Beiträge von LagoTrainer

    Ich habe da mal eine ganz einfache Frage:
    Die Rahmentrainingskonzeption des DHB geht immer davon aus, dass gegen die 1:5-Abwehr (die ja vorgeschrieben ist) ein 3:3-Angriff aufgestellt und gespielt werden muss.
    Kann bzw. darf ich denn einen 6:0-Angriff oder einen 4:2-Angriff spielen ?
    Ich könnte ja mal keinen Kreisläufer aufbieten oder gleich zwei ? Was macht dann der Schiedsrichter ?
    ?(

    Ich glaube, es gibt im wesentlichen 2 Kriterien, nach denen Du Dich richten kannst.
    Einmal bist Du in der D-Jugend Co-Trainerin, da kommt es drauf an, wie gut Du Dich mit der Mit-Trainerin verstehst, wie die Arbeitsteilung im Training und beim Spiel sein wird und ob Du glaubst, dass Dich diese Tätigkeit weiter bringt. In der D-Jugend wird schon mehr handballspezifisches Wissen für ein spezielles Alter gefordert...
    Zweitens aber hast Du Dich bei den Maxis bereits eingelebt, weisst schon, was verlangt wird und was die Kids brauchen. Wenn das Dir Spass gemacht hat, warum wechseln ?
    Ansonsten hast Du mit der Bemerkung "Sinnlos" schon etwas geäussert, dass Du vielleicht doch lieber in der D-Jugend sein willst. Wäge alles nochmals ab und dann entscheide Dich nach Deinem Gefühl. Es wird schon klappen...
    -- Viel Glück und viel Spass mit den Kindern.
    :hi: :)

    Liebe Sabrina, toll Dein Engagement und dass Du Dich so reinknien willst. Um Dir Tipps geben zu können, wäre es ziemlich cool, Näheres über Dich zu erfahren - z.B. wie lange spielst Du schon Handball ? - wie alt bist Du ? - Warst Du schon auf einem Lehrgang ? - Wer wäre Deine Mit-Trainerin ? Und so weiter.... Ein Umfrage bringt da gar nix, weil jeder ohne Infos ziemlich aus der Luft gegriffene Ratschläge geben muss. Sorry - lass doch was von Dir hören bitte.
    :cool: :hi:

    Lieber Balljäger, wenn ich das recht sehe, steht der Begriff in einem Artikel von Klaus Feldmann ht 2/2014 S. 11. Der Autor dürfte Dir wohl bekannt sein.
    Zitat:" "Prellmove von RL/RR zurück in die Lücke 1/2..."
    Wenn ich das richtig verstanden habe, handelt es sich wohl um ein einfaches Dribbling...
    Aber Prell move hört sich ja viel moderner an. - Wers unbedingt möchte, bitte.

    Entschuldige Roadster, Deine Analyse ist in mancher Hinsicht richtig. Aber da war noch ein sensationeller gegnerischer Torwart, der wirklich sensationell hielt. Folchert war nicht viel schlechter, aber der andere war eben noch ne Stufe besser. Und am Schluss hat wirklich die Kraft und der Wille gefehlt, gegen diesen Torwart einen Wurf loszulassen. Das war bei Kronau-Östringen ganz anders. Da kamen in den letzten 10 Minuten noch gewaltige Granaten auf und geradewegs ins Konstanzer Tor.
    Das Konstanzer Team zeigte sich als das, was es eigentlich ist: Mittelmässig. Und andere Teams haben eben manchmal auch einen Supertorwart. Da fehlt - leider - insgesamt noch viel. Aber beim Trainer Eblen wird es nie ein Spielzug für den Aussen geben und so weiter. Lets go - Seehasen.....

    Na ja, es gibt immer mal wieder so diese spezielle Situation, Rechtshänder(in) auf RR.
    1. Es wäre im Spiel (oder vielleicht schon im Training...) möglich, dass der HL defensiv bleibt, sich auf das Blocken beschränkt und versucht, einigermassen die lange Ecke zuzumachen. Dann müsste der RR auch von 8 Metern stark im Sprungwurf sein, um erfolgreich abzuschliessen. Und ob er dann noch einen Aufsetzer hinbekommt ???
    2. Wenn möglich, kann man auch versuchen (probieren geht über studieren..), das zu machen, was ORANGE unter viertens vorschlägt, nämlich den Aussen ziemlich offensiv stehen zu lassen und den Pass auf RR zu bedrohen, während HL ein bisschen offensiver rausgeht und den direkten Sichtkontakt (und Passweg) zum Rechtsaussen (von HM aus) verhindert. Ziemlich spekulativ, das Ganze, aber vielleicht mal 2 - 3 mal verwirrend genug für den Angriff....
    3. Die Standardantwort wäre schon - wie ORANGE auch schreibt - den RR möglichst weit nach aussen abzudrängen. Nur wird dieser das schon gewohnt sein und an Schulter/Arm kommst Du nicht ran, also nagelt er Dir die Aufsetzer trotzdem rein. Daher gibt es nur eine Lösung: Der HL muss weiter rüberrücken, was in der Mitte Probleme schaffen wird. Aber irgendwas muss abgewogen werden: Ist der RR wirklich so gefährlich oder ist der Kreisläufer auch super gefährlich - welcher scheint das kleinere Übel zu sein ?
    -- :hi:

    Zum Rahmen: die Schänzlehalle war mit 1700 Zuschauern gerammelt voll, die Thekenmannschaften hatten alle Hände voll zu tun und auch die VIP-Halle war gut gefüllt. Also ein voller Erfolg.
    ---- Zum Sportlichen: Die AJugend männlich vergeigte kurz vor Schluss noch eine Führung und musste per Siebenmeter noch den 30:30-Ausgleich gegen Schutterwald hinnehmen.
    --- Von den Damen des SV Allensbach war in letzter Zeit nur Schreckliches zu hören: Ausfälle noch und nöcher, die 2. Mannschaft aufgelöst, keine Verstärkungen in Sicht und dann wird Top-Torschützin Lukoseviciute auch noch schwanger.
    Wie würde die Mannschaft in der fremden Halle in Konstanz aufspielen ? Erstaunlicherweise wurde locker aufgelaufen und locker gespielt. Anfangs überraschte man die Neckarsulmer mit einigen Schlagwürfen aus dem Rückraum, dann stabilisierte sich die Führung bei 3 Toren. Neckarsulm war auf vielen Positionen besser besetzt und zeigte Klasse, aber komischerweise brachte die Mannschaft sich immer wieder selber aus dem Konzept. Unüberlegte Würfe, Fehlpässe, Missverständnisse, immer wieder konnte Allensbach vorlegen, bestrafte die Fehler mit Tempogegenstössen und versuchte ansonsten mit variablem Angriffsspiel Chancen geduldig herauszuspielen. Dabei hatte auch die Allensbacher Torfrau keinen guten Tag erwischt, aber das war letzten Endes nicht entscheidend. Entscheidend war, dass eine Spielerin, nämlich Steffi Hotz, immer wieder mal die Keule auspackte und die wichtigen Tore einlochte. Ich glaube, es waren am Ende 12 Kisten. Dazu kamen solide Leistungen von einigen Mitspielerinnen (Jänisch, Rothmund, Kovacova) und das reichte am Schluss. Dieser Sieg wird den Allensbacherinnen gut tun, aber das Team braucht dringend noch Verstärkung. Noch ein Wörtchen zu den Schiedsrichterinnen (Maike und Tanja Schilha): Anscheinend sollen sie bereits international pfeifen, was dazu führte, dass sie in dieser Spielklasse etwas zu wenig pfiffen und etwas zuviel laufen liessen. Die Mannschaften brauchten eine Weile, sich darauf einzustellen, wobei die SVA-Hühner sich dabei etwas cleverer anstellten. Ansonsten eine tadellose Leistung.
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    Nun zum Spiel HSG Konstanz gegen TSV Friedberg.
    Das waren immer harte Begegnungen gewesen und so war es auch heute. Die Friedberger hatten einen guten Torwart (von Petersdorf) mitgebracht und der hielt erst mal 2 Siebenmeter und sonst noch einiges. Zack, waren die Konstanzer im Rückstand und mussten bei 3 bis 4 Toren hinterher hecheln. Auffallend war, dass Yannik Schatz keinen guten Tag erwischt hatte, zahlreiche Fehlpässe und Fehlwürfe aufwies und trotzdem alleiniger Spielgestalter im Angriff sein musste. Die Wende kam durch die Schiedsrichter. Bei einem erweiterten Tempogegenstoss lies Manuel Moreno den Yannik Schatz über das ausgestreckte Bein stolpern, was normalerweise mit einer Zeitstrafe üppig abgegolten worden wäre. Zur Überraschung aller kam aber die rote Karte zum Vorschein. Nun witterte Konstanz Morgenluft, musste aber mit Rückstand in die Pause. Erst danach wurde beim 13:13 erstmals der Ausgleich geschafft, wonach Friedberg wieder vorlegte. Wieder wurde mit 17:17 der Anschluss wieder hergestellt und sogar in Führung gegangen. Aber das hielt nicht lange. Immerhin hatte jetzt wenigstens Schatz den Goalie ausgeguckt und verwandelte die vielen Siebenmeter sicher. Friedberg blieb dran und kam wieder zum Ausgleich durch 2 verrückte Würfe, worauf Patrick Glatt sich entnervt auswechseln liess. Und dann stach Joker Maximilian Folchert im Tor. Ob 7 m, frei vom Kreis oder Tempogegenstoss, erstmal vereitelte er todsichere Chancen der Friedberger, so dass Konstanz einen 2-Tore-Vorsprung herauswerfen konnte. Dabei blieb es (26:24) und die Konstanzer inklusive tobender Halle waren überglücklich über den knappen Sieg.----
    Noch ein Wort zu den Schiedsrichtern: Die Friedberger - vor allem Routinier Andreas Dittiger - produzierten einige Situationen, welche die Schiris zu eifrigen Strafen aufforderten und die machten dann mit. Zahlreiche andere Situationen wurden sehr speziell abgestraft oder eben nicht. Höhepunkt war ein Prellfehler (geprellt, Ball aufgenommen, gedreht, nochmals geprellt...) von Miroslav Ilic mitten in der Halle, welcher nicht erkannt wurde. Auch die Marotte, nach einem Tor oder Siebenmeter noch nachträglich Strafen zu verhängen (einmal gegen den Torschützen...), vernebelten das Spielgeschehen. Das Publikum wunderte sich zu oft über diese Spezialitäten. Die Trainer hatten bald resigniert.
    --- Bilanzierend möchte ich sagen, dass ich mich über die Konstanzer gewundert habe. Keine Würfe aus dem Rückraum (Riedel war Ausfall), keine Knaller von Matze Faisst, Bruderhofer nicht eingesetzt. Über die zuverlässigen Aussen ging wenig bis sehr wenig, aber das wissen wir ja schon. Also wurde über den Kreis gespielt und das aber sehr gekonnt. Groh erreichte auch noch die dümmsten Anspiele und lochte immer wieder ein. Und da gab es auch noch einen Paul Kaletsch, der als Rechtshänder auf halbrechts spielen musste. Es war stümperhaft, wie hilflos Friedberg auf diesen Umstand reagierte, Paul ging immer wieder mit voller Geschwindigkeit durch die Lücke und lochte immer wieder ein, denn seine Gegenspieler standen falsch. Zum Glück für Konstanz. Wie die HSG-Truppe mit so einem Konzept im vorderen Drittel der Tabelle landen konnte und sich dort hält, ist mir schleierhaft. Aber offenbar reichen die Stützen der Mannschaft aus, genügend Spiele zu gewinnen. Es sei ihnen gegönnt. Denn die Jungen einzubauen kostet Zeit und Gelegenheit, das wird noch dauern.
    -- Okay, das wars, Superball war schön, sollte man mal wieder machen !

    Etwas unbefriedigend, wenn ich übergeben muss bei der Sperre. In der 6:0-Abwehr ist das dann kein Problem, wenn alle weit hinten am Torraum stehen, maximal 2 Schritte nach vorne gehen - und dann auch nur 2 Schritte wieder nach hinten machen müssen und eventuelle Anspiele abfangen können.
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    Trotzdem unbefriedigend, das Übergeben. Das bedeutet ja, dass die Sperre geklappt hat. ALSO:
    Die Sperre muss VORHER verhindert werden. Deswegen brüllt ja einer immer: SPERRE ! Und dann wird der weiter vorne Stehende ja hoffentlich darauf reagieren, indem er sich nach vorne oder seitwärts bewegt und dadurch das Stellen der Sperre verunmöglicht, weil der Sperrende an den falschen Platz läuft.
    Die klassische Lehre (die keiner offiziell vertreten hat natürlich) war, dass der Abwehrspieler, welcher den Sperrer gedeckt hat, mit rausgegangen ist und ihn (kräftig, kräftig) nach vorne geschoben hat, möglichst noch auf den anlaufenden Mitspieler drauf. Wenn der Sperrer also VOR oder SEITLICH neben den vorne stehenden Abwehrspieler geschoben wurde, dann kann natürlich sehr gut übergeben werden.
    Hat ja auch zu den sehr schönen Szenen geführt, dass der Sperrer total schräg gegen den Rausschieber drückte, um das Rausschieben zu verhindern. Zumindest könntest Du bei sehr unerfahrenen Spielern gute (!) Effekte erzielen !
    ....na ja, hoffentlich hast Du es trotzdem geschafft...

    Also: Bei dem gezeigten Video ist bei fast allen gezeigten Täuschungen nach rechts (die einzige nach links endet mit Absprung vom falschen Bein) klar, dass der Spieler nach rechts will. Das bedeutet, er setzt auf Schnelligkeit und nicht auf Täuschung. Wenn er das dynamisch macht und der Verteidiger pennt oder mal etwas falsch steht, wird er durchkommen.
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    Nun aber zur Ausbildung im D / C-Bereich. Prinzipiell muss da koordinativ erst das Einspringen in den Nullschritt (Landen auf beiden Füssen gleichzeitig) als Bewegungselement gelernt werden. Also: Nicht nur einen Reifen (wie im Video) hinlegen, sondern zwei. Und dann nochmal usw.
    ----- Als nächstes Element solltest Du überlegen, was als Täuschung gemacht werden soll. Also nicht auf Schnelligkeit setzen, sondern tricksen. Klassisch wird dabei das Neigen des Oberkörpers bzw. der Schulter nach einer Seite verlangt. Das bekommt nicht jeder hin. Manche Spieler/innen machen lieber Bewegungen mit dem gefassten Ball bzw. dem Arm.
    ----------- Wie die Fussstellung beim Nullschritt ist, ob parallel oder in V-Form, ist ziemlich egal, weil manche auch X-Füsse haben und Kniestellungen nach aussen. Wenn der Spieler/in einspringt, leicht die Knie beugt und die Füsse ca. 60 bis 80 cm auseinander hat, dann sieht man individuell ziemlich verschiedene Stellungen. Parallel ist okay, aber im Spiel landest Du auch nicht immer lehrbuchmässig, also auch V-Form zulassen.
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    Noch was: Die Körpertäuschung aus dem Nullschritt ist so ziemlich das Schwierigste im Handball, also muss man sie immer wieder wiederholen. Manche Spieler kernen es nie, manche bevorzugen auch die Täuschung aus dem Kreuzschritt (siehe Kolodziej) oder setzen nicht beide Füsse gleichzeitig auf, sondern ändern die Richtung wie bei der Lauftäuschung mit einem Fuss.
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    Was immer wieder beobachtet werden kann: Viele Spieler suchen sich EINE Täuschung aus (weil sie mal erfolgreich war) und wenden die dann automatisiert im Spiel an. Es kostet unheimlich viel Mühe und Aufwand, MEHRERE Täuschungen in die Herrschaften reinzubekommen. Also nicht verzagen, sondern .... viel trainieren.
    -- Hoffe, Dir etwas geholfen zu haben.

    Nach einigem Nachsinnen ist mir aufgefallen, dass da ja noch kein 30-seitiges Regelwerk für die persönliche Zeitstrafe geschaffen wurde. Nehmen wir mal folgenden Fall an:
    --Die D-Jugendmannschaft reist mit 8 Spielern an (kann ja sein). Dann bekommt der erste Spieler eine persönliche Zeitstrafe, dann -innerhalb dieser 2 Minuten - der zweite Spieler eine persönliche Zeitstrafe. Jetzt sitzt aber nur noch der vorhin bestrafte Spieler draussen. Darf der jetzt wieder rein oder was ???
    ?( ?( ?(
    --Es steht zu hoffen, dass da auch in Zukunft mit Augenmass und mit Fairplay agiert wird und dass ja keiner auf die Idee kommt, hier bürokratisch das neue, perfekte Regelwerk für die persönliche Zeitstrafe zu entwerfen.
    HOFFEN WIR ES !
    :wall: :wall: :wall:

    Für dieses Alter ist unbedingt zu empfehlen, eine Cotrainerin zu "organisieren". Da wird noch viel geweint und dauernd tut was weh oder "ich muss mit meiner Freundin dringend auf die Toilette" und solche Sachen. Und gekreischt wird, dass sich die Balken biegen...
    Also die Unterschiede liegen eher im sozialen Bereich. Ansonsten in der E-Jugend Prellen, Parteiball, Passen wie bei den Jungs auch. Im Wesentlichen.... Viel Glück !! :hi: :D :cool:

    Prinzipiell ist es ja so, dass irgendwann jeder mal ins Tor will in diesem Alter. Und wenn mal der Torwart in einem Spiel gut gehalten hat und dann der Trainer ihn gelobt hat, will auf einmal auch der Star der Mannschaft ins Tor....
    -- Wenn nun aber ein Idealist mit 3 Spielern Torwarttraining machen will, warum nicht ?? Ich stelle mir das auch so vor, dass 2 Spieler aufs Tor werfen und dabei noch etwas lernen. Und wenn es eher in den Bereich Koordination und Athletik und so geht - nur zu !!
    -- Ich muss aber sagen, ich habe schon Eltern erlebt, die ihren Sohnemann persönlich trainiert haben, doch das war meistens kontraproduktiv, weil völlig überzogene Forderungen an das Kind gestellt wurden. Warum hältst Du den Ball nicht ? Den musst Du doch halten... So darf es nicht laufen.
    --Solange aus dem Torwarttraining kein Muss entsteht, dass diejenigen dann aber auch immer ins Tor "müssen", auch wenn sie auf einmal lieber wieder ins Feld wollen, solange würde ich das tolerieren.
    ---- Ach noch ne Nachfrage: "Wir bauen jetzt ein halbstündiges Torwarttraining ein" = was soll das heissen ? Gehen da die Torhüter in die Ecke oder in die andere Hallenhälfte ?? Oder wird dann Wurftraining in der Mannschaft gemacht ? Letzteres würde ich auf jeden Fall vorziehen.

    Mal wieder was Schlimmeres:
    Ich kam damals gerade aus dem Sportlerausgang der Halle mit meiner Sporttasche heraus. Da fährt (breiter Geh- und Radweg an der Halle) langsam eine Mutter auf ihrem Fahrrad vorbei, weshalb ich stehen bleibe. 3 -4 m hinter ihr folgt der etwa 2-jährige Filius auf seinem Laufrad. Genau dann fliegt die Hallentür auf, ein Spieler der C-Jugend rennt heraus, verfolgt von einem weiteren Jugendlichen. Während Ersterer noch vor dem Laufrad auf den Parkplatz rennt, streift der Zweite das Laufrad ein wenig. Der Zweijährige kommt ins Trudeln, stürzt und ist am Brüllen. Derweil hat der zweite C-Jugendliche den anderen eingeholt, ihm einen Faustschlag mit den Worten ("Das ist die Rache für ... "irgendwas) versetzt und rennt wieder in die Halle zurück. Ich strecke den Arm aus, fange ihn vor der Tür ab und sage zu ihm: "Helf dem Kind da, Du hast es umgerannt!" Reaktion: "Das war ich nicht !" Darauf ich: "Doch, geh hin und hilf ihm!" und stosse ihn in Richtung Unfallort. Die Mutter konnte nicht ohne weiteres absteigen, da sie ein weiteres Kleinkind im Kindersitz auf dem Fahrrad hatte. Er besinnt sich, dreht um, geht hin, hilft dem Kind wieder auf, die Lage beruhigt sich, Mutter und Kind fahren weiter.
    Zwei Tage später überreicht der Vereinsvorsitzende mir einen Brief, in dem die Mutter (Sozialpädagogin) mich beschuldigt, ich hätte ihren Sohn (von der C-Jugend, mit der ich sonst nichts zu tun hatte) vor der Halle ohne Anlass geschlagen und sie fordert den Vorsitzenden auf, mich schnellstens aus dem Verein zu entfernen.
    Frage: Wie ging es wohl weiter ?

    Kann mal was aus der Schweiz beitragen:
    Hier wird in der Qualifikationsrunde der D-Jugend mit persönlichen Zeitstrafen operiert. In der Meisterschaftsrunde gibt es dann "normale" Zeitstrafen.
    :verbot:
    Da dies nur für die Spieler gilt, ist das Reglement gegen die Bank unberührt.
    Aber wer bekommt denn schon auf der Bank 2-Minuten?? Bei der D-Jugend ??
    Ach nee. Nur die ganz Verrückten. Aber das hatten wir schon mal diskutiert.
    :pillepalle:
    In dieser Altersklasse sind gelbe Karten und Zeitstrafen eine grosse Schande und ein grosses
    Unglück, es muss erst geistig verarbeitet werden, dass da die Welt nicht untergeht.
    Hinausstellungen müssen als "normale Strafen" erkannt und anerkannt werden.
    Da sind die persönlichen Zeitstrafen genau richtig.
    :cool:
    PS Das mit den verwirrenden Sonderregelungen kannste ruhig mal Deinen
    Funktionären im HK sagen.....
    :wall:

    Erlebt denn niemand was Aufregendes als Trainer ???
    Nur ich ??
    Zur Abwechslung mal was eher Heiteres.
    Wir fahren (A Jugend mä.) zurm Tabellenführer, ringen ihm auswärts ein Unentschieden ab - und entsprechend gut ist die Stimmung auf der Heimfahrt. Plötzlich - wir fahren gerade an einigen Apfelplantagen am Schwäbischen Meer vorbei - kommt die Parole auf: Ich muss pinkeln - dringend anhalten !
    Okay, nach hundert Meter bietet sich eine seitliche Bucht zum Rausfahren und ich halte an. Das Auto leert sich schlagartig, die Spieler setzen in sehr sportlicher Manier über den Zaun der Apfelplantage, stopfen sich die Taschen mit rotbackigen Äpfeln voll und klettern etwas mühseliger zurück. Zum Abschluss wird der Zaun eingenässt... Plötzlich ein Ruf, im Hintergrund eine Gestalt mit Drohgebärde = blitzschnelles Abfahren ist angesagt. Wochenlang zittern und bangen, ob da nicht ein aufgeregter Landwirt die Autonummer aufgeschrieben hat...
    Ich bekam natürlich auch einige Äpfel "geschenkt" bzw. die restlichen Exemplare blieben grosszügig im Auto zurück. Verhindern konnte ich das Ganze nicht - vielmehr grinsten die Spieler, weil sie mich sozusagen ausgetrickst hatten.
    Moral: Halte nie an einer Apfelplantage.

    Möchte auch mal nen Taekwando-Vater haben...

    Nächste Situation (so tatsächlich passiert):
    Wir machen in der D-Jugend ein Aufwärm-Spielchen, 2 Mannschaften spielen gegeneinander. Mein Linkshänder (jüngerer Jahrgang und körperlich etwas schwächer) wird von einem älteren Spieler manngedeckt und dieser meint, ihn besonders eng decken zu müssen. Ich schaue mir das mal an, dann versuche ich, die Situation zu entschärfen, indem ich ermahne, nicht so engagiert zu spielen. Das geht eine Viertelstunde gut, dann geht das wieder los... Da der Ältere nicht reagiert, sage ich - da ich die Situation als nicht so ernst ansah - zum Linkshänder, er soll mal stehenbleiben und den Rechtshänder ins Leere laufen lassen. Eine Minute später versucht sich der Linkshänder engagiert mehrmals durchzusetzen, wird aber gehalten und immer wieder eingeholt, also praktisch aus dem Spiel genommen. Bevor ich reagieren kann und abpfeife, rennt der Linkshänder mit einigen herausgepressten, nicht sehr liebenswürdigen Bemerkungen aus der Hallentür hinaus. Ich pfeife ab, ich schaue in den Gang, er steht am Wasserhahn und trinkt. Ich rufe: Komm wieder rein! und gehe zurück in die Halle. Nix passiert, er kommt nicht. Ich und einige Spieler schauen jetzt nochmals raus, kein Linkshänder mehr da. Suchaktion erfolglos.
    -- Ich setze auf das Prinzip Hoffnung, da der Spieler normalerweise ein sehr verständiger Typ ist und nicht auffällig war. Tatsächlich erscheint er nach einer DreiViertelStunde (!) wieder, als ob nichts gewesen wäre. Wir besprechen die Sache im Team, nach Trainingsende führe ich nochmals ein VierAugenGespräch, das sehr konstruktiv ist. Folgeprobleme: Keine.
    -- Frage: Wäre es besser gewesen, das Training abzubrechen ? Nach Vorschrift die Eltern anzurufen ? Was hätte mit den anderen Spielern dann geschehen können ?
    -- 2. Frage: Habt Ihr auch schon solche Fälle gehabt ??
    Schreibt doch mal bitte.....

    Ich habe versucht, über die Suchfunktion glücklich zu werden, aber es gibt wohl nicht den einzig richtigen Schlüsselbegriff. Was ich gerne zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch hier reinstellen möchte (und wobei ich darauf hoffe, dass möglichst viele ihre Erfahrungen mit einbringen), ist die Tatsache, dass Du als Trainer/in irgendwann einmal in eine Situation gerätst, die aussergewöhnlich ist. Das sind meistens Sonderfälle, vielleicht so selten, dass sie alle 10 Jahre nur passieren, aber vielleicht doch lehrreich, wie man als Trainer/in sich dann verhalten kann bzw. verhalten sollte.
    Beispiel:
    Ich bin in der D-Jugend mal ins Tor gestanden, weil der Torwart leicht angeschlagen war und eine Pause brauchte. Darauf nagelte mein wurfstärkster Spieler den Ball ins lange Eck, ich bringe die Fussspitze noch hoch, lenke den Ball an die Innenkante des Pfostens (beschleunige ihn dadurch noch) und von da aus knallt mir der Ball genau auf das linke Auge, so richtig voll in die Augenhöhle. Ich sehe erst mal schwarz, dann Sterne, dann geht es wieder so einigermassen. Natürlich Betroffenheit bei den Spielern. Glücklicherweise trainiert in der anderen Spielhälfte die weibliche C-Jugend. Ich gehe zum dortigen Trainer und lass ihn mein Auge anschauen. Er rät, sofort ins Krankenhaus zu gehen. Er würde den Rest des Trainings (20 Min.) auf meine Mannschaft aufpassen. Ich mich auf das Fahrrad geschwungen, ins Spital, dort gab es (abends !) eine Sprechstunde für Augenverletzungen, der Arzt hat mich dann angeschaut.
    Diagnose: Netzhautriss, musste gelasert werden. Auge war 3 Wochen lang irgendwie entzündet, dann legte sich das wieder.
    Überlegung: Ich habe mir später überlegt, was ich gemacht hätte, wenn dies beim zweiten Training (alleine in der Halle ohne weibl. C) passiert wäre. Wahrscheinlich hätte ich a) versucht durchzuhalten bis Trainingsende oder b) hätte versucht, übers Handy Eltern zu mobilisieren, welche in der Nähe wohnen.
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    Na ja, da gibt es mal wieder ein STAR-Problem. Würde konkret Folgendes vorschlagen:
    1. Der Junge muss unbedingt in der U13 und U14 mittrainieren, damit er dort mal SPÜRT, wenn man gegen Stärkere oder Gleichgute antritt. Dann könnt Ihr das mit der Unterforderung bzw. Begabtenförderung damit erledigen.
    2. Da Ihr zu zweit seid, könnte sich jeweils einer von Euch sich besonders auf ihn konzentrieren und immer ein Auge auf ihn haben. Dann die üblichen Sanktionen: Ermahnen, nochmals erklären, dann raussitzen lassen.
    3. Es muss ein Gespräch mit ihm innerhalb der Mannschaft geführt werden, dass sein Verhalten nicht sehr mannschaftsdienlich ist und das Team gewinnt, nicht einer allein.
    4. Wenn Ihr zweierübungen macht, sollte einer der Trainer Partner von ihm machen. Ausserdem könnt ihr bei einer Übungsreihe auch mal daran denken, am Schluss noch eine Schwierigkeitsstufe höher zu gehen, wo er dann besonders gefordert ist und sein Können zeigen kann. Das zieht auch meist noch zwei, drei Andere mit.
    -- Ansonsten sehe ich wie SLN! vieles sehr ähnlich. Ich denke, man muss eine Ausgewogenheit zwischen Training für alle und Training auch für den Einen finden.
    Ich hoffe, Ihr packt es !