Beiträge von gummiball

    Mein Ablauf (und wir befinden uns in den letzten 30 Sekunden 😉):

    1. Es gibt den Freiwurf und die Spieler "nehmen ihre Positionen ein"

    2. Mir fällt eine falsche Aufstellung auf, denn "da stehen ja ein paar Typen direkt hinter dem Block".

    3. Ich gebe Time-Out, damit ich Zeit habe.

    4. Ich korrigiere den Block geschlossen vor die 9m-Linie (da steht zu diesem Zeitpunkt, zu 99%, mind. einer auf oder hinter der Linie 🤣) und die Abwehrspieler weise ich darauf hin, dass sie doch bitte an der 6m-Linie bzw. 3m vom Ball weg bleiben sollen. Ab da ist alles in der Verantwortung der Spieler 😉.

    5. Wenn alle korrekt stehen, pfeife ich an und reagiere auf das, was dann passiert.

    Dieser Ablauf gilt, wenn ich alleine pfeife, und ebenso für meinen Gespannpartner, wenn wir zusammen pfeifen und er FSR ist 😉. Dieser Ablauf ermöglicht es mir, durch das Time-Out, prophylaktisch etwaige Emotionen aus dem Spiel zu nehmen und für eine geordnete Spielfortsetzung zu sorgen. Wenn ich die Spieler auf den Sachverhalt der letzten 30 Sekunden kurz hinweise, dann kapieren das die meisten. Und wenn dann doch einer meint, eine eigene Idee zu haben, was zum Nachteil der Mannschaft passiert, werden die Mannschaftskameraden ihm das danach bestimmt erklären 😉.

    Meine Ansätze:

    „Drei Abwehrspieler hinter der Mauer“: Regel 13:8 besagt, dass der Abwehrspieler mind. 3m Abstand vom Werfer einhalten muss. Also, bevor ich anpfeife, wird die Position entsprechend korrigiert und damit ist das Thema erledigt.

    „Pass zum Sprungwurfwerfer“: 11-9=2, also greift das oben geschriebene. Steht er bei 12m oder seitlich so versetzt, dass er zwar auf 11m steht, aber 3m vom Ball entfernt, ist alles ok.

    Da ich vor der Ausführung nicht entscheiden kann, ob der Spieler passiv bleibt oder nicht, ich es nicht darauf ankommen lasse, regel ich das vor der Ausführung gemäß 13:8. Damit hat es auch in 36 Jahren noch nie ein Problem gegeben.

    Genau den Moment, bis der Ball die Hand verlassen hat, muss er abwarten, bis er in Aktion treten darf.

    Du hast die Regel doch schon zitiert und in dem Kommentar dazu ist es doch genau beschrieben. Wo ist der Punkt, den Du nicht verstehst? Stellst Du die Frage mit dem 1:0 nach zwei Werfern, weil Du einfach komische Fragen stellen willst (das fällt ja auch bei deinem Abstandsding in den letzten 30 Sekunden auf)? Manchmal hilft es, das Spiel einfach zu leiten und es nicht zu verkomplizieren.

    Erster Durchgang, es steht bspw. 4:1oder 3:0 und es sind nur noch zwei Schützen übrig. Somit kann die andere Mannschaft nicht mehr gewinnen, also Thema durch und nicht jede Mannschaft hat fünf Würfe gemacht.

    Zweiter Durchgang geht so lange, bis nach einem Wurfwechsel ein nicht einholbarer Vorsprung besteht, also wenn im 1:1 jemand einen Fehlwurf hat und der andere trifft. Ja, die Regel ist blöd formuliert mit "wenn eine Mannschaft nach einem Wurfwechsel in Führung liegt", da ja nach dem ersten Schützen bereits ein Wurfwechsel stattfindet. Aber letztlich ist doch die Durchführung seit Jahrzehnten klar und niemals in Frage gestellt worden.

    gummiball: Und wie befindest du über Meisterschafts- oder Abstiegsrelevanz am 1. Spieltag, falls da so ein Fall auftreten sollte?

    Ganz radikal, dass ein Spiel am ersten Spieltag nicht die Aussagekraft hat, wie eines am Saisonende (Es gibt ja auch "die letzten 30 Sekunden", was die Bedeutung einer Schlussphase bekräftigt 😉). Niemand hier hätte sich aufgeregt, wenn es in der ersten Saisonhälfte eine Wiederholungsspiel gegeben hätte, außer natürlich denen, die die Schiedsrichter oder das Kampfgericht als die natürlich Blöden abgestempelt hätten 🙄.

    Das Ganze ist doch nur so viral gegangen, weil eine Entscheidung nach dem letzten Spieltag fällt und Hamm/Dessau wegen Abstieg und weil doch eine Verantwortung ggü. dem Verein usw. besteht. Am ersten Spieltag ist es blöd, aber wenn wir ehrlich sind, wird das hingenommen und gut ist.

    Mir geht es doch in erster Linie um die Verhältnismäßigkeit, ein Spiel wegen einigen Sekunden wiederholen zu lassen, wo das maximale Spielergebnis im eigentlichen Spielverlauf klar absehbar gewesen ist.

    Ein FW ist nur nach Korrektur/Unterbrechung der Spielzeit anzupfeifen, oben in meinem Beitrag editiert und klargestellt.

    Stimmt, aber das ist mit heute eh egal, da nur noch 2 min mit der neuen Regeländerung. Oder man unterstellt Absicht, was aber schwer zu beweisen ist.

    Aber auch dann gibt es keine Strafe, wenn er den Abwehrspieler am Kopf trifft. Ob "alt" rot oder "neu" 2min, es ist eine Situation aus dem Spiel heraus und das ist dann halt Pech. Absicht kannst Du nicht unterstellen, es sei denn, Du hast die "Ankündigung" mitbekommen. Aber dann wäre die Frage, warum er noch den FW wirft, denn alleine die Ankündigung ist ja schon "besonders grob unsportlich" (Regel 8:10a) 😉.

    Jetzt, wo (hoffentlich) alles um dieses Spiel geklärt ist, möchte ich auch gerne meinen Gedankenansatz teilen:

    Meines Erachtens ist es ein Problem, das ein Einspruch auf der Begrifflichkeit "spielentscheidend" aufgebaut wird. Bei diesem Spiel und dem von mir verlinkten Beispiel, da sind wir uns wohl alle einig, ist es natürlich spielentscheidend, ob das Spiel verloren oder unentschieden ausgeht. In beiden Fälle lag eine Mannschaft, 2 bzw. 3 Sekunden vor Spielende mit einem Tor hinten und hätte maximal ein Unentschieden erreichen können.

    In meiner Wahrnehmung hat die Sportgerichtsbarkeit deshalb nur die Möglichkeit über dieses einzelne Spiel zu entscheiden. Wenn man den Begriff "meisterschafts- / abstiegsentscheidend" ergänzen würde, hätte das Gericht vermutlich ganz andere Möglichkeiten und könnte einfach einem logischen Ablauf nach urteilen. In beiden Spielen wäre maximal ein Unentschieden möglich gewesen, was an den jeweiligen Tabellenkonstellationen nichts geändert hätte. Und hier hätte dann vielleicht ein Gericht urteilen können, das ein Wiederholungsspiel dem nicht gerecht wird. Hier könnte man sich dann auf die Verhältnismäßigkeit berufen, dass ein Wiederholungsspiel wegen 2 bzw. 3 Sekunden (Achtung, hier reden wir über das maximale Unentschieden, was nichts geändert hätte) nicht das Ergebnis von einer ganzen Saison verändern darf.

    Ob das jetzt juristisch darstellbar ist, keine Ahnung 🤷‍♂️. Ist mir halt einfach so gekommen, als ich das mit dem Damenspiel durchgedacht habe und bei dem HBL2-Spiel wäre es ja auch so gewesen. Manchmal versucht man ja Dinge einfach logisch zu betrachten, aber merkt dann, dass die geltenden Regeln der Logik im Weg stehen 🙄.

    Das wäre von Seiten der Angreifer auch ne Möglichkeit, aber birgt auch die Gefahr das er den Abwehrspieler, da zu nah blöd am Kopf trifft und dann dafür auch geht. Und dann ist offen wer den 7m bekommt (ich müsste nochmals prüfen ob jeder DQ einen 7m gibt oder nur die die verhindern das man zur Klaren TG kommt).

    Warum sollte er "gehen", wenn er ihn am Kopf trifft? Es ist ja in diesem Fall kein direkter Freiwurf, den es ja nur mit abgelaufener Spielzeit gibt!

    Das ist einfach Unsinn! Dessau hat keinen "Regelverstoß" begangen, sondern einen "Wechselfehler" gemacht. Unterschied? Siehe Diskussion! Auch Essen hat nichts "unsportliches" gemacht, sondern das, angesichts der zum fraglichen Zeitpunkt noch realen Abstiegsgefahr, einzig Richtige.

    Korrekt, alles ist letztlich im sportlichen Rahmen abgelaufen.

    Und vermutlich hat kar einfach irgendwo einen Denkfehler gemacht und wird diesen auch schnell erkennen 🤷‍♂️.

    Und das Hamm jetzt irgendwas will, erschließt sich mir einfach gar nicht. Die waren abgestiegen konnten ihre Personalplanung für die dritte Liga machen und hätten vielleicht ein Problem bekommen, wenn sie drin geblieben wären. Aber der Status Quo ist für sie gleich geblieben. Und sich jetzt in eine höhere Liga einklagen oder über einen Entscheid wollen, weil man nicht sicher war, ob man wirklich absteigt, ist auch mal ne kreative Idee 😵‍💫.

    Wenn Dessau den Regelverstoß nicht begangen hätte, wäre Hamm vielleicht nicht abgestiegen. Die beiden unsportlichen Mannschaften in Liga zwei sind für mich Essen und Dessau.

    Aber wenn ich mich erinnere, wäre das Spiel dann mit Ballbesitz Dessau und +1 zu Ende gegangen, oder? Also wäre Hamm ohne den Regelverstoß einfach „pünktlich mit dem letzten Spieltag“ abgestiegen, oder?

    Wie ich schon einmal geschrieben habe, es war zwar im Amateurbereich, aber emotional ist das für die Beteiligten ja das Gleiche.

    Tatsächlich, und da bin ich glasklar, ich könnte im Strahl 🤢, wenn so etwas passiert, da dann immer alle SR in Sippenhaft genommen werden, wie blöd sie sind. Aber wenn SR, und hier, wie in Essen und Minden, reden wir über jeweilige Spielfortsetzungen nach einem TO, in aller Ruhe die falsche Entscheidung treffen, dann haben sie ganz einfach einen schlechten Job gemacht!!!

    Die bestehenden Regeln sind das Problem.

    Aber die „bestehenden Regeln“ wird es immer geben (in welcher Form auch immer) und es wird immer etwas geben, was man blöd findet.

    Wo waren denn die bestehenden Regeln in der Vergangenheit „das Problem“? Am Ende beginnt alles mit einem Fehler, also bitte nicht Ursache und Wirkung umdrehen 😉.

    Entschuldigt bitte, jedem seine Meinung und Gedanken, aber ist das euer Ernst?

    Hier fordert einer nach dem anderen die Funktionäre, Vereinsverantwortlichen etc. auf, dieser „Farce“ ein Ende zu setzen und kommt mit „eigenen Lösungen“ um die Ecke. In meiner Welt ist es ein absolutes Unding, in einem laufenden Wettbewerb die Regularien zu ändern! Alle Vereine haben am 01.07.2024 diese Saison mit den dazugehörigen Ordnungen und DfB‘s angetreten und damit akzeptiert.

    Hinterher rumzuheulen ist für mich dermaßen scheinheilig und nur darauf aus, von eigenen Fehlern und Unzulänglichkeiten abzulenken. Als Schiedsrichter habe ich in der Vergangenheit und auch aktuell leider zu oft festgestellt, dass die Vereinsverantwortlichen sich überhaupt nicht mit den Regularien beschäftigen, weil „es ja jedes Jahr das Gleiche ist“! Und jetzt kommt so etwas und auf einmal ist das Geschrei groß! Sorry, aber da bin ich bei Bohmann und sage „selber Schuld“ ihr „professionellen (oder doch lieber amateurhaften?) Vereine“!

    Wegen mir soll man sich nach der Saison hinsetzen und das alles mal analysieren und mögliche Lösungen finden, aber bitte daran denken, am 01.07.25 beginnt die neue Saison mit den zu Grunde liegenden Ordnungen und Bestimmungen.

    Und von wegen „jede Mannschaft oder die HBL“ müssen ein Einspruchsrecht haben, schon einmal über die Konsequenzen nachgedacht? Da kommen Leute und fordern das und im Gegenzug wird auf die Verletzungsgefahr der Spieler hingewiesen. Wenn jetzt jeder Verein dafür sorgen kann, dass zwei andere Teams ein Wiederholungsspiel machen müssen, wie viele Wochenenden soll das Jahr haben? Wie viele Spiele sollen die Spieler/-innen absolvieren? Wie lange wollt ihr dann hier diskutieren, dass die Tabelle ja Mist ist, da „aktuell noch sieben Wiederholungsspiele ausstehen“?

    Ich kann mich jetzt bewusst nicht daran erinnern, dass es in den letzten 20 Jahren etwas vergleichbares gegeben hat und deshalb wird jetzt das ganze System in Frage gestellt?! Am Ende ist es wie überall im Leben, die, die sich mit den Regeln usw. am besten auskennen und sie im Zweifelsfall anwenden können haben einfach einen Vorteil. Und das kann man dann finden wie man will, aber exakt dafür wird alles niedergeschrieben und jeder weiß woran er im Zweifel ist.

    Abschließend, ich bin gespannt, ob es nach der Saison Anträge gibt etwas zu ändern oder es doch wieder heißt „Na gut, war ja jetzt ein wirklich krasser Einzelfall, aber eigentlich…“!!! Funktionäre sind doch Funktionäre, weil sie eher selten aktiv etwas verändern wollen, was dem Sport gut tut (es sei denn es geht um die eigene Kasse)!

    Und auch diesen Beitrag bitte als Meinungsäußerung verstehen, muss ja nicht immer alles dem Mainstream entsprechen 😉.

    Bin mal auf die Atmosphäre zwischen den Bänken gespannt.

    Alleine schon die Ansetzung des Delegierten vom Torklau von Minden kann Dessau gar nicht anders auffassen als Provokation.

    Haha, habe ich mir eigentlich im Spaß gewünscht 🙈😂. Dass die das wirklich bringen ist schon ein Ding 😵‍💫.

    Und die Rolle des technischen Delegierten wurde hier im Thread ja auch schon kritisch hinterfragt. Nicht erst dieses Jahr hat man immer wieder das Gefühl, dass einige nur auf diesem Platz sitzen, um sich Scharmützel mit den Trainern liefern zu können. Das ist Kindergarten auf Profi-Niveau. Wenn die Trainer jemanden brauchen, der ihnen das Spiel erklärt oder wo sie sich ausweinen können, sollen sie sich Hilfe auf ihre eigene Bank setzen.

    Ich vermute, es ist einfach eine Weiterbeschäftigung nach der aktiven Karriere, um weiterhin einige Euros nebenbei zu bekommen. Es wäre natürlich interessant zu wissen, ob denn die Delegierten in den letzten Jahren zahlreichen Regelverstößen zuvorkommen konnten oder ob sie sich nur alibimäßig mit den Bänken beschäftigen. Als Negativbeispiel dient ja nun das Spiel Minden-Dessau, in welchem das halt nicht funktioniert hat. Da würde ich mich als Beteiligter Verein schon fragen, für was ich da was bezahle.

    Vielen Dank für die Erläuterung, die allerdings m.E. nicht ganz korrekt ist.

    Wie (viel weiter) vorne schon von mir beschrieben, gibt es die Möglichkeit, dass man in den letzten 30 Sekunden aus einem FW einen 7m rausholt. Und zwar folgendermaßen:

    SR pfeift den FW an, der Abwehrspieler verkürzt vor der Ausführung, aber innerhalb der drei Sekunden, den Abstand und die Angreifer signalisieren, dass dadurch der FW nicht ausgeführt werden konnte. Somit erfolgt die Verhinderung eines formellen Wurfes und da ist der 7m. Das geht nur, wenn der Ball noch nicht gespielt ist.

    Wenn der Pfiff des SR, der eigentlich nur den Ball „zum Spielen freigibt“ schon bedeutet, dass der Ball im Spiel ist, dann wäre die Abstandsregel obsolet, da die Abwehrspieler, sobald der „Ball im Spiel ist“ uneingeschränkt agieren dürfen. Und, das würde auch bedeuten, dass bei einem FW ohne Anpfiff, die Abwehr die drei Sekunden abwarten muss bis der Ball ausgeführt und „im Spiel ist“ und bei einem FW mit Anpfiff, der Ball sofort „im Spiel ist“. Irgendwie nicht so ganz schlüssig, oder?

    Derjenige, der den FW ausführt, hat regeltechnisch nunmal drei Sekunden Zeit, um den Ball ins Spiel zu bringen. Deswegen tue ich mich mit der faktischen Annahme etwas schwer, wenn sie so wie im Urteil beschrieben ist.

    Und ja, das Urteil ist formuliert und ergangen, aber die zu Grunde liegende Basis darf dennoch in Zweifel gezogen werden, wenn man es fundiert begründet.