Beiträge von hsr

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    Original von Handball-SR
    ...
    auch wir sr sollten sehr gut vorbereitet sein auf die besonderheiten einer 3-2-1 deckung und die gefahren die sie mit sich bringt.
    kennen alle sr die laufwege und abstimmungen der einzelnen deckungsvarianten? sie sollten es aber, denn nur dann sind sie auf bestimmte dinge vorbereitet und werden nicht überrascht, wenn auf einmal ein spieler auf der rechten seite mit blutender nase liegt, während der ball auf der linken seite gespielt wurde.

    ...

    lg
    thorsten zacharias

    Was hat die blutende Nase mit den Besonderheiten einer 3-2-1-Deckung zu tun. Wenn die Abstimmung der Beobachtungsräume der SR stimmt sollte das Fehlverhalten eines Spielers auch ohne genaue Kenntnis der Laufwege und Abstimmungen bemerkt werden ...

    Man höre und staune: Dringlichkeitsbeschluss vom November 2005 bekannt gegeben Ende Januar 2006 mit Wirkung vom 1. Januar 2006.
    Und das, nachdem die Regeländerungen seit August 2004 bekannt waren!

    Hoffentlich legen mal Vereine Protest gegen Spielwertungen ein, damit diese Änderungswut und das Hin und Her in der Auslegung - zumindest in der laufenden Serie - ein Ende hat!

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    Original von Olaf
    zuletzt gab es eine Szene im Pokalspiel Kiel - Lemgo, als Daniel Stephan den Ball einem Kieler aus den Fingern gespielt hat. Sah brutal aus, war aber offenbar korrekt.

    Das "Ding" sah selbst in der Zeitlupe noch schlimm aus und traf voll den Arm in der Wurfbewegung - für mich ein klare Disqualifikation (zumal der Werfer ja auch noch verletzt zu Boden ging).

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    Original von RolfB
    Ist ein bisschen OT aber trotzdem. Das Niederlegen der grünen Karte interessiert mich als Zeitnehmer nicht. Ich erwarte das die Trainer mir die Karte in die Hand geben. Und das sage ich ihnen auch vor dem Spiel. Ist so ca. ein Jahr her, da hat ein Trainer die Karte hingelegt und nach der Unterbrechung des Spiels zugepackt und sie wieder zurückgenommen. Zitat: Ich hatte die nur mal eben abgelegt und wollte gar kein TTO haben.
    Jedenfalls Hektik und Diskussionen und der Ar..... hat von den Schiris auch noch Recht bekommen.
    Also jetzt nur noch direkt in meine Hand die grüne Karte. Andernfalls gibts kein TTO.

    Grüsse
    Rolf

    Erläuterung 3 - Team-Time-out (2:10)

    Jede Mannschaft hat Anspruch auf ein Team-Time-out von je einer Minute pro Halbzeit der regulären Spielzeit (aber nicht während Verlängerungen).
    Ein Mannschaftsoffizieller der Mannschaft, die ein Team Time-out beantragen will, muss eine "Grüne Karte" vor dem Zeitnehmer auf den Tisch legen (Es wird empfohlen, dass die Grüne Karte ein Format von etwa 15 x 20 cm hat und auf jeder Seite ein großes "T" steht).

    Eine Mannschaft kann ihr Team-Time-out nur beantragen, wenn sie in Ballbesitz ist (Ball im Spiel oder bei Spielunterbrechung). Unter der Voraussetzung, dass die Mannschaft den Ballbesitz nicht verliert, bevor der Zeitnehmer pfeifen kann (in diesem Falle würde die Grüne Karte der Mannschaft zurückgegeben werden), wird der Mannschaft das Team Time-out umgehend gewährt. ...

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    Original von jfherden


    Regel 7:10

    Freiwurf, nur wenn er sich durch das Durchlaufen des Aus einen Vorteil verschafft. Ansonsten bleibt es straffrei.

    Zu den konkreten Fällen:
    Im ersten Fall müsste der Spieler wissen, wo er steht, daher würde ich hier auf Freiwurf für den Gegner entscheiden.

    Im zweiten Fall (sofern das Dribbeln sich auf ein paar cm erstreckt) würde ich es straffrei ausgehen lassen, sofern sich der Spieler keinen Vorteil verschafft (Gegen- oder Mitspieler umlaufen etc.)

    Ich lese in der Regel nur etwas von (der Tatsache) "Verlassen der Spielfläche", aber nichts davon, dass für eine Freiwurfentscheidung auch noch ein Vorteil für den Spieler hinzu kommen muss.

    Es ist für mich die Frage, ob die abgestimmte Auslegung auch vor einer Sportinstanz Bestand hat: die Regeln selbst sehen nämlich keinen Freiwurf für eine fünfte Farbe oder sonst nicht vollständige Trikots vor (guckst Du Regeln 4:7 und 13, es gibt keinen gegenseitigen Bezug). Und wenn ich in den (alten) handball-sr schaue, finde ich dort für Spieler, die eine andere Nummer tragen, als die im Spielbericht vermerkte, nur die Anweisung, diesen Mangel zu beheben - ohne Strafe und ohne Ballverlust! Und so lief das bisher immer bei all diesen Mängeln.

    Also in Regel 13 (Freiwurf) steht nichts darüber, dass es für nicht ordnungsgemäße Spielkleidung einen Freiwurf gibt (kein Bezug zu den Regeln 4:7-9) - gleiches gilt für Regel 16 (Strafen).

    Und ein Wechselfehler liegt nur vor, wenn der "Feldspieler-Torwart" nicht als Torwart zu erkennen wäre, also 7 Feldspieler auf der Spielfläche wären (das steht dann auch wieder in Regel 4:5, 13:1, 16:3a).

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    Original von Theoitetos
    hsr und wieso wird die Änderung auf die neuen Regeln abgelehnt?

    Aus der amtlichen Bekanntmachung des DHB vom 02.05.2005:

    "...
    Das Erweiterte Präsidium hält es weder aus Gründen des Fairplay noch aus sonstigen Erwägungen für sachgerecht, Sonderregelungen für die letzte Spielminute einzuführen.
    Das jetzige Regelwerk bietet hinreichende Möglichkeiten, um Sanktionen auszusprechen, wenn eine klare Torgelegenheit verhindert wird. Der Schiedsrichter kann auf sieben Meter erkennen und dem fehlbaren Spieler die rote Karte zeigen.
    Sofern der angreifenden Mannschaft die Chance genommen wird, zu einer Torwurfsituation zu kommen, rechtfertigt dies keine andere Beurteilung, denn auch insoweit bietet das Regelwerk einen hinreichenden Handlungsspielraum.

    Die von der Regelkommission ins Auge gefasste Änderung führt insbesondere im Hinblick auf die Tordifferenz zu willkürlichen Ergebnissen, die unter dem Gesichtspunkt des Fairplay eine Änderung der Rechtsordnung unter keinen Umständen rechtfertigen.
    Im EP wurde dazu folgende Situation diskutiert:
    Im Rahmen einer Play-off-Begegnung startet ein Spieler der Mannschaft A in der 59. Minute und 30 Sekunden zu einem Tempogegenstoß beim Spielstand von 18:16. Der Spieler B verhindert die klare Torchance grob regelwidrig. Der Schiedsrichter entscheidet auf sieben Meter und zeigt dem fehlbaren Spieler die rote Karte, die weitere Sanktionen nicht nach sich zieht.
    Im Rückspiel ereignet sich die gleiche Spielsituation. Der Schiedsrichter entscheidet wiederum auf sieben Meter und zeigt dem fehlbaren Spieler die rote Karte. Da nunmehr die Tordifferenz entscheiden könnte, soll dies eine Bestrafungsmöglichkeit eröffnen.
    Die gleiche Situation unterschiedlich zu beurteilen ist willkürlich, denn im Nachherein betrachtet erweist sich die Situation aus dem ersten Spiel in der Tordifferenz als entscheidend, ohne dass eine weitere Sanktionsmöglichkeit besteht.
    Die Auswirkung derartiger Entscheidungen wäre nach Ansicht des EP für den Handball insgesamt nicht förderlich. ..."

    Zitat

    Original von Theoitetos
    das Schreiben ...


    stammt von der IHF und

    Zitat

    Original von Theoitetos
    ... die Rechtsordnung ...


    müsste der DHB ändern (wird aber z. Zt. ausdrücklich abgelehnt).

    Es handelt sich also hinsichtlich der 'normalen' Disqualifikation um eine Auslegung der IHF und nicht (nur) des DHB.

    Zitat

    Original von härter_schneller

    was ist denn das für eine frage? wer gegen regeln verstößt, muß entsprechend dem regelwerk sanktioniert werden.
    wenn es nur um den eigenen vor- oder nachteil geht, können wir in jedem spiel regeln zur verhandiungssache machen.

    Ich habe gar nicht notwendige Strafen in Abrede gestellt und mich regelbezogen dazu geäußert.

    Aber was soll im Spiel die Forderung nach Sperre beim SR (zumal nach RO/DHB gar nicht möglich)? Das überlasse man getrost der zuständigen Instanz!

    Zitat

    Original von Dany
    Wenn er mehr wie 3m von dem unkt wegsteht plus die1,5m links und rechts Tolleranz passiert ihm nichts außer er behindert den Pass zum Anwurf aktiv....

    Zitat

    Original von Panic116
    Spieler 7 von A unterbindet dies, indem er den Pass zur Mitte abfälscht. ...

    Hier muss doch wohl eine Aktion gegen den Ball unterstellt werden, oder?

    Zitat

    Original von Theoitetos
    Hier tritt genau das auf was in der Erläuterung 6 g aufgeführt ist, einzige richtige Entscheidung also wie schon erwähnt 7m und D mit ausführlicher Erläuterung aufm Spielberichtsbogen ...

    was war nu mit dem "SR"?

    Hierzu hat die IHF in einem Schreiben vom Juli ausgeführt:
    "... Gibt es Grund für Entscheidung auf 7-Meter-Wurf nach vereitelter Torwurfgelegenheit, kann die Disqualifikation als `normal´ betrachtet werden, die somit nicht in diese Kategorie fällt."

    Hier also - sofern das Spiel zum Zeitpunkt des Fouls noch nicht beendet war - 7-m-Wurf und 'normale' Disqualifikation (die von der IHF geforderte weitergehende Folge ist z. Zt. nach RO/DHB nicht möglich)!

    Erläuterung 6g:
    "Wenn ein Spieler in der letzten Spielminute eine Handlung vornimmt die als Vergehen im Sinne der Regeln 8:5 oder 8:6 angesehen werden kann und dadurch der anderen Mannschaft die Chance genommen wird, in eine Torwurfsituation zu kommen oder eine klare Torgelegenheit zu erreichen. Bei der Beurteilung ist entscheidend, ob durch die Aktion ein wichtiges Tor (Sieg, Unentschieden oder Tordifferenz) verhindert wird."

    • letzte Spielminute - positiv;
    • Vergehen nach 8:5 - negativ, da keine gesundheitsgefährdende Regelwidrigkeit;
    • Vergehen nach 8:6 - negativ, sonst müsste man ja bei jeder Abstandsverletzung mit möglicher Verhinderung auf grobe Unsportlichkeit erkennen, wird aber grundsätzlich nach 15:9 nur progressiv geahndet;
    • mögliche Torwurfsituation, klare Torgelegenheit - der geschilderte Sachverhalt ist hier nicht eindeutig;
    • wichtiges Tor - positiv


    Da wichtige Kriterien nicht erfüllt sind, ist die Voraussetzung für eine Disqualifikation nach dieser Regel nicht gegeben. Welchen Vorteil hätte die benachteiligte Mannschaft übrigens von der weitergehenden Folge einer Sperre (nach RO/DHB z. Zt. auch nicht möglich)?

    Spielfortsetzung wäre Anwurf (da dieser ja noch nicht ausgeführt wurde), sofern noch Spielzeit vorhanden ist, ansonsten Spielende.

    Dany: Eine Bestrafung wäre auch auszusprechen, wenn der Ballvortrag durch einen Spieler verhindert wird, der mindestens 3 m vom Passfänger entfernt steht - der Ballvortrag darf zum (schnellen) Anwurf darf überhaupt nicht behindert oder unterbunden werden!

    Ob Regelverstoß oder nicht entscheidet sich - wie die Vorredner schon darstellten - daran, ob ...

    der Schiedsrichter eine klare Torgelegenheit gesehen hat und dennoch nur auf Freiwurf entschieden hat (Regelverstoß) oder die Situation nicht als klare Torgelegenheit gesehen hat - dann wäre der Freiwurf korrekt. Der Nachweis eines Regelverstoßes dürfte schwer fallen ...

    Zitat

    Original von Schieri_neu

    VETO!

    Beim Abwurf ist der Ball "aus dem Spiel". Somit kann eine falsche Ausführung nur zur Korrektur führen - selbst, wenn der Gegner ihn erhält. Einzige Ausnahme: Abwurf nach Anpfiff!

    Sonst bin ich mit deiner Interpretation einverstanden.

    Tja, sollte man meinen - aber da wurde noch eine "Vorteilsregel" eingearbeitet, die tatsächlich gar keine ist (und aus meiner Sicht auch ziemlich fragwürdig, aber nun mal Regel):

    Regel 5:6
    ... beachte jedoch die Vorteilsregel nach 15:7, wenn der Torwart den Ball verliert, nachdem er den Torraum mit dem Ball in der Hand verlassen hatte; ...
    Regel 15:7
    ... Bei einer Wurfausführung ohne Anpfiff sind grundsätzlich alle Fehler zu korrigieren; anschließend ist der Wurf zur Spielfortsetzung anzupfeifen. Allerdings ist der Vorteilsgedanke nach 13:2 zu beachten. Falls die Mannschaft unmittelbar nach einer falschen Ausführung den Ball verliert, gilt der Wurf als ausgeführt, das Spiel läuft weiter. ...

    Zitat

    Original von Mike
    ... Eine Regel (bitte fragt mich nun nicht genau welche) besagt doch : Der Torwart darf mit dem Ball unter Kontrolle den Torraum nicht verlassen! Die Kreislinie gehört ja noch zum Torraum, aber alles darüber hinaus nicht ! Nun tritt er beim Kreisabwurf deutlich auf die Linie und darüber auch hinaus ( zumindest mit einem Teil eines Fußes). Ist nun dieser "falsche Abwurf" zu korrigiern, oder tritt hier die Regel mit verlassen des Torraums in Kraft ??? In den bisher gesehenen Spielen wurde korrigiert und mit Abwurf nach Pfiff weitergespielt, obwohl die Schiedsrichter deutlich Abwurf und nicht Freiwurf per Handzeichen angezeigt haben. Ich persönlich bin fast der Meinung, dass der Abwurf erst dann ausgeführt ist, wenn der Ball den Torraum in Richtung Feld verlässt und der "Verstoß" gegen die oben besagte Regel zunächst in Kraft tritt.
    bin mal gespannt wie Ihr das seht !

    5:3 ...
    Der Torraum gilt als verlassen, sobald der Torwart mit irgendeinem Körperteil den Boden außerhalb der Torraumlinie berührt.

    Es ist dem Torwart nicht erlaubt:
    ...
    5:6
    den Torraum mit dem unter Kontrolle gebrachten Ball zu verlassen (6:1, 13:1a und 15:7, Abs.3), wenn der Abwurf angepfiffen war, ansonsten Wiederholung des Abwurfs (15:7 Abs.2); beachte jedoch die Vorteilsregel nach 15:7, wenn der Torwart den Ball verliert, nachdem er den Torraum mit dem Ball in der Hand verlassen hatte.


    Bis 2001 wurde zwischen Abwurf (Ball im Toraus) und "Abspiel" (Torwart erlangt im Torraum Ballkontrolle oder Ball liegt/rollt im Torraum) unterschieden; da konnte also ein Torwart also noch den Torraum mit dem kontrollierten Ball verlassen und verwirkte sofort einen Freiwurf gegen sich (das "Abspiel" war keine Wurfentscheidung und das Spiel nicht unterbrochen).

    Ball im Toraus, Ballkontrolle durch Torwart oder Ball liegt im Torraum bedeutet heute aber immer Abwurf. Dieser muss aus korrekter Position ausgeführt werden, eine falsche Aufstellung muss korrigiert werden, danach Wiederholung des Abwurfs mit Anpfiff.

    Verlässt der Torwart also den Torraum (Berührung des Spielfelds mit einem Teil eines Fußes reicht) bevor der Abwurf ausgeführt ist, muss korrigiert werden (Ausnahme: Ball geht unmittelbar nach doch noch erfolgter, aber falscher Ausführung des Wurfes verloren). Bei einem Abwurf mit Anpfiff gilt dies nicht: verlässt der Torwart hier nach Anpfiff den Torraum, ist auf Freiwurf gegen seine Mannschaft zu entscheiden (siehe Regeln und Bezüge oben).

    Ich habe mit dem "Ballverlust" kein Problem; hierfür reicht aber die weitere Formulierung in 15:7 aus ("... Falls die Mannschaft unmittelbar nach einer falschen Ausführung den Ball verliert, gilt der Wurf als ausgeführt, das Spiel läuft weiter. ..."); zum Problem könnte dabei werden, was noch "unmittelbar" ist - ein Abwarten des Schiedsrichters, wo der Ball landet, ist nach meiner Ansicht nicht regelgerecht, wenn er tatsächlich aufgrund der "Passdauer" eingreifen könnte (und müsste, da zu korrigieren ist).

    Der Verweis auf den Vorteilsgedanken nach 13:2 ist aber falsch, da hier vom Verbot der [/B]Benachteiligung durch eine Freiwurfentscheidung[/B] der Schiedsrichter die Rede ist, wenn eine Mannschaft
    [list=a]
    [*] nach Fehler der ballführenden Mannschaft auch ohne die Wurfentscheidung in Ballbesitz kommt oder
    [*] als ballführende Mannschaft trotz Regelwidrigkeit der anderen Mannschaft in Ballbesitz bleibt.
    [/list=a]
    Diese Freiwurfentscheidung gibt es im Fall von 15:7 aber nicht; man muss nicht immer den Vorteilsgedanken bemühen, eine spezielle Bestimmung - wie hier in 15:7 Abs.2 S.3 - reicht völlig aus.