Aus meiner Sicht sollte man eine Landung in paralleler Grundstellung bevorzugen, weil so eine anschließende Bewegung in beide Richtungen möglich ist.
Beiträge von orange
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Sind die nicht von Verband zu Verband unterschiedlich ?
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Mal davon abgesehen, dass LA normalerweise nicht nach innen durchbrechen können sollte, wenn AR richtig quer steht.
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Grundsätzlich wirst du damit, in dem Alter, wohl leben müssen...
Allgemeine Vorschläge, die ich hätte:
Die offensive Spielweise natürlich nutzen um Bälle abzufangen. Pässe immer bedrohen. Wenn ein Ball z.B. beim körperlich starken RL landet, zwar sehr offensiv bedrohen, aber NICHT offensiv in's 1-1 gehen, sondern absinken, sodass der Angreifer tippen muss, wenn er vorbei kommen möchte. Als Abwehrspieler Tempo aufnehmen, abdrängen und versuchen den Ball rauszuspielen.
Keine 3-2-1 spielen. Auch wenn die 3-2-1 mit Libero bei verlorenen 1-1 immer reparieren kann, kannst du dich darauf bei körperlicher Unterlegenheit nicht verlassen. Vor allem kommt es immer wieder dazu, dass Angreifer den Ball im Laufen annehmen können, weil der Abwehrspieler zu langsam vorrückt (vorrücken kann). Außerdem sind die Passwege zum Kreisläufer kürzer (und damit einfacher) als bei offensiver 3-3.
Keine unbedrängten Pässe zulassen. Ich sehe immer wieder, auch in hohen Klassen, dass Abwehrspieler relativ passiv vor dem Angreifer stehen, wenn dieser keine Anstalten macht durchzubrechen oder in seiner Vorwärtsbewegung gestoppt wurde. Die Passivität ermöglicht aber häufig irgendwelche "geniale" Pässe an den Kreis o.Ä.! Deswegen konsequent immer bekämpfen.
Im Angriff wirst du wohl auf zuallererst auf deinen Gegenstoß setzen müssen. Sonst sehr, sehr viel Bewegung ohne Ball. Große Spieler verlassen sich in dem Alter häufig auf ihre Stärke. Du musst deinen Jungs sagen, dass sie auf keinen Fall frontal auf den Gegenspieler zulaufen dürfen, sondern immer neben ihn. Außerdem den richtigen Abstand zum Abwehrspieler beachten. Und bei jeder Gelegenheit mit allem was man hat in die Lücken zwischen den Spielern. Wenn ihr kleiner seid, haben eure Gegner dabei immer das 2-Minuten-Risiko wegen Hand/Arm im Gesicht.
Außerdem kannst du ja auf den Schiri hoffen ;-). Direkt davor mit ihm sprechen, dass er doch bitte auf die offensive Abwehr achten soll etc.
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Zum Thema Visualisieren:
Training -> Taktikboard + Stift + Magnete -> SpielfeldFoto vom Taktikboard -> E-Mail
Manchmal ist das Einfache auch das Bessere.
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Ich glaube es ist gemeint, dass der Spieler nach dem Nullschritt einen Kreuzschritt mit dem linken Fuß ausführt. Ich hatte es wie talentschmiede verstanden, bzw. dachte, dass du den Anlauf nach rechts zum Nullschritt hin meinst.
Es müsste aber noch die dritte Variante geben: Nullschritt - Kreuzschritt mit dem linken Fuß - rechts - Absprung mit links. Tippen wenn dann nach dem Kreuzschritt auf der rechten Körperseite (weg vom Abwehrspieler).
Ich könnte mir vorstellen, dass das gut funktioniert, wenn man durch seitliches Anlaufen (nach links) den Abwehrspieler aus der Grundposition holt.
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Bleib doch mal locker...
Wenn du mit dem rechten Fuß nach links vorne (aber vor allem links!) überkreuzt, dann ist das ein Kreuzschritt...
Der Abwehrspieler mit wird mit der Bewegung überwunden, weil er sich in einer Bewegung nach rechts (aus Sicht des Angreifers) befindet und nicht schnell genug in die Gegenbewegung kommt. Der Bewegungsvorteil entsteht also mit dem Kreuzschritt. Oft kompensieren kräftige Spieler dabei technische Mängel mit Kraft. Da hast du ja völlig recht. Aber das ist ja wohl ein allgemeines Problem des "Überziehers" und hat wenig mit dem Kreuzschritt zu tun.
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Hallo zusammen

Man muss jetzt mal zwei Dinge differenzieren:
1) Der Angreifer läuft gerade auf den Abwehrspieler zu, nimmt den Ball im Nullschritt an und möchte vorbeikommen. Er muss dann, wie z.B. Talentschmiede schon angemerkt hat, erst einen Bewegungsvorteil gewinnen. Dazu macht er z.B. den Haken nach rechts um den Abwehrspieler zu locken. Natürlich ist schwierig nach einem Schritt nach rechts den Kreuzschritt zu machen (rechts-rechts-links)...!
2) Der Angreifer läuft seitlich neben den Abwehrspieler an (links oder rechts). Das bewirkt automatisch einen Bewegungsvorteil, weil der Abwehrspieler eine seitliche Ausgleichsbewegung machen muss. Tut er das nicht bietet sich die Chance zum direkten Durchbruch. Tut er es jedoch, kann der Angriffsspieler die Seitwärtsbewegung zu seinem Vorteil nutzen und mit Richtungs- + Tempowechsel zur Gegenseite abbrechen. Es ist also auch nicht so, dass der seitliche Anlauf den Angreifer auf eine Durchbruchsrichtung festlegt.
Das muss unterschieden werden, weil der Kreuzschritt nur bei zweitem einen wirklichen Sinn macht. Also jetzt die Vorteile des Kreuzschrittes (nicht unbedingt beim Überzieher) aus einem Anlauf rechts seitlich neben den Abwehrspieler, der sich dann in einer Ausgleichsbewegung zu dieser Seite befindet:
1. Es ist leichter den rechten Fuß + rechten Arm nach vorne (links) zu führen. Macht man es richtig ist der Gegenspieler nach einem Schritt seitlich neben dem Angreifer.
2. Die rechte Schulter kommt automatisch mit nach vorne. Das bewirkt eine bessere Ballsicherung, besonders dann, wenn der Ball in der linken Hand gehalten wird. Ohne Kreuzschritt bewirkt die frontale Körperhaltung, dass der Ball tendenziell eher in Reichweite des Abwehrspielers ist.
3. Man braucht nur zwei Schritte (Kreuzschritt + links) und ein Absprung mit links ist möglich. Was nicht heißen soll, dass Spieler nicht auch mit rechts springen können sollen ;-). Aber es wird wohl niemand abstreiten, dass einAbsprung mit links für den Rechtshänder grundsätzlich angenehmer ist.Nachteile habt ihr ja schon erwähnt. Vor allem die Gefahr des Stürmerfouls, wenn die Spieler zu sehr in eine Vorwärtsbewegung kommen.
Insofern muss man sagen, dass das was talentschmiede sagt in der Hinsicht stimmt, dass der Überzieher eine Art ist den Ball zu führen. Der Bewegungsvorteil muss zuvor entstehen. Was nicht stimmt ist die Aussage der Überzieher wäre in diesem Fall reine Kraftmaierei um doch noch den Zweikampf zu gewinnen.
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Natürlich kannst du in der gleichen Einheit noch Joggen. Bevor du los joggst machst du eine ausreichende Pause und das Joggingtempo setzt du niedrig an und sorgst auch dafür, dass es eingehalten wird.
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Richtig. Die Abgrenzung Schnellkraft - Schnelligkeit ist sicher etwas diffus. Zeigt sich auch in der Literatur...
Bei Schnelligkeit geht es sicher um ganze Bewegungsabläufe (zyklisch/azyklisch), da stimme ich dir zu. Als weiteres Merkmal sehe ich aber, den Grad an Kraft, der eingesetzt werden muss. Schnelligkeit bedeutet möglichst schnelle Bewegungen, für die vergleichsweise wenig Kraft benötigt wird. Ich weiß aber auch, dass man hier fragen könnte, was denn bitte "wenig Widerstand" sein soll...
Zur Reaktionszeit: Was man nicht trainieren kann, ist die Geschwindigkeit der Signale durch die Nervenbahnen. Was man aber schon verbessern kann ist die Reaktionsgeschwindigkeit in Hinblick auf bestimmte Situationen. Wahrnehmen-Entscheiden-Handeln, womit wir aber schon Richtung Aktionsschnelligkeit kommen...
Schnellkraft ist für mich die Geschwindigkeit mit der ein Spieler einen bestimmten Widerstand einmal überwinden kann. Schnellkraft ist aus meiner Sicht deshalb auch, wenn ein Spieler beim Bankdrücken 100kg in einer Sekunde drückt.
Vielleicht kann man ja sagen:
Schnelligkeit ist die Zeit, die man für eine Bewegung an sich, "ohne äußere Einflüsse", benötigt (Kraft spielt untergeordnete Rolle)
Schnellkraft ist ein Verhältnis von Kraft / Zeit. Also die Kraft, die ein Spieler in einer bestimmten Zeit aufbringen kann.Kommen wir uns da näher ;-)?
an speziB: Nach einer Trainingseinheit sind die Spieler wahrscheinlich schon vor-ermüdet. Außerdem kommen beim Tempogegenstoß Faktoren wie "umsehen", "Ball fangen", "orientieren" und "werden" dazu. Das ist dann schon handballspezifische Ausdauer. Passt aber trotzdem. Du musst ja auch in der 49ten Minute noch einen Gegenstoß laufen können.
Um Schnelligkeit zu trainieren kannst du aber auch Lauf-ABC oder Tappings o.Ä. machen. Muss nicht immer der reine Sprint sein.
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Würde mich interessieren, was du zur Schnelligkeitspassage denkst. Also wenn du noch Zeit findest, dann schreib doch bitte noch etwas dazu.
Danke für die Erklärung. Kann ich nachvollziehen, wobei man hier wohl auch wieder die verschiedenen Schwimmarten und die Dauer beachten muss.
Zum Rest stimme ich dir zu. Wenn man nicht die Zeiträume zur Verfügung hat um das Ganze isoliert zu trainieren, dann muss man sich für den effizientesten Weg entscheiden. Natürlich bieten sich dann handballspezifischere Belastungsformen an. Statt allgemeiner GLA also spezifische GLA und darauf aufbauend spezielle Ausdauer.
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Wie läufst du denn konkret an? Auf den Gegner zu?
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Zu den Begrifflichkeiten:
- Schnelligkeit hat zwei Aspekte: 1) Reaktionsgeschwindigkeit auf ein Signal und 2) zyklische/azyklische Bewegungen bei geringem Widerstand mit höchstmöglicher Geschwindigkeit auszuführen. Beispiel: Sprint
- Schnellkraft bedeutet eine möglichst große Kraft pro Zeit auf einen Widerstand auszuüben. Beispiel: Maximal hoher Sprung
Um das noch einmal zu verdeutlichen: Bei Schnelligkeit geht es um eine möglichst schnelle Bewegungsausführung und bei der Schnellkraft um eine möglichst hohe Kraft.- Handballspezifische Ausdauer ist die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber typischen Belastungen des Handballspiels. Zum Beispiel kurze Sprints mit Richtungswechseln, immer wieder Kontakt mit Gegenspielern, etc.
Zum Training der Schnelligkeit:- Berg-auf-Sprints nur bis ~6-8% Steigung. Je größer die Steigung, desto mehr trainiert man im Kraftbereich.
- Berg-ab-Sprints bringen aufgrund physiologischer und neuronaler Anpassungen auch etwas. Aber auch hier nur 6-8% Gefälle. Sonst fallen deine Spieler mehr als zu laufen.
Generell gilt: Reines Schnelligkeitstraining immer mit vollständiger Pause! Wenn du bei deinen Spielern Ermüdungserscheinungen (z.B. langsamere Sprintschnelligkeit) beobachtest und weiter machst, dann gehst du schon in den Bereich der Schnelligkeitsausdauer. Außerdem zwischen den einzelnen Schnelligkeitseinheiten 2-3 Tage Pause machen.Also um ganz konkret zu werden: Um Schnelligkeit zu trainieren machst du
- Antritte und Kurzsprints bis ca. 7 Sekunden Belastung
- Koordinative Übungen (Lauf-ABC), die die Bewegungsausführung und Bodenkontaktzeit verbessern
- Läufe mit erleichterten Bedingungen: Bergabsprints oder Sprints mit Rückenwind oder ähnliches
und außerdem Reaktionstraining:- Einfache Signale wie Pfiff oder fallendes Leibchen.
- Komplexere Signale wie ein Pass, der abgefangen werden muss
Damit zeigt sich aber auch, dass du mit dem von dir angesprochenen "Joggen + Kurze Sprints" normalerweise keine Schnelligkeit trainierst. Das geht je nach Ausführung eher in den Bereich Sprintausdauer, spezifische Ausdauer oder Schnelligkeitsausdauer. Das "Joggen und der letzte überholt die anderen" ist im Endeffekt ein Intervalllauf und trainiert damit, wieder je nach Ausführung, die anaerobe oder aerobe spezifische Ausdauer, bzw. die Umstellung zwischen den Energiebereitstellungsarten.Auch die Schnellkraft trainierst du in möglichst ermüdungsfreiem Zustand. Die Bewegungen sollen explosiv ausgeführt werden können. Geht das nicht mehr, kommst du in den Bereich der Kraftausdauer. Beispiele könnten Sprungkraft- oder Wurfkrafttraining sein.
Daraus ergibt sich eigentlich automatisch, dass du Schnelligkeit und Schnellkraft entweder nach der Erwärmung am Anfang des Trainings oder isoliert trainieren musst.
Handballspezifische Ausdauer kannst du im ganzen Training immer wieder machen.
Ehrliche Frage: Warum kein Schwimmen / Fahrrad fahren? Ich verstehe nicht, warum das keine "echten" Ausdauersportarten sein sollen.
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Um den Vergleich weiterzuspinnen
: Auch Professoren kennen sich in den seltensten Fällen in allen Teilbereichen der Mathematik aus. Ich meine damit ja nur: Selbst wenn die 3-2-1 (wie auch die Manndeckung, die 1-5 oder die 6-0) Teil der RTK sind und als "Ausbildungsformationen" genutzt werden, bedeutet dies nicht, dass Spieler damit jederzeit umgehen können.Ich kann deine Argumentation nachvollziehen, wenn du sagst, dass die Nationalmannschaft auf eine Art und Weise abgekoppelt von der RTK agiert, aber die RTK bezieht sich auch auf die Jugend und schreibt ab der A-Jugend in keiner Weise eine Abwehr vor. Beim Länderpokal soll demnächst eine Halbzeit 6-0 und eine Halbzeit 3-2-1 gefordert werden, falls ich das nicht falsch verstanden habe. Widerspricht das der RTK? Ja!
Aber: Was hat das bitte mit dem Spiel zu tun? Die Kernfrage, die ich deinen Ausführungen entnehme, ist: "Warum kommt die Nationalmannschaft mit der 3-2-1 eines Handballzwerges nicht klar, eigentlich müssten die das doch gelernt haben?" Beziehungsweise: "Warum scheint das schon öfter der Fall gewesen zu sein (war es ;)?"
Die Antwort: Sie können damit umgehen. Ich denke, dass jeder Spieler der Nationalmannschaft in zahlreichen Spielen im Verein bewiesen hat, dass er mit einer offensiven Deckungsvariante umgehen kann. Die Frage ist doch: Warum bringen sie ihr eigentliches Können nicht auf das Feld? Ich werfe da mal als Theorien "das starre Spielsystem", "fehlendes Rollenverständnis auf dem Feld", "Arroganz gegenüber dem vermeintlichen Handballzwerg" und "Angst" in den Raum, ohne da direkt eine Wertung vornehmen zu wollen.
Ich weigere mich zu glauben, dass die Unfähigkeit gegen offensive Deckungsformationen aus einem Mangel an fachlicher (Handball-)Kompetenz bei den deutschen Spielern erwächst und möchte darauf hinweisen, dass es auch andere Gründe für diese Schwierigkeiten geben kann

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Zitat
Kann ja überhaupt nicht sein, dass die Nationalmannschaft desjenigen Sportfachverbandes Schwierigkeiten mit der Deckung hat, die derselbe Verband seit rund 25 Jahren (oder länger) mit guten Argumenten und nicht immer guten Methoden bundesweit als Ausbildungsdeckung Nr. 1 zu verbreiten und durchzusetzen versucht. Ist doch denknotwendig ausgeschlossen.
Schüler beschäftigen sich auch über Jahre mit der Mathematik und dennoch versteht sie kaum einer richtig

Mal davon abgesehen ist jedem klar, dass gestern wiederum große Probleme aufgetreten sind. Diese notwendigerweise in der Abwehrformation der Gegner zu suchen, halte ich für falsch. Wenn die Spieler auf Normal-Niveau agiert hätten und ihnen dann von der Abwehr der Zahn gezogen worden wäre, würde ich dir zustimmen. Aber so? Das Problem dieser Mannschaft liegt nicht in der Stärke des Gegners.
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Also erstmal scheint mir das extrem offensiv. Ihr seid schon 3 große Schritte vom 9m weg? Also etwa bei 12 Meter. Und dann nochmal 3-4 Schritte zum Gegner. Also 14-15m. Da eröffnen sich natürlich riesige Tiefenräume.
Aber mal davon abgesehen geht es gar nicht, dass ein Abwehrspieler auf den Gegenspieler zulaufen muss, wenn dieser den Ball schon hat oder sich bereits in einer Vorwärtsbewegung befindet. Es ist praktisch unmöglich dann noch adäquat zu verteidigen.
Wenn ihr etwas flacher steht, wirst du merken, dass die Gegner schon nachrücken. Der Abstand Spieler - Gegner wird sich nicht großartig verändern, aber die Räume hinter der offensiven Reihe werden etwas kleiner.
Deine Spieler in der 1-5 sollten 1) schon das Anspiel bedrohen, indem sie schön quer stehen (breite Armhaltung), 2) den Angriffsspieler nach Möglichkeit schon bei der Annahme stören und 3) agieren, statt zu reagieren.
Wenn man deine Texte
"wenn jetzt RL den Ball gerade bekommt, kommt erst dann mein Abwehrspieler raus und sucht den Körperkontakt, " liest, dann ist das das Gegenteil von aktiver und antizipativer Abwehr.Greetz
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Die Frage ist doch auch: Warum sind deine Spieler noch hinten, wenn der Gegenspieler schon den Ball hat? Soll nicht ab Ballkontakt Druck ausgeübt werden?
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Naja, im Endeffekt kannst du im Spiel in zwei Situationen kommen:
(1) Dein Halbspieler, sagen wir mal der RL macht Druck (z.B. wenn ihr eine Stufe spielt oder wenn er schon 1-1 geht), sodass dein direkter Gegenspieler aushelfen muss.
Dann ist die Lösung für dich klar: Durchbruch/Wurf, wenn der nächste Abwehrspieler nicht zu dir hilft und Weiterspielen in die Parallele, wenn er hilft.(2) Dein Abwehrspieler muss nicht helfen. Dann kannst du in eine "echte" 1-1 Situation kommen, die du dann wie oben beschrieben angehen kannst.
Auf dem Spielfeld, unter Druck, mit Zuschauern, usw. ist das natürlich nicht so einfach. Aber immer daran denken: Handball ist für den Einzelnen gar nicht so komplex ;). Es hilft dir eventuell dir immer wieder vorzustellen "was passiert, wenn ich das und das tue". Das kannst du zum Beispiel nach dem Spiel tun oder im Training vor dem 1-1. Mit der Zeit wirst du ein besseres Gefühl bekommen.
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Ich bin damit einverstanden, das als Hilfe anzusehen ;-). Zum Beispiel bei der Einführung in der D-Jugend, weil die Kids körperlich nicht so weit sein können. Das habe ich ja auch geschrieben (fehlen körperlicher oder koordinativer Fähigkeiten).
So wie du das beschreibst, müssten die Spieler nach dem 1-1 mit Durchbruch ZUR Wurfhandseite auch tippen. Da verbrauchen sie auch alle drei Schritte (Nullschritt-links-rechts-links). Sagst du ihnen da auch, dass sie tippen sollen? Wenn ja - warum? Wo findet man auf Leistungsniveau Spieler, die ohne Not nach dem 1-1 tippen?
Mal ganz theoretisch:
RM (Rechtshänder) spielt 1-1 gegen offensive Abwehr-Formation 3-2-1 mit Libero. Er bricht gegen die Wurfhandseite durch. Welche Situationen können entstehen?
(1) HR hilft nicht -> Wurf. Wenn der RM noch tippt, kann der HR den Ball noch rausspielen. Gleiches gilt für VM, der eine zweite Chance erhält. Und zu guter Letzt wird dem HM Zeit geschenkt um den Retter in der Not zu spielen...
(2) HR hilft -> Pass zu RL. Jedes Tippen würde dem HR ermöglichen den Pass durch ein Festmachen zu verhindern.Ich finde nur einen einzigen Grund, warum der RM tippen könnte: Ihm fehlen die körperlichen Voraussetzungen um ordentlich Abzuspringen oder ihm fehlen die koordinativen Voraussetzungen um die Finte so auszuführen, dass er richtig abspringen kann. Beides kann man beheben.
Das es immer situationsabhängige Unterschiede gibt, kann ich nicht bestreiten. Aber du kannst deinen Spielern doch nicht sagen, dass sie tippen "sollen"... Ein Tipp-Gebot sozusagen...! Das ist doch Unsinn. Das ist das bewusste Verteilen von Geschenken an die Abwehr...
Einverstanden wäre ich mit: Sie dürfen tippen, wenn die Situation das erfordert ;). Und zur Schulung natürlich auch, weil es dann einfacher ist.
@ Marago: Ich verstehe deine Frage nicht
Was meinst du mit "blitzschnell in's 1-1 wechseln"?