Beiträge von SteamboatWillie

    Mich deucht, da ist viel heiße Luft um tatsächliche Sponsoren anzuziehen, die bis dato weit und breit nicht zu sehen sind

    Ich halte die Idee mit Meldungen dass man Sponsoren kein Mitspracherecht geben will jetzt nicht unbedingt so gut um damit tatsächlich sponsoren anzuziehen. Glaube daher nicht an deine Theorie

    Warum schießen die den Rudolph Clan nicht einfach zum Mond (ein paar Millionen sind da doch Peanuts) und retten den Laden?

    Ohne jetzt die Machtverhältnisse in Hamburg genau zu kennen, aber:
    Wie soll den ein externer Sponsor den Mehrheitanteiler eines Vereins / einer Gesellschaft abschießen?
    Ein paar Millionen sind zudem für niemanden Peanuts sonst wäre da ja schon lange wer für den Rudolph eingesprungen.
    Es ging ja eher darum mit einzusteigen, nicht direkt Rudolph zu ersetzen.

    Die Generalprobe endete wieder mit einer Niederlage:

    Polen - Spanien 21:24 (12:12)
    Polen: Wyszomirski, Szmal, Wichary – Gliński, Bielecki 6, Jurecki B., Jurecki M. 5, Grabarczyk 1, Jurkiewicz, Daszek, Krajewski 1 (1), Masłowski 1, Gumiński 2, Krzysztofik 1, Orzechowski 2, Szyba, Chrapkowski 2.


    Hier der Kader der Spanier damit man das ggf besser einordnen kann:

    Hiszpania:
    Jose Manuel Sierra Gonzalo, Gonzalo Perez de Vargas - Albert Rocas 3,
    Jorge Maqueda 2, Raul Entrerrios 2, Julen Aginagalde 3, Roberto Garcia
    2, Cristian Ugalde 1, Juan Andreu 1, Antonio Jesus Garcia 3, Valero
    Rivera 3, Iosu Goni 3, Niko Mindegia, Alex Dujszebajew 1, Carlos Molina.

    Man kann ja viel auf die Herren Rudolph schimpfen (immerhin kämpft M. Rudolph "bis zur letzten Patrone"), aber wo sind eigentlich die "positiven Signale" aus der Wirtschaft geblieben? Angeblich standen die ja alle Schlange. Alles nur Marketinggeschreie?


    Schaust du hier:
    Handball: HSV-Handballer im Teufelskreis -
    Sport -
    Bild.de

    Zitat

    Einen neuen Hauptsponsor lehnte er ab. Ein der BILD bekanntes
    Welt-Unternehmen aus der Lifestyle- und Lebensmittel-Branche hatte bis
    zuletzt Interesse. Auch der Abgabe von Anteilen und Macht widersetzte er
    sich.

    oder hier:
    Sein eigenes Denkmal zerstört - NachrichtenPrint - WELT AM SONNTAG - Hamburg (WAMS) - DIE Welt

    Zitat

    Diese Abhängigkeit war gewollt, auch wenn Rudolph gern das Gegenteil
    behauptete. Mindestens in einem Fall hatte er es verhindert, dass sich
    andere mögliche Geldgeber für den HSV engagierten. Macht abgeben oder
    auch nur teilen zu müssen kam für ihn offenbar nie infrage.

    Die ganze Diskussion ist bescheuert. Alle sachlichen Argumente (wenn denn vorhanden) wurden schon vor ca 100 Posts ausgetauscht. Danach gings nur noch im Kindergarten weiter.

    Schön, dass du auch die Kurve zu wichtigen Themen gefunden hast Talantguy.
    Ich finde Polen spielt seit Jahren unter den eigentlichen Möglichkeiten von daher hat mich das jetzt auch nicht so überrascht. Erwartet zwar auch nicht, aber immerhin gehofft. Sind wir ehrlich, wenn wir 100% geben und die Polen auch, dann verlieren wir das DIng. Insofern muss man hoffen, dass die Polen - wie sehr häufig - ihr Potenzial weiterhin nicht abrufen können.
    Irgendwie müssen wir es schaffen, mehr Tore zu werfen. Da ich keinen für die einfachen Tore aus dem Rückraum sehe kann das auch weiterhin nur über den Tempo der gescholtenen Außen gehen. Mal sehen...

    Ich finde gemessen an den Spielen der letzten Jahre ist das hier schon fast Meckern auf hohem Niveau. Gegen Gegner auf dem Niveau Polens gestern haben wir schon ganz anders ausgesehen. Ich sag nur Tschechien oder Montenegro.
    Wenn mir nach der Auslosung einer sagte wir verlieren nur mit einem Tor in Polen hätte das wohl ohne wenn und aber jeder als Erfolg gewertet. Und so sehe ich das auch.
    Die von euch genannten Kritiken sind alle richtig, aber wir haben nunmal keine Weltklasse Leute auf und neben dem Feld. Genau das ist dann der Unterschied. Spitzenmannschaften nutzen die Schwächen der Polen konsequent aus und sorgen schon nach dem Hinspiel für klare Verhältnisse.
    Dass es diese nicht schon jetzt zugunsten der Polen gibt war nicht zwingend erwartbar. Dass wir egal welche Umstände es gab überhaupt noch die Chance haben im Rückspiel ist ein Erfolg. Und danach sah es Mitte der 2ten Halbzeit nunmal gar nicht aus. Da hätten wir auch auseinander brechen können, sind es aber nicht sondern haben uns zurück gekämpft.
    Insgesamt fand ich das Spiel besser als so manches in der Vergangenheit und der Spielverlauf bot durchaus Werbung für den Sport mit viel auf und ab.

    Also natürlich "können" die Hamburger nach einer Entscheidung der Sportgerichtsbarkeit vor ein ordentliches Gericht ziehen, wer sollte Ihnen das verbieten? es gab ja auch schon Einzelfälle in denen man versucht hat vor ordentlichen Gerichten Entscheidungen der Sportgerichtsbarkeit anzufechten ( siehe Fall Pechstein, natürlich ging es da um ganz andere Dinge )...im Regelfall sagt die ordentliche Gerichtsbarkeit dann jedoch dass sie dafür nicht zuständig ist, sindern eben die abschliessende Entscheidung der Sportgerichtsbarkeit bindend ist....

    eine Klage vor ordentlichen Gerichten wäre somit theorethisch möglich aber praktisch chancenlos...ausserdem würde sie nichts daran ändern dass der HBW nach Abschluss des sportgerichtlichen Verfahrens dann definitiv zur HBL für die Saison 2014/15 zugelassen ist...im theorethischen Fall dass die Hamburger sich noch vor einem ordentlichen Gericht einklagen könnten müsste man dann wohl die Liga aufstocken...aber das ist wie gesagt nur Theorie

    Den von Lothar verlinkten Artikel hast du aber gelesen?
    Insbesondere den Satz?

    Zitat

    Da es sich bei diesem [Schiedsgericht], im Gegensatz zu vielen anderen Rechtsinstanzen im
    Sport
    um ein "echtes" Schiedsgericht handelt, ist der ordentliche
    Rechtsweg vor ein staatliches Gericht ist somit faktisch ausgeschlossen (vgl. § 1032 ZPO).

    Legionator,
    Ich wollte nicht sagen, dass es generell nicht möglich ist, nur das es eben sehr schwer ist.
    Dass man in Hamburg genügend andere Fehler gemacht hat um eine generelle Aussage zu Projekten wie diesen machen stimmt auch.
    Ob es ne Nummer kleiner besser gewesen wäre kann man nicht sagen. Wenn man als so ein Projekt etwas Aufmerksamkeit bekommen möchte muss man natürlich sich etwas liefern. Ob da ein geringerer Etat und weniger Erfolg mehr gewesen wäre?

    Tradition ist der Blick in die Vergangenheit. Tradition kann man sich nicht kaufen. Für Tradition kann man sich aber auch nichts kaufen.

    Weitere Sportarten, die - mehr oder weniger - glücklich in ihrer Nische sind: Rönradturnen, Radball, Kunstradfahren, Bauerntennis (Faustball) ...
    Ich könnte auch Tischtennis oder Volleyball nennen. Garantiert würden diejenigen, die die letztgenannten Sportarten als Leistungssport betreiben es ablehnen, die Nische zu verlassen.

    Bis zur ersten sicheren Landung eines Flugzeugs, gab es nur Bruchlandungen.

    In den Einzugsgebieten der Metropolen steigen die Einwohnerzahlen. In praktisch allen anderen Gebieten sinken sie.

    usw. usf.

    Ich finds super wie sehr du auf die Argumente andere eingehst und nicht nur deine Meinung predigst. ;)

    Du hast aber schon die letzten 10-15 Beiträge gelesen in denen unter anderem steht wieso diese Eishockey Vereine in den Großstädten funktionieren und warum man das nicht mit einem künstlichen "Zuzug" eines Handballvereins vergleichen kann?

    BTW: Von der ersten 8 der Tabelle spielen bereits 7 in Großstädten und Flensburg ist in ihrem Dorf grade CL Sieger geworden.
    Wer soll denn dann in die Großstädte gehen?

    Lemgo, Nettelstedt, Wetzlar, Göppingen, Gummersbach, Minden, Balingen?

    Und wohin sollen die deiner Meinung nach gehen?

    Die Sache mit den Traditionsvereinen ist ja noch mal was anderes und hat mit der zumindest von mit Skizzierten Vorraussetzung nichts zu tun.

    Du brauchst einfach einen ordentliche Basis an Handballinteresse die du ausbauen kannst. Ob das nun Traditionsvereine sind oder Neureiche Amateurclubs ist egal. Hauptsache der Verein zieht jetzt bereits auf begrenzt lokalem Feld die Öffentlichkeit. Das schaffst du nicht mit "zahlreichen kleineren Vereine(n)". Ein großer Verein zieht immer mehr Öffentlichkeit als viele kleine. Bei kleinen Vereinen herrscht auch immer mehr Wagenburgmentalität. Wenn du die ""zahlreichen kleineren Vereine" mit ins Boot holen willst um deren Fans abzuholen hast du zudem X Köche die mitreden wollen. Das verringert die Erfolgsaussichten massiv, weil jeder seine eigenen Interessen hat.
    Du musst ja dran denken, du möchtest das deren Mitglieder und Fans nicht mehr zu den eigenen Spielen des eigenen Vereins gehen sondern zum großen "platzierten" Verein in der Bundesliga. Das wird nicht funktionieren.
    Hast du aber ohnehin nur einen lokalen Platzhelden, dann musst du dich nur mit einem zusammentun.

    Welche Großstädte hat man denn eigentlich, die nicht schon vom Fußball besetzt sind?
    Wuppertal, Bonn, Manngeim, Wiesbaden, Kiel, Magdeburg, Krefeld, Lübeck, Kassel, Hagen, Hamm, Mühlheim, Potsdam, Oldenburg, Solingen, Herne, Neuss, Würzburg, Ulm, Heilbron, Göttingen, Bottrop, Pforzheim, Recklinghausen, Reutlingen, Koblenz, Remscheid, Bergisch Gladbach, Bremerhaven, Erlangen, Moers

    Fußballvereine die so groß sind, dass sie es sich leisten können einen Kooperation oder Koexistenz einzugehen sehe ich dazu noch in München, Dortmund und ggf Schalke.

    Jetzt ziehen wir mal die Städte ab, die schon Handball oder einen andere der großen Teamsportarten beherbergen. Dann bleibt:
    Wiebaden, Lübeck, Hamm, Mühlheim, Potsdam, Herne, Neuss, Heilbronn, Bottrop, Pforzheim, Recklinghausen, Reutlingen, Koblenz, Reimscheid, Bergisch Gladbach, Moers, dazu ggf Dortmund oder Gelsenkirchen.

    Also ganz ehrlich, das gelobte Land sehe ich da vom Namen her nirgends. Ob jetzt Eisenach oder Bottrop und Friesenheim oder Remscheid macht vom Namen her nicht viel her...

    Wir driften jetzt etwas ab aber mal ne Frage zum Final4. Erzeugt das in Köln wirklich Handballbegeisterung oder wird das eher wie ein Konzert wahrgenommen was kurzzeitig cool ist aber dann auch wieder weg?
    Hintergrund ist, ob so ein Jährliches Ereignis wie das Final4 eine Handballbegeisterung auslösen kann die als Nährboden für zB einen Bundesligisten dienen kann. Ich frage da bewusst generell und nicht ob sowas konkret in Köln funktionieren kann.

    Die Geschichte mit den Sponsoren und Rechten für diese mit AR ist natürlich großartig und sollte damit wohl klar zeigen, wo das Hauptproblem am Handballstandort Hamburg lag.
    Die Katastrophe erscheint mir weniger der jetzige Untergang als eher dessen damaliger Einstieg...

    Legionator, das ist doch Jahrzehnte her!
    Was die meisten hier meinen ist eher, dass es DERZEIT oder in direkter Folge VOR der "Einrichtung" eines Bundesligavereins einen halbwegs erfolgreichen Handballverein gibt. Der Sprung von dem was vorher war (zB 2. oder 3.Liga) zur Bundesliga wäre dann auch nicht so groß.

    Nur weil in den 50ern 60ern mal Handball in Hamburg groß war, bedeutet dass doch nicht, dass es heute noch eine gewachsene und ausbaufähige Fan- und Interessentenbasis gibt auf die man aufbauen kann wenn man dort einen Verein installiert.

    Sehr guter Beitrag Hereticus.

    Wenn man sich mal die genannten Eishockey- und Basketballvereine anschaut, die schon vor dem Fußball "da waren" und die abzieht (ich nehme auch mal die Zeit Anfang/Mitte der 90er als großen Umbruch im Fußball), dann bleiben am Ende eigentlich nur folgende Vereine über, die in den Großstädten platziert wurden oder dorthin zogen:

    Frankfurt Skyliners
    Hamburg Freezers

    Mehr nicht wenn man ehrlich ist.

    Meinetwegen kann man noch die Bayern Basketballer dazu nehmen.

    Die Batzis gibt es in der Form nur durch die Unterstützung der Fußballer.
    Die Hamburg Freezers kann man denke ich mit dem HSV ganz gut vergleichen. Sie profitieren zudem auch stark von einem externen Geldgeber.

    Bleiben die Frankfurt Skyliners die nach schneller Erfolgen nun ein absolutes Mittelklasse Team sind, mal an den Playoffs kartzen und im Schnitt etwas mehr als 4000 Zuschauer haben.

    Jetzt mal ehrlich, das soll der Weg sein, den der Handball gehen soll? Die verheißungsvolle Zukunft?

    Ich weiß nicht ob dieser Großstadtvergleich dem ganzen gerecht wird. Zumal die Sportarten doch sehr unterschiedlich sind.

    Basketball ist eine "eingewanderte" Sportart die zuerst an den Unis gespielt wurde. Das fast geschlossene Ligensystem und das große Vorbild in den Staaten fördern das Franchis ähnliche Vereine auch in Deutschland nicht nur akzeptiert sondern fest dazu gehören.

    Im Eishockey kenne ich mich zu wenig aus aber auch da ist das Franchise System durchaus verwurzelt und die geschlossene Liga tatsächlich vorhanden.

    Beide Sportarten leben zudem von der Popularität der großen amerikanischen Ligen. Ich habe die NBA Finals damals im DSF oder auf Sat 1 mit Lou Richter gesehen, kannte alle Stats von Hakeem the Dream auswendig ohne auch nur einen deutschen Basketballverein zu kennen. Ich glaube als Alba den Korac Cup gewann wurde ich erstmalig darauf aufmerksam.
    Eishockey kenne ich von NHL95 auf meiner Videokonsole mit Mario Lemieux und Jaromir Jagr.
    Sowas zieht durchaus die Jugend an.

    Handball hingegen ist nunmal ein Dortsport. Die Vereine sind nahezu alles wirkliche Traditionsvereine es ist fast überall die beliebteste Hallensportart. Zumindest in den Städten Westfalens gibt denke ich überall mehr Handballmannschaften als Basketball und Eishockey zusammen. Das ist sind für mich alles positivpunkte die so eine "Kunstsportart" die in den Städten platziert wird sich über Jahre erarbeiten muss

    Die Frage ist doch: Muss man nun wirklich den vermeintlichen Untergang des HSVs nutzen um alles in Frage zu stellen?
    Würde Handball wenn er in die Städte zieht wirklich mehr aufmerksamkeit bekommen? Und wenn ja, wieviel der bisherigen Handballkultur würde dabei drauf gehen und kann dies ein Wachstum in den Städten ausgleichen?

    ja- da habe ich dhb anstatt hbl geschrieben...sorry.....

    "mutmassungen mit minimalem halbwissen" hört sich ja gut an, da fühlt sich wohl einer auf den schlips getreten. mit ein bisschen recherche und fachlichem hintergrund kommt man manchmal halt n bisschen weiter voran....auch wenn es der eine oder andere nciht gern hört....


    Du könntest auch einfach eingestehen, dass du einen klaren fachlichen Fehler gemacht hast und Thorsten absolut recht hat.