Gelungener Start in die U19-EURO: DHB-Team schlägt Polen in Pápa mit 40:22
Leppert verletzt ausgeschieden
Optimistisch waren sie nach Ungarn gereist – und das erste Spiel bei der U19-Europameisterschaft bestätigte die Zuversicht: In Pápa schlug die Juniorinnen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes am Freitag die polnischen Talente der Jahrgänge 1990 und jünger klar mit 40:22 (23:14). „Das war ein sehr ansprechender Auftakt. Wir haben alles umgesetzt, was wir im Vorfeld von Polen erkunden konnten“, sagte Bundestrainer Osmann. „Mit diesem Spiel haben wir uns auch Sicherheit geholt.“ Zuvor hatte sich U18-Weltmeister Russland in der Neuauflage des WM-Finals gegen Serbien mit 34:28 durchgesetzt.
Das Team von Osmann und DHB-Trainerin Kathrin Blacha muss sich nun auch gegen diese beiden Mannschaften behaupten, um die Hauptrunde zu erreichen. In Györ trifft Deutschland am Samstag ab 18.30 Uhr auf Serbien, bereits am Sonntag um 12.30 Uhr beginnt der Vergleich mit Russland. Für den weiteren Kampf um die Medaillen qualifizieren sich nur die ersten beiden Mannschaften jeder der vier Vorrundengruppen – die untereinander erzielten Ergebnisse bleiben in der Wertung.
Bereits nach 30 Sekunden musste die deutsche Mannschaft allerdings einen schweren Schlag verkraften: Kreisläuferin Anika Leppert verletzte sich bei ihrem Tor zum 1:0 am Knie und musste im Krankenhaus von Pápa untersucht werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus.
Dank einer sehr guten Abwehr, dem daraus resultierenden Gegenstoß und hohem Tempo kontrollierte die U19 des DHB die Partie. Über 12:6, 23:14 und 33:17 kamen Kim Naidzinavicius & Co. zu einem klaren Erfolg. „Wir konnten uns nicht schonen, denn im Ernstfall kommt es auch auf das Torverhältnis an“, sagte Osmann mit Blick auf das weitere Programm. Als beste Spielerin wurde Luisa Schulze ausgezeichnet. Die Leipzigerin agierte sowohl in der Abwehr als auch im Angriff auf hohem Niveau.
Vor dem eigenen Spiel hatte der Eisenacher das Duell Russland gegen Serbien beobachtet. „Beide Mannschaften sind wahnsinnig stark“, erkannte der 59-Jährige. „Russland spielt einen hochmodernen Handball, hat sich aber erst in der Schlussphase absetzen können. Wir werden morgen gegen Serbien unser erstes Endspiel erleben. Da brauchen wir mindestens die gleiche Leistung wie gegen Polen.“
Deutschland – Polen 40:22 (23:14)
Deutschland: Glaser, Kurzke; Bönighausen (5), Eisenkolb (2), Busch (4), Schmele (1), Naidzinavicius (6), Thomas (2), Wenzl (2), Zapf (5), Müller (5), Hellriegel (3), Leppert (1), Schulze (5)
Schiedsrichterinnen: Bonaventura/Bonaventura (Frankreich)
Quelle
http://www.dhb.de/index.php?id=107&tx_ttnews[tt_news]=1231&tx_ttnews[backPid]=20&cHash=2ddb105626