finden. Die Gastgeber führten schnell mit 3:0 (6.) und bauten diesen Vorsprung über 5:2 und 6:3 bis zur 15. Minute sogar auf 9:5 aus. Mit langsamen Aktionen suchten die Nordhessen die Lücke und konnten sich zunächst immer wieder im direkten Zweikampf durchsetzen. Wäre nicht Nandor Fazekas in dieser Phase der beste Gummersbacher gewesen, hätte sich keiner der oberbergischen Fans in der Halle über einen noch größeren Abstand beschweren können. Doch innerhalb von fünf Minuten wendete sich das Blatt. Mit dem 10:10 durch Bennet Wiegert kippte das Spiel endgültig, mit 12:13 gelang Gudjon Sigurdsson die erste Führung für den VfL in der 24. Minute. Jetzt wurde das Tempo angezogen, die Gegenstöße und die zweite Welle wie aus dem Lehrbuch demonstriert. Seine überragende Vorstellung krönte Linksaußen Gudjon Sigurdsson an diesem Abend schließlich mit zwölf Toren. Neben dem Isländer zeigten im zweiten Abschnitt auch die Spieler aus dem zweiten Glied, dass sich Trainer Alfred Gislason auf sie verlassen kann. Zouzou Houlet, Bennet Wiegert und Michael Spatz sorgten mit guten Leistungen dafür, dass sich kein Oberberger in der zweiten Hälfte irgendwelche Sorgen machen musste. Über 17:21 (35.), 23:31 (50.) und schließlich 26:38 beherrschte der VfL den Gegner nach Belieben.

    Alfred Gislason (VfL Gummersbach):
    Ich bin sehr traurig. Die Verletzung von Daniel Narcisse ist ein harter Schlag, denn er wird uns definitiv in wichtigen Spielen fehlen. Ich rechne frühestens Anfang Mai wieder mit ihm. Wir haben heute in der Abwehr etwas schläfrig angefangen und konnten uns bei Nandor Fazekas bedanken, der in den ersten Minuten super gehalten hat. Als die Deckung aggressiver zu Werke ging, hatten wir Melsungen schnell im Griff. Schon zur Pause war die Sache klar, obwohl wir bis dahin drei Siebenmeter vergeben haben. Ab der 15. Minute war es eine wirklich sehr gute Leistung der gesamten Mannschaft. Mich hat gefreut, dass alle eingesetzten Spieler überzeugt haben. Nach dem Ausfall von Daniel haben auch Zouzou, Bennet und Spatzi Verantwortung übernommen und bei diesem souveränen Sieg sehr geholfen. Auch auf die Torhüter konnten wir uns verlassen. Nandor Fazekas hat ja bis zur 50. Minute einundzwanzig 21 Bälle gehalten, und Goran Stojanovic war in den letzten zehn Minuten mit vier Paraden ebenfalls gut drauf.

    Quelle: vfl-gummersbach.de

  • Das war es dann endgültig mit der Meisterschaft. Dennoch sollten mindestens 14 Punkte aus den restlichen 9 Spielen ein realistisches Ziel bleiben.