Interessant finde ich dass hier wirklich keiner auch nur im Ansatz auf das Statement von Hereticus eingeht:
Das ist so denke ich, dass Hauptproblem. Das will nur keiner wirklich wahr haben (einerseits durchaus verständlich...) Ich schätze mindestens 50% aller Vereine in der HBL hängen "am Tropf" und mogeln sich irgendwie von Saison zu Saison. Die HBL hingegen gaukelt uns weiterhin die heile Welt vor..... Ich schätze es gibt einfach wenig Regionen in denen der Bundesligahandball so wie er zur Zeit betrieben wird, wirklich seriös machbar ist. Auß0er man hat evtl. einen großen Geldvogel (das soll jetzt nicht abwertend gegen irgendwelche Vereine aus dem RM-Gebiet oder an der Elbe, oder auch anders wo sein...
) der einspringt.
Grundsätzlich bin da ja bei euch. Nur frage ich mich, ob man jetzt ausgerechnet bei Dormagen mit 1,6 Mio Etat von einer Mannschaft von Vollprofis sprechen kann. Ich würde das mal (ohne detaillierte Kenntnis der Zustände vor Ort) schlank verneinen wollen. Ich vermute, viele Spieler waren oder sind parallel in Ausbildung oder Studium. In Dormagen werden sicherlich keine "horrenden" fünfstelligen Monatsgehälter gezahlt. Aber korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
Ist eine Reduzierung der Liga dagegen aber ein Mittel? Werde ich nicht immer eine Handvoll Vereine haben, die die wachsende Spirale nicht mitgehen können? Um solcheine Entwicklung ggf. zu stoppen sind wir doch schnell bei Begriffen wie "Salary-Cap", richtig? Das wird zumindest im US-Amerikanischen Profisport angewendet, um solche Szenarien einzudämmen. Ich weiß, dass das nur schwer vergleichbar ist, da dort kein Auf-/Abstieg existiert und Profivereine Wirtschaftsunternehmen in Privat- oder Unternehmensbesitz sind. Ich bin nur der Meinung, dass ich bei uns immer Vereine finden werde, die ein hohes Risiko für die Chance auf den einmaligen Erfolg eingehen werden. Das ist zu oft ein Balanceakt auf der Messerschneide und geht eben regelmäßig in die Hose. Da die Abhängigkeit von Sponsoren und Mäzen ja eh riesig ist, sollten vielleicht alle Vereine zu Saisonbeginn 50% des Etats auf einem Treuhandkonto hinterlegen (sprich: alle Sponsoren müssen im Voraus zahlen), so dass damit wenigstens die Spielergehälter gezahlt werden können.