Beiträge von orange

    Das ist ja genau das was ich meine :-).

    Wenn deine Spieler gut genug sind um das zu lösen, dann braucht man keine Auslösehandlungen.

    Auslösehandlungen beschränken die Komplexität und vereinfachen die Entscheidungsfindung. Die EntscheidungsFÄHIGKEIT wird dadurch aber sicher nicht eingeschränkt. Nur die Zahl der EntscheidungsALTERNATIVEN.

    Es gibt eigentlich zwei Perspektiven:

    1) Auslösehandlungen um die Schwächen der Gegner zu nutzen. Zum Beispiel breit angelegte, mit viel Raumgewinn gespiele Kreuzbewegungen gegen defensive Abwehrformationen in Zusammenspiel mit dem Kreis um Probleme beim Verschieben hervorzurufen. Oder um bestimmte Gegenspieler in 1-1 Situationen mit viel Raum zu zwingen, etc. etc.!

    2) Auslösehandlungen um eigene Schwächen zu kompensieren (2 Komponenten):
    1. Komponente Zum Beispiel, wenn bestimmte Rückraumspieler einen bestimmten Anlauf benötigen um hochprozentig zu treffen (Kompensation technischer Mängel).
    2. Komponente: Um den Spielern eine bessere Entscheidungsgrundlage zu bieten.
    Die Entscheidungen für die Angriffsspieler werden umso schwieriger, je größer die Verhaltensunsicherheit der eigenen Spieler und der Gegenspieler ist. Mit Auslösehandlungen wird die Verhaltensunsicherheit der eigenen Spieler reduziert, weil man in der Regel weiß wohin sie laufen. Außerdem kann das Verhalten der gegnerischen Spieler auf bestimmte Muster zurückgeführt werden. In der zweiten Perspektive sind Auslösehandlungen also eigentlich nur ein Versuch die Komplexität des Handballspiels auf bestimmte Schlüsselmomente herunterzubrechen und für den einzelnen Spieler beherrschbarer zu machen.

    Am Ende dienen Auslösehandlungen dazu dem eigenen Spieler einen Vorteil zu verschaffen. Ab einem bestimmten Niveau kommt es in den seltensten Fällen dazu, dass allein durch "Laufwege" großartige Lücken entstehen. Dafür sind die Abwehrspieler zu gut geschult. Irgendwo muss ein 1-1 (oder 2-2) gewonnen werden. Die Auslösehandlung hilft mir nur dazu die Chancen der eigenen Spieler zu erhöhen dieses 1-1 oder 2-2 erfolgreich zu bewältigen indem ich ihre Schwächen kompensiere oder gegnerische nutze.

    Zum Thema "Sind Auslösehandlungen notwendig?":
    Das kommt auf die Spieler an. Je besser, desto weniger brauche ich Auslösehandlungen.

    Edit: (Und zwar "je besser" im Vergleich zur gegnerischen Mannschaft  ;) )

    Wenn deine rechte Seite stärker ist als die linke, dann drückst du mit der rechten automatisch einen größeren Teil des Gewichts. Langfristig verstärkst du damit das Problem...

    Das meint Talentschmiede.

    Ich kann's nicht lassen...

    Du redest von muskulären Dysbalancen und Proportionalität Beuger. Talentschmiede von körperlichen Defiziten, die z.b. auch in der falschen Körperhaltung, falschem Sitzen, zu wenig Bewegung o.Ä. begründet liegen können.


    Und noch als Zusatz...:
    Wenn nach einigen Monaten Dysbalancen beim Krafttraining entstehen, dann sollte man sich über seinen Plan Gedanken machen.

    Hey padi,

    das ist eine super Idee!

    Kannst du ihn mal fragen, ob er ein Material für Trainings etc. aus seiner Football-Zeit auf dem PC hat?

    Ich interessiere mich sehr dafür wie in anderen Sportarten trainiert wird - gerade bei Football - und wäre wirklich froh, wenn man da an Material rankommen könnte!

    Du kannst dich ja einfach per PM bei mir melden.

    LG

    talentschmiede: Sorry, das habe ich überlesen! Ist ja doch relativ viel Text hier :-). Aber aus meiner Sicht sind wir doch eigentlich einer Meinung, oder? ;)

    Ich hab auch auf die Eingeschränktheit der Studie hingewiesen ;-). Sie prüft sicherlich nur die Sinnhaftigkeit zusätzlichen Trainings von CMJs neben dem Krafttraining und belegt diese am Ende auch nur für Sportstudenten. Dennoch zeigt sie eine Tendenz.

    Und zumindest ich habe auch nicht gesagt, dass du was gegen die Kniebeuge hast ;-). Ich sage ja selbst, dass padi sich da Unterstützung holen soll.

    1) Warum?

    2) Es geht um den Vergleich Beinpresse-Kniebeuge, den Vergleich verschieden hoher Gewichte im Training und dem Vergleich von isolierter Kraftübung und Kraftübung + Umsetzübung. Du hast padi vorgeschlagen mit 5er Wdh. und (nach Technikschulung) hohem Gewicht zu arbeiten. Die Studie stützt das. Talentschmiede hat v.a. Sprünge vorgeschlagen. Die Studie zeigt, dass eine Kombination aus beidem das beste Mittel darstellt...! Deshalb habe ich das so gesagt.

    3) Das Sprinten ist keine "Zusatzbelastung", weil es ausgeruht durchgeführt wird. Außerdem musst du mir erklären wie padi die Sprinttechnik üben soll, wenn er gar nicht sprinten darf.

    4) Das ist zu kurz gegriffen.

    Padi:

    Beuger hat recht, wenn er sagt, dass du bei Kniebeugen Rumpfkraft muttrainierst. Das ist ja nicht umsonst eine der besten Übungen, die man machen kann. Ich hoffe aber sehr, dass weder bei Beuger, noch bei dir, der Rumpf den limitierenden Faktor der Kniebeuge darstellt. Dann hätte ich nämlich große Sorgen um euren Rücken...!

    Eine andere gute Übung hast du bereits erwähnt (Unterarmstütz). Wichtig dabei:

    • Dein Hintern und deine Bauch sind während der ganzen Übung unter Spannung. Das bedeutet nicht, dass du Anspannen musst wie verrückt, aber stell dir vor, dass deine kleine Schwester dir in den Bauch hauen könnte und du das abwehren musst ;-).
    • Die Ellenbogen sind untern den Schultern.
    • Ich weiß nicht wie gut du in dem Bereich schon bist. Steigere dich auf jeden Fall durch das Abheben von einem Fuß. Wichtig hierbei: Das Bein bewegt sich und nicht die Hüfte!
    • Steigere dann weiter indem du statt einem Fuß einen Arm abhebst. Wichtig hierbei: Der Arm bewegt sich und nicht die Schulterachse. Deine Hüfte bleibt durch Anspannen von Bauch und Hintern am gleichen Ort wie zuvor.
    • Heb im Anschluss den diagonalen Fuß und Arm an. Achte auf die gleichen Dinge wie zuvor.
    • Die nächste Schwierigkeitsstufe wäre dann deine Füße oder Arme auf eine wackelige Unterlage (zum Beispiel einen Pezziball) zu stellen und die Übungen wieder durchzuführen.


    Es gibt aber wirklich unzählige Übungen in dem Bereich. Zum Beispiel auch mit TRX-Bändern. Am Besten sprichst du da wirklich jemanden an, der dir die Übungen nicht nur sagen, sondern auch zeigen kann. Versuch dabei immer statische (Halte-)Übungen und dynamische Übungen zu kombinieren. Unterarmstütz sind z.B. statisch.

    LG

    Zitat

    Ein Wurf ist eine Maximalkraftbelastung

    :rolleyes:


    Ich kopiere hier mal eben den Abstract einer Studie von Wirth, Bob, Müller & Schmidtbleicher aus der Leistungssport 1/2011. Thema: Vergleich unterschiedlicher Belastungsintensitäten zur Steigerung der Schnellkraft.

    "Ziel dieser über zwei Jahre andauernden Untersuchung war eine differenzierte Be- urteilung unterschiedlicher trainingsme- thodischer Vorgehensweisen, die alle darauf abzielen, die Schnellkraft zu stei- gern. Neben der Erfassung unterschiedli- cher Maximalkraftparameter wurde die Leistungsfähigkeit im Bereich der Schnell- kraft der Beinstreckerkette über die Übung Countermovement Jump (CMJ) abgeschätzt.
    Es wurden eine Kontrollgruppe und neun Trainingsgruppen gebildet. Eine Gruppe trainierte hierbei zweimal pro Woche nur die Sprungform CMJ ohne ein begleiten- des Krafttraining, um die Effekte des allei- nigen Übens der Sprungform einschät- zen zu können. Zwei Gruppen führten zweimal pro Woche ein Krafttraining mit hohen Lasten (> 80% 1RM; 1RM = Einer- Wiederholungs-Maximum) an der Bein- presse durch, von denen eine zusätzlich zum Krafttraining weitere zweimal pro Woche den CMJ übte und somit auf vier

    Trainingseinheiten pro Woche kam. Die restlichen sechs Gruppen führten im Trai- ning die Übung Kniebeuge durch. Je- weils zwei Gruppen trainierten hierbei mit 30%, 60% oder mehr als 80% des 1RM. Jeweils eine der beiden Gruppen mit gleicher Belastungsintensität führte zudem, ebenso wie eine der Gruppen, die an der Beinpresse trainierten, zusätz- lich zum Krafttraining das Training des CMJ durch. An der Untersuchung nah- men insgesamt 196 Probanden teil, bei denen es sich zum größten Teil um Sport- studenten bzw. -studentinnen handelte. Nach Abschluss der achtwöchigen Trai- ningsperiode kam es in allen Gruppen, die ein Krafttraining mit der Übung Bein- presse oder Kniebeuge durchgeführt hatten, zu einer signifikanten Verbesse- rung (p < 0,001) des 1RM in der jeweili- gen Trainingsübung. Die Leistungen im CMJ stiegen in sieben der neun Trai- ningsgruppen signifikant an (p < 0,05- 0,001). Nur die Gruppen, die entweder

    nur an der Beinpresse trainiert hatten oder die Kniebeuge mit 30% des 1RM durchgeführt hatten (jeweils ohne be- gleitendes Sprungprogramm), konnten ihre Leistungen im CMJ nicht signifikant steigern.

    Paarweise Gruppenvergleiche machten deutlich, dass a) die Kniebeuge im Ver- gleich zur Beinpresse die effektivere Krafttrainingsübung darstellt, zumindest wenn das erklärte Trainingsziel eine Leis- tungssteigerung im CMJ ist, b) das Trai- ning mit hohen Belastungsintensitäten ei- nem Training mit niedrigeren Intensitäten und höherer Bewegungsgeschwindigkeit überlegen ist und c) das gleichzeitige Training der Zielbewegung den Transfer erworbener Kraftfähigkeiten fördert."


    Das stützt eigentlich Euch beide, weil die Kernaussage ist, dass eine Kombination aus Krafttraining und dem Umsetzen der "Kraft in die Zielbewegung" am Effektivsten ist. Wobei man natürlich die Beschränktheit der Studie auf die spezielle Fragestellung CMJ beachten muss.


    Für den TE (padi):
    Zum Thema Sprinten:

    • Such dir jemanden, der dir eine korrekte Sprinttechnik vermittelt. Zum Beispiel ein Leichtathlet. Such dir außerdem jemanden der dir bei multidirektionalen Bewegungen weiterhelfen kann. Footballspieler/-trainer sind da super Ansprechpartner.

    • Arbeite an deiner Bodenkontaktzeit (z.B. mit einer Agility-Ladder) und an der neuronalen Ansteuerung (Bergabläufe mit max. 5-6% Gefälle / Läufe mit Zugunterstützung)

    • Arbeite an deine Rumpfstabilität: Warum(?) - Im Handball musst du ständig abstoppen, die Richtung ändern und wieder antreten. Wenn man SpielerInnen genau beobachtet, dann sieht man häufig, dass die Bein den Körper zwar abstoppen, der Rumpf aber nicht genug mitarbeitet um einen schnellen Richtungswechsel zu ermöglichen. Das äußert sich z.B. darin, dass der Spieler mit den Armen weit vom Körper entfernt "wedelt" um das Gleichgewicht halten zu können. Der stabile Rumpf ist Voraussetzung für die Schnelligkeit, die du beim Handball brauchst.

    • Halte dich an kurze Sprintdistanzen. 5-8 Meter. Maximal 20 Meter.

    • Trainiere Sprintschnelligkeit immer voll erwärmt mit vollständiger Pause

      Zum Thema Sprungkraft:

      • Beginne mit den Vorschlägen von Talentschmiede. Spring so hoch wie möglich bei vollständiger Pause und voll erwärmt. Optimal dazu: Box Jumps. Also Sprünge auf einen Kasten oder eine Box. Wähle die Höhe so, dass du gerade nach oben kommst.
      • Achte dabei auf eine explosive Streckung in der Hüfte (wird oft vernachlässigt). Pass auf, dass dein Rumpf fest ist, wenn du das tust. Wieder gilt, dass der Rumpf stark genug sein muss.
      • Mach nicht nur beidbeinige, sondern auch einbeinige Sprünge.
      • Eigne dir gleichzeitig mit Hilfe eines Trainers die einschlägigen Gewichtheberübungen an (Reißen, Stoßen, Kniebeuge, etc.). Nimm dir dafür unbedingt genug Zeit und lass dich unbedingt von jemandem der sich auskennt unterstützen! Vorteil der klassischen Gewichtheberübungen: Die Explosivität wird geschult.
      • Steigere erst, wenn du die Technik beherrscht die Gewichte.
      • Fang dann an die Gewichtheberübungen mit den Übungen zum Umsetzen zu kombinieren.


      Liebe Grüße


    Edit: Arrgh... Maximalkraft ist per definitionem schlicht und einfach nicht Schnellkraft...! Was stimmt ist, dass die Steigerung der Maximalkraft meist mit der Steigerung der Schnellkraft einhergeht. (Nur für dich die Quelle: Gütlich & Krüger 2013, Sport - Das Lehrbuch für das Sportstudium)

    Zitat

    Und bitte wende dich nicht an deinen Trainer, besonders, wenn du nicht im Leistungssport spielst (wovon ich mal ausgehe). Der macht dir nur noch mehr kaputt.

    Du hast gerade erfolgreich (wahrscheinlich mehr als) 95% aller Trainer in Deutschland beleidigt. Herzlichen Glückwunsch!

    Was ist, wenn der Trainer über den du gerade gesprochen hast selbst ausgebildeter Fitnesstrainer ist oder einschlägige Erfahrungen in dem Bereich hat?

    Nach deiner eigenen Aussage würde es sogar schon helfen, wenn der Trainer sich über Bücher das notwendige Wissen angelesen hätte...! Ich denke, dass es sogar relativ viele Trainer gibt, die das erfüllen könnten ;-).

    Zu deinem Zitat:
    Ich verstehe die Idee, die dahinter steht. Mir fehlt aber der wissenschaftliche Beleg. Es wird auf eine Studie für 8-12 Wdh. verwiesen (Es wird sogar gesagt, dass Hypertrophie mit höherem Volumen leichter besser erreicht werden kann). Ich finde in dem Text keine Studie, die den Erfolg mit 5er Wdh. belegt. Vielleicht ist das nicht mit in das Zitat gerutscht.

    Könntest du da nicht nur per PM dem TE antworten, sondern auch uns das entsprechende Material zur Verfügung stellen? Ich finde das Thema sehr interessant.

    Gegen offensive Abwehrformationen ist es - je nach Spielweise - häufig schwierig, wenn Auslösehandlungen vom RM ausgehen sollen, weil dieser unter Umständen am aktivsten verteidigt wird.

    Nach meiner Wahrnehmung liegt die Schwierigkeit aber oftmals eher in der Technik der einzelnen Spieler, die unter größerem Entscheidungs- und Handlungsdruck deutlich mehr Fehler machen. Macht ihr im Training denn viel Entscheidungstraining?

    Liebe Grüße

    Meinst du RM oder deine Innenblock-Abwehrspieler mit HM (nur zum Verständnis)?

    Mal provokant gefragt: Warum dann nicht gleich 3-2-1 mit Libero spielen, wo ich verlorene 1-1-Situationen noch ausgleichen kann und trotzdem Druck auf den Rückraum ausübe?

    Ich wollte eigentlich keinen Kleinkrieg anzetteln...

    Ich habe auch nie gesagt, dass die 4-2 eine schlechte Deckungsformation wäre, sondern nur, dass sie für mich bisher nie wirklich relevant war und ich gerne wissen würde, welche Gründe aus der Sicht anderer Trainer für eine 4-2 sprechen.

    Beziehungsweise welche Anwendungsfelder es gibt. Speziell die Meinung von zocker12 würde mich interessieren.

    Intuitiv und unberechenbar kann ich auch in anderen Deckungsformationen spielen...
    Überraschungseffekte kann ich auch mit anderen Deckungsformationen erzeugen...

    Einen Vorteil den ich sehe ist: Die meisten Mannschaften werden selten gegen 4-2-Formationen spielen und deshalb zumindest zeitweise Probleme haben.

    Aber sonst?

    Ergänzung: Ich denke, dass kritisches Nachfragen in diesem Fall auch zur Beantwortung der Frage des TE führen könnte. Wenn die Stärken und Vorteile der 4-2 klarer sind, kann man auch die konkreten Anwendungsfälle, Voraussetzung bezüglich Spieler, Situation und Spielweise besser benennen... Ich verstehe nicht, warum eine Diskussion oder andere Meinung hier immer direkt als Angriff verstanden wird, statt als Möglichkeit das Thema aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

    Ich will jetzt keine Grundsatzdiskussion anzetteln, aber warum findest du die 4-2 Abwehr als "mit die effektivste" Deckung?

    Das Gefühl habe ich nämlich nicht und ich sehe sie auch praktisch nie in Bundesliga und Co.

    Mir fällt dazu eine Spielform ein:

    Der Angriff spielt immer in Überzahl, der Ball darf nur nach hinten oder zur Seite gespielt werden und um einen Punkt zu erzielen muss er hinter einer Linie abgelegt werden. Durch das "nach hinten" spielen können die Spieler entweder Kreuzen oder Parallel stoßen. Jetzt kannst du den Parallelstoß noch forcieren indem du sagst, dass Punkte doppelt zählen,wenn mindestens 1 (2,3) Pässe in "Parallelstoßform" gespielt wurden. Man kann sich das ein bisschen wie Rugby vorstellen ;-). Durch die Überzahl erreichst du, dass ein gut gespielter Parallelstoß auch zum Erfolg führt.

    Außerdem könntest du in eine komplexe Passübung gehen und diese langsam erweitern, z.B. durch eine Entscheidungssituation Abschluss/Weiterspielen.

    Grundübungen/-spiele hast du ja schon sagst du.

    Gib uns mal noch ein paar Informationen ;-):
    Geschlecht, Alter, Leistungsstand, verfügbare Zeit, Leistungsklasse, Gewicht, etc.

    Und was meinst du mit:

    Zitat

    Ist aber ja keine Beschleunigung im Wurf oder?

    Ich glaube, ich weiß schon was du meintest.

    Mein Gedanke war die Stärke des Gegners in eine Schwäche umzuwandeln, indem man ihm gerade diese Bewegung anbietet und dann ausnutzt, dass man weiß was passiert.

    Mir fallen noch einige weitere Dinge ein, die eventuell auf das Problem angewendet werden können. Die Frage ist, ob alle im C-Jugendalter anwendbar sind. Außerdem bringt jede Möglichkeit wieder neue Nachteile mit sich...:
    1. Offensiver Außenspieler, der den Pass zu RR angreift oder sogar herausfängt. Rest der Abwehr agiert dann entsprechend.
    2. 3-2-1 mit Libero und HM der genau diese Bewegung antizipiert und verteidigt .
    3. Kronenvariante mit sehr offensivem HL, der den RR dazu zwingt den Ball im Stand anzunehmen.
    4. 3-2-1 mit extrem offensivem VM, der einen möglichst ungenauen Pass auf RR erzwingt.
    5. Im Extremfall könnte ich mir sogar vorstellen, dass AL in relativ offensiver Position wartet (gerade so, dass kein Pass auf RA kommt) und dann gegen RR verteidigt und HL bis auf AL durchläuft. Die Spieler wechseln dann kontinuierlich die Positionen.
    6. VM bietet RM extrem den Weg gegen die Hand (nach links) an und versucht auf diese Weise das Spiel auf die rechte Abwehrseite zu lenken. Im 1-1 wird der RM dann auch eher den Durchbruch nach links suchen. Der HL wird dadurch einigermaßen von seiner Hilfsfunktion erlöst und kann den RR besser verteidigen.

    Warum nicht für diesen Fall den Abwehrspieler "Falsch-Herum" stehen lassen und den Weg nach Außen auch noch anbieten?
    Der Abwehrspieler hat dann die Aufgabe den Rechtshänder möglichst nach außen abzudrängen und so zu einem schwierigen Wurf zu zwingen. Könnte ich mir gut im Zusammenhang mit Deinem TW-Spiel vorstellen.



    Ein Umlaufen auf die "taktisch richtige" Seite halte ich auch für schwierig, vor allem, weil ein intelligenter RR daraus ebenso einen Bewegungsvorteil erhalten kann, indem er im richtigen Moment nach innen abbricht.


    Insofern mein Vorschlag: Weg nach außen anbieten, dann aber konsequent abdrängen und zu einem möglichst schwierigen Wurf zwingen.