Beiträge von ralf81

    Ich habe gestern auf handball-world.com den Artikel "EM in Norwegen - Abnutzungskampf statt Wintermärchen" mit Interesse gelesen und mich gewundert, dass es hier keinen Thread dazu gibt.

    Ich meine, ich bin schon jemand, der sich immer über solche und andere organisatorische Dinge Gedanken macht - und auch Ideen entwickelt (die leider keiner wissen will ;) )

    Hier einfach mal meine (philosophischen) Vorschläge:

    1.) Ein recht alter und doch nicht umgesetzter Vorschlag: EM und WM nur noch alle vier Jahren - und zwar immer in den ungeraden Jahren, damit man nicht mit den olympischen Spielen in die Quere kommt. Dann ist in vier Jahren einmal kein Großereignis - das sollte doch zu verkraften sein.
    Ich steige noch eine Portion präziser in die Materie ein:
    Die EM findet immer ein Jahr vor den olympischen Spielen statt (d.h. 2011, 1015, 1019 usw) und gilt als Qualifikation für Olympia. In den anderen Kontinentalverbänden natürlich auch.
    Für die WM und EM werden komplette Qualifikationsrunden für ALLE Teams gespielt (außer vielleicht Gastgeber und Titelverteidiger). So wäre die Nationalmannschaft auch über das ganze Jahr präsent 8auch was TV angeht). Und solche sinnlosen Vier-Länder-Turniere und der Supercup (um was gehts da eigentlich) würden dann nicht mehr benötigt.

    2.) EM und WM ans Ende der Saison (Ende Mai, Anfang Juni) verlegen.
    Erstens werden dann die Landesmeisterschaften nicht bei dem jeweiligen Turnier entschieden (wer die wenigsten verletzten hat, gewinnt), zweitens könnten sich die Spieler auf die jeweiligen Wettbewerbe konzentrieren und drittens (das wiegt für mich am schwersten), werden die größten Handballfans nicht daran gehindert, die WM/EM zu verfolgen - die selbst aktiven Handballer nämlich. Wie viele hatten denn Training am Donnerstag abend, als Deutschland gegen Schweden gespielt hat? Wie viele haben am heutigen Samstag ein Spiel und können das Halbfinale nicht sehen? Wer kann das Endspiel aufgrund eines eigenen Einsatzes morgen nicht verfolgen?
    Ich denke, ich habe jetzt genügend angesprochen.
    Eine andere Möglichkeit dieses Problem zu umgehen, wäre, dass die Landesverbände (ähnlich wie im letzten Jahr bei der WM) Spielverbot fürs Finalwochenende aufstellen würden - aber das wäre wohl die aufwändigere Lösung.
    Ich frage mich immer, welchen Grund gibt es, warum das Turnier immer im Januar stattfinden muss?

    3.) Verlängerung der Turniere um einige Tage, wenn nicht sogar um eine Woche. Es ist doch für jeden ersichtlich, dass die Spieler sprichwörtlich am "Stock" gehen und das Niveau der Spiele abnimmt. Gutes Beispiel war hierbei die WM im vergangenen Jahr in Deutschland, als es zwischen Halbfinale und Finale sogar unglaubliche zwei Tage Pause gab :)

    Bin gespannt auf eure Meinungen!

    Zitat

    Original von Alphadex


    Eben. Die Position ist doch wurscht, die mitgenommen Punkte zählen doch nur ?(

    Nicht ganz: Gehen wir davon aus, alle drei Teams (Spanien, Ungarn, Deutschland) gewinnen gegen Schweden und Island, verlieren aber gegen Frankreich, ist Deutschland aufgrund des direkten Vergleichs mit Ungarn und Spanien draußen. Und dieser direkte Vergleich ist auch der Grund, warum Deutschland als Dritter in die Hauptrunde einzieht.

    Das Angriffsspiel der deutschen war schlecht, um nicht zu sagen richtig schlecht.
    Aber dabei sollte man durchaus auch bedenken, dass man immer nur so gut spielen kann, wie es der Gegner zulässt. Die spanische Abwehr fand ich bärenstark, hellwach und sie war auch immer schneller als die deutschen Angreifer. Und das mit richtig wenig Zeitstrafen.

    Ich fände das dann gut, wenn RTL dafür auch die WM als Gesamtpaket vermarktet und nicht nur die deutschen Spiele.
    So wäre es mir lieber gewesen, die WM wäre bei den ÖR geblieben.
    Die Gründe wurden schon genannt.
    Vorteil kann sicherlich sein, dass Handball auch mal zur Prime-Time gezeigt wird, aber die Chancen stünden nach dem Erfolg aus diesem Jahr auch bei den ÖR nicht schlecht.

    ja, definitiv nur für diesen Zweck. Sonst nehm ich die gar nicht erst mit :)

    Preisobergrenze hab ich mir bei 350 € gesetzt. Mehr denk ich, brauch ich für diese Zwecke nicht ausgeben, da ich nicht wirklich Wert darauf lege, auf den Bildern die Gesichter genau zu erkennen.

    Hallo zusammen,

    ich bin jetzt "aufgestiegen" und trainiere zum ersten Mal in meiner Trainerkarriere eine Aktivenmannschaft.
    Um Spiele der eigenen Mannschaften und der Gegner zu filmen, spiele ich mit dem Gedanken, mir eine Kamera zu kaufen.
    Kann mir da jemand Tipps geben, auf was ich achten soll?

    Danke und Gruß

    Für mich ist die Tour (leider) nicht tot.
    Es wäre sicherlich sinnvoller die diesjährige Tour zu boykottieren, aber ich mag diesen Sport einfach zu sehr. Ich mag den Sport als Mannschaftssportart und die Taktiken begeistern mich immer wieder. Und, selbst wenn die Fahrer gedopt sind, bringen sie dennoch herausragende Leistungen.
    Ich glaube derzeit nicht mehr an einen sauberen Radsport, das seh ich inzwischen ganz realistisch - nachdem ich viele Jahre blauäugig vor dem Fernseher gesessen bin.
    Ich bin auch ratlos, wie man das Problem in den Griff bekommen könnte.
    Dabei regt mich auch dieser Prof. Dr. Franke ziemlich auf, der zwar immer wieder draufhaut aber noch keinen verwertbaren konstruktiven Vorschlag zur Verbesserung der Situation beigetragen hat.

    Doch jetzt zum Sportlichen:
    Gelb: ganz klar Andreas Klöden, allerdings ohne dass ich an seine "Sauberkeit" glaube => siehe Team Astana

    Grün: Tom Boonen, kommentarlos

    Berg: Mickael Rasmussen

    Des weiteren bin ich auf die vielen jungen Deutschen gespannt, wie die sich so geben.

    Dreher sollen die Jungs zu Hause üben, in der halbzeitpause von Seniorenspielen oder so ähnlich. Wenn dann der Trainer rein zufällig dabei ist, kann der ihm Tips geben oder - wenn ers selbst drauf hat - ein bissel provozieren. Ins Training gehört das nicht unbedingt. Wie das der betr. Auswahltrainer gemeint hat, geht aber m. E. auch nicht genau hervor.

    Zitat

    Original von härter_schneller
    (...)

    es gibt da übrigens einen ganz kleinen, feinen unterschied zwischen dem, was kids probieren und dem, was ihr trainer bei ihnen schult.

    Den ersten Teil lass ich mal unkommentiert, weil ich damit nichts anfangen kann...

    Zum zweiten Teil geb ich dir vollkommen recht!

    Zitat

    Original von harmi

    Und der Auswahltrainer sollte vielleicht mal seinen Arzt benutzen. Dreher üben :pillepalle:
    Und das auch noch auf den Trainer abwälzen, klasse. :wall:

    Was ist an Dreher üben so schlimm? Sicher, zunächst sind die Grundlagen wichtig. Beeindruckend bei Jungs finde ich aber, dass sie den "Großen" etwas abgucken und auch probieren. Was bitte, soll daran schlimm sein? Was ist schlimm daran, wenn ein D-Jugendspieler Dreher übt? Er wird deshalb die bereits erlernte Wurftechnik nicht verlernen und es ist vor allem dann des Trainers Job, die Spieler entweder zu ermuntern oder zu bremsen (je nach dem, wie weit sie mit den Grundlagen sind). Ich finde es nicht schlimm, wenn ein D-Jugendspieler bereits einen Dreher beherrscht, vorausgesetzt das Wesentliche bleibt nicht auf der Strecke.
    Mädchen allerdings, die probieren nie etwas aus, da kommt immer "das kann ich eh nicht". Deshalb sieht man selbst auf internationaler Ebene ganz wenig Kempa-Tricks und Dreher - und wenn doch einmal, ist die Ausführung extrem schlecht. Dabei könnten sies auch, würden sie es früh genug probieren.

    Zitat

    Original von RolfB

    Ein selten gelungener Beitrag. BRAVO.
    Vom einfachen zum schweren stimmt jedoch nicht. Vom einfachen zum komplexen ist richtig. Und vom leichten zum schweren ist ein weiteres Prinzip. Dann gibts noch: vom langsamen zum schnellen, vom bekannten zum unbekannten, vom wesentlichen zum unwesentlichen, usw.

    Leider offenbart dieser Thread hier mal wieder das grosse Problem der [HANDBALLECKE]he[/HANDBALLECKE]. Jeder noch so hanebüchene Unsinn wird hier ungeprüft veröffentlicht und dann multipliziert. Eine grosse Zahl der Trainingstips ist fragwürdig bis hin zu total unsinnig. Und diese sogenannten Tips kommen von den Leuten die noch nicht einmal die Methodikprinzipien kennen. Vielleicht solltet ihr erst einmal Eure Hausafgaben machen bevor ihr hier den Lehrer spielt. Harz in der E-Jugend, das gibts ja noch nicht einmal in Dänemark. :nein:

    Ganz abgesehen davon, dass ich den Beitrag von pueppi auch sehr gelungen fand, finde ich schlichtweg, dass du so nicht über die Meinung anderer sprechen kannst. Die Trainingstipps kommen erstens nicht von Leuten, die keine Methodigkprinzipien kennen. (Armin Emrich hat rein zufällig genau die Lehrveranstaltung "Trainingsprinzipien" beim B-Schein-Lehrgang gehalten :hi:), zweitens werden sie hier nicht ungeprüft von mir gepostet, denn es liegen Stunden der Diskussion und noch mehr Stunden an Gedanken darüber dazwischen.
    Ich weiß selbstverständlich, dass Harz im E-Jugendbereich ein sehr sensibles Thema ist. Die Vorgehensweise von pueppi würde ich zunächst auch bevorzugen. Allerdings ist für mich Harz weiterhin ein Mittel, um bei sehr kleinen Händen "falsche Wurfausführungen" zu vermeiden.

    Zitat

    Original von harmi

    Nur zur Info: Wir befinden uns in einen Forum, wo jeder seine Meinung kund tun darf, auch wenn sie nicht der eines Armin Emrich entspricht. Also fühlt euch nicht gleich auf den Schlips getreten.

    Genau so stell ich mir eine sinnvolle Argumentation vor. Aber was mich bei deinem vorhergehenden Beitrag so gestört hat, war, dass ich mir zu Gunsten einer sinnvollen Argumentation beinahe die Finger wund geschrieben hab und du gibst zur Antwort: "Bei mir im Training wird es kein Harz geben".
    Ein Forum ist für mich zum Austausch von Argumenten und zur Diskussion da. Wenn jeder in einem Satz seine Meinung zu jedem Thema schreiben würde, dann wären wir schnell fertig.
    Und es wär nur halb so interessant!

    Zitat

    Original von harmi
    (...)
    Ich frage mich allen Ernstes, wie wir vor 30 Jahren fangen und werfen gelernt haben, da waren die Bälle größer und wesentlich glatter.
    (...)

    Sie haben es nicht richtig gelernt, deshalb war das Niveau vor 30 Jahren auch nicht mit dem heutigen vergleichbar.
    Sorry, aber ich denke, diese Antwort ist auf dem gleichen Niveau, wie deine Argumentation. Nicht bös gemeint, aber schreiben, dass bei "mir im Jugendtraining kein Kind an den Harztopf kommt" ist für mich keine Argumentation.
    Dann hätt ich auch nur schreiben können:
    "Bei mir dürfen die Kids harzen"
    und fertig

    Zitat

    Original von bostler

    Bei was ich dir auf jedenfall zustimmen würde ist, dass sie natürlich die richtige Fangbewegung auch ohne Harz können müssen, aber bevor sie sich ne falsche Wurfhaltung angewöhnen, weil sie nen Ball nicht richtig festhalten können, sollten sie einfach Harz bekommen.

    Wann können Jugendliche Trickwürfe lernen, viele nicht ohne Harz, deswegen denk ich es ist nicht schlecht ihnen auch schon früher etwas Harz zu geben. Die Betonung liegt auf etwas, man sollte sie es nicht übertreiben lassen und die Vergabe sollte schon vom Trainer kontrolliert werden.

    Ich denke es ist eine sehr veraltete Einstellung, die es auch noch zu meinen Jugendzeiten gab, dass es in der Jugend kein Harz gibt, aber mittlerweile wird dir jeder Verbandstrainer sagen, dass du ihnen auch schon in der E-Jugend kleinere Mengen geben kannst.

    Was natürlich ein Problem ist, ist das in vielen Hallen kein Harz erlaubt ist oder wie bei uns nur ein bestimmtes, von dem sich die Hausmeister oder die Stadt weniger Probleme beim putzen erhoffen.

    Endlich mal jemand, der meiner Meinung ist. Warum ist das harzen in vielen Hallen verboten? Weils übertrieben wird. Unsere Nationalspieler machens vor. Die schmieren das Zeug kiloweise auf die Schuhe und verteilen das Harz auf dem Hallenboden. In der Jugend wirds strikt verboten, ab der A-Jugend haben die Jungs dann erstmals einen Trainer, ders erlaubt. Und was passiert dann? Dann wirds den Stars nachgemacht und auch auf die Schuhe geschmiert. Das würde mich als Hallenmeister auch ankotzen und ich würd gucken, dass ichs verboten bekomm. Das ist auch eine Sache der Erziehung, wie man damit umgeht.
    Ich kann euch keinen Verbandstrainer nennen, der diese Meinung vertritt, aber einen Bundestrainer. Armin Emrich! Vor ein paar Monaten war ja von Emrich auch der oben genannte Artikel im handballmagazin.
    Larsjens: Ja es war Emrich :hi:

    Jetzt sagen sicher einige, die nicht aus Südbaden kommen, ja klar, der Armin Emrich, der ist ja auch Aktiventrainer. Ich sag nur, falls ihr mal in den Genuss kommt, einen Lehrgang bei ihm zu besuchen, geht hin. Der ist im tiefsten inneren nicht nur ein begeisterter und begeisternder Jugendtrainer, sondern es macht sehr viel Spaß mit ihm zu diskutieren. Gerade die Sache mit dem harzen bei den E-Jugendlichen.
    Er sagt auch: Bevor die Kids eine falsche Wurfbewegung lernen, weil sie den Ball nicht halten können, soll man ihnen kontrolliert ein bisschen Harz geben. Er schlägt auch vor, dass man das Training 5 Minuten früher beendet, jedem Kind einen Lumpen in die Hand gibt und gemeinsam die Flecken entfernt. Dann lernen sie gleich den verantwortungsvollen Umgang.
    Ich persönlich bin ein Kämpfer für das Harz und das werde ich auch bleiben, solange ich dem Handballsport verbunden bleibe. Was Magnesium für das Turnen ist, ist Harz für den Handball...

    Sehr guter Beitrag, genauso stimmts.
    Ich finde auch, dass jetzt langsam mal die Teamgrenzen übersprungen werden sollten und Fahrer aus anderen Teams Doping gestehen.
    Ob der Radsport heute sauberer ist, weiß ich nicht. Ob die junge deutsche Generation mit Fothen, Wegmann, Schumacher, Sinkewitz usw sauberer ist, weiß ich nicht.
    Ich weiß überhaupt nicht mehr was ich glauben soll.
    Fakt ist aber, dass ich diesen Sport mit seiner Spannung und den taktischen Facetten liebe, und dass ich jetzt erst recht nicht mehr weiß, ob und mit welchen Augen ich Radsportübertragungen sehen soll.
    Ich bin etwas ratlos... Was soll noch kommen? Wie geht es weiter? Kann man auf den Spitzensport im Allgemeinen überhaupt noch vertrauen?

    Eine kleine Geschichte: Bei mir in der Handballmannschaft ist auch ein Gast- und Hotelwirt. Der hatte gestern erzählt, dass vor ein paar Jahren beim Bühler LuK-Cup ein Team bei ihnen genächtigt hat und ein Fahrer von denen (er konnte Name und Jahreszahl nicht mehr nennen) bis tief in die Nacht Rotwein auf Rotwein getrunken hat und am nächsten Tag im Rennen Zweiter wurde ;)
    Irgendwie sympathisch und trotzdem gedopt ;)