Beiträge von SteamboatWillie

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    Original von gratfireball
    also es scheint wirklich keiner meine Posts zu lesen :( Genau die Situtation hatte ich in meinem ersten Post beschrieben... :(

    Versuche mal wesentlich weniger verständnisvoll zu sein, die Meinung anderer als Humbug oder die anderen gleich als unfähig oder ahnungslos darzustellen oder gleich beleidigen. Dann klappts auch mit der Aufmerksamkeit.

    ;)

    Habe ohenhin manchmal den eindruck es geht in manchen Diskussionen eher um ein "Ich kenne mehr Regeln oder kann mir besser unmögliche hypothetische Situationen ausdenken"-Battle denn um tatsächliche Lösung des Problems.

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    Original von jfherden


    Naja, wenn der Spieler durch den Kreis läuft und danach den Ball kriegt oder den Weg für einen Mitspieler freisperrt, ist die Vorteilsnahme klar und deutlich erkennbar.

    OK, blöd von mir ausgedrückt. Wenn ich gänzlich keine bewußte Vorteilsnahme sehe pfeife ich gar nicht. Die Frage ist aber ob die Absicht zu bewußtem regelwidrigen Verhalten so groß ist, dass ich da als unsportlichkeit verstehen könnte.
    Mich erinnert das auch an das gesuchte Gegenstück zur permanenten Abwehr durch den Kreis und ich schließe mich da Schmiddy und eisbeer an.

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    Original von Däne
    Ich verstehe ja Eure Bedenken. Allerdings ist ob Zettel hin oder her der Spieler allein dafür verantwortlich, ob er das Spielfeld betreten darf oder nicht.

    Wie bitte soll das den realistisch zu lösen sein? Soll der jetzt ne eigene Uhr rausholen und sie Sekunden stoppen? Wikrlich, wie soll er das machen?
    Ich kann mir nur an den Kopf fassen wie leute dem Spieler hier 2min geben wollen.
    Den genauen Regelbezug dass der Spieler selbst verantwortlich ist möchte ich auch bitte mal zitiert haben.

    Es liegt ja eigentlich immer in der Auffassung der SR was als unsportlich zu entscheiden ist und was nicht.
    Aber kannst du dem Spieler wirklich absicht unterstellen das es zu einer unsportlichkeit reicht? Grade am Kreis ist das gerangel doch immer so groß, dass auch der Abwehspieler nur selten gänzlich regelkonform zu werke geht.
    Ich persönlich würde es aber beim bloßen Abpfeifen belassen. Mannschaft und Spieler dürften genug bestraft sein, wenn sie permanent wegen sowas den Ball verlieren.
    Das hört sich für mich fast schon so an als würdest du bewußt nach Gründen suchen einen Spieler bestrafen zu können. Das hat für mich nichts mit pfeifen zu tun.
    Es ist eben deine Entscheidung aber lass es besser.

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    Original von Schmiddy


    Handball-SR (Ringbuch) Kapitel 1.2 Seite 7 oben Rechts im blauen Infokasten:

    Wie wird ein regelgerechter Spielerwechsel durchgeführt?
    1. auszuwechselnder Spieler verlässt das Spielfeld im Bereich der eigenen Auswechsellinie
    2. teilnahmeberechtigter Spieler betritt die Spielfläche über die eigene Auswechsellinie

    Also ist ein Wechsel erst durchgeführt wenn Punkt 1 und 2 erfüllt sind.
    Da der Ball bei Punkt 2 aber nicht mehr bei der eigenen Mannschaft ist, führe ich einen Spielerwechsel durch, wenn ich nicht im Ballbesitz bin...

    OK, den Handball-SR habe ich nicht.
    Ist dieser eine offizielle Regelklarstellung? Wenn dem so ist dann gebe ich dir mit dem Problem was ein Wechsel ist und was nicht recht.

    Zum Thema Fingerspitzengefühl und eigene Fehler.

    ich ertappe mich selbst auch oft dabei nach Fehlern meinerseits Finerspitzengefühl bei reaktionen darauf walten zu lassen. Das macht es mMn aber nur noch schlimmer. Die einen regen sich nun auch auf weil ich was falsch gemacht habe, die anderen noch mehr weil sie sich durch meinen weiteren (absichtlichen???) Fehler bestätigt sehen. OK, man kann das dann auch "klare Linie" nennen... :D

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    Original von Schmiddy
    Naja die Regel sagt doch was ein Spielerwechsel ist, oder nicht?

    Zitiere mir mal den genauen Wortlaut bitte ;) Entweder bin ich blind oder schwer von begriff.

    Ich hatte ja schon gesagt, man muss unterscheiden, was ist 100%ig regeltechnisch richtig und was mache ich mit gesundem Menschenverstand.

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    Original von Schmiddy
    Sehe ich nicht so.
    Beim Beispiel von Zickenbändiger hätte ich auch keine Zeitstrafe verhängt. Da ist Fingerspitzengefühl gefordert...
    Im Beispiel von mir würde ich allerdings auf eine Zeitstrafe entscheiden.

    Regeltechnisch ist dieser Unterschied nicht zu begründen... aber da zählt halt das hier, so oft geforderte, FINGERSPITZENGEFÜHL!!!

    Wir reden jetzt gleichzeitig über Fingerspitzengefühl und genaue Regelanwendung und nutzen Gegebenheiten des einen als Argumente des anderen.
    In Situation A geb ich 2 min. In Situation B nicht. Da lasse ich Fingerspitzengefühl walten und weil ich das mache aber eigentlich wie in A handeln müsste ist A wiederum richtig... Also so geht das nicht.

    Dei Frage ist aber auch, gab es jetzt keine Zeitstrafe weil regeltechnisch alles in Ordnung oder weil einer von beiden wegen der Verletzung besagtes Fingerspitzengefühl abseits jeder Regel hat walten lassen.
    Weder für noch wider gibt es bisher einen klaren Regelbezug.

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    Original von Schmiddy

    aber das Wort "Wechsel" verrät doch schon alles.

    Schmiddy

    Das ist eine Interpretation von dir. Dass kann so sein, muss aber nicht. :/:

    Es gibt nicht wenige stellen im Regelwerk wo obwohl eigentlich klar etwas noch mal genau Definiert wird (Erläuterungen, Kommentare, etc).
    Daraus und zB auch aus der Art und Weise wie Regelfragen gestellt werden hab ich für mich den Schluß gezogen, was nicht genau so da steht gibt es auch nicht.

    In besagter Regel 4:4 steht das nirgendwo explizit.
    Aber wie schon gesagt, man kann es so sehen, dass quasi alles was zum Punkt Spielerwechsel steht auch den Spielerwechsel definiert.

    BTW: Was ein Wechsel im eigentlichen logischen Sinn ist weiß ich selber, aber danke für die "sehr" kreativen Beispiele! ;)
    Nur steht das wie gesagt nicht so in den Regeln.

    Man sollte hier vielleicht zwischen "Was ist haar genau nach der Regel richtig?" und "Was mache ich in einem Spiel?" unterscheiden.

    Sähe das ähnlich wie härter_schneller. Die Regel zielt eigentlich nicht darauf ab.
    Trotzdem könnte ich mir vorstellen, ein Spieler verläßt quasi im Torwurf eines Mitspielers zum Wechsel die Spielfläche, bevor der Einwechselnde Spieler auf dem Spielfeld steht ist der Ball aber im Tor, also die Mannschaft nicht mehr im Ballbesitz. Wechselfehler? Könnte mir vorstellen, diese Situation passiert irgendwie in jedem 2ten Spiel.

    Dazu eine Frage zur Gesamtsituation:
    Wie lange spielte A denn in Unterzahl? Bekam der aufs Spielfeld laufende nur seine Trainingsjacke nicht aus und kam ne gute Sekunde nach dem Anpfiff aufs Spiel oder musste der noch mal aufs Klo oder sich die Schuhe anziehen und kam erst ne gute Zeit später oder blieb er sogar bewußt unten um dann beim Angriff der Gegners von hinten den Ball wegzuschnappen?

    Und eine Frage an die Regelkenner im ganz tiefen Detail:
    Wo genau im Regelwerk ist gesagt, der Spielerwechsel beginnt mit Austreten und endet mit dem Eintreten des Spielers?
    Ich finde dazu weder etwas im Deutschen noch im Englischen Originalwerk.
    Wenn man schon so genau mit den Regeln ist sollte man doch dann eigentlich sagen ich kann das nicht bestrafen da es nicht genau geregelt ist.
    Zu sagen "Ich gehe genau nach den regeln und weil das da nicht steht geh ich pi mal Daumen nach meinem Gefühl wie die Regeln das wohl meinen und stelle das dann als genau nach den Regeln dar" ist für mich der falsche Weg.

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    Original von Frank Wentzlawsky
    Evtl. gibts morgen noch ein Statement von Heiner Brand bei "JBK", ist er doch in Kerners Talkshow (zusammen mit "Pommes") zu Gast.

    Ausstrahlung: Dienstag, 23.00 Uhr, ZDF

    Ich bezweifle mal ganz massiv, das Kerner die fachliche Kompetenz und das Sendeformat das Ziel hat dort wirklich inhaltliche Fragen zu stellen. Das wird ein ganz oberflächlicher Talk mit absolut Null Aussagekraft. Da hat jedes Wetten-Dass-Couch-Gespräch mehr Inhalt.

    Wer gehört denn zu den Alteingesessenen?

    Bauer, Fritz, Klimovets fallen mir da ein.
    Als nächstes kämen schon Kehrmann, Jansen, Velyky.
    Keiner von denen gehörte zu den schlechtesten des Turniers.
    Das Problem ist für mich kein Alters- sondern teilweise ein Qualitätsproblem.

    Selbst wenn die drei ältesten Wegfallen, von einem Neuaufbau kann man da eigentlich nicht reden.

    Zitat

    Original von jhl
    Mein Vorschlag an die IG Handball:
    Wie wäre es wenn die IG ein T-Shirt auflegt mit Bundestrainer und einer laufenden Nummer?

    Aber bei den anderen beiden weiß doch keiner was im Hintergrund gelaufen ist. Die beiden haben schwach gespielt und ihre wenigen Chancen nicht nutzen können, aber was war im Training?

    Gruß Jan

    Auf dieser Basis können wir das Forum auch direkt abschalten wenn du dieses Totschlag-Argument raus holst...

    Niemand von und weiß was im Training war. Aber die angesprochenen Probleme im deutschen Spiel sollten jedem klar sein.
    Zudem bezieht sich die Aussage von Brand kaum auf die Trainingsleistungen:

    Zitat

    Das war einfach zu wenig. Ich habe bei ihren Einsätzen nicht erkennen können, dass sie ihre Chance beim Schopf packen wollten

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    Original von Río

    oh man... leider sitz ich grad auf der Arbeit und kann nicht mehr schreiben als:


    Ist ja mal der größte Schwachsinn überhaupt...

    Vielleicht solltest du dann besser überhaupt nicht schreiben, den diskutieren kann man auf Basis solcher Einträge kaum.

    Mit Sicherheit kann man anderer Meinung sein und es ist bestimmt interessant andere Sichtweise zu lesen aber einfach nur kritisieren - nein, beleidigen - ist dort wenig hilfreich.

    Im Grunde eine konsequente und nachvollziehbare Entscheidung. Trotzdem müsste sich Brand da einige Fragen stellen.

    Warum nominiert Brand überhaupt zB besagte Kaufmann und Herrmann wenn sie auf kaum Einsatzzeiten kommen und Brand ihnen diese auch nicht zutraut?
    Das Spiel gestern gab da vielleicht einige Antworten aber letztendlich muss man auch das nehmen was man hat. Jedes Spiel mit der Hoffnung, dass Hens durch besser spielt kann auf dauer keine Lösung sein.
    Entweder traue ich den beiden trotz eingeschränkter Qualität zu Leistung zu geben oder eben nicht und dann haben sie dort nichts verloren.
    Spieler zu nominieren obwohl ich weiß das sie nicht gut genug sind, nur damit ich 16 Spieler im Kader hab kann da auch keine Lösung sein.

    Insgesamt darf man sicher nicht mehr solche Turniere wie die WM erwarten, aber sich bequem zurück lehnen und sich über die Wiederkehr der Normalität freuen ist da auch der falsche Weg.
    Vielleicht hätten wie auch mit der Leistung der WM hier keinen besseren Platz erzielt aber wir haben eben nicht diese Leistung gezeigt. Da war einfach noch zu viel Platz nach oben als dass man sagen könnte wir müssen nach der WM erstmal wieder runter kommen und der 4te Platz war OK. Der 4te Platz ist OK, aber die Leistung der Mannschaft ist einfach nicht das, was sie im Stande zu leisten ist.
    Da sollte man ansetzen und dafür ist auch Heiner Brand verantwortlich.
    Ebenso könnte man auch über mangelnde Einsatzzeiten von Klein oder einen fehlenden echte 2ten RA reden.

    Zitat

    Original von Hoertie


    wobei hier das entscheidende merkmal ist, dass ein Mitspieler den ball zum torwart spielt... und es daher zu einer freiwurfentscheidung kommt.

    Von wem der Ball kommt hat aber eigentlich nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun.
    Denn wenn der TW sich in der Luft über dem Torraum nicht mehr in diesem befinden würde gäbe es keinen FW in dieser Situation.
    Insofern ist dies ein eindeutiger Hinweis dazu, dass der Torwart erst beim aufkommen auf dem Boden außerhalb der Torraums nicht mehr in diesem ist wenn er in ihm absprang. Die Frage in diesem Fall scheint eindeutig zu sein, woher und nicht wo.

    Die Beobachtung durch "Nicht-Beobachter" mag zwar in der Theorie funktionieren wurde aber zB in der RL West vor glaube ich 3 Jahren nicht ohne Grund gestrichen.
    Massive Unterschiede in der Beurteilung waren wohl an der Tagsordnung.

    Die Spieler und Trainer sind während eines Spiels gar nicht in der Lage die SR so zu beobachten, wie es ein detaillierter Beo-Bogen erfordert.

    Trotzdem ist die Meinung der Spieler und Trainer nicht verkehrt. Ein SR, der selber nie auf der Platte stand hat es finde ich ziemlich schwer ein Spiel korrekt zu beurteilen und das berühmte (oder verrufene???) Fingerspitzengefühl walten zu lassen. Je höher die Liga, desto größer mMn die Differenz zwischen dem Spielverständnis der SR und der Spieler.
    Ein höheres Spielverständnis kann nur zu besseren SR Leistungen führen.

    Workshops zwischen Mannschaften und SR wie sie ja in der HBL auch regel sein sollen sehe ich da für beide Seiten nur mit Vorteilen. So etwas sollte weitaus intensiver und auch schon in unteren Ligen erfolgen.

    So, zuviel auf einmal? ;)

    Sehr schöner Beitrag Nadine,

    bedenken muss man auch:
    Eine Pokersendung als Wiederholung kostet das DSF kaum etwas, eine Übertragung eines Spiels schon. Wenn man jetzt bedenkt, dass die Quote bei zeitgleich spielenden Deutschen minimal sein kann (abgesehen von Deutschland Spielen schauen eigentlich nur Handballer die EM und die schauen auch primär Deutschland) ist der Verzicht nicht nur absolut verständlich sondern alles andere wäre wirtschaftlich völliger Schwachsinn. Das DSF ist ein Unternehmen und nicht die Handball-Wohlfahrt.