Beiträge von orange

    Zitat

    ja stimmt ja auch schon so, aber das Kind denkt dann dies als Strafe an. Finde ich so


    Ist wohl eine Frage der Kommunikation. Wenn man während der Aktion sagt: "Setz dich auf die Bank", dann hat Onkitor auf jeden Fall recht. Das ist eine Strafe.
    Sagt man aber: "Wenn dir die Übung keinen Spaß macht, dann darfst du dich auf die Bank setzen und nacher wieder mitmachen", dann ist das keine Strafe, sondern eine Wahlmöglichkeit für den Spieler.

    Aber man sollte erst einmal kurz klären, worüber wir eigentlich reden. Das, was bisher unter "Respekt" angesprochen wurde ist die "Entscheidungs-" und "Weisungskompetenz". Formal (was ist vorgeschrieben?) gesehen liegt die im Normalfall immer beim Trainer. Faktisch gesehen (wie handeln die Akteure?) kann sie durchaus bei einem Spieler liegen, der eigentlich das Sagen hat. Und der Vollständigkeit halber: subjektiv (wer hat der Wahrnehmung nach das Sagen?).

    Respekt ist dann das Anerkennen und Akzeptieren (durch Spieler, Eltern, Funktionäre, usw.), dass die Entscheidungs- und Weisungskompetenz beim Trainer liegt. Das kann auf verschieden Art geschehen. Zum Beispiel kann ein Trainer sehr erfahren sein und daher akzeptiert sein oder der Trainer hat Erfolge gefeiert. Ihr merkt wahrscheinlich, dass beide Beispiele auf das Akzeptieren abzielen und im Grunde von den Spielern ausgehen.

    Im Gegensatz dazu wäre der unglaublich strenge Trainer, der sofort alles bestraft, zu sehen. Die Spieler gehorchen ihm aus Angst vor der Strafe. Respekt (wie ich ihn oben definiert habe) ist das nicht, weil etwas fehlt. Die Entscheidungs- und Weisungskompetenz wird zwar "anerkannt (aus Zwang anerkannt), aber nicht "akzeptiert".

    Es bleibt also festzuhalten, dass Anerkennung erzwungen werden kann, Akzeptanz jedoch nicht, weil die im Kopf des Spieler stattfindet. Damit kann auch "Respekt" nicht erzwungen werden. Das heißt jedoch nicht, dass strenge Trainer keinen Respekt erhalten können, das wäre ja Unsinn. Der Respekt kommt aber nicht aus der "Strenge", sondern aus der Erkenntnis der Spieler, dass der Trainer sie - durch den Zwang zu bestimmten Übungen - besser gemacht hat.

    Akzeptanz kann aus der Anerkennung der E.- und W.- Kompetenz entstehen, muss aber nicht.

    Jetzt aber endlich zum eigentlichen Problem:
    Erkenne die Ziele der Spieler (bei der E-Jugend im Normalfall "Spaß"), befriedige diese und erfülle gleichzeitig deine (die Spieler besser machen). Probleme zwischen Spieler und Trainer resultieren meist daraus, dass eine Übung nicht die Ziele beider unter einen Hut bringt (oder bringen kann).

    Zu fliederina:
    Ich finde deinen Vorschlag eigentlich total interessant, aber für den TE könnte das Ganze sehr problematisch werden, weil er auf diese Weise ja einen Teil seiner Entscheidungskompetenz von sich aus abgibt (der Spieler entscheidet frei). Ein Kind könnte das doch schnell falsch einordnen und auf andere Entscheidungen übertragen, oder? Und dann würden die Spieler ja doch weniger auf den Trainer hören?

    Zum TE: Wenn du die Spieler dazu bringst deine Übungen mitzumachen, weil sie erkannt haben, dass diese ihre Ziele erfüllen werden (also, dass sie Spaß haben werden), wenn sie mitmachen, dann hast du gewonnen und sie werden dich respektieren.

    Tut mir leid, wenn ich mich irgendwo verhaspelt habe^^.

    Viele Grüße

    Du haust hier irgendwelche total hirnrissigen Tipps raus, ohne auf etwaige Risiken hinzuweisen...
    Er ist 13 und es besteht die Chance, dass sich das ganze mit Ende des Wachstums erledigt. Hilft ihm wenig, wenn er bis dahin so kaputt ist, dass er den Handballsport an den Nagel hängen kann.

    Die Frage ist immer, ob ein Auswahltrainer das erkennen kann. Wenn er es aber sieht und den Spieler drauf anspricht, kann der ihm immer noch alles erzählen.

    Die Wichtigkeit von der Sichtung kann man ohne das Umfeld zu kennen wohl schlecht einschätzen.

    Aber wenn du selbst sagst, dass das im März ist, dann hast du von jetzt an gesehen noch ein bisschen Spielraum. In welchen Bereichen gibts denn Nachholbedarf?

    Hey benn2,

    frag doch mal deinen Trainer welche Übungen er dir empfehlen würde. Er sollte etwaige Defizite erkennen und einschätzen und dir entsprechend zielgerichtete Übungen empfehlen können.
    Antworten, die wir dir geben, können nur sehr allgemein sein, weil wir dich einfach nie gesehen haben ;-).

    Viele Grüße

    Ok :) Mal alles zusammengefasst und in eine Form gebracht. Alles war ein bisschen wirr.

    Zitat 1 und Zitat 2 kombiniert ergeben die richtige Antwort:

    Grundsätzlich ist Dehnen vor einem Spiel nicht leistungsfördernd. Eher das Gegenteil, da die Muskelspannung reduziert und damit die Kontraktionsgeschwindigkeit gesenkt wird. Wenn man sich aber unbedingt dehnen will (aus welchen Gründen auch immer - evtl. Tradition ... -.-), dann nicht länger als 3-5 Sekunden, da die oben genannten Effekte dann (logischerweise) nicht so sehr auftreten.
    --> Vor dem Spiel _nicht_ dehnen

    Gedehnt wird nach dem Spiel. Gründe dafür sind nach Prof. Dr. Klaus Baum (handballtraining 12/09, Im Focus Teil 1 - Dehnen): Gespeicherte Energie kann von einem regelmäßig gedehnten Muskel besser in Bewegungsenergie umgewandelt werden, Große Gelenkamplituden sind gleichbedeutend mit einem größeren Bewegungsrepertoire und die Annahme, dass - obwohl noch keinerlei belegbaren Befunde vorliegen - Verletzungen durch Dehnen vermieden werden können.

    Grüße

    Hab die gleichen Informationen wie Troya, möchte aber noch zwei Sachen anmerken:

    1) Kräftigungsübungen vor dem Spiel (um Spannung aufzubauen) sollte man auch nicht übertreiben ;-). Denke da an den Herrenspieler, der vor dem Spiel erstma 30-40 Liegestütze pumpt... wenig sinnvoll.

    2) Wenn man sich schon dehnt, dann nur für kurze Zeit (3-5 Sekunden) <-- vor dem Spiel!

    Edit für Rio: Dezemberausgabe ganz hinten

    Schau mal in die neue Handballtraining, in den Artikel von "Peter Feddern - Coaching hat immer Saison". Da wird auch auf sowas eingegangen.

    Man kann mit einer Überbewertung derartiger Spiele auch sehr schnell das Gegenteil vom Gewünschten erreichen. Die Spieler kriegen Angst (weil die Gegner übertrieben stark gemacht werden), haben zu viel Druck (weil die Derbystimmung übertrieben wird) oder sind übermotiviert. Generell hast du in deiner Mannschaft ganz unterschiedliche Motivationstypen und man kann nicht alle mit einer Botschaft erreichen.

    Stellen wir uns mal vor, dass eine Spielerin Angst vor dem Match hat. Sie macht sich z.B. Sorgen, ob ihre Leistung ausreichend ist und wärmt sich daher in der von dir oben genannten Art auf. Jetzt kommst du auf sie zu und redest davon wie geil ein Derby ist: Viele Zuschauer, Kampf, Einsatz, gute Gegner, es geht um total viel und usw. . Danach macht die sich doch erst recht in die Hose.

    lG

    Hey Max88,

    Die üblicherweise variierenden Sachen sind: Bewegungsart (einbeinig, beidbeinig), Bewegungsrichtung (vorwärts, rückwärts, seitlich), Kontakte/Feld (1,2,3..), Schrittfolgen (2 Felder vor, 1 Feld zurück, 2 Felder vor usw.). Dabei nicht vergessen, dass man auch mal aus der Leiter raustreten kann (z.B. 2 Felder vor, nach links aus der Leiter raus, ein Feld zurück, wieder rein und 2 nach vorn, dann nach rechs raus und eins zurück, usw...).

    Alle Sachen lassen sich fast beliebig miteinander kombinieren. Dann kommen weitere Aufgaben dazu:

    - Drehungen zwischen den Feldern
    - Bälle (z.B. auf Kommando zu einem von zwei Anspielern passen)
    - Rechenaufgaben lösen
    - mit jedem Schritt +2 rechnen
    - eine Geschichte erzählen (Was war heut in der Schule nervig?)

    Und alle mögliche mehr. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt :D

    Ich glaube auch, dass wir nich allzu weit voneinander sind ;) . Ich rede ja auch nicht von unnützen oder wie du sagst "planlosen" 1-1 Situationen. Man sollte aber nie vernachlässigen, wie einfach ma durch eine "gute" 1-1 Situationen in eine Überzahlsituation kommt.

    Ich stimme dir zu, wenn ein Spieler mehrfach sinnlos versucht durchzukommen, obwohl er es jedesmal nich schafft. Das wäre ja total sinnlos. Kiel z.B. hat es sich lange Zeit sehr einfach gemacht. Raumverlagerung nach rechts um Raum für Jicha auf links zu kriegen, der dann mit viel Tempo den Wurf oder das 1-1/2-2 mit Kreis sucht. Auch viele andere Topmannschaften spielen stark über 1-1 Aktionen.

    Am Ende hängt es eh von den verfügbaren Spielern ab. 1-1 starke Rückraumspieler sollten es auch immer wieder versuchen. Das gleiche gilt für mich aber für Außenspieler.
    Nehmen wir mal ein Beispiel. Außenspieler zieht 5 Angriffe eine einfache Stufe an. Warum sollte er nicht aus dieser Bewegung beim nächsten mal nach außen abbrechen dürfen? Zeugt doch von Spielintelligenz. Dem Gegner ein Bild vermitteln und dieses dann nutzen.

    Wahrscheinlich läufts auf eine Mischung aus beidem raus = )

    "Man sollte auch bedenken, dass der moderne Außenspieler keine 1vs1 Aktionen setzt. Er ist eigentlich nur für den finalen Pass da."

    Nur weil im Moment der außen oft genug total vernachlässigt wird, heißt das noch lange nicht, dass das gut ist...
    Deine Argumentation ist auch komisch. Dann dürfte ein Rückraumspieler ja auch nie 1-1 gehen, weil der Abwehrspieler das auch verteidigen kann, oder?