Beiträge von hsr

    Der DHB-SR-Ausschuss möchte über den DHB folgende Regeländerungen bei der IHF beantragen:

    1. Wenn ein Angreifer beim Wurfversuch den Torraum mit Ball oder ohne Ball mit persönlichem Vorteil betritt, bringt der Torwart den Ball mit Abwurf wieder ins Spiel.

    2. Das Ein-/Auswechseln von Spielern sollte nur der in Ballbesitz befind-lichen Mannschaft und bei T-O gestattet werden.

    3. Dem Torwart soll es verboten werden, im laufenden Spiel den Tor-raum zu verlassen. Das Verlassen des Torraumes ist dem Torwart nur bei Spielunterbrechungen erlaubt.

    Darüber hinaus soll es aus anderen nationalen Verbänden Ideen geben, eine Angriffszeitbegrenzung statt des passiven Spiels einzuführen.

    Na, ein nicht ausgeführter Abwurf wird ja wohl nach Korrektur/Bestrafung mit Anpfiff "wiederholt". Die Sache mit der "Umwandlung" des Abwurfs in einen Freiwurf ist seit 2001 doch wohl passé.

    Trotz eindeutig negativer Stellungnahmen aus vielen SR-Gremien wird die Sache immer wieder ans Licht gezerrt - jetzt auch schon mit Unterstützung des DHB-SR-Lehrwartes?

    Ich meine, wer ein anderes Spiel "erfinden" möchte, sollte es dann auch anders nennen. Änderungen der Spielregeln hat es immer gegeben - auch in anderen Sportarten -, aber bisher wurde doch der "Grundgedanke" beibehalten (Fußball ist nicht umsonst so populär).

    Drei Jahre Regeländerung und einige (wie viele bloß?) haben es noch nicht mit bekommen. Übrigens war es auch schon vor der letzten Regeländerung nicht erlaubt, dem Torwart den gefassten Ball weg zu spielen!

    Eine Gegenfrage hätte ich da übrigens: was ist ein "normales Foul", dass in jedem Spiel ca. 50 Mal vorkommt? An solch einem Handballspiel habe ich bisher noch nicht teil genommen.

    Zur Spielzeit gehört die Ausführung des Freiwurfs (7-m-Wurfs) tatsächlich nicht mehr (Regel 2:3 - "Die Spielzeit beginnt mit dem Anpfiff des Anwurfs durch den Schiedsrichter und endet mit dem automatischen Schlusssignal der öffentlichen Zeitmessanlage oder dem Schlusssignal des Zeitnehmers...".

    Trotzdem gehört die Ausführung zum Spiel und die Strafen können bzw. müssen ausgesprochen werden (Regel 2:6): "Unter den in den Regeln 2:4-5 beschriebenen Umständen können gegen Spieler und Mannschaftsoffizielle für Regelwidrigkeiten und unsportliches Verhalten bei der Ausführung eines Freiwurfs oder 7-m-Wurfs persönliche Bestrafungen ausgesprochen werden. Eine Regelwidrigkeit bei der Ausführung eines derartigen Wurfs kann jedoch keinen Freiwurf in die andere Richtung nach sich ziehen." Hier liegt ein Fall nach Regel 2:5 vor.

    2:4 Regelwidrigkeiten und unsportliches Verhalten vor oder mit dem Ertönen des Schlusssignals (Halbzeit oder Ende des Spiels) sind zu ahnden, auch wenn dies erst nach dem Ertönen dieses Signals erfolgen kann. Die Schiedsrichter beenden das Spiel erst nach dem noch auszuführenden Freiwurf (ausgenommen 13:4c) oder 7-m-Wurf, dessen Ergebnis abzuwarten ist (Erläuterung 1).

    2:5 Ertönt das Schlusssignal (Halbzeit oder Ende des Spiels) gleichzeitig mit der Ausführung eines Freiwurfs oder 7-m-Wurfs muss der Wurf wiederholt werden, auch wenn der Ball sich bereits in der Luft befindet. Das Ergebnis dieses wiederholten Wurfs ist abzuwarten, bevor die Schiedsrichter das Spiel beenden.

    Ich konnte damit hoffentlich zur Versachlichung beitragen ...

    1. Halbfinale: wieso spielen die Torhüter von Magdeburg mit der gleichen Trikotfarbe wie die Feldspieler? Oder reicht zur Unterscheidung jetzt schon die andersfarbige lange Hose? Wieso ist "Backe" im "Tape" am Handgelenk erlaubt - im letzten SR-Brief wurde dies noch ausdrücklich als verboten beschrieben!

    Handball-SR
    Wenn ich der Regelecke (Beispiel 5) auf der DHB-Seite trauen darf, stimmt Dein Schmankerl nicht: Abpraller vom Torwart in der Luft zurück zum Werfer/Mitspieler = Freiwurf für Mannschaft Werfer (da Ballbesitz/-kontrolle zuletzt bei Werfer), Abpraller im Torraum am Boden = Freiwurf für Mannschaft Torwart (da normale Fortsetzung Abwurf, also Ballbesitz beim Torwart).

    Handball-SR
    Warum dann auf "höherer Ebene" die Anweisung, die Fußabwehr mit Hinausstellung zu ahnden. "Wiederholtes Abwehren des Balls mit Unterschenkel oder Fuß durch einen Feldspieler" wird laut Regel erst als Unsportlichkeit gewertet und würde damit der Progression unterliegen und auch mit Verwarnung beginnen. (Aus meiner Sicht legt die Formulierung im Regeltext eine bewußte Handlung zugrunde und keine unabsichtliche Aktion - wäre ja wohl auch nicht Unsportlich, wenn es unabsichtlich passiert).

    @ schwaniwolli
    Wieso klärst Du diese Probleme nicht direkt mit den betreffenden SR bzw. den Verbandsverantwortlichen? Hier scheint mir der falsche Platz dafür.

    Statt dessen stellst Du die SR an den Pranger - vor kurzem erst von Dir bei einem anderen Beitrag bemängelt - und dann noch unter einer irreführenden/falschen Überschrift.

    Nicht gerade fair - oder?

    Die Anweisung des DHB-SRA ist eindeutig und auch allen Vereinen bekannt:

    11. Bankverhalten
    Ein Trainer steht permanent = i.O.
    Trainer läuft ein klein wenig ins Spielfeld / verlässt den AWR und
    reklamiert / kritisiert = Progressionsreihe
    Trainer läuft in Richtung Spielfeldmitte (z.B. Richtung SR) = Progressionsreihe ab V
    Trainer steht dauernd im Spielfeld zum Coachen (Hallengröße) = Progressionsreihe
    Mehrere Personen stehen = Eine Person zum Sitzen auffordern
    Trainer reklamiert / kritisiert ohne Zurücknahme seiner Emotion gegen SR = Progressionsreihe
    Trainer putscht das Publikum auf = Progressionsreihe
    Gleichbehandlung bekannter / unbekannter bzw. Heim- / Gast- Trainer

    Danach hat sich auch der Technische Delegierte zu richten! Tut er dies nicht, sehe ich keinen Grund, warum sich SR an eine Absprache mit dem Technischen Delegierten halten sollten!

    Wenn hier nicht alle SR und der DHB-SRA an einem Strang ziehen, wäre es schon ein Armutszeugnis und wird die Arbeit nicht erleichtern.

    Das sollten auch andere maßgebende Stellen des DHB und der Liga erkennen und entsprechende Entscheidungen treffen.

    SR sind nicht die "Prügelknaben" der Nation und müssen nicht als Blitzableiter her halten. Aber das wird wohl nur funktionieren, wenn sie sich wirklich solidarisch zeigen.

    Die Situation in der Ramota beim EM-Spiel umgestoßen wurde, wäre für mich so ein Fall, bei dem ich über eine Bestrafung des Angreifers nachgedacht hätte. Hier war es dem Angreifer (aus dem Kamera-Blickwinkel heraus) möglich, rechtzeitig abzubremsen bzw. auszuweichen. Die Zielrichtung war eindeutig der Torwart. Am Tor hätte es wohl nichts geändert - soweit ich es erkennen konnte, war der Ball zum Zeitpunkt des "Zusammenpralls" bereits im Tor.

    Bleiben zwei Fragen:

    Warum sitzen keine qualifizierte Leute am "Tisch" wenn man um die Bedeutung der Aufgabe weiß?

    Warum greifen die SR nicht durch, wenn sie merken, dass die angedachte Hilfe vom "Tisch" ausbleibt? Die Rückendeckung vom SRA dürften sie doch haben (von dort wurde doch Gleichbehandlung für alle eingefordert) und bei Beschwerden wären die doch vom SRA zu klären!

    @ schwaniwolli
    Die Rechtsordnung spricht von einer automatischen Sperre von mindestens 2 Meisterschafts- oder Pokalspielen - und schränkt dann ein, dass dabei der Zeitraum von 1 Monat nicht überschritten werden darf (da ja nicht erst geprüft wird, wann der Sünder "seine" nächsten Spiele hat, wird der Sperrbescheid nur anders herum formuliert). Übrigens sind bis zu 4 Spiele durch die Spielleitung möglich.

    "... Und das, obwohl es eine IHF-Regel ist..."

    Siehe SpO/DHB:
    § 87 Handballregeln, Inkrafttreten
    (1) Alle Spiele werden nach den Handballregeln der IHF in der Fassung des DHB ausgetragen.
    (2) Die Landesverbände können für ihren Bereich abweichende Bestimmungen zur Anwendung der Handballregeln über die Spielzeitunterbrechung bei „Team-Time-out“ („Auszeit“) erlassen.
    ...

    Für meinen Geschmack war die Grenze zur Unsportlichkeit bei Kretzschmar überschritten. Die Zielrichtung der Kritik war eindeutig und der Protest - auch wenn der Schiedsrichter nicht direkt "angesprochen" wurde - heftig; auch Kretzschmar hatte ja keine Zeitlupe zur Verfügung um "klarer" zu sehen. Außerdem war er in Sachen Protest Wiederholungstäter.

    Schwaniwolli

    Die RSK/IHF hat sich zu diesem Fall in ihrem Erläuterungsschreiben Nr.3 klar geäußert:

    "Regeln 13:4a vs. 14:1c

    Unterbricht der Pfiff eines Zuschauers den Gegenstoß eines Spielers, wenn dieser sich allein vor dem Tor (allein gegen den Torwart) befindet, ohne daß ein anderer Gegenspieler ihn stoppen könnte, haben die Schiedsrichter entsprechend Regel 14:1c auf 7-m-Wurf zu entscheiden.

    Könnten jedoch Abwehrspieler, in derselben Situation, den Angriffsspieler stoppen, wird das Spiel entsprechend Regel 13:4a mit einem Freiwurf wiederaufgenommen (es wurde keine klare Torgelegenheit vereitelt). Für den Fall, daß - in dieser Situation – die Abwehrspieler den Pfiff hören und ihren Abwehrversuch unterbrechen, während die Angriffsspieler weiter spielen, bis der Schiedsrichter pfeift, kann der Eindruck entstehen, daß der Angriffsspieler eine klare Torgelegenheit hatte. Dieser Eindruck darf jedoch nicht berücksichtigt werden, da die Spielsituation zum Zeitpunkt des Pfiffs vom Zuschauer entscheidend ist: die richtige Entscheidung lautet somit Freiwurf."

    Die Entscheidung der Schiedsrichter war also falsch; sie hätten das Spiel wenigstens mit Freiwurf für Flensburg fortsetzen müssen (sofern sie den Pfiff selbst gehört hätten - aber warum hätten sie sonst eine Durchsage machen lassen?)! Wieso reagiert der Technische Delegierte (Jacobsen?) eigentlich nicht?