Original von hsr
Noch einmal, weil kaum nachzuvollziehen - bis 2001 gab es folgende IHF-Erläuterung:
"16. Unterbrechung des Spiels (18:14 [heute 17:12], 4:5)
Wird das Spiel aufgrund einer Wahrnehmung der Schiedsrichter oder eines Technischen Delegierten der IHF bzw. des Kontinents unterbrochen und werden Spieler oder Offizielle ermahnt oder bestraft, muß das Spiel mit einem Freiwurf für die gegnerische Mannschaft von der Stelle des Vergehens oder, wenn sich der Ball an einer für die gegnerische Mannschaft günstigeren Stelle befindet, dort fortgesetzt werden.
Ist dadurch eine klare Torgelegenheit vereitelt worden, ist auf 7-m-Wurf zu entscheiden. ..."
Mit der Regeländerung 2001 wurden einige IHF-Erläuterungen in den Regeltext übernommen (z.B. TW-Wechsel bei 7-m, mehrere Fehler bei Spielerwechsel, Stirnband, Vorteil usw.). Dazu gehörte auch die Erläuterung 16, die teilweise in Regel 13:6, teilweise in der Erläuterung 9 [neu] "verschwand". Dabei wurden zwei Umstände (SR-Wahrnehmung mit Ermahnung/Bestrafung und FW-Entscheidung und Ausführungsort bei Verstoß der abwehrenden Mannschaft) [falsch!?] zusammengefasst. Die FW-Entscheidung bei Ermahnung/Bestrafung blieb dabei in Regeltext und Erläuterungen "auf der Strecke", wurde aber als langjährige Auslegung (schon im handball-sr von 1990 enthalten) nicht in Zweifel gezogen (SR-Tage Hamburg 2001, Thomas/Prause) und auf der Internetseite des DHB im März 2004 von Hans Thomas bestätigt:
"4. Ermahnung eines Trainers bei Ballbesitz der eigenen Mannschaft
Wird in einem laufenden Spiel der Trainer (oder ein anderer Offizieller/Spieler) der ballbesitzenden Mannschaft nach Pfiff des SR ermahnt, so geht das Spiel mit Freiwurf für die gegnerische Mannschaft am Ermahnungsort bzw. an der günstigeren Stelle weiter. Gleiches gilt, wenn er die Coachingzone (Auswechselraum) verlässt und nach SR-Pfiff zur Rückkehr ermahnt werden muss."
Wenn es da etwas Neues gibt, müssten sich DHB/IHF dazu äußern ...