Minden zum Rückrundenstart in Göppingen: Duell der Regisseure?
Snorri Gudjonsson
Foto: Michael Heuberger
Am Samstag, bereits ab 16:15 Uhr, stehen sich in Göppingen zwei prägende Regisseure der WM gegenüber. Auf der einen Seite Göppingens Michael Kraus, der zum besten Regisseur des Turniers gewählt wurde. Auf der anderen Seite Mindens Regisseur Snorri Gudjonsson, dem bei den Isländern etwa im Viertelfinale gegen Dänemark 15 Treffer gelangen. Der Anpfiff wurde auf diesen frühen Zeitpunkt verlegt, weil der Südwestrundfunk ab 17 Uhr die zweite Halbzeit übertragen wird, außerdem ist Mimi Kraus abends in Mainz im Sportstudio zu Gast.
Die Gäste aus Ostwestfalen rangieren derzeit mit acht Zählern auf Rang zwölf und befinden sich mitten im Abstiegskampf. Die Zielvorgabe von Coach Richard Ratka, der offenbar vor einer Vertragsverlängerung steht, ist klar: "Wir wollen in der restlichen Saisonhälfte noch einmal zehn Punkte holen." Minden will damit an die Ende letzten Jahres gezeigten guten Leistungen anknüpfen, als Melsungen, Lübbecke und Lemgo Punkte lassen mussten.
Und die Chancen, weiterhin auf ein bundesligareifes Niveau zu zeigen stehen in Minden nicht schlecht. Mit Gudjonsson war - ebenso wie bei den Grün-Weißen Schwaben Kraus - nur ein Akteur bei der Weltmeisterschaft vertreten, der aufgrund des Halbfinalaus seiner "Isis" gegen Polen zudem einige Tage mehr Verschnaufpause hatte als der Deutsche, der in der abgelaufenen Woche mit seinen Mitspielern zahlreiche PR-Termine wahrzunehmen hatte. Der zweite Isländer in den Reihen der Mindener Einar Örn Johnsson kam gar nicht zum Einsatz.
Während der Matchpause hatten die anderen Akteure Gelegenheit, an ihren Blessuren zu laborieren. Arne Niemeyer wird nach überwundener Fußverletzung nach langer Pause sein Comeback in Göppingen feiern, nur Jan-Fiete Buschmann (Schulter-OP im November) wird bei den Gästen wohl weiterhin nicht mit von der Partie sein. "Niemeyer hat sein altes Kampfgewicht wieder erlangt. Wir müssen nun sehen, dass wir mit ihm möglichst schnell wieder zu einer Einheit werden", sagt Richard Ratka.