@Lago Trainer: Das ist ein sehr guter Ansatz, aber an die Umsetzung durch Schiedsrichter denkt bei methodischen Sachen niemand. Das beweist wieder die Wertschätzung der Schiedsrichter und die Auseinandersetzung mit deren Aufgabengebiet (Umsetzung der Regeln und nicht von besonderen DfB). Ein Schiedsrichterneuling ist zunächst mal damit gefordert, überhaupt eine Entscheidung zu treffen, damit meine ich, dass diese auch mit der Pfeife umgesetzt wird. Von ihm jetzt auch noch zu fordern, dass er das Spiel taktisch beurteilt und sich mit den Trainern "anlegt" ist m.E. nicht zu erklären!!!
Ich musste mich letztens z.B. mit dem Kampfgericht und einem SR "anlegen", die einer Mannschaft in der D-Jugend untersagt haben, den TW beim 7m zu wechseln ("Im Jugendbereich darf nur im Angriff gewechselt werden, der ist der SR und der weis das!!!"). Wenn schon diese relative einfache Regel nicht von SR und Eltern begriffen wird bzw. bekannt ist, wie soll der junge SR sich da mit dem Hinweis auf Nichteinhaltung der offensiven Deckung in der Halle durchsetzen?
Ich habe in der Vergangenheit als Trainer auch den "Prozess" von der E- bis zur C-Jugend durchlaufen. Was ich mich im Zusammenhang mit diesen offensiven Deckungsvarianten frage, wie sollen hier eigentlich durchsetzungsstarke Rückraumschützen ausgebildet werden? Wer hat denn mit den gleichen Mitteln wie ein Karol Bielecki in der WM-Quali zurückgeschossen? Richtig, keiner!!! Und warum? Weil es keiner kann, da ja in der Jugendausbildung kein Spieler (sinnvollerweise) aus 12m über den Abwehrspieler auf das Tor wirft. Wann sollen diese "Shooter" denn ausgebildet werden?
Wie hat denn eigentlich unsere goldene Generation (2002-2007) das Handballspielen gelernt? Meiner Meinung nach müssen die Kinder einfach nur spielen, alles andere ergibt sich aus der individuellen Trainingsarbeit, dem Talent und, ganz wichtig, dem Willen zu gewinnen.