Beiträge von ralf81

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    Original von TBV Thiesi
    Was sagt ihr dazu. Ehrlich gesagt schlecht finde ich es nicht.

    Möcht mal eure Meinung dazu hören.:klatschen:

    Also ich als Nicht- Schiedsrichter hab daheim trotzdem ein Regelbuch, in dem ausdrücklich steht:

    Regel 2:10

    "Jede Mannschaft hat pro Halbzeit der regulären Spielzeit Anspruch auf ein Team-Time-out von einer Minute"

    Da steht rein gar nix von Kreisklasse oder Bundesliga oder ähnlichem.

    Meines Wissens wird Handball in allen Klassen nach den gleichen Regeln gespielt, oder nicht????

    Zitat

    Original von jhl
    @DJ: Egal welche Ballgröße man spielen muss/darf, für keine brauchst du Harz.

    Es gibt vor allen bei den ganz jungen, wie oben schon gesagt, große Unterschiede in der Handgröße.

    Du hast bestimmt schonmal gesehen, wie Kinder versuchen aufs Tor zu werfen und den Ball aber nicht in einer Hand halten konnten.

    Was passiert dann?

    1. Möglichkeit: Sie verlieren den Ball oder werfen eine seltsame Bogenlampe, die dummerweise vielleicht sogar noch ins Tor geht.

    2. Möglichkeit: Sie führen die Nicht-Wurfhand mit der Wurfhand zurück und können so die richtige "Ausholbewegungstechnik" nicht richtig lernen.
    Wie gesagt, beim Training kann man die Ballgröße anpassen, beim Spiel nicht.

    Also mein provokanter Aufruf: Gebt den Kiddies Haftmittel und erzieht sie gleichzeitig dazu, Ordnung zu halten und keine "Harzorgien" zu feiern.

    Dass nämlich die Haftmittelbenutzung in vielen Orten verboten ist, liegt an den Drecksäuen, die sich das Zeug überall hinschmieren müssen.

    Harz gehört zum Handball, wie Magnesium zum Turnen.

    Wie ich oben schon schrieb: Schaut euch mal die Dreher von Florian Kehrmann ohne Harz an. Die sind nicht halb so gut. Und die machen doch den Handball erst richtig attraktiv...., oder nicht?

    Also, es gibt von Armin Emrich, dem EX- Bundestrainer eine interessante These:
    "Bevor sie in der E- oder D- Jugend den Ball nicht richtig halten können und die Technik falsch erlernen, gebt ihnen lieber Harz, damit sie von Beginn an die richtige Technik ausüben können"

    Ich finde ganz unrecht hat er nicht.
    Manche haben in der E- Jugend schon Hände, die groß genug sind, andere eben nicht und diese können dann in diesem Alter einfach nicht richtig werfen. Das sind dann diejenigen, die immer per Bogenlampe aufs Tor werfen und dummerweise ab und zu auch noch treffen.
    Beim Training ist das kein Problem, da kann man dann Soft- oder Minibälle verwenden, aber beim Spiel geht das leider nicht.
    Wenn man jetzt als Jugendtrainer hergehen würde und jeden Spieler vor dem Training einmal kurz in den Harztopf tupfen lässt, wäre einerseits das Ballhalten-Problem gelöst, andererseits werden sie von klein auf erzogen, immer nur mäßig viel Harz zu nehmen.
    und, was wäre das Handballspiel ohne Harz??? Nehmt mal Florian Kehrmann die Büchse weg und lässt ihn dann spielen... Meint ihr, dann kommen die geilen Dreher???

    Die "Erste" trainiert bei uns seit Rundenende einmal wöchentlich locker (ein bissel Kicken und ein bissel Handball). Ab dem 22.07.03 beginnt dann die eigentliche Saisonvorbereitung, zunächst mit Ausdauer- Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer, dann langsam zu spielerischen.
    Wir (die "Zweite") haben einen neuen Trainer, wir trainieren seit Rundenende zweimal wöchentlich (aber locker). Nach Pfingsten wollen wir mit der Vorbereitung schon beginnen, allerdings eine dreiwöchige Unterbrechung Anfang August.
    Find ich eigentlich gut so...

    Ach so, das hab ich nicht gewusst.
    Also, in der Oberliga Südbaden versucht, soweit ich weiß, der TuS Durmersheim eine neue Mannschaft aufzubauen. Durmersheim liegt vielleicht 10 min von Karlsruhe entfernt, ist aber südbadischer Handballverband.
    Wenn du aber schon einen neuen Verein suchst, möchte ich es nicht versäumen, Werbung für meinen Verein zu machen. Wir spielen zwar derzeit nur Landesliga, haben aber ein tolles Vereinsklima zu liefern und peilen mittelfristig auch wieder die Rückkehr in die Oberliga an. Kannst ja mal auf der Homepage vorbeischauen (http://www.ts-ottersweier.de)
    ca. 30 min südlich von Karlsruhe.

    Gruß

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    Original von hsr

    Wie in einigen Beiträgen auch schon anklang, ist das offensive Deckungsverhalten durchaus auch anfälliger für Foulspiel (durch schwächere Spieler).

    Das muss nicht unbedingt so sein. Das ist dann die Erziehungsaufgabe des Trainers, dies im Training abzustellen. Ist aber auch wieder das Problem, dass das eben jeder Trainer machen müsste. Diejenigen, die nur deshalb offensiv spielen, weil sie es müssen, trainieren auch nicht offensiv, somit können sie das faire Spiel auch nicht richtig erlernen.

    Ich denke, von den Grundregeln her, ist eine defensive Deckung im Jugendbereich mit destruktivem Deckungsspiel zu vergleichen. Die einzige Aufgabe der Kids ist dann, Durchbrüche zu verhindern, selbstverständlich auch mit Foulspiel. Bei den Würfen aus dem Rückraum sollen sie allerhöchstens die Arme in den Himmel strecken, aber auch das ist nicht unbedingt nötig, da in der D- Jugend, z.B., ein guter Torwart diese Würfe aus dem Rückraum meist fangen kann.

    Bei einer offensiven Abwehr, ist die Aufgabe der Spieler, den Gegenspieler zu bekämpfen, allerdings mit fairen Mitteln. Mit angewinkelten Armen, die sie als Puffer benützen (ist auch regelkonform), wird ein Durchbruch auf 9 bis 10 Metern verhindert. Wenn die Spielerinnen so weit vorne sind, haben sie auch noch die Möglichkeit, den Angreifer ein Stück in Richtung eigenes Tor zu begleiten und zu stören.

    Zitat

    Original von RolfB
    Hallo Fabian,
    ein "Sesselpuper" wie du die Leute bezeichnest ist Renate Schubert. Solltest Du jemals die Gelegenheit haben an einem Seminar von Renate Schubert teilzunehmen, mach das. Anschliessend wirst du das offensive decken nicht mehr in Frage stellen. Du wirst vor allen Dingen nicht mehr das Wort Sesselpuper benutzen. Jedenfalls nicht im Zusammenhang mit Renate Schubert. Und du wirst vielleicht erahnen, aber auch wirklich nur erahnen wieviele Kinder diese Frau durch ihre Arbeit von der Strasse geholt hat und gleichzeitig an vernünftigen Handball herangeführt hat. Und ob du es glaubst oder nicht, es ist nicht automatisch ein Nachteil wenn man den Handball schon etwas länger verfolgt und sich ein Bild über mittlerweile 30 Jahre gemacht hat. Obwohl, das hätte ich mit 18 auch nicht geglaubt. Viel Glück und Erfolg wünsche ich Dir auf jeden Fall.
    rolf

    Ich hatte schon einmal das Glück, ein Seminar von Renate Schubert besuchen zu dürfen.
    Wenn wir schon bei den guten Referenten sind, darf ich an dieser Stelle den EX- Bundestrainer Armin Emrich nennen. Er hat zwar beim DHB nicht viel zu sagen, da er aber aus unserer Gegend kommt, leitet er jedes Jahr zu Weihnachten einen Workshop für Übungsleiter ohne Lizenz. Diesen besuche ich fast jedes Jahr. Er war derjenige, der mein Training am meisten geprägt hat und heute noch prägt.
    Und, es ist nicht so, dass man bei diesen Workshops nur viel lernt, nein, die machen nebenbei auch noch einen Riesenspaß.

    Zitat

    Original von fabian
    Hallo,

    also ich find das total blödsinn. Es geht besonders in den ganz jungen Jahrgängen darum, die Kinder von der Straße zu holen und sie zu beschäftigen bzw. sie an den Handballsport heranzuführen. Bei manchen dauert das eben länger (bis zur a-jugend) und bei manchen geht das eben schneller. Da kann man keine "offensive" Abwehr vorschreiben, dass ist doch toaler Quatsch. Das haben sich mal wieder solche *Sesselpuper* ausgedacht und haben nicht drüber gegrübelt, was das bringen soll. So war es schon bei anderen Regeln so, so ist es diesmal wieder.

    Langsam sollte man mal überlegen, wie weit das mit den Regeln noch gehen soll. Damit macht man bei den Kindern den Glauben in die Sportart kaputt und wir haben dann zu wenig Nachwuchs... Ein Teufelskreislauf...

    Sorry, dass musste jetzt mal raus...

    Grüße,
    Fabian

    Also, was ich aus deinem Beitrag leider nicht entnehmen kann, bezeichnest du den Inhalt der Regel als "Quatsch" oder die Tatsache, dass offensive Spielweise reguliert wird und schon wieder eine neue Regel eingeführt wurde.
    Also solltest du das erstere gemeint haben, muss ich dir energisch widersprechen und wundere mich, dass du so etwas wirklich noch glaubst, wenn du die Beiträge von RolfB, ThomasMas und mir gelesen hast. Ich denke besser, als wir drei zusammen kann niemand argumentieren, denk ich... *g*
    Ich hab jetzt auch keine Lust, das alles nochmal zu schreiben, falls du vergessen hast, diese Beiträge zu lesen, kannst du es ja nachholen.
    Wenn du die Regeländerung an sich kritisierst, muss ich dir ein klein bisschen Recht geben. Ich fände es auch besser, wenn alle Trainer einsichtig wären und von sich aus offensiv decken würden, aber das ist offensichtlich nicht möglich.
    Um dann Chancengleichheit für die Kids und auch für die Mannschaften zu schaffen, muss diese Regel eben sein.

    Und noch was...
    Was ist an der Regel, dass es nach Rückpass keinen Siebenmeter mehr gibt, sondern nur noch Freiwurf, falsch?
    Was ist an der schnellen Mitte falsch?

    Sorry, das kann ich nicht nachvollziehen,


    Sorry, das musste ICH mal loswerden

    Gruß

    Entweder du hast meinen Beitrag nicht kapiert, oder ich deinen nicht, oder du widersprichst dich hier selbst...
    Keine Ahnung.

    Nur zu dem Punkt noch: Eine junge Mannschaft (bis D- Jugend) würde immer das Potential haben, Manndeckung zu spielen, weil sie es gar nicht anders wollen. Nur dann wird der Spieltrieb der Kinder befriedigt und nur so hält man die wirklich guten, beweglichen, schnellen, flinken bei der Stange.

    Hallo, hier mal wieder was für die Jugendtrainer hier im Forum...

    Ich wollte mal wissen, wo ihr in eurem Jugendtraining die Schwerpunkte legt, was ihr mit welchen Jugenden erreichen wollt, wie ausführlich ihr die Trainingspläne erstellt.
    Welches Gewicht nehmen Abwehr- und Angriffstraining ein, und was euch noch alles zum Thema Jugendtraining einfällt.

    Zitat

    Original von Nici
    Hey!

    Also ich finde die Regelung gut, wenn sie von jedem gespielt wird. Bei uns in der weiblichen Jugend wird überall ziemlich offensiv gespielt. Aber dann ist es natürlich dumm, wenn eine Mannschaft total defensiv spielt.
    z.B. gestern bei der Quali zur Oberliga gab es eine Mannschaft in der C-Jugend, die Körperlich wirklich weiter entwickelt war, als unsere C-Jugend. Und die standen dann eben alle in der 6:0 Deckung hinten am Kreis und unsere Mädels hatten es übelst schwer und haben dann mit 2Toren verloren. Sie selber spielen 3:3.
    Und so was ist dann wirklich schade.

    MfG Nici

    Genau das ist der springende Punkt...

    Also Thomas, deine Beiträge begeistern mich immer wieder.
    Man sagt mir schon nach, ich wäre so was wie handballverückt, aber so viel Wissen, wie du... Alle Achtung!!!:respekt:

    Ich denke, in unserem Verein hat sich das nun endlich durchgesetzt, zumindest bis in die C- Jugend wird immer offensiv gedeckt. Allerdings gibt es bei uns im Bezirk immer noch zu viele Vereine, bei denen das nicht der Fall ist und die decken, wie du sagst, defensiv (in der E- Jugend!!!! :pillepalle: ), weil sie damit Erfolg haben (in der E- Jugend :pillepalle: ), und was ich auch oft höre, weil die Herrenmannschaft auch 6-0 deckt. :pillepalle:

    Naja, hoffen wir, dass sich diese Philosophie in den nächsten Jahren durchsetzt.

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    Original von Trapp
    Also es komt auch immer darauf an, was für Asthma man hat. Es gibt zum eienen chronisches Asthme, mit dem ich es für sehr schwierig halte Handball zu spielen.
    Dann gibt es noch allergisches Asthma(Pollen usw.). Das hab ich selber auch ziemlic stark, und ich könnte auch so ab März-April nicht mehr spielen, wenn ich keine Medikamente nehmen würde, aber ich denke durch die Medikamente ist das ganze eigentlich kein Problem.

    Ich hab auch allergisches Asthma, Handballspielen ist für mich allerdings kein Problem, auch während der Pollenzeit nicht.
    Ich hab halt meine Medikamente.
    Ich weiß, nur, dass es noch ein sogenanntes Belastungsasthma gibt, ich weiß nicht, ob das das gleiche ist, wie das chronische Asthma. Aber ich weiß, dass der Top- Schwimmer Christian Keller, vielleicht kennt den jemand, Belastungsasthma hat und trotzdem Leistungssport betreibt.
    Ich bin sogar überzeugt davon, dass das Sporttreiben das Asthma verbessert

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    Original von Aerials
    Ich hab mir gerade alle post durchgelesen, aber ich kann mir noch wirklich dazu eine Meinung bilden. Mir ist einfach nicht klar warum es so wichtig ist das in der jugend offensiv gedeckt wird! Was bringt es für die die Entwicklung? wäre nett wen mir einer das mal beantworten könnte. ich hab nämlich keinerlei Erfahrung als Trainer.
    mfg Aerials

    Also einerseits bestätigt dein Beitrag die Tatsache, dass einfach zu wenig Handballer über die Vorteile der offensiven Deckungssysteme im Jugendbereich bescheid wissen, andererseits rechne ich es dir sehr hoch an, dass du hier danach fragst und damit auch Interesse zeigst und offen für was neues bist.
    Also, ich denke, jeder Trainer, der sich intensiv mit seinem "Job" beschäftigt, findet immer wieder neue Vorteile der offenen Manndeckung oder der anderen offensiven Abwehrsysteme. So kommt es, dass für jeden Jugendtrainer auch andere Vorteile von hoher Wichtigkeit sind. Wenn ich jetzt dann was erzähle, sind das die Vorteile, die ich am wichtigsten finde, aber es gibt etliche, die dir dann vielleicht jemand anderer mitteilen kann.

    1. Beginnen wir erst mal mit der Frage, wie sollte man denn im z.B. D- Jugendalter decken? Versucht man eine 6-0? Die Kinder werden nie in diesem Alter eine richtig zu spielende 6-0 verstehen, es wird darauf hinauslaufen, dass alle sechs Feldspieler mit den "Hacken am Kreis" stehen, und wenn sie Hosentaschen hätten, würden sie diese auch als "Armhalterung" benutzen. Für den gegnerischen Angriff, bietet sich dann lediglich die Möglichkeit, aus dem Rückraum zu "bolzen", ohne irgendwelche technischen Elemente, wie Täuschungen, weil diese einfach nicht nötig sind. Bei einer 5-1 sieht dies ähnlich aus, nur dass einer von den sechsen vorne "Indianer" spielt. Damit würde man zwar das antizipative (vorrausschauende) Abwehrverhalten des vorgezogenen verbessern, die anderen fünf Spieler blieben jedoch wiederum auf der Strecke. Über eine 3-2-1 im D- Jugendalter brauchen wir, glaub ich, gar nicht diskutieren. Diese Abwehr mag modern und zeitgemäß sein, überfordert die Kinder jedoch total, wenn man sie richtig spielt. (Selbst ich kapier diese Abwehr nicht richtig). Bleibt noch die 1-5Abwehr, von der ich persönlich sehr viel halte. Es gibt zwei Möglichkeiten, die 1-5 zu spielen. Für die jüngeren wäre es einfacher, dass der Kreisläufer von dem HM (Libero) fest genommen wird, für die älteren ist dann auch möglich, dass der Libero immer ballorientiert arbeitet und der Kreis, wenn der nicht auf Ballseite ist, von einem halben Deckungsspieler übernommen wird. Dann hat man schon den ersten Schritt zur 3-2-1 oder zu einer offensiven und richtigen 6-0. Jetzt bleibt noch die Frage, wann gehe ich von einer offenen Manndeckung zu einer offensiven Raumdeckung (1-5) über. Ich denke, bis in die D- Jugend sollte man größtenteils Manndeckung spielen und ab der C- Jugend langsam zu einer 1-5 übergehen. Warum, versuche ich in den nächsten Punkten zu erläutern.
    2. Bei einer offenen Manndeckung lernen die Spieler ganz automatisch, wie stehe ich richtig zum Gegner, wie verhalte ich mich gegen kleine, schnelle oder große, langsame Angriffsspieler.
    3. Die angreifende Mannschaft wird automatisch zur Bewegung ohne Ball erzogen. Beobachte einmal ein D- Jugendspiel, bei dem defensiv gedeckt wird und du wirst sehen, der Ball wird im Stand hin und her gespielt, bis ein Spieler nach der Ballannahme einmal zum Anlaufen tippt und von acht Metern aufs Tor wirft. Wenn er dann trifft, war es super und wenn nicht, war es "keine Chance".
    4. Für die Kinder ist die Manndeckung schlichtweg einfacher zu spielen. Die Zuordnung ist klar, es gibt keine Übergabe-Übernahme- Probleme. Jeder hat seine Aufgabe und versucht diese so gut wie möglich zu lösen. Ein guter Trainer gesteht den Spielern dabei auch Fehler zu.
    5. Das antizipative Abwehrspiel wird geschult. Die Kinder werden kaltschnäuzig, lassen ihrem Gegenspieler bewusst ein bis zwei Meter Platz, um den Pass zu provozieren und schlagen dann zu, um den Ball herauszufangen.
    6. Wohl mit am wichtigsten ist, dass nur bei einer offensiven Abwehr den Kindern das Handballspiel Spaß machen kann. Oder, meinst du, dass die Kids, mit ihrem Bewegungsdrang, gerne hinten am Sechsmeter stehen bleiben. Das Abwehrspiel im Allgemeinen rückt in ihren Köpfen immer weiter in den Hintergrund und wird dort auch bleiben. Ein Ziel im Jugendbereich muss sein, den Kids Spaß am Abwehrspiel zu vermitteln. Nicht nur "Tore schießen" ist wichtig, sondern auch "Tore verhindern".

    Über die biologische Entwicklung der Kinder und den daraus folgenden Vorteil kann dir bestimmt Thomas einiges erzählen, da kenn ich mich ehrlich gesagt nicht so gut aus.

    Hoffe, dir weitergeholfen zu haben.

    Viele Grüße aus dem badischen

    Endlich wird mal wieder mein Lieblingsthema heftig diskutiert.
    Also, zunächst mal zum Regelstand bei uns: Seit zwei Jahren wird im D- und C- Jugendbereich, seit einem Jahr auch im B- Jugendbereich die ersten fünf Minuten jeder Halbzeit verpflichtend Manndeckung gespielt. Im E- Jugendbereich existiert lediglich eine Empfehlung seitens des Bezirks dies zu tun, da dies aufgrund vereinseigener Schiris schwer zu kontrollieren ist. (Leider halten sich viele Vereine nicht an die Empfehlung).
    Auf jeden Fall muss ich Thomas recht geben, wenn er sagt, dass eine Aufklärungskampagne zwar teurer aber dafür effektiver gewesen wäre.
    Die Beiträge, die beinhalten, dass es jedem Verein selber überlassen werden sollte, halte ich aber auch nicht für gut.
    Zum Einen gibt es eine Art Verantwortung gegenüber dem deutschen Handballnachwuchs, der sich jeder Verein unbedingt bewusst werden sollte. Wir alle arbeiten für den Erfolg der Nationalmannschaft, was wiederum einen Boom auch im Amateurhandball bedeuten würde.
    Zum Anderen sind die Kids auch nicht doof und merken, wenn die Gegner z.B. 6-0 decken und damit Erfolg haben. Man kann ihnen zehnmal sagen, dass der kurzfristige Erfolg nicht im Vordergrund steht, sondern die Entwicklung der Kids, letztendlich wollen die Kinder dennoch gewinnen. Dies soll jetzt nicht heißen, dass man offensiv deckend nicht gewinnen kann, jedoch gibt es Teams, gegen die man mit einer offensiven Abwehr einfach keine Chance hat. Die Kids und vor allem die Eltern werden dann ungeduldig. Deshalb fände ich es richtig, um Chancengleichheit zu schaffen, dass eine offensive Abwehr entweder vorgeschrieben wird, oder eben eine, wie Thomas sagt, teure Kampagne gestartet wird.
    Nicht, dass du mich falsch verstehst, Thomas, du hast mit dem Satz "Spielerlebnis geht vor Spielergebnis" vollkommen recht, nur ist das für die Kids sehr schwer zu verstehen.
    Und für die Kritiker: Ihr werdet sehen, in Zukunft wird sich die offensive Spielweise immer weiter durchsetzen, auch im Seniorenbereich. Man schaue die 6:0 von Lemgo an. Ich würde schon diese 6-0 als offensive Abwehr bezeichnen. Nur so wird man sie einer C- Jugendmannschaft nie beibringen können. Da hat man dann die Wahl zwischen "Hacken am Kreis" oder 1:5 oder offener Manndeckung. Ich hab mich bei meiner Jugendarbeit für die letzteren beiden entschieden.

    Grüße

    Ralf

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    Original von Das Tho
    seit wir einen männlichen trainer haben ist die mannschaft stärker geworden. Vorher hatten wir eine sehr erfahrene spielerin als trainerin, die viel wissen hatte jetzt werden wir von einem 20-jährigen ehemaligen jugendspielertrainiert.
    meiner meinung nach lernen wir von letzterem mehr, da er quasi unserer altersgruppe ist und uns besser versteht. außerdem denke ich, dass es eine gute sache ist, wenn jugendmannschaften von jungen leuten trainiert werden. dann kann man auch mal am wochenende nach dem spiel mit trainer und mannschaft weggehen:saufen:

    Ja, das kann sein. Ich hab letzte Runde auch als 21- jähriger eine weiblilche A- Jugend trainiert. Hat auch gut geklappt. Und, du hast auch (glaub ich) recht, wenn du sagst, dass dann das Trainer- Mannschaftsverhältnis besser sein könnte und man nach dem Trainnig/Spiel was gemeinsam unternehmen könnte. (Da muss man aber als Trainer aufpassen, dass das Verhätnis nicht zu freundschaftlich wird). Allerdings sollte der junge Trainer sehr engagiert bei der Sache sein, die Arbeit als Coach ernst nehmen, jeden Lehrgang besuchen, wie es irgendwie geht, so wie ich eben... ;)

    Hallo,
    hab mal ne Frage an euch alle:

    Kennt jemand von euch ein gutes Ligaverwaltungsprogramm für den PC, mit dem man handlich Handballigen verwalten kann (mit vielen Statistiken usw.)

    Vielen Dank für eure Antworten

    Zitat

    Original von Schlusenbaby
    Hallöchen, bin jetzt fast 17 und trainiere seid 2 Wochen eine gemischte D-Jugend, ist ziemlich hart, da die Kiddies echt ne riesen Klappe haben in dem Alter :P

    Oh, weibliche D- Jugend geht noch, da sind sie noch einigermaßen "brav". Wart mal ab, bis sie in das C- Jugendalter kommen, dann gehts ab...