michel b.
Ich kann Deine Einwendungen teilweise nachvollziehen. Allerdings ist es wichtig, die Hintergründe des Intervies zu kennen, um Einschätzungen geben zu können. Eine journalistisch vollständige Aufarbeitung war nicht Zweck des Interviews; sie war an dieser Stelle auch nicht angebracht.
Hintergrund ist, dass die Magdeburger Volksstimme kürzlich ein Interview mit dem Manager Holger Kaiser veröfentlicht hatte. Deine Einschätzung kannst Du nur vornehmen, wenn Du auch dieses Interview kennst. Denn damit wurde gerade von einer beruflichen Journaistin, die zu objektiver Berichterstattung verpflichtet ist, in gröblichster Art und Weise an der Objektivität vorbeigehende Hofberichterstattung betrieben. Vorbereitete, mehr rethorisch und einseitig gestellte Fragen, die nur dem Zweck dienten, ein geschöntes Bild der Arbeit des Herrn Kaiser zu zeichnen. Keinerlei kritische Hinterfagung, die angesichts der diversen Probleme und Widersprüche und offensichtlichen Falschaussagen, in die sich Kaiser im Interview verstrickt hatte, zwingend geboten gewesen wäre.
Das Interview mit BUH diente dem Zweck, die im Kaiser-Interview fehlende kritische Auseinandersetzung in zweckmässiger Weise umzusetzen. Das BUH-Interview hat aufgezeigt, in welch dramatischer Weise Oesterhoff und Kaiser eine Beschädigung des SCM betreiben. Das musste einfach nach Aussen gebracht werden.
Vordringlich steht doch hier die Frage im Raum, weshalb es eines solchen Interviews von dritter Seite erst bedarf. Wäre dieses Interview notwendig gewesen, wenn das örtliche Presseorgan seiner Verpflichtung zu objektiver Berichterstattung nachkommt? Die permanenten Verstösse gegen diese Verpflichtung seitens der Volksstimme sind äusserst bedenklich; weit über den Tellerrand des Handballs in MD hinaus. Es war notwendig, einen Gegenpol zu setzen.