Hier mal der Spielbericht vom Spiel Weibern - Bad Wildungen
weibern. Im dritten Saisonspiel hat es Aufsteiger HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim erwischt. Beim Aufstiegsrundenkandidaten TuS Weibern musste sich die Mannschaft von Trainer Gernot Weiss mit 20:25 (9:11) erstmals in dieser Saison geschlagen geben.
Weiß selbst sah sich nach der Partie in seinen Warnungen vor der Weiberner Heimstärke bestätigt, auch wenn er mitnahm, dass für seine Mannschaft durchaus mehr drin gewesen wäre. "Verglichen mit unseren Siegen gegen Metzingen und in Beyeröhde, haben wir heute sicher nicht unsere beste Leistung abgerufen." In einer technisch eher mäßigen Begegnung waren es die beiden Defensivreihen inklusive guter Torhüterleistungen, die das Spiel prägten. Vor allem in der übernervösen Anfangsphase überboten sich beide Mannschaften im Auslassen guter Torgelegenheiten, sowie in der hohen Anzahl technischer Fehler. Während Weiß hierfür den zu großen Respekt vor den Gastgeberinnen anführte, hatte TuS-Trainer Jan Reuland seine eigene Erklärung parat. "Wir standen nach unseren beiden Auftaktniederlagen mit dem Rücken zur Wand und unter großem nervlichen Druck." Tatsächlich löste sich bei der Mannschaft aus der kleinen Eifelgemeinde mit zunehmender Spielzeit die Verkrampfung. So hatte es die HSG in Durchgang eins vor allem der einhundertprozentigen Erfolgsquote von Sandra Josefiak mit drei Treffern zu verdanken, dass sie beim 9:11 zur Pause noch aussichtsreich im Rennen lag.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt die Weiß-Sieben die Partie zunächst offen. Immer wieder war es nun Sabine Kirmse, die das HSG-Team bis zum 15:16 am Leben hielt. Danach aber ging der Gast mit seinen Chancen noch fahrlässiger um. Selbst Josefiak und Kirmse fanden nun in der eingewechselten Weiberner Torfrau Elke Knooren ihren Meister. Die kaum zu bremsende Simone Salz sowie Ania Jaszczuk trafen zudem gegen das nachlassende HSG-Abwehrbollwerk zunehmend besser, sodass die Eifelerinnen sich auf 20:15 absetzen konnten. Weiss versuchte es mit einem Torwartwechsel von Danja Lerch zu Kerstin Keim, der allerdings bis auf einen gehaltenen Strafwurf fruchtlos blieb. Dem selbst verschuldeten Rückstand rannte der Zweitliganeuling dann auch beim 17:22 nach, ehe Weiß und seine Mannschaft nochmals hoffen konnten, nachdem Karina Mülhausen und Sabina Kirmse zwischenzeitlich auf 19:22 und 20:23 verkürzen konnten. Salz und Jaszczuk machten dann aber mit zwei weiteren Treffern für ihre Mannschaft den Sack aus Weiberner Sicht endgültig zu.
"Der Weiberner Sieg geht in Ordnung. Wir wussten, dass es hier nicht einfach wird", sagte Weiss nach der Partie, während sein Gegenüber Reuland bilanzierte: "Es hat die Mannschaft gewonnen, die diesen Sieg vom Kopf her dringender brauchte und dadurch auch verbissener darum gekämpft hat".