Beiträge von hlp

    Mich ärgert viel mehr, dass ein Kuzmanovic bis 28 vom Markt ist. Vielleicht geht mit Mandic was. Simic ist leider zu treu und voll auf Ahle Worscht und Frikadelle und warum sollte der auch wechseln wollen. Er ist ja schon beim besten Verein der Welt.

    Der dicke Emil ist Wolkenkuckucksheim.

    Von einigen wird Knorr auch dieses Jahr wieder in Frage gestellt und es wird auch so bleiben. Er spielt eben nicht immer nur den sicheren Pass sondern versucht auch außergewöhnliches und wenn das dann schief geht, regen sich manche halt drüber auf. Das macht ihn allerdings auch für die Abwehr unberechenbarer und das verschafft auch den Nebenleuten Platz.

    Ein Uwe Gensheimer wurde auch von vielen dauerhaft kritisch gesehen und jeder Fehlwurf wurde diskutiert. Aktuell, bzw. eigentlich seit er nicht mehr dabei ist, bemängelt man die fehlende Gefahr und die Quote auf Außen. Ob da ein Zusammenhang besteht...?

    Es geht nicht ums meckern um des meckerns Willen, sondern darum, ob seine Fehlerzahl gegenüber seinen guten Aktionen im annehmbaren Bereich bleibt. Bei Überzahl unmotiviert ins Aus passen oder locker aus der Hüfte dem Morawski blaue Flecke auf den Pelz brennen hat wenig mit Überraschungsmoment oder Genialität zu tun. Das ist einfach keine gute Entscheidungsfindung.

    Das hat FNass auch schon immer gemacht. Man muss nun aber auch nicht jeden Fehlwurf als Turnieraus titulieren.

    Im linearen Fernsehen sollten aber auch Zuschauende mitgenommen werden, die nicht sooft Handball schauen.

    Jogi hatte da auch mal eine ganz andere Emotionalität.

    Weil er es schon immer gemacht hat, muss er es aber nicht bis zur Rente so durchziehen und man kann auch einem Eventpublikum etwas sachlicher ein Sportereignis näher bringen.

    Du missverstehst mich. Ich habe nicht Jicha als Trainer gelobt, sondern Alfred, der mit Weltklassespielern, von denen Jicha bei Kiel nur einer war, umgehen konnte. Da ist bereits eine gemeinsame Basis entstanden, die es möglich machte, dass Alfred mit Jicha die gemeinsame Trainertätigkeit beim THW so geräuschlos durchziehen konnte.

    Einen Trainerwechsel geräuschlos hinzubekommen ist zwar schön und gut, aber jetzt auch nix, was ich besonders hervorheben würde.

    Wenn schon, dann einen, wo es nach einem "Übertrainer" genauso gut oder sogar besser weitergeht. Wie Arne Slot in Liverpool z. B.

    Die Geräuschlosigkeit eines Trainerwechsels hängt auch nicht nur von den Trainern ab, sondern vor allem vom Umfeld und der sportlichen Situation.

    Diese Situation war von vornherein für Prokop in der Nati z. B. äußerst schwierig.

    Natürlich startet er dann auch mit klaren Nominierungsfehlern und macht es sich noch schwerer.

    Aber sein Wechsel zu Hannover war wiederum geräuschlos und dort hatte man keine Vorbehalte gegen ihn und schwuppdiwupp kommt auch der Erfolg wieder.

    Fazit. Ein Trainer hat nicht alles allein in seiner Hand. Er ist auch auf sein Umfeld angewiesen. Aber er hat natürlich auch Fehler gemacht.

    Als Wiegert seine aktive Spielerlaufbahn beendete, war Prokop schon 10 Jahre auf der Trainerbank :hi:

    Aber sonst gehe ich mit. Ich finde den Prokop ja auch gut. Er kann junge Spieler gut entwickeln, aber aus meiner Sicht fehlt ihm einfach etwas Autorität, um, wenn es rauher wird, sich auch durchsetzen zu können. Das braucht man aber für ganz oben.

    Als er Nationaltrainer war, ist man sehr unfair mit ihm umgegangen, nicht nur in den Medien, auch von Seitens einiger Spieler und Funktionäre.

    Es wird immer Trainer geben, die einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und dann auch das Maximum draus gemacht haben.

    Umgekehrt gibt es wahrscheinlich viel mehr auch sehr gute Trainer, die nur das Pech haben nie einen Topclub trainieren zu dürfen.

    Sicher ist auch nicht jeder für einen Verein ganz oben und die Titel gemacht, aber bei Prokop würde ich noch keinen Strich drunter machen.

    Der geradezu explosionsartige Entwicklungsschritt bei Uscins war so nicht unbedingt vorherzusehen. Dies würde ich aber nicht unbedingt Prokop zuschreiben. Was ich Prokop zugute halten würde, er lässt ihn machen und akzeptiert auch die teilweise viel zu vielen Fehlwürfe (wie z.B. im Spiel gegen den THW). Aber eine echte Alternative zu Uscins hat er genauso wenig wie Alfred.

    Sicherlich ist Uscins durch die Decke gegangen und ist auch herausragend und das hat nicht alles nur Prokop ihm eingeimpft.

    Die Mannschaft besteht aber nicht nur aus Uscins und sein Vorgänger Ortega, der ja wohl als Trainerschwergewicht gelten kann, war auch nicht erfolgreicher als er.

    Der von dir gelobte Jicha hat dagegen bisher noch keinen jungen Spieler besser gemacht, eher das Gegenteil.

    Mir kommt Prokop insgesamt einfach zu schlecht weg. Kann ja jeder gerne glauben, was er will, aber hier kommen wir wohl nicht überein.

    Das stimmt. Ich gebe aber ganz claar zu, dass er mich eines besseren belehrt hat. Und das ärgert mich nicht im geringsten. 9 Titel sprechen für ihn. Und Wiegert ist im Vergleich zu Prokop noch einer Trainer-Rookie :hi:

    Nach knapp 10 Jahren ist Wiegert auch kein Rookie mehr. Aber im Gegensatz zu Prokop hat Wiegert nur 1 Verein und keine Nationalmannschaft betreut.

    Oder andersrum, klar ist Wiegert viel erfolgreicher, aber Wiegert funktioniert auch nur beim SCM.

    Aber woanders muss er auch nicht.

    Das ist der springende Punkt. Bei Hannover ging es mit Prokop bisher kontinuierlich bergauf. Er hatte auch ein wenig Glück, dass insbesondere Uscins und Fischer, aber auch andere, so gut eingeschlagen sind.

    Jicha kämpft schlichtweg um seinen Job. Wie eng es nach der letzten Saison tatsächlich war, wissen wir nicht. Ihm dürfte aber auch klar geworden sein, wie schnell alles vorbei sein kann. Und Alternativen dürften auch für ihn relativ rar gesät sein. Ob z.B. Momir Ilic jemals davon geträumt hat, Trainer der HSG Wetzlar zu werden? Ich denke, nicht!

    Du schreibst das so als ob Prokop mit der Entwicklung seiner Spieler nix zu tun hätte.

    Wenn was nicht klappt war Prokop Schuld und wenn was gut läuft hat er Glück gehabt?

    Finde ich nicht korrekt.

    Da ist sicher was dran. Mir ist er bis heute zu autoritär bzw. oberlehrerhaft. Das funktioniert wunderbar in Hannover mit jungen Nachwuchsspielern und Spielern, die seinen Stil gewohnt sind bzw. ihn akzeptieren. Ob er auch mit Weltstars in Barcelona, Paris, Veszprem, Aalborg usw. so zusammenarbeiten könnte, glaube ich eher nicht. Sogar in Kiel dürfte es nicht funktionieren.

    Das sehe ich etwas anders. Prokop ist schon lockerer geworden und eine Entwicklung muss man ihm auch zugestehen. Sein Handball in Hannover hat auch nicht mehr viel mit dem aus der Leipziger Zeit zu tun.

    Bei Jicha habe ich länger eher die umgekehrte Entwicklung beobachtet. Der fing locker und freundlich an und wurde dann etwas "hysterischer". Ist aber auch nicht so ungewöhnlich. Läufts, läufts und wenn nicht, dann leidet auch die Contenance ein bißchen.

    Zuletzt wirkte Jicha auch wieder etwas gelöster.

    Prokop muss damals auch unter Riesendruck gestanden haben. Der ist ja nicht blöde. Er wird gemerkt haben, dass er praktisch von Gegnern umzingelt ist.

    Wenn er es nur allein gewesen wäre, wäre er einfach von der NM zurückgetreten. Es müssen wohl mehrere gewesen sein, die den "König" vom Thron gestoßen haben. Vielleicht hat sich der "König" auch zu dämlich angestellt und es darauf ankommen lassen, dass andere sich positionieren mussten.

    Dämlich haben sich vor allem Michelmann und seine Spießgesellen angestellt.

    Ein Trainer vom Standing eines Prokop damals hätte Unterstützung und Rückendeckung von der Verbandsspitze gebraucht, aber die sind abgetaucht und haben ihn hängen lassen. Außerdem ging es auch immer gegen Hanning, dessen Protege' Prokop ja war.

    Von Anfang an gab es sicherlich auch Widerstand der Regionen Westen und Südwesten gegen Prokop und Hanning.

    Ich nenne die mal die Post-Heiner-Fraktion.

    Die wollten den auch nie.

    Prokop ist zu lieb. :hi:

    Claar kann er auch mal einen Titel holen, dafür braucht es aber ne Truppe, die auch ohne Trainer Meister wird. Lemgo hatte doch mal vor zig Jahren so eine Truppe auf die Platte bekommen. Hannover hat auch diese Saison schon mehr Punkte eingebüßt, als ich vorher bei dem Kader erwartet hatte.

    Wiegert ist da anders, der holt eben noch mehr aus den Spielern raus.

    Um zum Thema zurückzukommen. Wieso sollte Grgic keiner für Benno sein? Einige haben dies hier ja geschrieben. Aber nach der Saison gehen Sully und Mika. Dann haben wir nur 1 Rechtshänder im Rückraum, der vorne und hinten kann. Dazu Weber, der bisher noch keine Saison komplett durchspielen konnte und Gisli. Wann und wie Zehnder zurückkommt, steht in den Sternen. Also ich würde Grgic liebend gerne in Grün-Rot sehen.

    Der Ausgangsvergleich war der mit Parrondo.

    Da finde ich Parrondo aber wesentlich "lieber" als Prokop. Prokop arbeitet mit wesentlich mehr jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs. Grgic würde dazu passen.

    Junge Leute oder generell eigener Nachwuchs unterliegen auch noch größeren Schwankungen als gestandene Spieler.

    Vom fachlichen Aspekt halte ich Prokop für top. Eventuell ist Wiegert eine Spur weit "wahnsinniger", aber ich glaube mich daran zu erinnern, dass du Wiegert sehr lange auch nicht die absolute Spitze zugetraut hast.

    Grgic ist aus 2 Gründen keiner für Wiegert.

    1. Zu groß

    2. Passt nicht in Wiegerts 5-Jahr-Plan, weil er zu jung ist und garantiert nicht schon mit 16-17 gescoutet wurde. Er hat sich zu schnell zu gut entwickelt.

    Wenn überhaupt wäre Grgic mit 26-29 noch mal Thema, wenn er da nicht schon langfristig bei einem anderen Spitzenverein untergekommen ist.

    So meine ich das gar nicht, ich würde nur sagen das man die Leute an den Ergebnissen beurteilen sollte. Das heißt bei Vranjes welche Spieler er holt, verlängert kriegt und das gilt natürlich auch für den Trainer. Ich finde das kann man bisher zwiegespalten beurteilen. Ich sehe ihn eher kritisch. Gerade bei der Entlassung Krickaus bin ich mir aber wirklich nicht sicher, ob das auf seinem Mist gewachsen ist bzw. glaube (Spekulation) es eher nicht. Das ist aber der einzige Punkt wo man Vranjes mögliches Ego ins Spiel bringen könnte, wenn man es anders sieht.

    Daher finde ich es einfach unfair zu schreiben, dass es von Vranjes abhängt, wie "groß" der Trainer sein darf, der kommt und dann ev. bleibt. Das würde ich bei einem Hanning auch nicht unterstellen, obwohl ich dem, ganz in deinem Sinne von außen, ein ganz gewaltiges Ego anhaften würde. ;)

    Es geht mir auch nicht vordergründig um Ego oder Geltungsdrang, sondern ob es menschlich passt oder eben nicht. Es kann auch nicht passen wenn einer zu lieb oder zu introvertiert ist.

    Dazu kommt dann noch die sportliche Komponente, von der Menschenführung, den Trainingsinhalten, der Entwicklung bis hin zu Zielen bzw. Erfolgen, oder eben nicht.

    Ich will hier gar nix auf das Klischee runterbrechen, dass die Stadt zu klein für 2 Riesen-Egos ist.

    Insofern würde ich meinen Beitrag von neulich jetzt auch nicht mehr so schreiben.

    Ich weiß auch nicht mehr, was mir da durch den Kopf ging.

    Es wird der Komplexität der Sache jedenfalls nicht gerecht.