Beiträge von Däne

    Zitat

    Original von Todde1973
    35. Spieler A3 gelingt es, den Richtung Seitenaus fliegenden Ball noch vor der Seitenlinie mit einer Hand A7 zuzuspielen. Er gerät bei dieser Aktion jedoch mit einem Fuß außerhalb des Spielfeldes. A7 erzielt ein Tor. Richtige Entscheidung?

    a) Einwurf für B
    b) Freiwurf für B
    c) Tor
    d) Hinausstellung von A3

    Richtige Antwort ist c (mit Bezug auf 11:1)

    @ sunny-1: Aus der Fragestellung geht nicht eindeutig hervor, ob der Spieler im Moment der Ballberührung im aus ist oder nicht. Von daher ist diese Frage nicht vergleichbar mit dem hier dargestellten Problem.

    Außerdem geht es bei uns ja darum, dass der Spieler sich nicht bewegt (Da hast Du ja selbst so intensiv drauf rumgeritten). Insofern ist Dein Einwand mit langem Schritt usw. nicht heranzuziehen.

    hilsen

    Da die Zeitstrafen auf der Tafel angezeigt werden, ist die Mannschaft selbst verantwortlich für den Wiedereintritt !!

    Ich verstehe den Sachverhalt im Grunde genommen nicht. Wenn die Zeitstrafen auf der Tafel mitlaufen hat doch jeder sofort die Kontrollmöglichkeit.

    Wie kann der von Dir geschilderte Fall eintreten?

    hilsen

    Also zunächst handelt es sich bei der Regel 7:10 darum, dass der ballbeitzende Spieler sich aus dem Spielfeld ins aus bewegt ! Siehe hierzu den englischen Regeltext:

    Zitat

    If a player with the ball moves outside the playing court with one or both feet (while the ball is still inside the court), for instance to get around a defending player, this shall lead to a free-throw for the opponents (13:1a).

    Für die Beantwortung der Frage ist die Regelklarstellung Nr. 6 des DHB heranzuziehen die da sagt:

    Zitat

    6. Verlassen des Spielfeldes
    Wenn ein Spieler mit einem Fuß die Spielfläche (Ball innerhalb) verlässt, ohne einen Abwehrspieler zu umlaufen, dann ist auf FW für die andere Mannschaft zu entscheiden (eigener Vorteil), es sei denn, dass er durch seinen Schwung dorthin getragen wurde. Dann geht das Spiel weiter.

    Also Loomit: Die Entschidung muss freiwurf lauten

    sunny-1: mit "aus" meinte ich den Spieler und nicht den Ball

    hilsen

    Das meinst Du doch nicht ersnt - ODER ??

    Wer "Aus" ist ist "Aus" - Fertig !!

    hilsen

    Zitat

    Original von Schmiddy
    Nein heißt es nicht, aber wenn eine Mannschaft 58min. mit einer schnellen Mitte spielt und dann bei einer 4 Tore Führung normal zur Mitte geht, dann muss diese Mannschaft damit rechnen, das ich den Arm ziemlich früh hebe beim durchspielen...
    Es soll nicht heißen, dass ich die Mitte, bzw. den Anwurf bereits mit erhobenen Arm anpfeife.

    Moin Schmiddy,

    eben darum geht es. Wir müssen hier ganz klar herausstellen, dass bei uns als SR eine Alarmglocke angeht wenn das passiert. Die folgenden Aktionen sind dann "unter strenger Beobachtung" was den Druck angeht !

    Ich möchte vermeiden, dass hier der Eindruck entstehen könnte, dass alleine das "normale" zur Mitte bringen des Balles schon "passiv" ist.

    Viele Leser des Forums versuchen sicherlich auch durch diese Diskussionen dazu zu lernen. (Ich z. B. ;))

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    Moin Moin,

    @ Schmiddy

    Warum muss ich denn in irgendeiner Minute überhaupt berücksichtigen, ob die Mannschaft schon einmal "schnelle Mitte" gespielt hat ?

    Die "schnelle Mitte" ist ein taktisches Mittel zum vortragen eines Angriffes. Ich "(ver)urteile" ja auch nicht die Mannschaft die 50 Minuten einen Wechsel für Ihren Halblinken Shooter zum Torerfolg eingesetzt hat, in den letzten 10 Minuten aber nicht mehr benutzt zum "passiv"

    Wir müssen hier extrem aufpassen nicht zuviel in diese Regel zu interpretieren!

    Wenn eine Mannschaft über 50 Minuten extrem auf Schnelligkeit spielt, in den letzten Minuten aber auf "normal" umschaltet heist das ja nicht , dass sie keinen Druck aufbauen willl.

    Was peppi99 gesagt hat findet meine volle Unterstützung.

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    @ peppi99 und TLpz

    Ich stimme Euch ja zu! Wenn der Abwehrspieler regelwidrig den Kreis betritt, gibt es 7m - auch bei mir.

    Aber genau das ist der Knackpunkt, ich muss entscheiden, ob der Abwehrspieler einen Vorteil erlangt hat, denn nur dann darf ich ihn für das Betreten bestrafen.


    hilsen

    Zitat

    Original von TLpz
    Wow! Jetzt schon Endscheidungen nach was hätte wäre wenn im Handball? Wenn der blöde Ball nicht die Leine über dem Feld berühert hätte wäre er ins Tor gegangen, deshalb entscheide ich auf Tor? Bin ich auch überzeugt das der Angreifer frei vom Kreis eigentlich hätte treffen müssen wenn er nicht so dusslig gewesen wäre?

    Die Schiedsrichter haben Tatsachenentscheidungen zu treffen! Und die Tatsachen liegen wie folgt: Abwehrspieler steht im Kreis (egal ob 1cm oder 1m); der Angreifer rennt in den Abwehrspieler hinein.

    Die Argumentation, der Angreifer hätte das Foul auch begangen wenn der Abwehrspieler korrekt gestanden hätte, zieht nicht. Keine Tatsache. Der Abwehrspieler verstößt ganz klar nach Regel 6:1. Grundsätzlich bleibt dem Schiedfsrichter hier nur festzustellen, ob hier einer der Punkte aus 6:2 oder 6:3 Anwendung finden kann. Daran knüpft sich die Spielfortsetzung. Ich persönlich würde wohl zu 6:2c tendieren.

    TLpz

    Natürlich haben wir Tatsachenentscheidungen zu treffen. Das will ich auch nicht in Frage stellen. Die von Schmiddy erwähnte Situation habe ich auch schon bei Lehrveranstaltungen gehört. Allerdings ohne dass sich der Lehrwart nun hinstellt und den expliziten Regelbezug runterbetet.

    Ich habe versucht die Erklärung für diese Regelauslegung, die ich nicht erfunden habe, zu geben. Nun will ich denn mal versuchen die "Regelbezügler" auf meine Seite zu kriegen:

    Als Ausgangspunkt nehme ich 6:3b

    Zitat

    Das Betreten des Torraums bleibt ungeahndet wenn ein Spieler ohne Ball den Torraum betritt und sich dadurch keinen Vorteil verschafft;


    Im beschriebenen Fall geht es darum, dass der Abwehrspieler alles richtig macht, also bei der Seitwärtsbewegung nicht durch den Raum abkürzt, und nun deutlich vor dem Angreifer am Ort ist und seine korrekte Abwehrposition eingenommen hat. Dabei tritt er nun mit der der Hacke auf die Linie, wohlgemerkt er steht nicht 1m im Raum oder so.
    Worin siehst Du jetzt seinen Vorteil, weil der ist die Grundlage, 6:3 zu kippen ?(

    Ich kann diesen Vorteil nicht erkennen und entscheide deshalb auf Stürmerfoul (Ich bleibe bei diesem Begriff :D)

    hilsen

    Zitat

    Original von Schmiddy

    Ich habe leider nichts mehr schriftliches hier um es euch zu zeigen, vielleicht hat es ja jemand anderes zur Hand.
    Oder bin ich der einzige der das so kennt?

    Bei dieser Frage, die m.E. eigentlich nichts mehr mit meiner Eingangsfrage zu tun hat :nein:, taucht die gleiche Problematik auf, wie in dem Thread mit dem Kreisläufer.

    Das Handballspiel ist so dynamisch und schnell geworden, dass die Spieler bei ihrer Positionierung nicht immer genau auf den Zentimeter agieren können.

    Deshalb kommt es eben vor, dass der Abwehrspieler ohne, dass er selbstverständlich quer durch den Kreis läuft, eine seitliche Bewegung macht um den Angreifer zu begegnen und dabei mit den Hacken auf die Linie tritt. Rennt ihn der Angreifer nun frontal an ist selbstverständlich auf Stürmerfoul zu entscheiden.

    Um den Kommentaren, die jetzt kommen vorzugreifen. Selbstverständlich gebe ich kein Tor wenn der Angreifer beim Torwurf ausversehen auf die Linie tritt, sondern Abwurf.

    Der Unterschied ist, wie Schmiddy richtig bemerkt, dass der Angreifer auch ohne die Linienberührung das Stürmerfoul begangen hätte.

    hilsen

    Zitat

    Original von sunny-1
    Hallo Schmiddy,

    in jeder Situation kann man auch nicht davon ausgehen. Das wäre auch dem Spielgedanken nicht zuträglich. Aber, wenn immer wieder der gleiche Spieler die gleiche Regelwiedrige Aktion durchführt um sich einen Vorteil zu erarbeiten, dann mache ich mir schon mal Gedanken, ob das nicht Absicht ist.

    Denn nur wenn ich Absicht unterstellen kann, ist es Unsportlich und kann Progressiv werden.

    Hallo sunny-1

    im Prinzip liegen die Meinungen über die Progression ja nicht so weit auseinander.

    Eigentlich herrscht hier doch nur Uneinigkeit darüber ab wann man jemandem Absicht unterstellen kann. In dem von Dir beschriebenen Beispiel des Stürmerfouls stimme ich Dir voll und ganz zu.

    Wenn wir uns jetzt noch einmal der Ausgangsfrage zuwenden, ist es doch vergleichsweise schwer. Da der Kreisläufer im Grunde auf das Abwehrverhalten reagiert, sich dabei gleichzeitig um das Angriffspiel seiner Mitspieler und den Ball konzentrieren muss, ist es doch fast schon unmöglich hier von einem absichtlichen Betreten zureden. Er kann doch auch jederzeit argumentieren, dass er um einen regelwidrigen Körperkontakt zu vermeiden einen Ausweichschritt getan hat und dieser war in den Kreis.

    Nehmen wir einen anderen Fall. Ein Abwehrspieler versucht eine regelgerechte Abwehrposition einzunehmen um einem Angreifer zu begegnen. Weil dieser aber athletisch besser ist, gelingt das dem Abwehrspieler widerholt nicht und er kommt einen Schritt zu spät. Die Abwehraktion entspricht nicht den Regeln ist aber auch nicht unsportlich.

    Vorrausgesetzt der Abwehrspieler agiert nicht ausschließlich auf den Körper würdest Du hier progressiv bestrafen ?(

    hilsen

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    Original von berndo
    Däne: Willst du darauf hinaus, dass ein Angriffsspieler (zu dem wird Abwehrspieler B ja mit Ballannahme) den "eigenen" Torraum betritt und der Fall in den von dir zitierten Regeln nicht abgedeckt ist?


    Ja darauf will ich hinaus

    Zitat

    Original von berndo
    Ich denke, der Regelgeber hat diesen Fall wohl mit 6:1 zusammen mit 6:3 abgedeckt gesehen:

    6:1 verbietet es dem Feldspieler _den_ Torraum (also den gegnerischen oder auch den eigenen) zu betreten, und 6:3 regelt die Ausnahmen, wann dies ungeahndet bleibt: Betreten _nach_ Spielen des Balles bzw. Betreten _ohne_ Ball ohne eigenen Vorteil bzw. gegnerischen Nachteil.


    Aber Regel 13:1 regelt die Freiwurfentscheidung folgendermaßen:

    Zitat

    Grundsätzlich unterbrechen die Schiedsrichter das Spiel und lassen es durch einen Freiwurf für die andere Mannschaft wiederaufnehmen, wenn:

    a) die ballbesitzende Mannschaft eine Regelwidrigkeit begeht, die zu einem Verlust des Ballbesitzes führen muss (4:2 bis 3, 4:5 bis 6, 5:6 bis 10, 6:5 1. Absatz, 6:7b, 7:2 bis 7:4, 7:7 bis 8, 7:10 bis 11, 8:8, 10:3, 11:4, 13:7, 14:4 bis 7 und 15:7 Absatz 3 und 15:8).

    b) die abwehrende Mannschaft eine Regelwidrigkeit begeht, die dazu führt, dass die ballbesitzende Mannschaft den Ball verliert (4:2 bis 3, 4:5 bis 6, 5:5, 6:2b, 6:7b, 7:8, 8:8).


    Da ist von 6:1 und 6:3 nicht die Rede ?(

    Zitat

    Original von berndo
    EDIT: das heisst Betreten vor Spielen des Balles ist in jedem Fall zu ahnden.


    Meinst Du das Betreten des Kreises ohne Ball ? Dann greift doch m.E. 6:3b - oder ?(

    Zitat

    Original von jfherden
    Die Regeln sehen - wie du ja auch beschreibst - in beiden Fällen einen Freiwurf für A vor. Solche Entscheidungen bedürfen aber in den meisten Fällen einer Erklärung, sonst ist es nicht ersichtlich.


    Ich habe geschrieben, dass wir so pfeiffen. Das in der Regel auch so akzeptiert wird. Ich mir aber beim genauen Betrachten der Regel eben diese momentan diskutierte Frage aufdrängt :)

    Zitat

    Original von Dany
    Würdest du dann auch nicht pfeifen wenn ein Spieler vom Kreis bis zur Mittellinie ohne Prellen durchläuft (Abwehr schon alle in der Verteidigung)? Es macht da ja auch keinen Unterschied ob er prellt oder nicht.


    Hier ist ein Pfiff vorgeschrieben weil der Spieler gegen Regel 7:3 verstößt und Regel 13:1 einen Freiwurf vorsieht.

    @ all
    Im Grunde geht es hier darum festzustellen, ab wann man da dem Spieler einen Vorteil hineininterpretieren kann um nach Regel 6:2 einzugreifen.

    Einfacher wäre es doch gewesen den Wortlaut der Regel so zu fassen, dass es grundsätzlich verboten ist den Kreis zu betreten und gleichzeitig den Ball zu spielen. Da dies aber nicht der Fall ist haben die "Regelschreiber" Ausnahmen zugelassen, die es hier zu finden oder zu verneinen gilt.

    Sollten wir uns darauf einigen können (ich bin schon mal dafür :)), dass das Betreten und Spielen gleichzeitig verboten ist. Sollte die Regel umgeschrieben werden.

    @ Schmiddy: und jetzt sind wir da, wo Du sagtest:

    Zitat

    In Zukunft sagen wir noch... "was im Regelwerk stimmt nicht".... :wall:

    hilsen :hi:

    Hallo zusammen,

    eine Frage zur Auslegung der Regel 6:2

    Zitat

    6:2 Beim Betreten des Torraums durch einen Feldspieler ist wie folgt zu entscheiden:

    a) Abwurf, wenn ein Spieler der angreifenden Mannschaft mit Ball den Torraum der gegnerischen Mannschaft berührt. Dasselbe gilt, wenn er nicht in Ballbesitz ist, aber durch das Betreten des Torraums einen Vorteil erlangt (12:1);

    b) Freiwurf, wenn ein Abwehrspieler seinen Torraum betritt und dadurch einen Vorteil erlangt, ohne aber eine klare Torchance zu vereiteln (13:1b), siehe auch Erläuterung 5.

    c) 7-m-Wurf, wenn ein Abwehrspieler durch das Betreten des Torraums eine klare Torgelegenheit vereitelt (14:1a).

    Oft kommt es im Spielverlauf vor, dass die angreifende Mannschaft (A) den Ball verliert und sich bereits auf dem Rückzug befindet. Nun bekommt ein Spieler der Mannschaft B den Ball und will einen Pass spielen. Bei der Ausholbewegung macht er unbeabsichtigt einen Schritt nach hinten und tritt in den eigenen Kreis. - Eure Entscheidung?

    Zweite Situation: Nach einer mißglückten Finte verliert A10 den Ball aus der Hand und rollt auf B7 zu. Dieser bückt sich und hebt den Ball auf. Dabei steht er mit einem Fuß auf der Linie des Kreises - Eure Entscheidung?

    Diese Situationen passieren m. E. häufiger als man meint. Mein Partner und ich entscheiden regelmäßig auf Freiwurf gegen B. Dies wurde zumindest bei uns auch immer ohne großes Knurrren akzeptiert. Trotzdem denke ich, dass die Regel hier nicht ganz sauber zuende dekliniert ist.

    Feuer frei :hi: :hi:

    hilsen

    Zitat

    Original von Häge
    Moin Moin,

    ich hatte bei einen anderen Thema folgendes Beispiel angebracht:

    Kann ich einem Kreisläufer Unsportlichkeit unterstellen, wenn er sich einen Vorteil verschafft, in dem er den Abwehrspieler immer wieder durch den Torraum umläuft und und ich ihn schon drauf hingewiesen habe, daß das nicht erlaubt ist bzw. öfters gegen ihn auf Abwurf entschieden habe?

    Und kann ich ihn dafür bestrafen?

    Gruß Häge

    Ich bin hier Schmiddys Meinung, dass nicht progressiv bestraft werden soll.

    Ich kann auch keinen Vergleich zu der Bestrafung des Abwehrspielers erkennen, der permanent den Kreisläufer hinterläuft.

    Wenn ich als SR das Spiel unterbreche um das Fehlverhalten des Abwehrspielers zu ahnden, und dies führt im Wiederholungsfall nicht zu einer Progression, bestrafe ich im Grunde immer die angreifende Mannschaft. Der Abwehrspieler könnte immer eintreten um den Angriffsfluss zu unterbrechen und würde hierfür durch meinen Pfiff auch noch "belohnt". :nein:

    Hinterläuft jedoch der Kreisläufer den Abwehrspieler, wechselt sofort der Ball und damit verliert die angreifende Mannschaft ihren Vorteil.

    Zitat

    Original von Schmiddy
    Der Halbspieler bricht im jeden Angriff zwschen 1 und 2 durch und erzielt ein Tor. Leider braucht er dafür immer 5 Schritte.
    Das würdest du also progressiv Bestrafen

    Natürlich wird der Halbspieler nicht bestraft. Aber Du würdest doch das Tor nicht geben - oder ?( :pillepalle:

    hilsen