Der Blog ist trainermässig uninteressant, weil einfach nur die normale Fun-Handball-Action beschrieben wird. Könnte auch vielleicht unter "Mein Handball-Tagebuch" in der HE laufen. Im übrigen gibt es kein Impressum, die Hauptseite ist schon ellenlang. Was soll ich da ? Ein Blog unter FreundInnen, okay, macht einfach weiter. Grüssle
![]()
Beiträge von LagoTrainer
-
-
Nein, so gehts nicht. Wenn eine Spielerin den Nullschritt derart falsch anwendet, und zwar konsequent dauernd falsch, dann muss ich als Schiri irgendwann aufwachen. Wenn sie den Ball bekommt, einen Schritt macht, dann den Nullschritt, muss sie zwingend dann MIT dem nächsten Schritt prellen. Das macht sie nicht, also SCHRITTE, SCHRITTE, SCHRITTE. Und dem Trainer würde ich auch die Leviten lesen. Ich empfehle Videos von Adolf Frombach (rumänischer Trainer, jetzt DJK Singen) zu studieren, der genau diese Methode/Schrittfolge angewandt hat. Wenn das richtig gelehrt wird, habe ich keine Probleme mit einem EINGESTREUTEN Nullschritt (der für mich als Wechselschritt = 2 Schritte zählt, wenn der Ball nicht beim Einspringen IN den Nullschritt gefangen wird, sondern ein normaler Schritt vorher gemacht wurde). Bitteschön, Diskussion geht weiter...
Video 1: Spielerin macht 2 Schritte, dann Nullschritt, dann wieder Schritte, prellt mit dem 5. Schritt. Video 2: Spielerin hüpft mit einem Bein einen Schritt, prellt sehr spät beim 4. Schritt - sehr unkonventionell, sehr schwierig zu entscheiden. Man kanns durchgehen lassen. Video 3: Spielerin prellt eindeutig beim 5. Schritt. So seh ichs, höhö. -
Ich spreche jetzt mal als Trainer: Wenn jemand in der D-Jugend so nach dem Spiel reagiert, dann muss genau hingeschaut werden. Wichtig ist, dass beide Trainer miteinander reden. Wenn der andere Trainer die Szene gesehen hat, wird er Konsequenzen ziehen müssen. Welche aber ? = für ein Spiel sperren von sich aus, ausgiebige Diskussion im nächsten Training, Reden mit den Eltern und dem Spieler im separaten Gespräch etc.. Ich hatte mal die Situation, dass beim gemeinsamen Gang nach dem Spiel in die Umkleidekabinen ein Spieler von mir von einem Gegenspieler geohrfeigt wurde. Ich hatte alle Hände voll zu tun, den Vater zu beruhigen. Der Schiri hat sich verdrückt (junger Bursche..), die Gegnermannschaft hat ihre Kabine von innen abgeschlossen und hat sich geweigert incl. Trainer, darüber auch nur zu reden. == Ziemlich traurig, solche Vorfälle. Natürlich gab es ein Rückspiel. Was glaubt Ihr, was da los war ? Gegner kam mit einem neuen Trainer, der alte war gegangen worden... Da hat sich alles dann wieder beruhigt und in Friede Freude Lassen-wirs-gut-sein aufgelöst. --- Da würde ich als Schiri sogar beide Trainer plus Spieler "zwingen" per Drohungen, dass die sich sofort zusammensetzen und die Sache klären. Da hat Pädagogik Vorrang vor den Regeln, meine ich.

-
Hallo Linus, das Problem für den Torschiedsrichter ist altbekannt. Polansky (aus Austria) hat da mal eine Winkelberechnung durchgeführt und klar belegt, dass da einiges nicht möglich ist. Das Einzige wäre, als Torschiedsrichter nach hinten zurückzuweichen, um einen grösseren Blickwinkel zu bekommen und Torraumlinie (unten und Wurfarm (oben) noch im Blick zu haben. Nur bist Du dann meistens ausserhalb der Halle. Und am Torpfosten stehen ist lebensgefährlich, wenn einer nen Kracher aussen an den Pfosten setzt. Also doch hochspezialisierte Arbeitsteilung: TorSR guckt unten (Absprung, angreifender Verteidiger im Torraum?) und halbhoch (Verteidiger greift an Oberschenkel oder Körpermitte), FeldSR guckt oben (Wurfarm frei, Ellenbogen gestreichelt vom Verteidiger etc.) - wenn der FeldSR Glück hat und gut steht, dann kann es so "glücken", dann noch kommunizieren per Zeichensprache zwischen den SR und TorSR gibt die richtige Entscheidung bekannt.

-
Okay, per Mail trudelt der Spieltag ein (ich rede jetzt vom deutschsprachigen Ausland...). Aha, drei Spiele zu je 30 Minuten, Turnierform, wie gewohnt. Die Gegner: Oha, zwei sind dieselben wie letztes Mal - merkwürdig, merkwürdig. Zwei Tage später: Eine neue Mail ist da, ein Team hat sich abgemeldet, Trainer hat angeblich zu wenig Spieler (das weiss er schon 9 Tage im Voraus, von der E-Jugend holt er keinen Ersatz...). Okay, jetzt haben wir 4 Spiele, gegen eine Mannschaft gleich zwei Mal. Begründung: Spieleinteiler hat die Lücken einfach "geschlossen". Nun gut. Vier Tage vor dem Spieltag wieder reger Mailverkehr: Als Reaktion auf die Änderungen bittet ein Trainer, zwei Spiele zu tauschen. Er hätte da ein traditionelles Familienessen und könnte da durch die Umstellungen nicht teilnehmen, also Tausch. Na gut, wir sind ja keine Unmenschen, dauert es halt ne Stunde länger. Dann gehts los, am Sonntag morgens um 07:30 h, 08:00 h ist das erste Spiel, wir fahren ab, haben um 8:38 das zweite Spiel, alles stockdunkel, aber in der Halle brennt schon Licht... Kinderhandball, so isses.

-
Also, wenn Du Manndeckung kriegst, dann stellt sich erst mal die Frage, wo Dein manngedeckter Spieler sich aufstellen soll. 3 Möglichkeiten: Kreis, Eckenaussen, Mittellinie. Ich bevorzuge Mittellinie, dann gibt es mehr Platz und bei evtl. Tempogegenstössen kann er noch dazwischenlaufen. Spiel doch mal im Training 4 gegen 4, da gibt es grosse Räume, der Kreis soll sperren bzw. quer stehen und der Aussen einlaufen und das ausnutzen. Geht ganz einfach. Probiers mal.

-
Vorbemerkung: Heutzutage sind Fallwürfe aus der Mode gekommen, weil die Torhüter mit Herauskommen und Hände runter nehmen die Effizienz drastisch reduzierten. Ausserdem hatten alle Kreisläufer kaputte Hüften (siehe Heiner Brand und Martin Heuberger).
Für Übungen eignen sich alle möglichen Sachen aus z.B. dem Judobereich (Fallübungen, abrollen). Dann gibt es beim Klassiker von Erwin Singer "Hallenhandball" ein Kapitel Fallwürfe S. 85 bis 92. Ausserdem gab es mal in der ht einen Artikel zum "Durchschieben", der könnte auch noch in Frage kommen. Viel Erfolg !!
-
Verträumte Mädchen - schlaffer Start -- naja.
Also in der Schweiz geht man die Sache folgendermassen ganz pragmatisch an: ERSTENS wird da mal ein Mannschaftskreis gebildet und voll die Litanei abgelassen, sehr lautstark und ziemlich viele Sätze (Stücker 5 mit Antwortschrei), nicht nur so ein Wir haun se wech - okeeehh..... ZWOTENS rennen alle wie von der Hummel gestochen nach der Begrüssung an der Mittellinie in ihrer Hälfte herum, voll die Sprints und so, der Trainer brüllt rum und der Schiri hat erst mal keinen Durchblick, was da gerade abgeht. Aber dann geht die Hälfte doch auf die Bank und der Rest an die Mittellinie bzw. in die Abwehr. Habe ich heute wieder gesehen - hilft gegen allgemeine Müdigkeit ein wenig.
Äh, verloren haben sie dann doch, aber der Start war nicht schlecht - also, zur Nachahmung empfohlen.

-
Habe mal die Doppel-DVD vom "NEUNBURGER TRAINERSEMINAR 2010", das am 5./6. Juni 2010 stattgefunden hat, bestellt (Handball-Akademie.de). Schien mir etwas teuer, schlappe 32,50 Euros, na ja, egal.
Dann zog ich mir 54 Minuten lang die Einheit rein, wie Klaus Feldmann einer durchschnittlichen C-männlich versucht, die 3:2:1-Abwehr beizubringen. Da versucht einer sehr engagiert, diesen doch manchmal recht begriffsstutzigen Typen was beizubringen. Voll aus dem Alltag eines Trainers gegriffen! Echt aufschlussreich, wie er da zu kämpfen hat und wie vergeblich er manche da 3 x hintereinander korrigiert hat. Hat mich stark an ein Team von mir früher mal erinnert.
-- Der Beitrag von M. Obinger über Auslösehandlungen im Angriff hat mich nicht überzeugt. Wenn bloss Kreuzen und Sperre Auslösehandlungen sind ??? -- Feldmanns zweiter Beitrag "Individuelle Abwehrschulung" hatte als Schwerpunkt, möglichst Ball und Gegenspieler immer im Blick zu behalten, was natürlich auch ein Ziel (von mehreren) der Abwehrarbeit ist. Dann gibt es noch je einen Beitrag zum Torwarttraining und zu Regeneration und Prävention.
--- Insgesamt eher für den Abwehrbereich nützlich, nichts Weltbewegendes, schön allerdings die Beispiel-Videos einer "zeitgemässen" 3:2:1-Abwehr von dem C-w-Team aus Griesheim.
-
Einfach köstlich, diese Gegenüberstellung. Echte Handball-Literatur!

-
Onkitor: Kann mit Deinem Statement nichts anfangen. Es geht nicht um allgemeine Motivation, sondern um eine Reaktion auf eine bestimmte "Traurige" Stimmung. Hast Du dazu etwas konkretes zu sagen ??

-
Ich wollte gerne mal wissen, mit was für ARGUMENTATIONEN Ihr vor dem Spiel in der Kabine arbeitet. Ich schliesse mal Minis und E und D-Jugend aus und gehe davon aus, dass die älteren Jugendlichen dem Trainer schon zuhören.

Also Fall 1: Wir stehen im gesicherten Mittelfeld, heute fahren wir zum Tabellenführer, der ist wirklich stark und das erste Spiel haben wir hoch verloren. Stimmung ist komisch, auf Nachfrage kommt die Reaktion: Ist doch sch....egal, was und wie wir heute spielen, verlieren tun wir doch.
Dann stehst Du da und solltest etwas sagen bzw. etwas Gescheites hinbringen und möglichst noch argumentieren. Oder Du nimmst Zuflucht zu solchen Dingen wie: "Jedes Spiel muss erst mal gespielt werden !" Oder Du sagst: "Die haben hoch gegen uns gewonnen. Die überschätzen sich und unterschätzen uns. Wir können mithalten, weil sie überheblich sind!"
----------------------------------------------------------------
Wisst Ihr da noch ein paar Argumente ?

-
Also jetzt bin ich enttäuscht. WENN laut DHB die 3-2-1-Deckung nach der "RTK yugo 3-2-1 " gespielt werden sollte, dann müsste das Konzept doch zugänglich gemacht werden !? Es kann sich hier ja nicht um eine Geheimkonzeption handeln. Oder ? Aber für die Trainer an der Basis wäre es ja nicht schlecht, wenn diese Dinge gut (und öffentlich...) zugänglich wären. Und es müsste doch im Interesse des DHB sein, wenn sich diese Vorstellungen verbreiten würden, meine ich.
--- Also meine Bitte: Wer hat da einen einfachen Link auf das Zeug?
--- Wäre nett und vielen Dank.

-
1) Es gibt in den DSV-Protokollen Nr. 43 der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (Herausgeber Cachay,Drexel, Franke) unter dem Thema "Ethik im Sportspiel" 1990 einen Artikel von Herrn Walter Bühler "Soziale Kontrolle im Sport - Entscheidungsstrukturen bei Handballschiedsrichtern". Dort wird auch auf den Faktor Heimschiedsrichter eingegangen. Da spiegelt sich das Verhältnis der Siege auch in einer unteren Spielklasse (Bezirksklasse) im Verhältnis 58 (H) - 29 (A) - 13 % (Unent.) wieder. Die genaue Untersuchung der Hinausstellungen gibt KEINE Diskriminierung der Gastteams her. Der Heimschiedsrichter ist offenbar für ausgebildete Schiris ein MYTHOS. Aber, aber: Heimschiris gibt es (harte Fakten), wenn ein Vereinsmitglied Mannschaften des eigenen Vereins im Jugendbereich pfeift und dann die Vereinsbrille auf hat. Da spielen aber schon genauer bestimmbare Fakten eine Rolle.
2) Heimvorteil: Wenn ich in einem schnellen Spiel wie Handball mich auf einer Spielfläche nach auf dem Boden befindlichen Linien richten muss, dann ist das schwierig. Kinder laufen oft NEBEN der Seitenlinie während des Spiels nach vorne. Und wie oft passiert Kreisübertritt ??? Ausserdem ist das Spielfeld oft nicht genau zentriert in der Halle (räumliche Verortung). Dann kommt noch Werbung etc. hinterm Tor, welche ablenkt, hinzu. Das sind wahrscheinlich wichtige Faktoren für den Heimvorteil.
3) Das Problem besteht eindeutig darin, das Bündel der mutmasslichen Einflussfaktoren aufzuschnüren und einzeln zu bestimmen. Das wird nicht einfach sein... Viel Spass trotzdem...

-
Also jetzt habt Ihr Euch ne Zeitlang beharkt und nun ist gut, bitte !
-- Was Onkitor mit der kreisenden Armbewegung erreichen will, ist die Streckung des Arms. Den Vorschlag halte ich für durchaus bedenkenswert, denn er ist ja zum Üben und leicht durchzuführen. Müsste man mal ausprobieren...
-- Ich hatte mal einen Jugendspieler (12 jahre), der von der Leichtathletik kam und den kreisenden Arm hatte (und einen knallharten Wurf). Er konnte den Abdrückpunkt nicht gut kontrollieren und warf ziemlich oft übers Tor. Ich habe dann mit ihm diskutiert und erst mal Aufsetzer aus dem Sprungwurf verlangt. Das klappte recht gut. Dann verlangte ich, dass er den Wurf verzögert (und weil er ein guter Athlet war, konnte er lange springen und gut ausholen) und siehe da, er beobachtete den Torwart, hielt den Arm gestreckt und der Kreisel war weg.
-- Was den Kugelstoss-Arm angeht, gab es ja in anderen Foren schon Debatten. Zur Analyse: Es reicht auch erst mal, eine Langbank ca. 1,5 m vor der Hallenwand aufzubauen, der Spieler stellt das Sprungbein auf die Langbank und holt mit dem Ball aus. Er sollte dann mit ausgestrecktem Arm die Wand berühren (ansonsten Bank weiter wegrücken). Das schafft schon mal ein Gefühl für die Wurfhaltung. Und dann mit einem Partner passen, passen...
-- Das wars.

-
Hallo BEAMER,
warst Du jetzt beim Arzt ? Diagnose ? Tabletten ?
Wie wäre es mit nem Stützstrumpf oder so etwas ?
Es gibt auch so sechsteilige Klettverschluss-Hilfen, die kannste einwandfrei um das Sprunggelenk wickeln und die bringen super Halt...
Aber das mit der Sperre im Gelenk, das muss der Arzt wissen...

-- Gute Besserung -- -
Die klassische (?) Taktik wäre, einfach einen Übergang zu machen. Lass doch mal Deine RM an den Kreis gehen, dann muss sich die Vorgezogene entscheiden, ob sie nach links oder rechts geht. Oder sie geht mit, dann hast Du eine 6:0-Deckung gegen einen 4:2-Angriff.

Falls sie vorne bleibt, muss der/die Aussen den Ball zum freien Rückraumspieler passen (na ja, evtl. nicht so einfach) und dann geht es da mit Überzahl ab.
Die beiden Kreisspieler/innen können dann natürlich
auch die Positionen tauschen, das wird der Deckung
dann ganz schön Probleme machen. Da sind einige Taktik-Sitzungen jetzt wohl fällig !

-- Viel Glück !! -- -
Aber die Halle hat Standard-Grösse ?? Aber egal.
Ich würde auf jeden Fall mir mal so ein gelbes Klebeband besorgen (Baumarkt, Baustoffhandlung...) und 6 Torräume abkleben (kann ruhig etwas eckiger werden), also 2 Torräume vor den Querseiten und 4 an den Längsseiten. Und dann eben die grossen blauen Weichschaummatten als Tore hinstellen oder von der anderen Halle 2 Tore holen / rübertragen ?
Auf Tore mit Torraum werfen ist absolut zentral, und Handball spielen sollte unbedingt gemacht werden. Sonst isses nix, finde ich.

-
Ey Mann, der Suzuki-Witz ist echt genial -- und ausbaufähig, in jeder Hinsicht !!!

-
Also, wollte nur anmerken, dass ich von Standardvorlagen (zum Training) wieder abgekommen bin. Das hatte folgenden Grund: Ich male mir zu vielen (nicht allen) Übungen gerne so ne Skizze hin, oft das Halbfeld oder das ganze Standardfeld. Dazu verschwende ich immer ne ganze DIN-A-4-Seite und es passt immer alles genau drauf. Dann das Blatt in eine Plastik-Einheftfolie und dann überlebt das dann das Training (mit hinten in die Hose stecken oder mal drauftreten und so). Das mit dem winzigen Handzettel in der Hosentasche habe ich mir abgewöhnt (das Alter und die Lesebrille, Details vergessen, zu allgemeine Stichworte usw.).-----

Fazit: Planung kannst Du natürlich schon in Excel machen, bietet sich an. Richtet sich natürlich stark nach den Zeiten (Ferien, Rundenbeginn etc.). Aber so Standardvorlagen über 2 Seiten DIN A 4 waren mir einfach zu blöd. Vielleicht war ich aber auch zu doof, um die richtige Form zu finden ....
--
