Beiträge von SteamboatWillie

    Man kann es ja unter interdisziplinäre Weiterbildung betrachten:

    Heut Abend kommt um 22:00 auf WDR der Film "Die Schiedsrichter" der eigentlich "Referees at work" heißt und die Arbeit ausgewählter Schiedsrichter während der EM 2008 dokumentiert.
    Ua auf Youtube kann man sich ausgewählte Szenen anschauen http://www.youtube.com/user/refereesatwork bei Spox oder MyVideo soll es auch den ganze Film geben.
    Ich hab nur einige Szenen gesehen, aber der Druck unter dem die Schiris stehen ist unglaublich und wie sie damit ungehen ebenso. Ich denke der Film dürfte für jeden der an Schiedsrichterei interessiert ist sehr interessant sein. Vielleicht schreib ich morgen eine kleine Rezension.

    Ich finde das Heft lohnt sich. Es überzeugt nicht immer jedes Heft von vorne bis hinten aber über das ganze Jahr ist es schon sehr Hilfreich. Besonders interessant finde ich immer wieder die schönen Bildfolgen mit genauer Beschreibung der Fehler und Aktionen die besondere Beachtung verdienen.
    Auch die Berichte über Lehrgänge und Trainingsmethoden sind meistens hilfreich.
    Alles in allem ist das für den Preis (das ist ein absolutes Spartenmagazin!) sehr ordentlich.

    Zum Thema "Stimmung in der Halle bei 'nicht-Kiel-Spielen'":

    Könnte das nicht auch daran liegen, dass die beiden Spiele ohne Kieler Beteiligung nunmal sehr deutlich waren und daher nie so etwas wie Spannung aufkam? Die beiden Kieler Spiele waren schlichtweg die interessantesten und das nicht weil Kiel spielte sondern weil sie in Sachen Spielverlauf und Spannung alles zeigte was den Handball so toll macht. Ich denke mal die meisten der Zuschauer waren nicht expizite Kiel-Fans sondern schlichtweg Handballfans aus Deutschland/NRW die sich dieses Event ansehen wollten. Dass man im Laufe des Spiel Kiel Fan wird ist denke ich verständlich, da denkt man halt Patriotisch. Man muss auch zugeben, dass vor allem CR in den vergangenen Jahren so ziemlich alles an "deutscher Handballelite" geschlagen hat. Ich hab zB große Anerkennung für deren Leistung und was die zB im Heimspiel gegen des HSV losgelassen haben war grandios, aber dennoch sind sie mir eben nicht unbedingt sympathisch, da wäre ich denke ich auch eher Kiel Fan geworden.
    Ich kenne gut 10 Leute die beim Final4 waren, keiner von denen ist Kiel Fan sondern einfach selbst Handballer von der Regional- bis in die Kreisliga und schaut gerne Handball.
    Ich denke wenn im Halbfinale Barca gegen Ciudad ähnlich knapp und Kiel gegen Moskau ähnlich deutlich gespielt hätte wäre die Stimmungslage auch eine andere gewesen.

    Zitat

    Original von Jenny
    Witzig, die Moderatoren müssen sich warm machen ;) - ich hoffe die merken, dass sie im Internet schon zu hören sind ;)

    Zumindest bis grade wussten sie es nicht...
    Kretsche zu Methe/Methe: "Na weil sie schlecht sind!"

    Wers nicht lesen will, dem kann man auch nicht helfen.... :wall:

    Aber ich bin ja stets bemüht...

    ALSO!!!

    DIREKT DER NÄCHSTE SATZ UNTER DEM VON DIR ZITIERTEN IN REGEL 13:6 LAUTET WIE FOLGT:

    DASSELBE gilt, wenn der Zeitnehmer das Spiel wegen Regelwidrigkeiten gemäß 4:2 bis 3 oder 4:5 bis 6 unterbricht.

    DENN SINN DES WORTES "DASSELBE" MUSS MAN DIR JETZT NICHT ERKLÄREN, ODER?!?!?!?!?!?!

    Edit sagt, vielleicht doch...

    Und selbstverständlich gelten Regel 4:2-3 und 4:5-6 IMMER und nicht nur, wenn die abwehrende Mannschaft eine Regelwidrigkeit begeht!!!!!! Ergo gelten die von dir Zitierten Regeln IMMER wenn das KG das Spiel wegen Regelwidrigkeiten gemäß diesen Regeln unterbricht!!!!!

    Noch mal ganz langsam für alle zu Mitschreiben:

    13:6 Der Freiwurf wird normalerweise ohne Anpfiff des Schiedsrichters (ausgenommen 15:5b) grundsätzlich an der Stelle ausgeführt, an der die Regelwidrigkeit begangen wurde. Ausnahmen von diesem Grundsatz:
    [...]
    Wenn ein Schiedsrichter oder Technischer Delegierter (der IHF oder eines kontinentalen/nationalen Verbandes) das Spiel wegen eines Regelverstoßes durch einen Spieler oder Mannschaftsoffiziellen der abwehrenden Mannschaft unterbricht und eine Ermahnung oder eine persönliche Strafe ausspricht, sollte der Freiwurf an der Stelle ausgeführt werden, an welcher der Ball sich bei der Spielunterbrechung befand, sofern für die ausführende Mannschaft eine günstigere Stelle ist als die, an der die Regelwidrigkeit begangen wurde.
    Dasselbe gilt, wenn der Zeitnehmer das Spiel wegen Regelwidrigkeiten gemäß 4:2 bis 3 oder 4:5 bis 6 unterbricht.

    4:5 Ein Wechselfehler ist mit einer Hinausstellung für den fehlbaren Spieler zu ahnden. Begehen mehrere Spieler einer Mannschaft in der gleichen Situation einen Wechselfehler, so ist nur der erste Spieler, welcher eine Regelwidrigkeit begeht, zu bestrafen.
    Das Spiel wird mit Freiwurf für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt (13:1a-b; Erläuterung 9).

    13:1 Grundsätzlich unterbrechen die Schiedsrichter das Spiel und lassen es durch einen Freiwurf für die andere Mannschaft wiederaufnehmen, wenn:
    a) die ballbesitzende Mannschaft eine Regelwidrigkeit begeht, die zu einem Verlust des Ballbesitzes führen muss (4:2 bis 3, 4:5 bis 6, 5:6 bis 10, 6:5 1. Absatz, 6:7b, 7:2 bis 7:4, 7:7 bis 8, 7:10 bis 11, 8:8, 10:3, 11:4, 13:7, 14:4 bis 7 und 15:7 Absatz 3 und 15:8).

    Erläuterung 9:
    Wenn ein Zeitnehmer das Spiel wegen Wechselfehlers oder regelwidrigen Eintretens gemäß Regeln 4:2 bis 3, 4:5 bis 6 unterbricht, wird das Spiel mit einem Freiwurf für die andere Mannschaft wiederaufgenommen, normalerweise an der Stelle der Regelwidrigkeit. Befand sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung jedoch an einer für die andere Mannschaft günstigeren Stelle sollte der Freiwurf an dieser Stelle ausgeführt werden (siehe Regel 13:6, Absatz 3 und 4).

    Absatz 4 vor 13:6 habe ich oben zitiert.

    Ist jetzt alles klar?

    Zitat

    Original von TLpz
    Der Denkfehler von Rheinland-SR ist: Wenn A einen Wechselfehler begeht, kann A niemals in Ballbesitz sein...

    Auch wenn ich mich jetzt als Volltrotel hinstelle:

    Es geht ja nicht darum, wer in Ballbesitz ist, sondern wer in Ballbesitz war.
    Das B in Ballbesitz kommt ist ja offensichtlich.

    Darüber hinaus: War A nicht zum Zeitpunkt des Wechselfehlers im Ballbesitz denn "Der auf dem Boden im Torraum rollende Ball bleibt „im Spiel“ und ist im Ballbesitz der Mannschaft des Torwarts" ?

    Ich bin verwirrt...

    Hach! Jetzt sind wir wieder dabei was ein Wurfergebnis ist...
    Bisher konnte mir das noch keiner genau sagen.

    Die Frage ist für mich in dem konkreten Fall, was haben die SR gemacht?
    Haben sie nach dem Block, bevor der TW den Ball ins Tor gekickt hat das Spiel beendet? Wenn ja, dann haben Sie das Blocken bereits als Wurfergebnis angesehen. Wenn nein, dann stand das Wurfergebnis noch nicht fest und diese Aktion des TW ist meiner Meinung nach als Abwehraktion des TW zu werten und deshalb ist müsste es ein Tor sein.

    Es gibt nach meiner Info keine Definition was ein Wurfergebnis ist, von daher liegt es fürchte ich im Ermessen der SR.
    Sollte jemand eine offizielle Definition haben immer her damit.

    Kann es sein, dass ihr etwas an einander vorbei redet?
    Der eine das Blocken von Spielern, der andere das Blocken von Bällen meint?

    Alles in allem würde ich empfehlen den nächsten Lehrgang abzuwarten.
    Die gleichen Fragen die wir uns stellen stellen sich "die da oben" bestimmt auch grade. Und ich denke es ist im interesse aller wenn es da eine einheitliche Linie gibt und nicht jeder das so interpretiert wie er es meint.

    Wo wir schon bei Peinlichkeiten sind:

    Ich habe mal ein weibliche-C-Jugend Spiel gepfiffen, wie alt sind die? 12-14 glaube ich.
    Der Trainer einer Mannschaft war gleichzeitig der Vater einer der Mädels und hatte das ganze Spiel über nichts anderes zu tun als permanent auf mich einzureden. Das ganze ging dann so weit, dass eines der Mädels auf dem Spielfeld dann zum Trainer rüber rief "Papa sei doch ruhig, wir wollen doch nur Handball spielen."
    Ein 12-14 jähriges Kind muss einem ich schätze ihn mal 40-50 Jahre altem Erwachsenem Mann sagen wie er sich als Trainer einer Jugendmannschaft zu verhalten hat. Sowas nenne ich peinlich...

    Zitat

    Original von berndo
    Der folgende Link funktioniert wahrscheinlich besser:
    http://www.abendblatt.de/region/harburg…lendoerfer.html

    Urteil erfolgte aufgrund einer Videoaufzeichnung - interessant...

    EDIT: Nee, Link tut auch nicht - komisch - wenn ich über Google den Artikel suche, dann wird der Beitrag angezeigt...

    Das liegt am Anbieter. Das Hamburger Abendblatt setzt nur noch auf paid-content. Damit man aber bei Google-News dennoch erscheint ist der Zugriff über Google News dann doch kostenfrei.
    Die Hintergründe kann man bei Stefan Niggemeier schön nachlesen:
    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/aussichts…h-unverschaemt/

    Zitat

    Original von Theoitetos
    Ganz deiner Meinung, sehen/wissen bloß zu wenige.

    Denke was felixS meinte ist die Diskussion ob zu einem 7m immer eine progressive Strafe sein muss oder ob nicht einfach der 7m an sich zureicht, da dieser für die Mannschaft schon "Strafe" genug ist, wobei manchmal nicht klar ist für welche Mannschaft :lol:

    Wobei mal da durchaus fragen kann. Wenn der Grund für den 7m kein Abwehr durch den Raum ist und wir und sicher sind dass es eine klare TG war und 7m die richtige Spielfortsetzung, dann kann die Regelwidrigkeit der Abwehrspielers ja nur von der Seite oder von Hinten gekommen sein. Denn wäre sie von vorne gekommen wäre es ja keine klare Torgelegenheit. Insofern kann ich SR schon verstehen, die bei sowas idR 7m + Bestrafung fast schon als Automatismus geben.

    Zurück zur eigentlichen Frage:
    Aus der Beschreibung unmöglich klar zu beantworten. So wie es sich anhört glaube ich selbst wenn wir es gesehen hätten würden es unterschiedliche Meinungen geben. Man könnte aber auch überlegen dem Angreifer auch eine Strafe zu geben, wobei die "Beinschere" ja nicht ganz eindeutig zu sein scheint. Meine Erfahrung ist da aber schon bei kleineren Nickeligkeiten härten anzusetzen ist insgesamt effektiver. Ansonsten kommst du schnell in die Situation wo sich Gegenspieler wegen sowas gegenseitig anstacheln und am Ende kommt es zu ganz fiesen und bösen Fouls weil auf Nickeligkeiten eben immer gegenreaktionen erfolgten.

    Lasse, auch da sollten wir die Lehrgänge abwarten wie das auszulegen ist.

    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    Es wird auf keinen Fall mehr Rote mit Bericht geben als vorher Ausschlüsse.

    Zum einen müssen die SR bei einer Roten mit Bericht unmittelbar nach der Entscheidung dies beiden MV mitteilen. In dem Moment muss der SR also schon entscheiden, dass er einen Bericht schreibt. Und das auch den möglicherweise aufgebrachten MV mitteilen. Da sind Diskussionen doch vorprogrammiert.

    Zum anderen muss auch tatsächlich ein Bericht geschrieben werden, der die spielleitende Stelle auch in die Lage versetzt zu entscheiden, ob und welche Sperre ausgesprochen wird. Das wird dann erstmal wieder Formulierungsgerangel geben, was darf man schreiben, was nicht. Bei unvollständigem Bericht gibts dann keine Sperre usw. usw.

    Ich glaube kaum, dass gerade im unterklassigen Bereich die Bereitschaft der SR so ausgeprägt ist, sich dem auszusetzen. Es wird Rot ohne Bericht geben und das wars.

    Die Regeländerungen hätte man sich schenken können, da hätten Klarstellungen ausgereicht.

    Abwarten,

    ich könnte mir durchaus vorstellen, das die einzelnen Verbände da unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten finden wie das "mitteilen" von statten gehen soll. Auch jetzt gibt es nach dem Regelwerk ja nur bei bestimmten DQ oder eben A einen Bericht. Dennoch schreibe ich diesen schon seit über 10 Jahren bei jeder DQ, auch wenn es nur 1 Satz ist. Ob es mehr Sperren gibt wird sich zeigen, das dürfte aber eher von der Spielleitenden Stelle abhängen. Ich finde die Regeländerung bisher ganz ok. Was es genau bedeutet werden wir wohl alle erst auf den Lehrgängen erfahren.

    Ich denke auch, die letzten Beiträge hier zeigen eindeutig, dass sich eine Regeländerung in dieser Sache positiv auswirken sollte.

    Wie das nun genau gehandhabt wird werden wir wohl alle auf den Lehrgängen sehen. Grundsätzlich sollte es für den SR aber einfacher sein, wenn er nicht innerhalb eines Moments entscheiden muss ob Tätlichkeit oder nicht.

    Zitat

    Original von Steinar
    KM wird von A3 festgehalten und verschafft sich mit einem gezielten Ellbogencheck ins Gesicht von A3 dann vor dem Anspiel von RL den Freiraum.

    RM sieht die Lücke zwischen A2 und A3 und versucht den Durchbruch. A2 sieht das, hätte keine Chance mehr regelkonform zu verteidigen und schlägt mit der geballten Faust auf den Rücken von RM.

    Sind für mich beides Fälle, in denen die Definition für eine Tätlichkeit dem Wortlauf nach zu 100% erfüllt ist.

    Beide Aktionen kann man auch noch als "übertriebener Methoden beim Abwehrversuch" ansehen. Wobei Abwehrversuch als Begriff beim Foul des Angreifers falsch ist aber es geht in die gleiche Richtung. Es sind eben beides noch Aktionen wo man sagen kann, ok, der Foulende hatte noch die Absicht sich in eine bessere Spielsituation zu bringen.

    Wir haben bei uns die Orientierung, dass wenn es eine Spielbezogene Aktion ist, es keine Tätlichkeit ist.