Beiträge von schnogeretzer

    SGL geht neue Wege

    Die Kader der Herrenhandball-Teams der SG Leutershausen in der Baden-Württemberg-Oberliga und Landesliga sind mit der Verpflichtung von Spielmacher Dustin Hoffmann (SKG Bonsweiher), Linksaußen Nils Wehran (Wiesloch), sowie den beiden Großsachsener Flügelspielern Tobias Seel und Philipp Attrot auf 25 Spieler angewachsen. "Wir wollen noch zwei richtige Leistungsträger für den Rückraum verpflichten, dann wären wir mit 27 Spielern komplett", ist Uli Roth froh, wenn auch die letzten Verhandlungen unter Dach und Fach sind.

    Dem Helferfest gestern folgt morgen ein erstes Training aller neuen Spieler unter Trainer Holger Löhr. Nur Liviu Ianos, der mit Stralsund noch die Aufstiegsspiele in die 1. Bundesliga bestreitet, wird erst im Juli zu den Teufeln stoßen.

    Nach der Insolvenz der Bundesliga-Spielbetriebs GmbH im letzten Jahr sind die Verantwortlichen um Uli Roth und Reinhard Scheele aber nicht nur gefordert, einen komplett neuen Personalaufbau zu betreiben. Der Ligabetrieb mitsamt der Nachwuchsarbeit muss auch finanziell auf gesunden Füßen stehen - nach dem Desaster mit dem Rückzug der Bundesligatruppe ist dieser Punkt sogar noch wichtiger. Gestern nun präsentierte die SGL ihren neuen Hauptsponsor "K4". Dahinter stehen Dieter Kirsch und dessen Söhne Thorsten, Volker und Eckhard. Letzterer gründete die KSG Rhein-Neckar in Heddesheim und "Rehability" in Weinheim, beides Institutionen, die die Integration körperbehinderter Menschen zum Ziel gemacht haben.

    Der ehemalige Sponsor des SV Waldhof will dabei in Leutershausen völlig neue Wege gehen. Zusammen mit einem Finanzdienstleister soll ein innovativer Sportförder-Fonds als Alternativinvestment entwickelt werden. "Jeder der die SGL unterstützen will, kann in diesen Fond einzahlen, ein Teil des Ertrags kommt dann dem Verein wieder zugute", erklären Eckard und Volker Kirsch ihr Engagement damit, dass man in Leutershausen nicht nur den Herrenhandball, sondern vor allem auch die Jugend unterstützen wolle.

    Die Zusammenarbeit wurde zunächst auf zwei Jahre vereinbart, ein längerfristiges Engagement halten aber beide Seiten für sinnvoll. Im Vorfeld der Generalversammlung am Donnerstag also eine gute Nachricht für den gesamten Verein.

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