Beiträge von ralf81

    :pillepalle:

    Also, ich selbst trainiere eine weibliche A- Jugend, das ist natürlich dann doch wieder ein bissel was anderes als eine männliche A- Jugend. Trotzdem glaube ich, dass Liegestützen als "Strafarbeiten" sogar motivierend sein können:
    Ich hatte mal in der A- Jugend einen Trainer, der hat uns das echt gut verkauft, dass fast keiner gemotzt hat. So versuch ichs jetzt auch.
    Trotzdem, auch wenn ich "nur" den C- Schein hab, wenn ich sowas höre 150-200 Liegestützen im Training, naja, vielleicht, wenn sie gut trainiert sind...
    Aber was soll das, keine Trinkpausen??????????? :pillepalle:

    Da braucht man ja wohl gar nicht darüber zu diskutieren. Ich geb immer, je nach Intensität des Trainings, zwei bis drei Trinkpausen, bei denen die Spieler trinken dürfen. Sonst aber nicht, damit eine gewisse Disziplin erhalten bleibt.

    Zum Motzen beim Spiel:

    Wenn Spieler Fehler machen, die ihnen sofort bewusst sind (z.B. Tempogegenstoß "verbolzt) nehm ich mir vor, den Mund zu halten (gelingt auch mir nicht immer *g*).
    Nur wenn es Fehler sind, die sie selbst nicht merken, mach ich sie darauf aufmerksam.
    Ich glaube, das wirkt motivierender.

    Gruß

    Ich glaub, dass bei uns die Zuschauer nur gute Spiele sehen wollen und nur kommen, wenn die Mannschaften auch Erfolg haben.
    Vor vielen Jahren gab es in der Verbandsliga oftmals Spiele, bei denen 700 Zuschauern da waren (hab ich gelesen *g*)
    In den letzten Jahren waren die Leistungen in der Landesliga nicht so berauschend, auch spielerisch. Da war man froh, wenn 150 Zuschauer da waren.
    In diesem Jahr spielt die Mannschaft mit neuem Trainer einen schnellen Handball und noch dazu erfolgreich. So waren beim letzten Spiel 300 Leute da.
    Ich glaube attraktiver Handball + Erfolg = viele Zuschauer

    Da bin ich jetzt völlig anderer Meinung. Ich habs leider deren Abwehrverhalten noch nicht gesehen und ich weiß auch nicht, wie die in Dänemark trainieren.
    Auf jeden Fall weiß ich, dass man auch mit offensiven Spielweisen, auch auf internationaler Ebene Erfolg haben kann. Ich hab ein Spiel von einer Weltmeisterschaft gesehen, Tunesien gegen Ägypten. Die Tunesier haben sehr offensiv 1:5 gedeckt und die Ägypter kamen nicht einmal zu einem einzigen Torwurf nach 5 Minuten. Das werden diese Dänen nie können. Die Tunesier aber, werden jederzeit 6:0 spielen können.

    Gruß Ralf

    P.S.: Wie definierst du Handballspielen?

    Ich seh auch eher als ein Problem bei den jüngeren Mannschaften. Bei uns ist es so: Zunächst hat der Verein die Wahl, in welcher Klasse er mit seiner Mannschaft spielen will. Geht das nicht auf (z.B: 15 Teams Bezirksklasse, drei Teams Kreisklasse) werden die Mannschaften in zwei Gruppen eingeteilt, wobei dann nach der Hinrunde in Bezirksklasse und Kreisklasse eingeteilt wird.
    Ich persönlich würde eine "Pflicht-Quali- Runde" im Mai, Juni und Juli mit den neuen Jahrgängen vorschlagen, nach denen die Klassen eingeteilt werden. Damit wäre auch gewährleistet, dass die Kinder das ganze Jahr über an den Handballsport gefesselt würden.
    Gruß

    Bei uns ist die Winterpause lediglich drei Wochen lang und nach zwei Wochen ist eh schon Bezirkspokal. Deshalb trainieren wir (mit Ausnahme der Weihnachtswoche) durch. Wir trainieren sogar dann dreimal die Woche. (statt zweimal).
    Zu Beginn ein bissel Kondition, jetzt eher "spielerisches"

    Grüße

    Hallo,

    find ich wirklich super, dass hier auch über dieses strittige Thema diskutiert wird. Ich bin auch selbst schon einige Jahre Jugendtrainer und ich könnte sagen, das ist mein "Lieblingsthema":
    Also, ich bin nach vielen Lehrgängen ein Verfechter der offensiven Abwehrsystemen im Jugendbereich allgemein.
    Bei uns im Bezirk gibt es eine Regel, dass in der B-, C-, und D- Jugend jeweils die ersten fünf Minuten pro Halbzeit manngedeckt werden muss. Außerdem darf die angreifende Mannschaft in dieser Zeit nur einmal tippen. Ich hätte ein generelles Prellverbot für besser gehalten, da ich nun beobachtet habe, dass viele Kinder zuerst tippen und dann erst schauen, nachdem sie den Ball gefangen haben. Da in der E- Jugend nur vereinseigene Schiris pfeifen, wurde das Spielen der offenen Manndeckung im E- Jugendbereich lediglich empfohlen. (Allerdings halten sich viele Vereine nicht dran).
    Ich war mit meiner Jugendmannschaft mal bei einem Auswärtsspiel unterwegs. Vor unserem Spiel spielte die weibliche E- Jugendmannschaft dieses Vereins. Beide 6:0- Abwehr. Dieses Spiel hätte man filmen sollen und als "Propaganda- Video" für die offensive Deckung im Jugendbereich verkaufen. Beinahe alle Spielerinnen hatten in der Abwehr alles andere zu tun, als zu verteidigen. Die eine musste ihre Haare richten, die nächste suchte vergeblich die Hosentaschen in ihrer Hose, um die Hände dort hineinzustecken, wieder eine andere musste ihre Hose frisch binden. Bei einer offensiven Manndeckung wären diese Bilder nie zu sehen. Das Spiel wird automatisch schneller, die Kinder werden beweglicher, mutiger, antizipativ geschult und können später jederzeit auch eine defensive Abwehr spielen.
    Bei uns im Verein hat sich das in den letzten Jahren nahezu durchgesetzt. Bis zur D- Jugend wird fast ausschließlich manngedeckt. C- und B- Jugend spielt Manndeckung lt. Regelwerk die ersten fünf Minuten pro Halbzeit und anschließend noch ein paar freiwillige Minuten und später eine einfache 1:5 Abwehr. Aber auch in der A- Jugend wird neben allen anderen Abwehrsystemen auch immer wieder phasenweise die Manndeckung mit eingestreut.
    Das Problem an der ganzen Sache sind meist die gegnerischen Mannschaften. Viele gegnerische Trainer, auch in der E- oder D- Jugend :pillepalle: sind froh, wenn die fünf Minuten vorbei sind und "fesseln" seine Kinder an den Sechsmeterkreis.
    Damit haben unsere Kinder und Jugendliche dann erhebliche Probleme und wissen nicht mehr, wie sie ein Tor erzielen können. Das gegnerische Team findet (logischerweise) immer wieder Lücken in "unserer" Abwehr und gewinnt dann oft genug auch das Spiel.
    Wir versuchen den Kindern so früh wie möglich klar zu machen, dass uns ihre langfristige Entwicklung wichtiger ist, als eine Meisterschaft in der D- Jugend.
    Ich hoffe, dieses System wird sich in den nächsten Jahren auszahlen.

    Grüße

    Ralf

    Das größte Problem ist meiner Ansicht nach beim "passiven Spiel", dass jeder Schiri nach Erheben des Armes unterschiedlich lang wartet, bis er endgültig pfeift.
    Laut EHF Schiedsrichterwart Manfred Prause, muss die Mannschaft dann noch die Möglichkeit ein angriffstaktisches Mittel einzuleiten. Diese Zeit wird oft nicht gegeben, wodurch das Zeichen des Schiris eine "Bolzerei" nach sich zieht.

    Grüße