Beiträge von ralf81

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    Original von KretzschmarWannabe
    soll ich in nen Buchladen gehen und so'n Buch kaufen ?

    Ne, das musst du nicht.
    Also, ich bin auch Torwart, und hab immer Dreher geübt, inzwischen kann ichs ein bissel, aber es fehlt immer noch was, aber üb nur weiter.

    Hier einige Tipps:
    1.) Schade, dass ihr kein Harz nehmen dürft, das würde vieles erleichtern, aber viel hängt von der Griffigkeit des Balles ab. Du solltest dir entweder einen Ball kaufen, den du sehr gut halten kannst oder nimmer einen Einser Ball, vielleicht hast du noch einen von früher, den kannst du auf jeden Fall besser halten. Immer vom leichten zum schweren.

    2.) Wenn du den Dreher bald können willst, dann reicht es nicht, wenn du ihn in der Halle übst. Nimm den guten Ball und übe auch in deinem Zimmer, auch wenns die Eltern nervt :) Prelle den Ball auf den Boden mit ganz viel Drall in allen verschiedenen Variationen, so bekommst du das nötige Ballgefühl, das am wichtigsten ist. Für diese Zwecke würde sich auch ein Beachhandball anbieten. Die kann man super halten und machen im Zimmer auch nicht alles kaputt, da sie nicht so schwer sind. (Kosten ca. 15 Euro)

    3.) Auch wenn mich dein Trainer jetzt köpfen wird, probier die Dreher, auch wenn du sie noch nicht sicher kannst auch im Spiel. Denn nur durch die Anwendung dieser Technik lernt man sie letztendlich wirklich.
    Und im Jugendbereich soll man Erfahrungen sammeln und Fehler machen dürfen. Der Erfolg oder Misserfolg steht hierbei im Hintergrund.

    4.) Üben bis zur Vergasung und das tolle ist, Dreher üben macht saumäßig Spaß, da sich sehr schnell kleine Erfolgserlebnisse einstellen, aber nicht zuviel Erwarten, ein Schritt nach dem anderen.

    Ich hoffe, dir etwas geholfen zu haben.

    Viele Grüße

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    Original von ALausH
    "Ein Schiri sollte jedoch (auch während des Spiels) Kritik annehmen und Fehler einräumen. Nur das macht wahre Stärke und Souveränität aus."

    Völlig korrekt, solange die Kritik eben nicht durch Meckern erfolgt. Einen Schiedsrichter darauf hinzuweisen, er möge auf bestimmte Situationen mehr achten, kann man während des Spiels gerne machen, und auch wenn ein Trainer das von außen schlecht mal leise zu ihm sagen kann, kann er es vom Käpitän ausrichten lassen....

    Allerdings sollten die Spieler, Trainer und Zuschauer auch die wahre Stärke und Souveränität haben, auch zweifelhafte Entscheidungen der Schiedsrichter hinzunehmen Man stellt immer wieder fest, wie wenig Regelkenntnis Trainer und Spieler haben und daher völlig unberechtigt meckern....

    Ach so, eins noch:
    "Für mich ist es nicht meckern, wenn ich, wie oben schon gesagt hab, mal "Schritte" ruf, oder, "das war doch kein Foul." "

    Korrekt, seh ich auch so. Manche Spieler/Trainer haben allerdings die Angewohnheit, dies nicht "mal" zu rufen, sondern in Permanenz... und das empfinde ich wieder als Unsportlichkeit und sollte entsprechend geahndet werden, denn damit versucht man nur, besonders junge, unerfahrene Schiedsrichter zu beeinflussen...

    Auch ich stimme dir hierbei wieder fast zu 100 Prozent zu.
    Ich denke aber, wenn ein Trainer "Schritte" reinruft und der Schiri zeigt dem Trainer mit einem Blick, einem Kopfschütteln oder Ähnlichem, dass er es gehört hat, wird dies auch nicht viel mehr als das eine Mal vorkommen, bei mir zumindest nicht. Reagiert er aber gar nicht darauf und pfeift "arrogant" weiter, dann ruf ich wieder und wieder, aber wie gesagt, das ist dann die Aufgabe der Schiedsrichter, wann sie sagen, jetzt reichts und Strafen verteilen, die dann ja völlig korrekt sind.

    Da stimme ich dir zu 99 Prozent zu.
    Der eine Prozentpunkt ergibt sich aus der Unklarheit, wie du dem Meckern generell gegenüberstehst, bzw ab wann bei dir "Meckern" beginnt.
    Für mich ist es nicht meckern, wenn ich, wie oben schon gesagt hab, mal "Schritte" ruf, oder, "das war doch kein Foul."

    Ganz wichtige Anmerkung: Gerade im Jüngeren Jugendbereich, wenn zumindest eine Mannschaft Manndeckung spielt, kommt es ganz oft vor, dass eine Abwehrspielerin vor der Ballhalterin steht und die Passwege verdeckt (ohne die Ballhalterin nur zu berühren). Die anderen Angriffsspielerinnen sind so gut abgeschirmt, dass die Ballhalterin einfach keine Anspielstation findet, bzw einen technischen Fehler begeht. Nun sollte man als Trainer oder Zuschauer meinen, "sehr gute Abwehrarbeit", es kommt jedoch viel zu oft vor, dass in diesen Situationen die Schiris (wohl aus Mitleid?) Foul pfeifen. Dies ist (ich übertreibe nicht) für die Entwicklung des Abwehrsspiels enorm wichtig. Wie kann ein Kind jemals den Sinn des Abwehrspiels erkennen, wenn bei jeder guten Abwehrarbeit Freiwurf für die Angreifer gepfiffen wird. Die offene Manndeckung bringt den Kiddies sicherlich Spaß, jedoch nur dann, wenn die Schiris regelgerecht pfeifen.

    In solchen Situationen lasse ich mich als Trainer oder gar als neutraler Zuschauer zum Meckern hinreißen, wobei ich niemals den Respekt vor den Schiedsrichtern und deren Arbeit verliere.
    Ein Schiri sollte jedoch (auch während des Spiels) Kritik annehmen und Fehler einräumen. Nur das macht wahre Stärke und Souveränität aus.

    Also, ich denke, natürlich schadet eine Zweiminutenstrafe der Mannschaft. Ob diese nun aufgrund Meckerns oder etwas anderes zu Stande gekommen ist, ist letztendlich egal, zum Meckern grundsätzlich muss ich folgendes sagen:

    Es gibt Schiedsrichter, die versetzen sich in die Lage der Spieler, diejenigen sind meines Erachtens auch gute Schiedsrichter.
    Es gibt Spieler, die meckern zwar mit den Schiedsrichtern ab und zu (Emotionen sind in unserem Sport völlig normal) behandeln die Schiris jedoch stets mit Respekt.
    Wenn diese Sorte Spieler und Schiedsrichter aufeinandertreffen, wird es keine zwei-Minuten wegen Meckerns geben, und das Spiel wird harmonisch verlaufen. Sind entweder die Spieler zu energisch und werden beleidigend oder ist der Schiri, sagen wir arrogant, wirds Probleme geben.

    Ich könnt die Krise kriegen, wenn ich als Trainer am Spielfeldrand stehe, die gegnerische Mannschaft ist im Angriff und mir huscht ein kleiner Ruf "Schritte!!!" über die Lippen und der Schiri schaut schon zu mir und ermahnt mich. Mit solchen Schiris komme ich nicht klar und werde wohl auch nie klar kommen.

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    Original von BigLuke
    Tja Leute, was hab ich davon, wenn ich in der Jugend das Handballspiel mit Harz erlerne und irgendwann kommt das Haftmittelverbot?

    In Hessen ist Harzen generell verboten und die Strafen werden auch durchgesetzt. Deshalb sollte man lieber von Anfang an ohne Harz spielen.

    Außerdem gibt es mittlerweile so gute Bälle, da braucht man echt kein harz! Ich spreche aus Erfahrung, habe früher viel geharzt (kleine Hände). Dann kam harzverbot, Bälle sind oft genug von der Hand "geflogen". Mittlerweile geht es aber wieder wie früher, weil wir einfach die richtigen Bälle haben...

    Also, Finger weg vom Harz - die wirklich guten Handballer sind die, die auch ohne können!

    Find ich den falschen Ansatz, ich finde, alle Verbände sollten endlich wieder einsehen, dass Harz ein Hilfsmittel für Handball so wie Magnesia für Turner ist.

    Wir Handballer sollten endlich mit den Sauereien aufhören, dann hält sich der Putzaufwand auch in Grenzen.

    Und, es gibt gute Bälle, aber die sind unerträglich teuer, und kauf uns mal für die gesamte Jugend Bälle für diesen Preis!!!

    Dann nehmen wir auch kein Harz mehr, ok?

    Wenn deine These stimmt, dann spielen in der Bundesliga nur Handballer, die nicht wirklich Handball spielen können, da dort alle mit Harz spielen...

    Bei uns spielt in der Damenregionalligamannschaft eine Spielerin, die erst in der B- Jugend angefangen hat.
    Der Vater, der auch zu den Ausbuhern gehört hat Regionalliga gespielt und auch erst in der A- Jugend angefangen.
    Ich selbst hab zwar in der E- Jugend schonmal ein Jahr gespielt, dann aber pausiert und erst in der B- Jugend wieder richtig angefangen. Ich werde zwar wohl nicht mehr der beste Handballer werden, würde jedoch behaupten, dass ich es zumindest zu einem ordentlichen Jugendtrainer gebracht habe.

    Also ich persönlich kann sagen, dass ich in den Ferien eigentlich viel lieber trainiert habe. Ich hab das irgendwie toll gefunden, wenn du nach dem Training richtig gemütlich duschen kannst und weißt, dass du am nächsten morgen nicht früh raus musst.

    Als Jugendtrainer bin ich der Meinung, dass man ein ganzjähriges Training anbieten sollte, wie dies nun aussieht, ist jedem offen gestellt. Ich lass es nach der Runde immer etwas lockerer angehen. In den Pfingstferien war ich dann mit den Mädels mal im Schwimmbad, mal Joggen und auch mal Beachhandball spielen.
    In den Sommerferien habe ich schon vor ein regelmäßiges Training anzubieten und erwarte auch von den Spielerinnen, dass sie regelmäßig da sind (außer sie sind in Urlaub). In den ersten zwei Wochen der Sommerferien ist die Halle geschlossen (Reperaturen), da trainier ich dann draußen auf unserem Tartanplatz oder geh mit den Mädels in den Wald zum Joggen. Außerdem hab ich vor, mit ihnen einen Triathlon zu machen.
    Die anderen Ferien liegen ja alle in der Runde, da ist sowieso Training. Früher durften wir nicht in die Halle, aber inzwischen haben wir den Hallenmeister in soweit überredet, dass wir rein dürfen, wenn wir alles in Ordnung halten.

    Grüße

    Also, ich würde sagen, diese Mannschaft ist sehr ausgeglichen, wir spielen auch Oberliga in der nächsten Saison.
    Das ist sehr schwierig zu realisieren. Wegen ihrer risikofreudigen Spielweise kann die betroffene mal genauso ein Spiel zum positiven als auch zum negativen wenden. Dadurch kommt das permanente Herumhacken von Seiten der Eltern überhaupt zu Stande.
    Ich als Trainer gestehe ihr das aber offen zu, genauso wie ich die Risikobereitschaft jeder anderen Spielerin auch zu gestehe. Und ich glaube, das verstehen die Eltern nicht.

    Das witzige ist, ich bins, ich denke, ich bin bei den Spielern beliebt und auch bei den Eltern.

    Aber das kann sich ändern, wenn ich mal irgendwann ausflipp, lang kann ichs nämlich nimmer halten

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    Original von jhl
    Dann probiere es mal mit einer Mannschaftssitzung, da sehe ich bessere Chancen. Vielleicht schaffst du es ein echtes Team zu formen.

    Das die Töchter da ähnlich denken überrascht mich nicht. Ist doch klar, die hören was ihre Väter sagen und werden vielleicht sogar von ihnen "geimpft". Da musst du ansetzen und versuchen dieses nachplappern um zukehren.

    Mach ihnen klar, dass alle ein Team sind, jeder wichtig ist. Das geht natürlich nur wenn die Spielerin (die angemacht wird) sich auch entsprechend verhält und
    nicht als Star auftritt. Wenn das so ist:
    Dann spreche als erstes Mal mit ihr darüber und mache ihr klar, das dies ein Grund für das Problem ist. Vielleicht hat sie dann auch den Mut sich vor der Mannschaft zu entschuldigen und Besserung zu versprechen.

    Frage: Darf ich davon ausgehen, dass die Töchter nicht das größte Talent haben, oder nicht so gut sind? :)

    Gruß Jan

    Also, Starallüren hatte sie einmal. Ich habe bereits einige Gespräche mit ihr geführt und sie hat sich wirklich gebessert. Die Eltern merken dies aber nicht, sie haben immer noch die Kristina von vor zwei Jahren vor Augen.

    Zu deiner Frage, die Tochter des EX- Handballtorwarts ist relativ spät in den Handballsport eingestiegen, hatte logischerweise anfangs Probleme, langsam kommts aber, ihr fehlt dennoch ein Stückel. Nebenbei, auch ein ganz liebes Mädel. Allerdings hierzu noch ein Satz ihres Vaters: "In dieser Mannschaft kann keine richtig Handbalspielen, außer meine Tochter." Dieser Satz ist jedoch völlig falsch, so gut ist seine Tochter noch nicht.

    Bei der anderen Tochter (übrigens auch ein ganz liebes Mädel) wirds ein bischen kurioser. Sie ist eigentlich von der Anlage her ein ziemlich ähnlicher Spielertyp wie die betroffene. Zwar ein Jahr jünger, und deshalb noch etwas schwächer, aber auch sie engagiert sich sehr, riskiert viel und nimmt sich auch viele Chancen. Das kuriose ist jetzt, dass ihr Vater, immer wenn seine Tochter den Ball hat, brüllt "Geh, schieß..." usw., wenn aber die betroffene schießt, macht er diese regelrecht fertig. Früher (in der E- Jugend habe ich diese Mannschaft schonmal trainiert) war es allerdings seine eigene Tochter, die dies über sich ergehen lassen musste und oft heulend das Spielfeld verlassen hatte. Nach einem Gespräch mit ihm wurde es merklich besser, und jetzt fängt er mit den Mitspielerinnen an.,

    Ich glaube, es gibt wenig Mannschaften bei uns im Verein, bei denen es mit den Eltern so viele Probleme gibt.

    Zitat

    Original von jhl

    Ohje, du armer. Dann habe ich wenig Hoffnung! Ich hatte auch schon solche Schlaumeier auf der Tribüne sitzen.

    Je nachdem wie das Standing der Spielerin ist, würde ich dann eine Mannschaftsitzung machen und auf die Spielerinnen einwirken. Das könnte dann mehr bringen, vor allem wenn in der Mannschaft schon ein gewisses Teamgefühl da ist. Wenn du es dann erreichst, das alle Zusammenhalten, bist du auf einem guten Weg. Dann wird es draussen bald leise sein, weil die Spielerinnen auf die Eltern einwirken. Aber in einer wJC ist das glaube ich auch schwierig mit dem Zusammenhalt des Teams (eigene Erfahrung).

    Gruß Jan

    Jaja, die Töchter der betreffenden Eltern denken ähnlich über sie, wie ihre Väter, komischerweise auch aus den gleichen Gründen.

    Es sind allerdings vor dieser Runde einige Spielerinnen vom Nachbarverein zu uns gewechselt, die verstehen sich blendend mit ihr. Ein Zeugnis dafür, dass man durchaus mit ihr auskommen kann. Ich als Trainer tus auch.

    Zitat

    Original von jhl
    Hallo Ralf,

    zuerstmal solltest du keine Hemmungen gegenüber den Eltern haben. Ich würde ein Einzelgepräch mit den beiden Anstiftern suchen. Frag sie doch einfach mal warum sie das gemacht haben. Ich könnte mir fast vorstellen da kommt nicht viel, ansonsten einfach erstmal zu hören. Dann erklärst du den beiden das, was du uns im ersten Abschnitt erzählt hast, jedenfalls in ähnlicher Form (Anspiele, Würfe, risikofreudig). Ich denke dann sollten sie es vielleicht verstehen.

    Noch was: Wie ist das Standing der betroffenen Spielerin in der Mannschaft? Haben die beiden Väter Ahnung vom Handball?

    Gruß Jan

    Danke für die schnelle Antwort. Also, der eine Vater hat recht wenig Ahnung von Handball. Er guckt sich zwar oft die Spiele unserer Herren und Damen an, war selber früher jedoch aktiver Handballer.
    Der andere hat dummerweise viel Ahnung von Handball, war Regionalligatorwart und auch schon bei zwei Vereinen Spielertrainer. Allerdings hat er von Jugendhandball keine (oder noch weniger) Ahnung. Er würde in einem D- Jugendtraining Spielzüge trainieren. Außerdem mischt er sich während dem Spiel immer ein und beeinflusst seine Töchter und sagt oft gerade das Gegenteil, wie wir Trainer.

    Zum Verzweifeln...

    An alle Jugendtrainer, wie siehts bei euch mit den Eltern aus, kommt ihr gut mit ihnen klar, oder gibts, so wie bei mir auch Probleme?

    Folgendes:

    In der letzten Saison habe ich die weibliche A- Jugend trainiert, da gabs logischerweise keine Probleme mit den Eltern. Schon im Februar dieses Jahres war ich klar, dass ich nach der Runde jedoch die weibliche C- Jugend übernehmen werde. Da bei dessen letzten Saisonspiel ihre Trainerin wegen einer Operation im Krankenhaus lag, coachte ich dieses aushilfsweise.

    Es gibt eine Spielerin in diesem Team, ich halte sehr viel von ihr, spielt mit hohem Risiko, probiert diverse technische Dinge, die wir im Training geübt haben, auch im Spiel mal aus, auch auf die Gefahr hin, dass es mal ein oder zweimal nicht klappt auch gleich auf. Sie spielt aber überhaupt nicht eigensinnig, sie nimmt sich zwar oft Würfe aus dem Rückraum, spielt aber genauso auch viele "geniale" Pässe an Mitspielerinnen, die dann zum Tor führen. Es gibt wenige Spielerinnen in diesem Alter, die das so können.
    Durch das risikofreudige Spiel ist sie offenbar bei den Eltern in Ungnade gefallen, ich kann mir jedoch nicht ganz erklären, warum???!!!

    Zurück, zu dem letzten Spiel in der letzten Saison. Ich schickte sie damals an den Punkt, um einen Siebenmeter zu verwandeln. Da vernahm ich nur ein leichtes Raunen auf der Tribüne. Erst einige Wochen später erfuhr ich von meiner Schwester, die damals bei den Eltern gesessen hatte, dass das Raunen damals ein regelrechtes "Ausbuhen" und "Auspfeifen", man glaubt es kaum, der eigenen Spielerin war. Dies ging zwar nur von einem Vater aus, die anderen hatten jedoch keine Skrupel, mitzumachen.
    Das schlimme kommt nun erst noch: Als meine Schwester, diesen Vater darauf aufmerksam machte, dass dies der Spielerin nicht guttun würde und dass sie aus diesem Grund vielleicht ans Aufhören denken würde, bekam sie folgende schockierende Antwort: "Das wär doch gut, wenn sie aufhören würde. Die macht eh das ganze Spiel kaputt."

    Als ich das erfuhr, war ich zwar schockiert, dachte mir aber, dass es vielleicht etwas zu spät wäre, etwas zu sagen. Ich wollte warten, bis so etwas ähnliches vielleicht nochmal vorkommt (was vielleicht ein Fehler war).

    Denn das ließ nicht lange auf sich warten. Am Donnerstag war ich mit den Mädels, die ich ja jetzt fest als Trainer betreue auf einem Turnier. Komischerweise war es dort ein anderer Vater, der sie dauernd vom Spielfeldrand dumm anmachte, obwohl es diesmal völlig ohne Grund war. Und wieder schlossen sich fast alle Eltern diesem Vater an.
    Diese Spielerin war nach diesem Spiel völlig fertig, brach in Tränen aus, und war sauer auf alles und jeden. Auch ich kam nicht mehr an sie heran. Ich bin wirklich froh, wenn sie nächste Woche wieder ins Training kommt. Als ich sie heute auf der Straße getroffen habe, brachte sie lediglich ein gequältes "Hi" über die Lippen und wandte sich sofort wieder ab.

    Sicherlich ist es nun höchste Zeit zu handeln, nur wie?

    Wäre ein Elternabend am besten? Dann wäre die Gefahr da, dass vielleicht gerade die Eltern, die es betreffen würde, nicht da wären.

    Nur die Eltern einladen, die es betrifft? Ich weiß nicht, was dann die anderen denken würden...

    Einzelgespräche führen mit den betroffenen Eltern? Sehr zeitaufwendig.

    Zudem komme ich zwar mit den Mädels super aus und habe scheinbar Talent dafür, an "pubertierende Gören" hervorragend heranzukommen, jedoch habe ich vor Elternkontakt immer wieder Hemmungen, fehlt mir ein bissel an Selbstbewusstsein...

    Was meint ihr? Was soll ich tun? ?(

    Also, bei uns sind zwischen den einzelnen Jugendspielen ca. 15 min Abstand, die Herren und Damen haben jedoch (fast) immer eine halbe Zeit zum Warmlaufen in der ganzen Halle.

    Zur Vergleichsmöglichkeit:
    In einer Halle trainieren und spielen 4 Seniorenmannschaften und 11 Jugendmannschaften.

    Aber, wie gesagt, ich wäre dafür, die Runde für die Jugendmannschaften zu verlängern, um eine kürzere handballlose Zeit zu gewährleisten und das Gedränge in der Halle etwas zu dämpfen.

    Zitat

    Original von dj planlos
    Man kann leider die Spiele nicht mit soviel Abstand ansetzen, wenn man zu viele Mannschaften hat, dei spielen müssen und man dazu aber zu wenig Hallen hat!

    Dazu könnte man nun ein ganz neues Thema eröffnen.

    Ein Beispiel:
    vor zwei Jahren habe ich die weibliche D- Jugend trainiert. Geplant waren, alle gemeldeten 14 Mannschaften in einer Bezirksklasse spielen zu lassen, hieße für jede Mannschaft 26 Spiele. Hätte ich für sehr gut geheißen, da es für die Kids besonders wichtig ist, dass sie viel spielen können. Denn im Spiel lernt man viel mehr als im Training.
    Da jedoch viele Vereine riesige Probleme mit der Hallenkapazität hatten, darunter auch unser Verein, musste das nochmals geändert werden und man kreierte 2 Gruppen à 7 Teams. Dummerweise zog kurz vor Rundenbeginn gerade in unserer Gruppe noch ein Team zurück, d.h. wir hatten gerade noch 10 Saisonspiele.
    DAS KANNS NICHT SEIN!!! VIEL ZU WENIG!!!

    Was kann man tun?

    Da meiner Meinung nach gerade für die Kids die handballfreie Zeit sowieso viel zu lange ist, meine ich, man sollte die Runde für den Kinder- und Jugendhandball vor der regulären Runde und nach der regulären Runde um insgesamt ca. 4-5 Wochen verlängern.
    So wäre die handballose Zeit etwas eingeschränkt und es gäbe genügend Ausweichtermine, um viele Spiele unter zu bringen.

    Auch der Gesamtspielplan wäre entzerrt, so dass man auch mit dem TTO wenig Probleme haben dürfte.

    Danke

    und ob man auch in der E- Jugend die Auszeit nutzen zu können. Zwar spielt die Taktik in diesem Alter nur eine geringfügige Rolle, jedoch das wenige kann man den Kiddies sehr gut in der Auszeit erklären, z.B. bei der Manndeckung zu der Stellung gegen den Gegenspieler usw.

    Und natürlich zur Motivation kann es immer was bringen, auch in der E- Jugend

    Ja,

    wichtig ist mir noch sehr, dass man schon früh darauf achten sollte, dass es die Kids nicht übertreiben. Immer ein bisschen, so gewöhnen sich die Kinder daran und kleben später das Zeug nicht an sämtliche Kleidungsstücke. Aus diesem Grund ist nämlich in vielen Hallen das Harz verboten. Nicht, weil jeder ein bissel am Finger hat.