Beiträge von hlp

    Ich reiße mal den markierten Teil aus dem ansonsten sinnvollen Beitrag: Grenzwerte bringen nur dann etwas, wenn jeder Athlet in festen kurzen Zeitabständen kontrolliert wird. Ansonsten weiß man nicht, ob die eingenommene Menge vernachlässigbar war oder ob eine signifikante Menge eingenommen wurde und es nur lange her ist.

    Ich meine Grenzwerte oder Konzentrationen, die gemeinhin als leistungssteigernd angesehen werden können. Das ist sicher nicht perfekt, aber für mich im Zweifelsfall sinnvoller als den Pissetropfen im Schwimmbad nachweisen zu können.

    Stichwort: Artikel der schwedischen Dopingfahnder, die damit ihre eigene Arbeit in Frage gestellt haben.

    Es kann nicht jeder regelmäßig getestet werden, aber es ändert doch nichts daran, ob jemand meinetwegen 3 Jahre Glück gehabt hat und nicht getestet wurde oder eben mal dran ist. Es schlüpfen so oder so welche durchs System die dopen und es trifft welche, die Pech gehabt haben.

    Die mit dem Pech sollten einfach besser geschützt werden und nur weil es 5 % oder egal wie wenig sind, stecken da immer noch Einzelschicksale dahinter.

    Ich mag das zu Portner nicht beurteilen, weil ich seine Erklärung etc nicht kenne!

    Es war aber für mich klar, dass der Freispruch und wie er begründet wurde, nicht das Ende dieser Geschichte ist.

    Da waren wirklich einige unglückliche Formulierungen dabei....

    Aber bei deinen weiteren Ausführungen stimme ich dir zu. Man kann sich in Deutschland wirklich ne Menge erlauben, aber wehe man hinterzieht z.b. ein paar Euro an Steuern....

    In vielen Sachen hinterfrage ich auch oftmals die von dir angesprochene Verhältnismäßigkeit.

    Was von der Erklärung nach außen gedrungen ist oder was ich mitgekriegt habe, überzeugt mich auch nicht und ich hatte da irgendwie auch mehr erwartet. Aber da sind wir ja wieder bei der Crux.

    Was soll man sich denn aus den Rippen schwitzen, wenn man es partout selber nicht weiß???

    Warum gibt es hier die Unschuldsvermutung nicht?

    Die gilt für jeden Gewalttäter, der am Tatort mit der Tatwaffe angetroffen wird.

    Aber für einen, der nicht nachweisen kann wie eine mikroskopisch kleine Menge Drogen in seinen Körper gelangt sind, nicht.

    Bei dem, der für die Gesellschaft gefährlich ist, nimmt man in Kauf, dass der Teil der Gesellschaft bleibt, weil ein Beamter ein falsches Protokoll ausgefüllt hat oder eine andere Formalie vergeigt hat, Ausländische Gewalttäter können nicht abgeschoben werden weil sie keinen Pass haben. Was für ne Überraschung. Dann hätte ich auch keinen.

    Die Verhältnismäßigkeit ist nicht nur schmückendes Beiwerk.

    Es ist ganz knallhart. Wer beim Doping erwischt wird, dem droht die Sperre. Dafür ist die NADA und die WADA da. Wozu werden die Dopingkontrollen gemacht? Das wird in so gut wie jeder Sportart durchgeführt und das ist gut so.

    Sorry, aber das ist eine absolute 0-Aussage.

    Es geht nicht darum Doping zu erlauben oder Dopingkontrollen abschaffen zu wollen, aber das ganze System könnte doch wohl durchaus ein paar Reformen vertragen.

    Dazu zählen für mich sinnvolle Grenzwerte, zügige Bearbeitungszeiten, evtl. Bewährungsregeln für Ersttäter, oder in dubio pro reo für den Athleten in unklaren oder minder schweren Fällen.

    Die ganzen selbstgefälligen Moralisten will ich mal hören, wenn es um einen ihrer Spieler geht.

    Es bleibt einfach zum :kotzen: Weil der Spieler nicht das fast unmögliche hinkriegt seine Unschuld zu beweisen, wird man ihn wohl ganz professionell aus dem Verkehr ziehen.

    Das System ist Scheiße. Da passt für mich die Verhältnismäßigkeit überhaupt nicht. Im Zweifel lässt man einen gefährlichen Gewalttäter wieder auf die Menschheit los, aber einem Sportler mit der falschen Substanz im Blut ruiniert man im Zweifelsfall die Karriere.

    Kann jeder selber für sich beurteilen, ob er das so angemessen findet.

    Der Sicherheitsfußball hat verloren. Southgate ist zu ängstlich. Gute Einwechslungen, aber insgesamt zu wenig Risiko und Mut. Der bessere Fußball hat gewonnen, aber England kann mit anderem Trainer evtl. auch schöner und druckvoller spielen.

    Genug Talent und Torgefahr haben sie eigentlich im Kader.

    Kane wirkte aber u. a. nicht ganz fit und auf der Höhe.

    EM oder WM ist egal.

    Fakt ist, dass ein VF-Aus eine Enttäuschung war und der Rauswurf von Vogts gefordert wurde, der dann nach dem Turnier auf Malta vollzogen wurde. Heute jubelt man über ein VF-Aus und Nagelmann ist der Weltmeistertrainer 2026.

    2002 war sicher nicht schön. Aber man hatte mit Ballack und Kahn zwei absolute Weltklassespieler und mit dem jungen Klose einen Torjäger. Jetzt redet man die Leistungen von Kross und Gündogan schön und Harvertz soll ein Top-Stürmer sein. Leider trifft er das leere Tor nicht und erzielte kein Feldtor. Dafür gibt es bei Kritik einen WhatsApp für RTL.

    Ob die Euphorie der NM oder einfach der Heim-EM geschuldet war, wird sich zeigen.

    Aus meiner Sicht passt das geringe Anspruchsdenken, die Schuld beim Schiri (anstatt Selbstkritik) suchen und die angeblich so rosigen Aussichten einfach zu unserer Gesellschaft.

    Bevor du die "Früher war alles besser"- und die Gesellschaftskeule schwingst, (fehlt eigentlich nur noch, "das wird man ja wohl noch sagen dürfen" und "typisch deutsch"), vielleicht noch mal genauer lesen, was hier wirklich gesagt wurde und was du evtl. nur rein interpretierst.

    Alles hat seine Zeit und die ist jetzt anders als 1998. Keiner feiert hier ein VF-Aus. Aber man darf doch wohl feststellen, dass es gewisse Fortschritte zu den letzten 3 Jahren gegeben hat.

    Die Truppe von 2002 jetzt wiederum zu glorifizieren finde ich auch schon fast niedlich. Aber geschenkt. Kann ja jeder sehen wie er will.

    Wenn ich wählen könnte, würde ich auch eine Finalteilnahme mit dem Gegurke von 2002 einem VF-Aus vorziehen, aber man kann auch gewisse Dinge in den Zusammenhängen sehen, in die sie vielleicht besser hineinpassen.

    Vielleicht auch mal checken wer oder was Kross und Harvertz ist. Kross ist meine Grissini-Stange, die ich gerne zum Spiel knurpse und der Topstürmer heißt Haarwachs. Hauptsache, die Frisur sitzt, wenn man schon das Tor nicht trifft.

    Natürlich hängt nicht alles von ihm ab, aber die Flügelzange braucht schon einen guten Tag, damit Spanien das Spiel gewinnen kann.

    Spanien leistet sich schließlich mit Morata einen Totalausfall als Stürmer....

    Der beste Spanier ist in meinen Augen Fabian, eine Augenweide der Herr !

    Wie der das spanische Mittelfeld lenkt und führt, beeindruckend.

    Im Verbund mit Rodri.

    Yamal muss zünden 😉

    Angeblich hat Paris 250 Mio Euro für ihn geboten 😃

    Ist das dein Ernst?

    So gut der Bengel auch schon ist, aber es wäre aus meiner Sicht ein wenig armselig, Wohl und Wehe der Fußballnation Spananien an einem 17-Jährigen festzumachen.

    Ich finde es dagegen ganz interessant, dass der Großteil der Truppe aus dem Baskenland und Katalonien stammt, die sich ja eigentlich dem spanischen Nationalstaat nicht so verbunden fühlen.

    Finde ich gut, dass sie das wenigstens aktuell überwunden zu haben scheinen.

    Viertelfinal-Aus ohne eine gute Mannschaft geschlagen zu haben, ist ein Erfolg? Da würde ich mal an die EM 98 denken, als man gegen die Kroaten im VF rausflog.

    Den Erfolg würde ich nicht unbedingt nur an den nackten Spielen und Ergebnissen festmachen.

    Außerdem kamen wir aus einem tiefen, sehr dunklen Tal.

    Auftreten, Stimmung, das ganze Drumherum, Präsentation von Team und Offiziellen, das war alles wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.

    Für mich war die EM aus deutscher Sicht jedenfalls ein Erfolg.

    Kann aber jeder auch gerne anders sehen.

    Ich habe gelernt, dass die Deutschen Fans nicht über die Elfmeterwürdigkeit von Marc Cucurellas Handspiel diskutieren sollen, weil Niclas Füllkrug ohnehin im Abseits gestanden hätte.

    Nur hat beim Foul an Harry Kane den VAR offensichtlich auch nicht interessiert, dass die vorherige Ballmitnahme bzw. Vorlage von Bukayo Saka per Hand erfolgte.


    Torlinien lassen sich relativ gut überwachen, Abseitspositionen abseits der Timing-Problematik gut analysieren, aber komplexe Spielsituationen können in der Kürze der Zeit oft nicht hinreichend gut aufgeschlüsselt werden, so dass sich die Ungerechtigkeit nur verschiebt.

    Ist jetzt auch egal, aber mein Sohn, der es da wirklich sehr genau nimmt, sagte dazu, Abseits eher nicht, aber wenn, dann war Fülle mit der Hand/Unterarm drin und damit kann/darf man kein Tor schießen, ergo auch kein Abseits.

    Linienrichter hob die Fahne nicht.

    Sehen kann man das nur bei Überprüfung und die hat es nicht gegeben.

    Hat er da nicht auch in der dänischen Nati seinen Mann gestanden?

    Das müssten evtl. die Süddänen im Grenzgebiet beantworten, die sich da auch die Testspiele reinziehen können.

    Nicht gleich wieder nach dem Angriff ausgewechselt zu werden und "seinen Mann stehen", da ist noch etwas Spielraum zwischen.

    Du wirst von mir hier keine England-Kritik gelesen haben, aber das es optisch nicht sehr ansprechend war, immer gemessen am Kader, allein Foden, Saka und Kane dürften um die 100 Saisontore gemacht haben und was man davon bisher sah, da dürfte es keine 2 Meinungen geben.

    Für den "Ergebnissport" und die "Abrechnung zum Schluss" müsstest du 10 € ins Phrasenschwein einzahlen.

    Otto Rehhagel sagte mal, "schön ist das, was erfolgreich ist".

    Das teile ich so nicht, weil schön nur das ist, was schön ist, aber der Erfolg ist natürlich schön.

    Der Weg dahin muss es nicht unbedingt sein.

    Editha: Noch mal zur Kritik an den Engländern. Die sind aber auch sehr speziell. Was deren Experten so teilweise raushauen kann ich mir in Schland auch nicht so richtig vorstellen. Da zerreißt ein Jamie Carragher seine eigene Truppe, einer von den Nevilles auch, weiß gerade nicht ob Phil oder Gary, aber die regen sich sogar über den 11er auf, den sie selber bekommen haben.

    Die Nevilles und vor allem Carragher waren im Vergleich zur heutigen Spielergeneration Holzfüße und nur weil man angeblich erst bei Bein oder Kopf ab in England einen 11er gibt, muss man das nicht auch noch romantisieren.

    Was da auf einen 19-Jährigen Saka eingedroschen wurde als der den 11er 2021 verschossen hat, unglaublich.

    Wer sich da durchbeißt und behauptet ist schon auch etwas gestählt.

    Da wechselt der so gescholtene Oberzauderer Southgate Kane und Foden aus und bringt mit Palmer und Watkins noch mal 2 Stürmer und die entscheiden das Spiel und wieder kurz vor Gong.

    Heute war das insgesamt verdient und somit bleibt Frankreich für mich die Turnierenttäuschung. 1 Tor aus dem Feld im ganzen Turnier und das bei dem Kader, dagegen war ja England toretechnisch Goldstandard, optisch aber wie kalte Fish & Chips.

    Egal, Finale trotzdem interessant. Wenn die Spanier sich da auch schwer tun, muss ja an dem englischen Stil irgendwas dran sein, was es den anderen schwer macht.