Beiträge von Oli

    Für mich gibt es gar keine andere Entscheidung als rot.

    Wenn ich es richtig gesehen habe, trifft Hannawald den von ihm aus gesehen schräg links springenden Gegenspieler mit dem rechten Bein. D.h. für mich, er muss das Bein geradeaus in Richtung Spieler gestreckt haben und nicht -wie eine normale TW-Aktion- zur Seite um das Tor zu decken.

    Deshalb das ganze für mich nie eine Abwehraktion, sondern ein gezielter Tritt. Naja, die Absicht kann man ihm in dieser Aktion nur schwer nachweisen, aber die gesundheitsgefährdung auf jeden Fall!

    Das Betreten der Spielfläche als solches rechtfertigt nicht eine weitergehende Bestrafung als die normale Progression. So steht in Regel 4:2 zweiter Abschnitt ja auch:

    "Im allgemeinen ist ein Mannschaftsoffizieller nicht berechtigt, während des Spiels die Spielfläche zu betreten. Ein Verstoß gegen diese Regel ist als unsportliches Verhalten zu ahnden (8:4, 16:1d, 16:3d und 16:6b)."

    Man beachte besonders die Regelverweise in der Klammer:
    16:1 -> gelbe Karte
    16:3 -> 2 Minuten
    16:6 -> rote Karte

    Die Regeln sehen somit ausdrücklich als "Mindeststrafe" die gelbe Karte vor.


    Der Zeitnehmer ist auch nur für diesen Sachverhalt zuständig.
    Damit meine ich, das aufgrund der Beobachtungen des Zeitnehmers nur das Betreten der Spielfläche bestraft werden kann. Wenn die Schiris das grob unsportliche Verhalten nicht selber festgestellt haben, ergibt sich keine Bestrafungsmöglichkeit für die Schiedsrichter.

    Zuletzt bleibt auch noch die Erläuterung 9, die im 2. Absatz dem Zeitnehmer vorschreibt, sofort ohne Beachtung der allg. Vorteilsregeln zu pfeiffen. Also lasst den Zeitnehmer leben: Es gibt Schiris mit wenig Fingerspitzengefühl und auch Zeitnehmer: Wir sind eben alle "nur" Menschen.

    Man kann nie wissen...

    Vor einiger Zeit wurde im THV ein Spiel von durch Streit der beiden untereinander Schiedsrichter abgebrochen (Angesetzte Schiris nicht anwesend, man einigte sich auch "sich neutralisierende" Schiris).

    Einer hatte eine Lizenz, der andere nicht.
    Folge: Sperre bis zum 31.12.2003 für den Schiedsrichter beim ausüben dieser Funktion, für den anderen für "jegliche Funktionen im Bereich" des Landesverbandes.

    Und es kam ein Spiel im Oktober 2003, da spielte eben gerade dieser "Nicht-Schiedsrichter" als Spieler mit (er hatte schon vorher einen Pass). Folge: Entscheidung auf Spielverlust wegen Einsatz eines unberechtigten Spielers. (Der Verein verzichtete auf Einspruch).

    ...Man kann nie wissen, was kommt.

    Jeder Verband (Ausnahme die Bundesligaverbände) hat seine Schiedsrichterordnung und damit seine Regelung:

    Aus der Thüringer Sicht heisst das:

    Schiedsrichter mit THV (Landesverbands)-Ausweis: freier Eintritt zu allen Spielen im Verantwortungsbereich des THV (bis Oberliga).

    Schiedsrichter mit SWHV (Regionalverbands)- Ausweis: freier Eintritt zu allen Spielen im Verantwortungsbereich des SWHV (Regionalligen)

    Schiedsrichter mit DHB-Ausweis: freier Eintritt "nach Maßgabe des DHB", d.h. alle Spiele Bundesligen und DHB-Pokal

    Praktisch bin ich bis jetzt aber auch mit dem Regionalliga-Ausweis in alle tieferen Ligen reingekommen.

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    Original von handballreferee
    Ivh kenne jemand, der hat vom SR die rote Karte bekommen und hat sie ihm weggenommen, durchgerissen und ist draufrumgetrampelt.

    Meinem Partner ist das mit der gelben Karte mal so nebenbei passiert. Freiwurf gepfiffen, er hebt gerade die gelbe Karte hoch, da kommt von hinten der Ball und zerstückelt ihm seine gelbe Karte in der Hand.
    Von da an, musste er die gelben Karten mit einer Kartenstück anzeigen.

    Seit ihr eigentlich schonmal als Schieri angefeuert worden? In meiner Anfangszeit hatte sich meine Pfeifferei bei meinem Freunden rumgesprochen. Irgendwann hatte ich dann mal bei einem Jugendspiel einen Fanklub - die Mannschaften nicht. :P

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    Original von Handballgott
    Jetzt vergleich das aber bitte nicht, denn beim Basketball hast du die persönlichen Fouls und du hast Manndeckung, das ist beim Handball nicht so und das würde nur geklammere und ball sperren der Deckung geben oder komplett neue Deckungsregeln.


    Du hast sicherlich recht. Auf die Abwehr bin ich auch gar nicht eingegangen. Nur auf das -meiner Meinung nach- Missverständnis, eine Angriffszeitbeschränkung macht den Handball attraktiver.

    Ich schaue mir auch Basketballspiele an. Auch dort gibt es trotz Zeitbegrenzung langweilige Spiele.
    Ich finde die Annahme, mehr Angriffe - höhere Spielqualität sehr gewagt.
    Mehr Angriffe -und nur das bedeutet eine Zeitbegrenzung- mehr Würfe aufs Tor. Die kommen dann aber aus unmöglichen Positionen und die Spieler udn Zuschauer freuen vorallem dann, wenn so eine Gurke doch noch den Weg ins Tor findet.

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    Original von Todde1973
    Klar, er hat uns das ja damals auch erklärt - allerdings hat er nicht gesagt, warum er gleich 2 Punkte abzieht...

    Wenn er den Bogen benutzt hat, der sich eigentlich langsam im DHB durchsetzt bzw. durchgesetzt hat (0-100Punkte in 12 Kategorien), ist die kleinste Einheit, die er abziehen kann 2 Punkte.
    Bei der Note "andere Regeln" geht er eine Note tiefer. Diese wird aber mit 2 multipliziert, macht also 2 Punkte Abzug.

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    Original von jfherden
    Oli, du widersprichst dir selbst... Gestern schreibst du, dass man keine Grenzen ziehen kann, heute, dass man das nicht so eng sehen sollte.

    Ich habe Dein Posting von gestern - und damit meines auch - auf die Theorie bezogen angesehen.

    Meines heute auf die Praxis.

    Ich würde sagen, klassischer Fall von einem Missverständnis. :hi:

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    Original von Schmiddy
    Hier liegt das Problem, dass das menschliche Auge einfach nicht in der Lage ist, dieses zu kontrollieren. Und wer mir erzählen will das er das alles 100%ig wahrnehmen kann, der soll mir das zeigen :lol:


    Will man das überhaupt? Ich bin ehrlich, ich nicht!

    Normalerweise läuft doch eine schnelle Mitte so ab: Der erste stürmt zum Mittelpunkt, bekommt den Ball und führt aus. Alle anderen kommen also später. Sie können wenn, dann sowieso nur ein paar Zenitmeter über der Mittellinie sein. Welchen Vorteil haben sie, wenn sie 0,5Sekunden vor dem Pfiffe schon mit einem Schritt über der Linie sind (d.h. mit dem Fuss in der gegnerischen Hälfte aufgekommen)? Meiner Meinung nach keinen, zumal wir, wenn wir sowas entscheiden würden wollen, technische Unterstützung brauchen. Dann müssten wir gleich Kameras installieren -dann bitte auch zur Überwachung des Kreisen (abgestandene Würfe)- und das wäre dann wie beim Tennis: BEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEPPPPPP ;)

    Wenn ein Spieler so gut ist, sich auf meine Anpfiffe so gut einstellt, dann soll er das ruhig tun, ich nehme die Entscheidung nicht auf mich, zu sagen mit 0,5Sekunden ist der eine da auf ganz Aussen (der eh den längsten Weg zum Tor hat) zu früh gestartet.

    Zitat


    Auch hier muss ich dir leider wiedersprechen, da wir den 3. Mann schon längst haben. Zumindenstens in der Bundesliga bei ausgewählten Spielen (jedes TV-Spiel z.b.) der genau wie beim Fußball dafür sorgt das es ruhig auf den Bänken ist. Nennt sich auch Technischer Delegierter und wenn der das Spiel unterbricht und den SR sagt, gib mal den Trainer "gelb" der steht ständig im Spielfeld und reklamiert haben die Schieris es zu machen.
    Also den 3. Mann haben wir höherklassig schon :angel:

    Den technischen Deligierten als 3. Schiedsrichter zu bezeichnen halte ich für übertrieben. Er hat "nur" die Aufgabe zwei Sachen zu überwachen. Zum einen, ob das Spiel in geordneten Bahnen verläuft. Zum anderen das Auswechselraumreglement.
    Wenn die Schieris sich querstellen (was sicherlich nur theoretisch passiert), hat er wenig Chancen, nämlich nur den shriftlichen Bericht.

    Hallo,

    Eure Vorschläge sind ja sehr vielfältig und ich finde ganz schön grass.

    Das wegfallen der Noteriung der Tore durch die Schieris ist, denke ich, eine sehr gute Sache. Spätestens ab der Regionalliga gibt es eh neutrale Kampfgerichte. Ich kenne auch schon Schieris, die das so machen und sie sind der Meinung, dass man dadurch viel Zeit gewinnt.

    Das Spiel mit Abwurf fortzusetzen, halte ich für Problematisch. Vor einiger Zeit hat man das im Osten (Polen oder Tschechien?) mal in der 1. Liga getestet. Die Folge: Handball war nicht mehr Handball. Das gesamte Spiel hat sich geändert und ich denke, da kommt dann irgend so ein Basketballverschnitt raus. Nichts gegen Basketball, aber: Haben wir das nötig?

    Die Spieler "in der Nähe der Mittellinie" aufstellen zu lassen ist nicht durchführbar. Welcher Schieri bekommt das durch, der Heimmannschaft den Anwurf zurückzupfeiffen, weil ein Spieler 8m weg stand und dann einen der Gastmannschat durch zu lassen, weil es nur 7m waren? Wo und wie will man hier die Grenze ziehen? Wenn freigeben, dann richtig und nur noch einer muss am Mittelpunkt stehen.

    Den dritten Schieri einzuführen braucht sehr große Schieri-Taktische Vorbereitung. So einen wie der 4. beim Fussball halte ich für sinnlos. Als man in der NBA im Basketball den 3. Schieri eingeführt hat, hat man die gesamte Raum- und Aufgabenverteilung neu definiert und trainiert.
    Auch mit einem weiteren Schieri wird sich das Problem der schnellen Mitte nicht lösen. Es gibt eben in einem Spiel einfache und schwierige Aspekte.

    Die schwierigen zu lösen, können Profi-Schieris in jedem Fall besser. Ich behaupte, die Vereine der Bundesligen hätten auch genug Geld, sie zu finanzieren. Man müsste nur wollen!

    Hallo,

    Als Schieri hat man die Aufgabe, alles zu tun, um ein Spiel auszutragen. Das heisst auch ein spiel beliebig später anzupfeiffen, wenn die Austragung noch irgendwie möglich ist. Notfalls verschieben sich dann eben alle folgenden Spiele, die ich als Schiri noch so habe. Pech für die Mannschaften, aber im Allgemeinen hat man ja genug Zeit, um kleine Verspätungen auszugleichen.
    Im THV ist übrigens eine Wartezeit vom 30 Minuten vorgeschrieben, es sei denn die Austragung höherklassiger Spiele wird gefährdet oder unmöglich.

    Wir persönlich hatten letzte saison folgende Ansetzung:

    15:00 mJA-OL Verein A - Verein B
    17:00 M-OL Verein A - Verein B

    Clevere Ansetzujng, spart Fahrt- und Schierikosten. Problem war nur, Verein B kommt mit dem Bus in eine Vollsperrrung auf der Autobahn und kam somit erst gegen 16:30Uhr an.
    Da wir die Zuschauer, die zum Männerspiel gekommen sind, nicht ärgern wollten, haben wir um kurz nach 17Uhr das Männerspiel angepfiffen (nachdem sich beide Mannschaften ausreichend warm gemacht hatten) und anschließend gegen 19:00Uhr das Spiel der mJA. Dadruch haben zwar viele Leute (wir auch) den gesamtem Tag in dieser Halle verbracht, aber alle konnten spielen.
    Das ganze hatte auch noch etwas gutes: So konnten wir das CL-Spiel vom SCM um 15:00 im Fernsehen sehen. ;)

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    Original von Andre
    Da es bei uns nur die Verbandsliga (oder Kreisübergreifend oder wie man es auch nennen möchte) gibt und danach schon die Oberliga kommt, wird die Verbandsliga von Vereinsschiedsrichtern gepfiffen, Oberliga natürlich angesetzt.

    Aber nur die Jugend. Zum Glück ;-), Bei den Erwachsenen werden alle Spiele angesetzt und versucht neutrale zu hinzuschicken.

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    Original von Andre
    Da ich zur Zeit keinen festen SR-Partner habe, überlasse ich das immer dem Partner :) Aber sowas wie "Wir pfeifen und entscheiden und wünschen uns ein faires Spiel..." ich denke so wirklich interessiert das niemanden wenn du so kurz vor Anpfiff noch was erzählst :)

    Stimmt. :head: Und deshalb ist es auch fast egal, was Du sagst.