Im Feld stehend habe ich bei Wechsel des Ballbesitzes in etwa noch die Möglichkeit, einen Gegenstoß zu "überwachen". Wenn ich das von der Torlinie mache, hab ich allein von der Entfernung her kaum eine reelle Chance, eventuelle Regelwidrigkeiten korrekt mit zu bekommen. Ich bleibe bei meiner Position in der bespielten Spielfeldhälfte, dabei wechselnd zwischen dem linken und rechten Rückraum.
Beide Mannschaften wissen bei Anpfiff, dass der zweite "Blick" (Schiedsrichter) fehlt. Damit müssen sie leben.
Gute Argumentation 
Wenn man kurz nach Spielbeginn (und einer erfolgten Aktion am Kreis) mal das Spiel unterbricht und darauf hinweist, dass man ein sauberes Spiel am Kreis haben möchte , dann klappt das auch als FSR. Dann vielleicht nochmal im weiteren Spielverlauf ein Pfiff und man hat die volle Glaubwürdigkeit. Wenn man sich mal ein Handballspiel in allen Facetten vorstellt, dann dürfte man keinen Gedanken daran verschwenden, wie man sich positioniert. Ich kann doch ein nicht gesehenes Kreisbetreten als Einzelschiedsrichter 1000mal besser verkaufen, als eine nicht gesehen Hand im Gesicht oder Faust in der Bauchgegend.
Wenn ich mich als TSR auf das Kreisgeschehen konzentriere, dann kann ich nicht gleichzeitig den Ball im Auge haben, ergo kann ich als SR dem Spiel nicht folgen. Ob ich jetzt übrigens das Kreisspiel von vorne oder hinten beobachte ist übrigens egal, wenn ich nicht direkt zu Spielbeginn klar mache, dass ich überhaupt darauf achte!
Einfach mal darüber nachdenken, wie viele Leute mir als FSR die evtl. Sicht behindern und wie viele als TSR. Es muss immer unsere Aufgabe sein, und einen möglichst guten Blick auf jede Situation zu verschaffen.
Abschließende Gegenfrage: Würdest Du als Spieler den SR ernst nehmen, wenn er nach einer Aktion auf Höhe 10m, von der Torlinie angerannt kommt und Dir eine 2min Strafe gibt? Warum ist das wohl üblicherweise Aufgabe des FSR? 