Beiträge von hlp

    Roscheck war ein würdiger Nationalspieler für die Defensive, Janke eher nicht.

    Ich weiß, dass du ein mächtiger Roscheck-Fan bist, aber Neuling, reiner Abwehrspieler, Trainer aus Leipzig bringt seine Spieler mit, Trainer muss aber beim alten Stamm erst mal Vertrauen aufbauen, nee, da sprach zu viel dagegen aus meiner Sicht.

    Die allgemeine Akzeptanz hat da gefehlt.

    Vor dem Spiel hieß es, dass da die beste und die drittbeste Abwehr der Liga aufeinandertreffen. Auf dieser Basis war es ein interessanter Versuch von Wiegert, mit dem zweiten (oder punktuell dritten) Anzug im Angriff zu starten. Die Abschlussschwächen von Musche und Hornke waren da trotzdem sicherlich nicht eingeplant.

    Ob jetzt Wiegert wirklich so zeitig die erste Auszeit nehmen "musste" (laut seiner eigenen Aussage), sei mal dahingestellt. Auch das B-Team hatte den Gegner unter Kontrolle. Und dass Magdeburg ein Spiel nicht schon nach 15 Minuten entscheidet, ist auch nichts Neues. Mit den Wechseln im Rückraum und am Kreis sah das Spiel dann gleich ein wenig entspannter aus. Am Ende hatten alle Rückraumspieler ihre Einsatzzeiten. Auch schön zu sehen, dass Damgaard ruhig und besonnen agierte und nicht auf Abschlüsse aus war. In der Phase des Spiels waren das gute Entscheidungen. Das sollte man Knorr als Anschauungsmaterial zur Verfügung stellen, dann läuft's vielleicht auch in der Nationalmannschaft besser.

    Alles in allem war das ein kräfteschonender Sieg, der nie wirklich in Gefahr war. Niemand scheint sich verletzt zu haben, zudem haben wir auf beiden Seiten zwei wunderbar aufgelegte Torhüter sehen können. Ein Pflichtsieg ohne besondere Vorkommnisse. So kann's bis der Ende der Saison weitergehen.

    Das das B-Team das Spiel auch unter Kontrolle hatte kam mir nun gar nicht so vor. Nach 16 min stand es 4:4, glaube ich und bis in die 20er min lag auch Erlangen noch mal vorn. Zum Ende der 1. Hz kam bei mir ein zartes Gefühl von Kontrolle auf, aber da stand das B-Team schon nicht mehr auf der Platte.

    Mir persönlich hätte auch 1 gut aufgelegter TW gereicht und diese Art Spiele muss ich auch nicht unbedingt bis zum Saisonende sehen.

    Erlangen hat das aber auch erwartungsgemäß ganz gut gelöst. Es kann ja kein Zufall sein, dass wir uns gegen die schon seit Jahr und Tag schwer tun. Ich hätte aber mit mehr Handarbeit und "Faustrecht" der Abwehr gerechnet und nicht mit einem Obling in Emil-Form.

    Ich habe vorhin mit einem Mitforisten die Vertragslaufzeit von Niko Portner gestriffen.

    Hatte zwar noch im Hinterstübchen, dass da schon mal eine Verlängerung kam, aber ob nun bis 26 oder 27 wusste ich nicht mehr und auch nicht, wann das bekanntgegeben wurde.

    Nach einer kurzen Suche hatte ich es dann gefunden. Die Meldung kam am 16.09.2023 und auch heute steht bei der HBL und auch auf der Clubseite beim Kader noch 2024. Wenn es um ein paar Wochen ginge, geschenkt, aber ein halbes jahr später könnte man das schon mal aktualisiert haben.

    Nach dem Einbruch der RNL kann man schon fast die Uhr stellen.

    Seltsames Interview von Fr. Kettemann mit der jungen Dame von Dyn, deren Namen ich noch nicht drauf habe, Nitzsch oder Nitzsche?

    Sicher fehlt Jaganjac, aber es kam so rüber, als ob er schon seit 8 Jahren der unverzichtbare Leader der RNL gewesen wäre.

    Vom Rest muss mehr kommen und warum zündet quasi kein Neuzugang?

    Der ominöse 5-Jahrplan wurde mal kurz darauf abgeklopft was nun nach 2 Jahren passiert ist? Im Prinzip wurde festgestellt, dass nach 2 Jahren ziemlich genau 2 Jahre vergangen sind und noch 3 Jahre übrig sind.

    Es streitet doch keiner ab, dass Portner und Hernandez passen.

    Aber wenn man einen Wolff bekommen kann, muss man ihn holen.

    Das wäre genauso wie, Lagergren liefert gut ab aber wenn man einen Gidsel bekommen kann, muss man ihn holen.

    Ist natürlich nur meine persönliche Meinung.

    Wolff ist einfach noch eine Stufe höher

    Nein, muss man nicht. Genau wie man das bei Cindric nicht musste.

    Es gibt auch ne menschliche und eine Preis-Leistungskomponente.

    Mein erster internationaler Einsatz im Sport war ein Volleyballspiel in der Russenkaserne in Hillersleben. ;)

    Mal wieder ernsthaft. Ich finde schon die Einteilung in Nachwuchs, BuLi, Elite-Anschluss und Elite sehr problematisch.

    Das ist doch nach außen nicht transparent und ich kann jetzt nicht erkennen, dass in Spitzenspielen deshalb weniger diskutiert wird, eher umgekehrt und da werden ja wohl keine Nachwuchskader angesetzt. Also ist das ganze System vielleicht ein schönes theoretisches Modell, was in der Praxis dann immer wieder an seine natürlichen Grenzen stößt.

    Letztendlich ist es immer was anderes vom 10er als vom 3er zu springen und entweder man bringt es oder eben nicht.

    Es aber 8x gebracht zu haben und dann 2x nicht mehr geht auch. Garantien gibt es sowieso nicht, egal ob Elite oder Nacchwuchs.

    Auch an normalen Arbeitsplätzen gibts erstmal eine Einarbeitung und wenn du dich bewährt hast bekommst du ggf. mehr Eigenverantwortung.

    Ich kenne nur eisekaltes Wasser, ein ganzes Leben lang immer nur Seemannsköpper in eisekaltes Wasser und zwar von "wir hatten ja nüscht" bis zu "wir können nüscht mehr".

    Das hat mich ja so gestählt. Kann man aber nicht von jedem verlangen. :lol:

    Es gibt nicht umsonst einen Elitekader, einen Elite-Anschlußkader, einen Bundesligakader und einen Nachwuchskader.

    SR sind auch Menschen und wenn du solche, ohne viel Erfahrung in das "Kalte Wasser" z. B. eines Nordderbys in Flensburg wirfst oder SCM-Füchse pfeiffen lässt kann es passieren, daß sie hinterher verbrannt sind. Dann hättest du bald keine SR mehr.

    Erfahrung sammeln in der 2. Liga, bei der HBL-F, dann ggf. Spiele im Niemandsland der HBL, dann eventuell Spiele mit relativ klaren Favoriten in großen Hallen finde ich völlig OK.

    Die Qualifikation haben und diese vernünftig umsetzen können sind zweierlei paar Schuhe, wie gesagt, SR sind Menschen und keine Maschinen.

    Na ja, bis auf wenige Ausnahmen dämmt das die Diskussionen aber auch nicht ein. Irgendwann ist es dann mal so weit, dass das Wasser kälter wird.

    Ich weiß auch nicht, wie das zu messen ist, ob jetzt 10x Lemgo-Wetzlar-Gummibach-Erlangen-Balingen-Melsungen-Hannover gegeneinander und untereinander dich nun richtig oder nicht richtig auf SCM-Füchse vorbereitet hat?

    Mir haben schon öfters mal Eliten das Blut zum kochen gebracht, aber Normalos haben unaufgeregt gepfiffen.

    Egal ob Elite oder BuLi-Normalo, Garantien gibts keine, außer eine bestimmte Person managt alle Schiri-Ansetzungen.

    Das ist aber leider noch nicht der Fall.

    Es ging mir absolut nicht um Diskussionen, sondern um Informationen.

    Ich finde es absolut richtig SR Gespanne in Spielen wie hier 2. gegen 12. Erfahrungen sammeln zu lassen.

    In den direkten Spitzenspielen oder in den Spielen gegen den Abstieg sollte man sie noch nicht einsetzen und Erfahrungen in Hallen mit mehr als 3-4000 Zuschauern müssen auch gesammelt werden.

    Prinzipiell muss ein Schiri-Paar in der BuLi alles pfeifen können. Es wird ja kein extra Nordderby-Zertifikat erstellt oder ein GETEC-Pass.

    Wenn man will, kann man auch heute schon im Vorfeld Konfliktpotenzial sehen oder man wartet erst mal ab, ob es überhaupt irgendwas zu diskutieren gibt?

    Leider sind wir hier schon so weit, dass die bloße Erwähnung der Ansetzung schon die Diskussion lostritt.

    Das ist aber nicht deine Schuld.

    Er steht aber auch in erster Linie mal für sich, nur als Trainer, als Chef der Mannschaft. Wenn einem ständig nur am Zeug geflickt wird, muss man dem auch mal entgegentreten und den Gegenüber in die Schranken weisen. Das kann sachlich erfolgen, muss aber klar kommuniziert werden. Die Meckerer werden dann ganz schnell ruhiger. Gerade die Medien sind da manchmal wie die Geier und brauchen m.A.n. ab und an mal eine vor den Latz, wenn sie Probleme überdehnen. Bei Alfred ging das ja auch schon los, natürlich etwas verhaltener, man traute sich nicht so richtig.

    Vielleicht hat er das ja gemacht, aber Spieler X rennt dann zu Kromer oder Michelmännchen oder Presse und heult sich da aus.

    Bei Bayern gab es sowas auch immer mal. Spieler Y wird vom Trainer etwas hart rangenommen und der rennt dann zu Uli und/oder Kalle und/oder Medien.

    Da biste als Trainer machtlos, wenn deine eigenen Chefs die Hierarchien untergraben.

    Da hast du mit allem Recht. Ja, hätte er tun sollen und wenn es den Granden nicht passt, kann man darauf verweisen, meinetwegen auch öffentlich. Ich verstehe aber, dass er es nicht getan hat, als Neuling. Mister P ist für mich in der Nati Geschichte, ich will das Fass aber nicht wieder aufmachen.

    Richtig, ist alles kalter Kaffee. Ich reibe mich nur an dem "untragbar". Für mich hat Gislason einiges mehr getan, was dieses Prädikat eher verdient hätte, was man bei ihm aber entschuldigt.

    Eins fällt mir noch ein, das hätte Prokop unbedingt lassen müssen, weil das auch sportlich mehr als fragwürdig war, nämlich seine DHfK-Buddies zu Nationalspielern zu machen.

    Sehr gut, jedenfalls hatte und habe ich genau den gleichen Eindruck. Er hätte damals ggf. einfach mal für Ruhe sorgen müssen, auch wenn ihn das ggf. einzelne Spieler gekostet hätte. Je stärker er sich in die Defensive begeben hat, um so offensiver wurden die Kritiker. Da muss man auch mal Kante zeigen, ganz klar sein.

    Dazu hätte er Rückendeckung vom DHB gebraucht. Es ist doch ein Unterschied, ob man etwas von einem Neuling verlangt oder von einem gestandenen Trainer. Prokop hätte also Pekeler rausschmeißen sollen und Alfred darf sich zum Horst machen, wenn er ihn wieder zurückholen will.

    Ich weiß, was ich persönlich schlimmer finde.

    Der unverdrossene Tim wird heute seinem zukünftigen AG so dermaßen 1 Bein stellen, dass er nächstes Jahr nicht CL spielen muss.

    Ich finde es immer prima ausgerechnet solche Spieler zu interviewen, die nächste Saison beim Gegner spielen.

    Bei diesen Interviews müsste man nur die Namen austauschen, ansonsten sind sie inhaltlich eigentlich immer gleich.

    Das sehe ich anders. Er hatte ein Konzept und daran hätte er festhalten sollen. Ihr wolltet mich als Trainer, dann machen wir es so, wie ich es will oder ihr macht es ohne mich. Das meinte ich mit claare Grenzen setzen. Er wollte es eben allen recht machen und sowas geht nie gut. Wenn es vorher absehbar war, dass er da irgendwelche Kompromisse oder Eingeständnisse machen müsste, um den Posten zu bekommen bzw. dann auch auf dem Posten zu bleiben, hätte er gar nicht erst antreten sollen. Und dann dieser kumpelhafte Umgang mit den Spielern, nachdem er öffentlich von Pekeler so eine Breitseite bekommen, damit war letztlich jede Autorität weg. Und nach dem Turnier ging dieses Rumgeeiere ja noch weiter. Aussprachen mit den Spieler und dieser ganze Tinnef.

    Stell dir mal vor, ein Spieler würde öffentlich im Interview sagen, Benno wollte es so, aber ich habe es anders entschieden. Für den wer nicht mal mehr auf der Bank Platz.

    Ich sehe aber auch, dass Prokop zu viele Widerständler gegen sich hatte. Der DHB stand nicht voll hinter ihm und dann ist es im Grunde schon so gut wie zum scheitern verurteilt.

    Dafür war er aber als "kleiner, junger" BuLi-Trainer nicht unbedingt allein von sich aus in der nötigen starken Position.

    Dazu und zwar genau dazu hätte er Unterstützung aus dem Verband gebraucht.

    Aber selbst, wenn man ihm das zum Vorwurf macht, mein Gott, jetzt ist der kumpelhafte Ton auch wieder falsch, für den Onkel Alfred so gelobt wird.

    Aussprachen sind auch nicht per se falsch oder Tünneff, okay, manchmal kann es für eine Paartherapie schon zu spät sein, auch alles möglich, aber was ich auf keinen Fall hinnehmen kann, ist, dass man hier die Vokabel "untragbar" problemlos durchwinkt.

    Das ist für mich, nach meiner persönlichen Vorstellung von "untragbar" nur für Leute angemessen, die sich schwere Verfehlungen im zwischenmenschlichen Bereich, bis hin zur moralischen Verwerflichkeit zu Schulden kommen ließen.

    Das alles kann ich bei Prokop nicht erkennen.

    Es gab ja Möglichkeiten, auch bis zum Schluss, den Prozess aufzuhalten und umzudrehen. Davon abgesehen, dass man es gar nicht erst so weit hätte kommen lassen dürfen.

    Aber es ging ja verbandsintern auch gegen Hanning. Da kann man auch mal einen BT im Regen stehen lassen.

    Prokop hat Fehler gemacht, aber die waren m.M.n. nicht irreversibel.

    Ich hätte es so nicht formuliert (weil ich den Prokop einfach sympathisch finde), aber im Kern würde ich es so auch sehen. Nicht deswegen, weil ich ihn für keinen guten Trainer halte, im Gegenteil. Ich halte ihn für einen hervorragenden Trainer, übrigens schon seit seinen 2. Ligazeiten. Aber als BT hat er sich einfach von zu vielen Leuten, auch Spielern, treiben lassen. Er hat keine klaren Grenzen gesetzt, ist aufgrund des Drucks hin und her geeiert und hat dann auch nicht mehr an seinem ursprünglichen Konzept festgehalten. Ihm fehlte einfach die Autorität, seine Ideen gegen Widerstände durchzusetzen und dadurch wurde er im Grunde nicht mehr für voll genommen. Von niemanden, stattdessen wurde er zum Spielball der anderen und deswegen nicht mehr tragbar.

    Jetzt als Clubtrainer leistet er hervorragende Arbeit, gerade auch, was die Entwicklung aktueller Nationalspieler betrifft.

    Der DHB wusste auch, was sie sich für einen Trainer geholt haben, einen mit Konzept, der aber international noch ein Leichtgewicht ist.

    Als Verband hätten sie ihn stützen müssen, Rückendeckung geben, ggfs. Spieler zurecht stutzen, gegenüber den Medien klar sein.

    Aber was machen die, lassen ihren Trainer hängen und eiern selbst rum wie die 1. A-Klasse beim Elchtest.

    Prokop hatte doch gar keine Chance. Als er es dann anders, moderater anging, da war das dann auch nicht mehr richtig, da hatte er dann auf 1x keine Autorität mehr.

    Aber das ist alles Geschichte.

    Danach kam die große Respektsperson Gislason. Fazit bisher. Wir sind sportlich keinen Schritt weiter als unter Prokop und hatten sogar beim unantastbaren Alfred eine Trainerdiskussion und der DHB hat schon wieder eine "bella Figura" gemacht.

    Hätte der DHB damals Eier gehabt und Prokop gestärkt, hätte es u. U. diese peinliche Pekeler-Weinhold-Nummer nicht gegeben und wir wären sportlich schon mal ein paar Schrittchen voran gekommen.

    So kann man es m.M.n. auch sehen.